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Im Test! Gun Gun Pixies

TitelGun Gun Pixies
JapanApril 2017 (PS-Vita-Release)
Compile Heart
Nordamerika10. September 2019
PQube
Europa6. September 2019
PQube
SystemNintendo Switch, PC
Getestet fürNintendo Switch
EntwicklerCompile Heart
GenresThird-Person-Shooter
Texte
Nordamerika
VertonungJapan

Bildmaterial: Gun Gun Pixies, PQube, Idea Factory / Shade, Compile Heart

Manchmal liest man von Spielkonzepten, bei denen man von Anfang an weiß, worauf es hinauslaufen wird. Gun Gun Pixies ist eines dieser Spiele. Als kleine Aliens schießt ihr auf niedliche Anime-Mädchen, um sie „glücklich“ zu machen und natürlich dürfen dabei sexy Posen und Klamotten nicht fehlen. Ob das Switch-Spiel, welches ursprünglich auf PlayStation Vita veröffentlicht wurde, noch mehr als Fanservice bietet, haben wir uns für euch angeschaut.

Was sind Emotionen?

Gun Gun PixiesIn Gun Gun Pixies schlüpft ihr in die Rollen von Usamael aka Bee-Tan und Kameriel alias Kame-Pon, welche vom Planet Pandemo kommen. Dort gibt es ein riesiges Problem: Die Bewohner sind kalt zueinander, Emotionen und Freundschaften gibt es dort kaum. Nur ein paar Wenige sind in der Lage, genau dies auszudrücken und zu erleben. Die beiden Mitglieder des Pixie-Teams, der örtlichen „Polizei“, haben nicht unbedingt den besten Ruf und die größten Fähigkeiten. Dennoch sind sie die besten Kandidaten für die kommende Mission…

Der Kommandeur von Bee-Tan und Kame-Pon schickt die beiden süßen Mädels auf die Erde. Auf diesem Planeten gibt es Menschen, die regelmäßig ihren Emotionen freien Lauf lassen. Dies ist also ein perfekter Ort für Nachforschungen, wie man besser miteinander und mit seinen Emotionen umgehen kann. Die beiden spielbaren Charaktere selbst gehören zu den Wesen von Pandemo, welche in der Lage sind, Emotionen zu erleben und somit können sie besser verstehen, was auf der Erde geschieht.

»Das Erkunden der Räume stellt sich schnell als recht mühselig heraus. Das Umherspringen ist ungenau und teilweise echt nervig.«

Sie landen nach kurzer Zeit in einem Wohnheim für Mädchen, sehr zur Freude von Bee-Tan. Sie liebt Frauen nämlich über alles und freut sich auf all die Gelegenheiten, die Mädels mit ihren Happy Bullets zu beschießen, um mehr über sie zu erfahren. Genau dies ist nun die Aufgabe der beiden Aliens: Die Mädchen in dem Wohnheim zu beobachten und notfalls mithilfe der Happy Bullets die Emotionen der Mädels auf einen Höhepunkt zu bringen.

Pew Pew Pixies

Dies geschieht in Form eines Third-Person-Shooter, außerhalb der Visual-Novel-artigen Gespräche der Charaktere. Da ihr selbst sehr klein seid, müsst ihr in den drei verfügbaren Räumen die verschiedenen Wege finden, um alles erkunden zu können. Springt auf Stühle, Betten und Regale, aber auch kleine Warp-Portale helfen beim Erkunden. Recht spät im Spiel bekommt ihr sogar einen Enterhaken, welcher alles deutlich angenehmer macht. Den hätte Compile Heart ruhig ein wenig eher im Spiel herausrücken können.

Gun Gun PixiesVor jedem Betreten der Räume, welche quasi als Schlachtfelder für die Missionen gelten, könnt ihr zwischen den beiden Pixie-Team-Mitgliedern wählen. Einen spielerischen Unterschied zwischen den beiden gibt es nicht wirklich, auch wenn ihre Waffen unterschiedlich aussehen. Auch Outfits und Unterwäsche könnt ihr auswählen, zusätzlich zu besseren Waffen, sobald diese im Ingame-Shop gekauft wurden.

Das Erkunden der Räume stellt sich schnell als recht mühselig heraus. Das Umherspringen ist ungenau und teilweise echt nervig. Dabei hilft die schlechte Kamera leider auch gar nicht. Oft bin ich irgendwo runtergefallen, weil ich nicht gesehen habe, wo ich hin springe oder ein Sprung aufgrund der miesen Steuerung fehlgeschlagen ist. Bei einem Spiel, was von euch verlangt, viel umherzuspringen und zu erkunden, ist das einfach schwach.

Feuer frei auf wackelnde Körperteile!

In den normalen Erkundungsmissionen ist es oft Ziel, einfach diverse Objekte zu untersuchen oder Informationen aus den Mädels zu bekommen. Letzteres geschieht natürlich dadurch, dass ihr mit Happy Bullets auf diverse Körperteile der unschuldigen Maiden ballert. Dabei sind Brüste, Po und Co. natürlich beliebte und gewollte Ziele. Ist die jeweilige „Zufriedenheits“-Leiste eines gewissen Körperteiles gefüllt, ist das jeweilige Mädchen… sehr glücklich und beginnt, vor sich hin zu brabbeln. Meist sind dies dann Informationen, welche die Geschichte vorantreiben.

»Was die Grafik nicht packt, reißt auch der Soundtrack nicht raus. Die Melodien sind gewöhnlich, aber die Sprachausgabe ist gut.«

Wirklich „spaßig“ wird es dann in den „Eroberungs“-Missionen, bei denen eines der Mädchen aus irgendeinem Grund ausrastet und ihr sie mithilfe der Happy Bullets beruhigen müsst. Dabei ist der Körper dann in noch mehr Bereiche unterteilt, wobei jeder Part seine eigene Happy-Leiste hat. Je mehr Leisten ihr füllt, desto „erfreuter“ ist das Ziel. Natürlich wackeln gewisse Körperteile wild bei Treffern und auch die Posen, in denen sich die Mädels bei diesen Missionen befinden, sind oft sehr aufreizend. Nach mehreren Leisten ist das Mädchen (mit lautem Schrei) sehr glücklich und alles ist wieder im Lot.

Ab in die Wanne!

Gun Gun PixiesSind diese Missionen bewältigt, werdet ihr mit einer Badewannenszene belohnt. Jep, richtig gelesen. Anfangs gibt sich Bee-Tan noch Mühe, irgendeine Ausrede dafür zu finden, wieso sie nun im Bad auf die Mädels ballern, aber das ändert sich dann auch irgendwann. Hier müsst ihr einfach nur auf die nackten Mädels schießen, welche natürlich an den „wichtigen“ Stellen mit Schaum bedeckt sind. Dann bewegen sie sich in eine andere Pose, wo ihr nun so richtig loslegen könnt.

Sitzen die Mädels in einer anderen Pose, kann sich der gesteuerte Charakter an ihren Körper heften und sich daran reiben. Als Spieler müsst ihr nun die beiden Analog-Sticks wild im Kreis drehen und werdet dann mit massig Ingame-Geld belohnt. Dieses kann auch in den Missionen aufgesammelt werden. Es ist aber viel lukrativer, einfach die Bade-Szenen immer zu wiederholen. Wirklich spannend ist das Gameplay da nicht und selbst der Sexy-Part des Ganzen hält sich aufgrund der ähnlichen Charakter-Modelle und den gleichen Animationen der Frauen in Grenzen.

Nerviges Geballer

Wirklich spaßig ist das Geballer auf die Mädels jedoch nicht. Auch hier ist die Steuerung recht krampfhaft, aber immerhin kann die Zielempfindlichkeit geändert werden. Es wäre tatsächlich vielleicht ein besseres Erlebnis, wenn ihr im gesamten Spiel nur auf die Mädchen schießen würdet. Aber nein, da sind ja noch die Oktopoden. Diese tauchen nach kurzer Zeit in den Räumen auf.

Anfangs handelt es sich dabei nur um eine kleine Anzahl und jeder Oktopus ist schnell besiegt. Nach kurzer Zeit werden sie aber immer mehr, tauchen an immer bekloppteren Orten auf und sind teilweise richtig versteckt. Dann gibt es auch noch Oktopusse, welche nach einem Treffer direkt in die Verteidigung gehen und für kurze Zeit nicht verwundet werden können. Wenn ihr also nur kurz auf sie schießt und sie nicht direkt besiegt, müsst ihr einfach warten und sie anstarren.

Auch im Kampf gegen die Mädels tauchen die Oktopoden auf und nerven euch. Zusätzlich feuern die Frauen auch auf euch, was aber weniger das Problem ist, da man denen gut ausweichen kann. Die Oktopusse hingegen respawnen oft direkt, wenn eine ganze Gruppe besiegt wurde. Gegen Ende werden die Viecher auch dafür genutzt, um die Level zu strecken und ihr werdet einfach immer und immer wieder in die Räume geschickt, um einfach zahlreiche Oktopusse zu besiegen. Spielspaß gleich 0.

Es bricht mein Herz mit der Framerate

»In den normalen Erkundungsmissionen ist es oft Ziel, einfach diverse Objekte zu untersuchen oder Informationen aus den Mädels zu bekommen.«

Wenn doch wenigstens das Spiel flüssig laufen würde! Ein Grafikwunder ist Gun Gun Pixies absolut nicht, auch wenn die Mädels an sich recht hübsch animiert und die Wackel-Physik der Körperteile übertrieben gut ist. Die Zimmer sind recht detailreich mit Leben bestückt, aber wirklich schön sieht das Ganze trotzdem nicht aus. Deswegen ist es eine Frechheit, dass der Titel einfach kaum optimiert wurde und deswegen oft langsamer läuft, als er sollte. Es wird nun nie zur Dia-Show oder richtig schlecht, aber die Einbrüche sind merklich und nervig.

Was die Grafik nicht packt, reißt auch der Soundtrack nicht raus. Die Melodien sind gewöhnlich und die Sprachausgabe ist gut, aber man kann ein lautes „Kyaaa“ nur so oft hören, bis es nervt. Immerhin haben die Charaktere durch die japanische Sprachausgabe einiges an Leben, doch das ständige Gestöhne geht dann selbst mir auf den Geist. Und das will was heißen!

Dank der Portabilität eurer Nintendo Switch könnt ihr Gun Gun Pixies immer und überall spielen. Ob man das sollte, ist natürlich eine andere Frage. Einen technischen merklichen Unterschied gibt es zwischen Handheld- und Docked-Modus nicht. Der Touchscreen wird in Menüs unterstützt. Überraschenderweise könnt ihr in den Gesprächen nicht die Mädels betatschen, was für Spiele dieser Art auf der Switch mittlerweile irgendwie schon fast „normal“ geworden ist.

Gone Gone Pixies

Es klingt wahrscheinlich merkwürdig, wenn ich sage, dass ich mir mehr vom Spiel erhofft hatte. Eigentlich wollte ich einfach nur ein Spiel, in dem ich auf sexy Anime-Girls schieße, machen wir uns da nichts vor. Aber die miese Steuerung half schon sehr dabei, dass ich den Spaß verlor. Auch die Badewannenszene ist vielleicht das erste Mal lustig, aber wenn man sie dann zum zwanzigsten Mal macht, um Geld zu farmen, geht auch da der Spaß verloren. Als Third-Person-Shooter versagt Gun Gun Pixies auf voller Linie, als Visual Novel erzählt es ein paar nette Geschichten, aber enttäuscht gegen Ende durch belanglosen Quatsch. Wenn ein Spiel es schafft, mich trotz halbnackter Anime-Mädels zu langweilen, dann spricht es nicht wirklich für sich. Über den Preis des Spieles und die DLCs will ich da gar keine großen Worte verlieren.

 

Story

Der Heimatplanet der beiden Hauptprotagonistinnen droht unterzugehen, da niemand mehr Emotionen und Bindungen zu anderen Menschen empfindet. Auf der Erde soll das Gegenteil erforscht werden.

Gameplay

Ihr spielt zwei notgeile Aliens, welche mit ihren Happy Bullets auf süße Mädels ballern, bis diese einen Orgasmus haben. Und ihr schießt zwischendurch auf nervige Oktopusse. Das alles in schlechter Third-Person-Action.

Grafik

Man sieht Gun Gun Pixies den PlayStation-Vita-Ursprung an, trotzdem läuft es selten wirklich flüssig. Schade.

Sound

Es wird viel gestöhnt, Kopfhörer im Handheld-Modus im Bus sind zu empfehlen. Komplett japanische Sprachausgabe mit englischen Texten.

Sonstiges

Nach 10 Stunden durch, man schaltet diverse Optionen zum Personalisieren der Mädels und eine Galerie frei. Außerdem sinnloser DLC. Früherer Zugriff auf Gast-Charaktere, die man eh recht flott im Spiel bekommt, für 4,49 Euro?! Was zur Hölle?!

2 Kommentare

  1. Schade.

    Ich muss gestehen, meinen Spaß an Fanservice-schwangeren Games zu haben, wenn neben der Sexyness auch das Gameplay stimmt, Marke „Senran Kagura: Estival Versus“ (PS4) oder „Criminal Girls“ (PS Vita). Aber bei „Gun Gun Pixies“ scheinen weder das Gameplay, noch der Fanservice zu stimmen. Die meisten Reviews bewerten das Spiel nicht einmal annähernd in den Bereichen eines originalen „Senran Kagura“ (über die beiden Switch-Totalausfälle will ich nicht reden). Nur der YouTuber Jay RPG bewertet das Spiel gut; er ist jedoch auch ein kleiner Nintendo-Fanboy.
  2. Es macht mich schon traurig, dass dieses Spiel wirklich nicht so gut sein soll. Ich wollte es mir ja holen, aber nicht bei diesen Bewertungen. Ich hole es mir wohl erst, wenn ich es mal für einen sehr günstigen Preis finde, anders sicher nicht.
    Schon schade, ich habe mich wirklich auf das Spiel gefreut, einfach weil es ein typisches Fanservice-Spiel ist, um das man sich normalerweise nicht so viele Gedanken machen muss.
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