Im Test! The Gardens Between

Wir alle haben einen Ort, an den wir uns gerne zurückziehen und unsere Gedanken schweifen lassen. Einen solchen Ort bietet euch auch The Gardens Between.
Titel The Gardens Between
Japan 20. September 2018
The Voxel Agents
Nordamerika 20. September 2018
The Voxel Agents
Europa 20. September 2018
The Voxel Agents
System PS4, PC, Switch
Getestet für Nintendo Switch
Entwickler The Voxel Agents
Genres Puzzle
Texte
Deutschland 

Wir alle haben einen Ort, an den wir uns gerne zurückziehen und unsere Gedanken schweifen lassen. Erinnerungen an vergangene Tage, die man mit Bekannten, der Familie oder mit guten Freunden verbracht hat. Sei es ein einfacher Fernsehabend oder das Erkunden eines geheimnisvollen Ortes. Eine schöne Portion dieser Emotionen erlebt ihr in den träumerischen Gärten aus The Gardens Between von Indie-Entwickler The Voxel Agents.

Zwei Freunde und die Zeit

Ihr trefft auf Arina und Frendt. Zusammen erleben die beiden ein erinnerungsreiches Abenteuer auf träumerischen Inselgärten mit einem besonderen Kniff. Ihr steuert nicht die Freunde selbst, sondern könnt die Zeit vor- und zurückspulen. Alle Bewegungen sind quasi vorgeschrieben und mittels Zeitmanipulation müsst ihr Arina und Frendt nur zum Ziel steuern. Auch wenn dies erst einmal nicht sonderlich spannend klingt, erwarten euch spannende kleine Rätsel mit einer guten Portion Charme.

Arina besitzt eine Lampe, in der sie im Laufe des Gartens eine Lichtkugel einsammelt und bis an die Spitze tragen muss. Anfangs ist dies noch relativ einfach, da ihr nur kleinere Hindernisse überwinden müsst. Im Laufe des Spiels nehmen diese Hindernisse jedoch zu und blockieren eure Wege. Zum Glück kann Frendt mit der Umwelt an bestimmten Punkten interagieren. Dadurch bleibt die Zeit stehen und ihr könnt die Zeit eines bestimmten Gegenstandes manipulieren. Somit seid ihr eventuell in der Lage den nächsten Pfad – oder zumindest einen Teilpfad – zu öffnen und gelangt in den nächsten Abschnitt des Puzzles.

Ein kurzes Beispiel: In einem Garten gehen Arina und Frendt an einem Videorekorder vorbei. Beim Vorspulen der Zeit benutzt Frendt zwar kurzzeitig eine Fernbedienung für den Rekorder, jedoch passiert nichts und ihr kommt an ein vermeintliches Ende. Vor diesem Ende befindet sich ein loses Kabel. Mit Hilfe eines Interaktionsgegenstandes könnt ihr die Zeit nun anhalten und das Kabel zurück in die Steckdose bewegen. Wenn ihr jetzt die Freunde zurücklaufen lasst und Frendt das nächste Mal an der Fernbedienung vorbeiläuft, spuckt der Rekorder eine Kassette aus, die den Weg in höhere Ebenen öffnet.

Keep it simple!

Die Steuerung von The Gardens Between wird euch nie überfordern. Bis zum Ende des Spiels müsst ihr lediglich die Zeit richtig manipulieren und in den passenden Momenten mit der Umwelt interagieren. Besonders schön ist die Tatsache, dass sich die Mechanik kaum abnutzt und sich die Entwickler immer wieder neue Sachen haben einfallen lassen, um geschickte Rätsel ins Geschehen einzuflechten. Hier und da gibt es eine Kopfnuss, an der ihr ein wenig länger sitzt. Jedoch werden die Rätsel nie unfair oder besitzen zu komplizierte Lösungswege. Wer auf seine Umgebung achtet, hat alles im Griff.

The Gardens Between

Träumerisches Indie-Abenteuer

Simpel und dennoch in gewisser Weise detailreich sind die Gärten aufgebaut. Auf non-verbaler Ebene wird euch dort eine Geschichte präsentiert, welche die Erinnerungen der beiden Freunde widerspiegelt. Nach mehreren gelösten Gärten schaltet ihr so etwas wie eine Kernerinnerung frei, die euch eine bestimmte Situation der beiden Protagonisten aufzeigt, die sie zusammen erlebt haben. Zusätzlich hat das gesamte Farbschema irgendwie eine beruhigende Wirkung, da nichts zu stark aufgesetzt ist. Unterstützt wird die charmante Präsentation von einem ruhigen und simplen Soundtrack. Dieser zieht euch noch tiefer ins Spiel und lässt euch ein wenig die Zeit vergessen.

Apropos Zeit. Fast jede Faser dieses Spiels ruft euch zu: „Spiel mich gemütlich!“ Hektik ist hier wirklich fehl am Platz. Wer sich die Inseln genau anschaut, erkennt viele schöne Details, welche die Level noch liebevoller wirken lassen. Ein kleines Manko besitzt The Gardens Between jedoch, auch wenn ihr es gemütlich spielt. Nach vier Stunden habt ihr leider alles gesehen und seid ans Ende gelangt. Und obwohl ihr an ein Ende gelangt, welches gut gewählt wurde, wirkt es seltsam.

The Gardens Between: Träumerische Gärten erleben

»The Gardens Between genießt ihr bei den immer kälter werdenden Tagen am besten im Handheld-Modus der Switch, mit einer gemütlichen Decke, einem heißen Getränk und einer ruhigen Umgebung! Das Spiel strahlt eine gemütliche Atmosphäre aus, in die man sich gerne fallen lässt. Dazu tragen vor allem die grafische Präsentation und der ruhige Soundtrack bei. Zudem besitzt bestimmt jeder von uns eine der gezeigten Erinnerungen in dem Spiel, so dass man sich ebenfalls gerne zurückerinnert. Wäre doch die Spielzeit von The Gardens Between nur nicht so kurz.«

 

Auf non-verbale Weise wird euch eine Geschichte zweier Freunde mitgeteilt, was mittels Erinnerungen geschieht.
Die Puzzles sind kreativ und erstaunen bis zum Schluss.
Träumerisch, simpel und dennoch charmant.
Ruhig und entspannend, lässt ebenfalls in Erinnerungen schwelgen.