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Im Test! Senran Kagura: Bon Appetit

Hallo. Mein Name ist Rygdea. Ihr kennt mich vielleicht von Reviews wie Tales of Hearts R, One Piece: Unlimited World Red oder auch Senran Kaguran Shinovi Versus. Wer meine Texte aufmerksam verfolgt, der wird wissen, dass ich stets versuche sehr ausführlich auf die Spiele einzugehen und sowohl ihre Stärken, als auch ihre Schwächen im Detail zu erläutern. Dies ist besonders bei der Senran-Kagura-Reihe eine große Herausforderung, da man vor lauter nackter Haut und schwitzenden Körpern kaum das Wesentliche im Auge behalten kann. Nichtsdestotrotz ist es mir gelungen, bei Senran Kagura Shinovi Versus einen nüchternen Blick auf das Geschehen zu werfen und die Sexualität, die so freizügig dargestellt wird, mit Humor zu nehmen und sie als kleines Gimmick im Spiel zu betrachten, die ausschließlich dem Fanservice dient und eben nun mal zu dieser altehrwürdigen Reihe dazu gehört.

Wieso nun dieser Einführungstext, obwohl es sich nur um ein Review zu einem kleinen Rhythmus-Spiel handelt? Die Antwort ist simpel: Den nüchternen Blick, den ich damals bei Senran Kagura Shinovi Versus noch hatte, konnte ich bei Senran Kagura Bon Appetit beim besten Willen einfach nicht anwenden. Und im folgenden Text wird auch erklärt, wieso.

Die Charaktermodelle kommen einem doch äußerst bekannt vor.
Die Charaktermodelle kommen einem doch äußerst bekannt vor.

Bevor ich jedoch damit anfange, will ich noch einmal kurz erläutern, wieso ich Senran Kagura Bon Appetit mit Shinovi Versus überhaupt vergleiche, obwohl es sich doch um zwei Spiele aus komplett verschiedenen Genres handelt. Diese beiden Spiele haben nämlich nicht nur den Namen und die Charaktere gemeinsam, sie teilen sich darüber hinaus auch noch die selbe Grafik-Engine, die selben Charaktermodelle, den selben Sound, das gleiche Storytelling, die selben Menüs und, ohne wirklich nachgesehen zu haben, würde ich einmal stark annehmen: zum Großteil die selben Credits.

Ein Vergleich in den Kategorien außerhalb des Gameplays ist somit unausweichlich, da ich, was diese angeht, einfach die Absätze aus meinem Senran-Kagura-Shinovi-Versus-Review kopieren könnte. Auch der zeitnahe Release beider Spiele begünstigt dies selbstverständlich. Senran Kagura Bon Appetit wird aber auch nicht umhin kommen, sich mit anderen Ablegern des Rhythmus-Genres vergleichen zu lassen, da es sich hier um einen komplett eigenständigen Titel für PlayStation Vita handelt.

Das Positive zuerst: Die Story ist nach wie vor fantastisch überdreht, witzig, sinnlos und einfach nur japanisch. Mehr als nur einmal schießt einem die Milch, sofern man welche trinkt, aus der Nase. Das Grundgerüst ist simpel. Der gute alte Meister Hanzo hat Hunger. Was denkt sich der alte Lustmolch also: „Im Grill den Henssler-Style, lasse ich heiße junge Mädchen gegeneinander im „Super Dish Gourmet Cook-Off“ antreten, darf alles essen, was sie mir zubereiten, der Verliererin werden alle Kleider vom Leibe gerissen und anschließend wird sie, nackt wie Gott sie schuf, selbst zum Dessert.“

Das fasst so ungefähr die gesamte Story und auch die gesamte Spielerfahrung zusammen. Erzählt wird, genau wie bei Senran Kagura Shinovi Versus, zum Teil im Visual-Novel-Stil und zum Teil in altbekannten Dialogen mit den Charaktermodellen. Um die jungen Ninjas erst einmal anzulocken, braucht es natürlich eine kleine Motivationsspritze. Der Siegerin winkt eine geheime Ninja-Rolle, welche einem absolut jeden Wunsch erfüllen kann. Wer braucht da noch mehr Motivation? Ab hier heißt es nun: Jede kämpft für sich selbst. Asuka wünscht sich eine lange und dicke Sushi-Rolle, die sie komplett befriedigt. Eine saftige Rolle, die der ihres Großvaters ähneln soll.

Meister Hanzo hat hunger und ist ein Lustmolch. Warum also nicht beides ausnutzen?
Meister Hanzo hat Hunger und ist ein Lustmolch. Warum also nicht beides ausnutzen?

Wenn sich jemand jetzt fragen soll warum das zwei so dreckige Sätze sind: Es handelt sich mehr oder weniger um Zitate. Im Spiel weiß man zu Beginn noch gar nicht, dass es sich überhaupt um eine Sushi-Rolle handelt, sondern nur, dass es Asuka nach was langem und hartem dürstet. Haruka hingegen wünscht sich, dass Hikage nackt für sie im Shoppingcenter Samba tanzt. Und Katsuragis Wunsch ist die Besitzergreifung über alle Brüste im Universum. Sie will die, ich zitiere: „Queen of Hooters“ werden.

Senran Kagura war zwar schon immer für sexuelle Anspielungen in den Dialogen und Monologen bekannt, aber Senran Kagura Bon Appetit bringt das alles noch mal auf ein ganz anderes Level. Man kann den Schreibern eigentlich nur gratulieren. Mit einer solchen Hingabe haben sie in fast jedem Satz in diesen Spiel Anspielungen auf die männliche oder die weibliche Anatomie versteckt. Manchmal sehr subtil, aber oftmals wird es einem einfach ins Gesicht geklatscht. Ein Kompliment geht natürlich auch an die Menschen, welche die ganzen Texte übersetzt haben.

Hier ist absolut nichts verloren gegangen. Falls möglich sind einige Witze sogar hinzugefügt worden. Klar, solche Zeilen sind immer für einen Brüller gut, aber ich kann das Gefühl einfach nicht abschütteln, dass man bei Senran Kagura Bon Appetit einen Schritt zu weit gegangen ist. Wenn junge Mädchen, nackt und auf allen vieren, nur mit Sahne und Schokoladensoße an den wichtigen Stellen bedeckt sind, den nackten Hintern in die Kamera strecken, Tränen in den Augen haben und dann ängstlich stottern: „I am ready to be served now“, dann kommt man von diesem Gedanken einfach nicht weg.

Hinzu kommt, dass man in diesen speziellen Dessert-Szenen freie Kontrolle über die Kamera hat, sodass man natürlich auch den letzten Winkel der Mädchen begutachten kann. In weiteren dieser Szenen werden die Mädchen in noch zweifelhafteren Posen dargestellt und mit noch zweifelhafteren Gesichtsausdrücken und Dialogzeilen versehen. Dies ist jedoch auch der Fall, wenn der alte Meister Hanzo nach jedem Gang, mit seinen magischen Kräften, den Mädchen ihre Kleidung raubt.

Schafft man es, diese doch schon unangenehmen Szenen zu verschmerzen, dann kann man sich auf humorvolle Geschichten und Dialoge freuen, die so noch in keinem Spiel zuvor zu sehen waren. Selbstverständlich sind diese ausschließlich mit englischen Texten und der gewohnt japanischen Sprachausgabe zu genießen.

Wer schon immer mal halbnackten Ninjas beim Kochen zusehen wollte, der wird hier zufrieden gestellt.
Wer schon immer mal halbnackten Ninjas beim Kochen zusehen wollte, der wird hier zufriedengestellt.

Grafisch bleibt alles beim Alten, da es sich hier, wie bereits geschrieben, um die selbe Engine und die selben Charaktermodelle handelt. Diverse Szenen wurden auch komplett aus Senran Kagura Shinovi Versus übernommen. Das bedeutet, dass man sich bei Senran Kagura Bon Appetit auf einen schönen, bunten Cel-Shading-Look freuen kann, der vor Leben nur so sprüht. Die Charaktermodelle sind in den wenigen Wochen gut gealtert und sehen immer noch unglaublich süß aus. Da es sich hier jedoch um ein Rhythmus-Spiel handelt, fallen alle Außenareale und somit auch die frei drehbare Kamera weg.

Man springt eigentlich nur von einem sehr detaillierten und ab und an auch viel zu expliziten Artwork zum nächsten. Zwischendurch gibt es einige Dialoge und schließlich kommt es dann zum großen Cook-Off. Senran Kagura Bon Appetit zeigt in diesen Abschnitten sehr genau, wie es aussehen würde, wenn sich zwei vollbusige, hochklassige Ninjas einem Kochduell stellen würden. Hier wird gegrillt, flambiert und dekoriert und das mit solch Grazie und Geschwindigkeit, dass man sich wünscht, nicht nur auf zwei Balken am unteren Bildschirmrand blicken zu müssen. Das, was man zu sehen bekommt, ist zu jeder Zeit eine Augenweide.

Auch wenn nicht jede Szene gerne anzusehen ist, so kann man doch nicht von der Hand weisen, dass die wunderbare Anime-Optik einfach ihren eigenen, sehr starken Charme versprüht und besonders in humorvollen Szenen ihre Muskeln spielen lassen kann. Leider wiederholen sich viele Szenen im Minutentakt, sodass diese, seien sie noch so genial und witzig, nach wenigen Stunden schon richtig nerven. Besonders Meister Hanzo regt extrem auf. Nach fast jedem Gericht kommt die selbe Sequenz. Am Ende eines jeden Cook-Offs gibt es zwar eine unheimlich witzige Szene mit dem alten Lustmolch, aber diese wird vom gekochten Gericht bestimmt und davon gibt es nun wirklich nicht viele.

Beim Sound soll zunächst einmal die Synchronisation etwas beleuchtet werden. Natürlich sind wieder die selben Sprecher an Bord, welche bei Senran Kagura Shinovi Versus bereits den Mädchen ihre Stimmen geliehen haben. Das Endergebnis ist, wie gewohnt, Japan-typisch perfekt geworden. Jeder noch so verrückte Dialog wird mit einer solchen Motivation gesprochen, dass man sich wundert, wie die Sprecher das eigentlich machen.

Dies ist eine der weniger anzüglichen Dessert-Szenen.
Dies ist eine der weniger anzüglichen Dessert-Szenen.

Dieses Mal kommt man einer Hentai-Synchronisation aber gefährlich nah. Wenn die Mädchen dem Spieler mit ihren hohen, kindlichen Stimmen bestimmte Sätze ins Ohr schreien, dann driftet man auch hier ins Unangenehme ab. „Please! Don’t do that to me!“ und „No, don’t look at me like that!“ sind nur zwei der vielen Beispiele dafür. Selbstverständlich sind die Mädchen bei diesen Dialogzeilen ebenfalls in unangenehm zweifelhaften Posen.

Nun zur Musik. Wie jeder sich denken kann, ist dieser Punkt der wohl wichtigste in einem Rhythmus-Spiel. Leider wurde hier wohl von den Entwicklern am wenigsten Mühe investiert. Jedes einzelne Lied ist austauschbar, langweilig und absolut nichts Besonderes. Hinzu kommt, dass viele Lieder wirklich schlecht sind und unglaublich nerven. Nach wenigen Minuten schon schraubt man die Lautstärke auf das Nötigste zurück, während man bei Genre-Vertretern wie Guitar Hero, Rockband und Theatrhythm Final Fantasy gerne einmal aufdreht. Klar, bei jedem Rhythmus-Spiel gibt es einige Lieder, die nicht so gefallen wollen.

Dafür gibt es jedoch hunderte von Tracks, bei denen man die freie Auswahl hat. Senran Kagura Bon Appetit bietet jedoch weder eine gute noch eine große Auswahl an. In den ersten Stunden müht man sich ausschließlich mit zehn viel zu langen Liedern ab, die sich alle gleich anhören. Schafft man es weitere Charaktere freizuspielen, so kommen maximal noch zwölf Lieder hinzu, da jedem Charakter ein Lied zugeteilt wurde. Sucht man sich einen Gegner aus, so kann nur das Lied gespielt werden, welches diesem Charakter von den Entwicklern zugeteilt wurde. Eine herbe Enttäuschung ist das.

Um einen kleinen Überblick über die Bandbreite der Lieder zu erhaschen, kann man sich einen kleinen, unbedeutenden und untalentierten Hobby-Komponisten vorstellen, der nur das nötigste Equipment und ein billiges Computer-Programm zum Komponieren hat. Diese Person bekommt dann einen Zettel, auf dem zwei Worte fett gedruckt stehen: Anime und fröhlich. Jetzt komponiert diese Person 10 Lieder (mit Gessen x Hebijo-DLC 20), mal mit, aber oft auch ohne Gesang. Das Ergebnis ist einfach nur schwach und macht viel zu viel vom Spielspaß kaputt. Es mag zwar Leute geben, die gerne solche Lieder hören, aber das ändert nichts an der Anzahl, der Qualität und der überzogenen Länge.

Zwei Balken, eine Konbo-Anzeige und jede Menge Noten. Das ist das Gameplay.
Zwei Balken, eine Kombo-Anzeige und jede Menge Noten. Das ist das Gameplay.

Zum Spielprinzip kann man wirklich nicht viel sagen. Am unteren Bildschirmrand befinden sich zwei Balken, an denen die verschiedenen Noten entlanglaufen. Haben diese das linke Ende erreicht, so muss die gezeigte Taste gedrückt werden. Stimmt das Timing, wird ein kritischer Treffer erzielt. Nun kann man Kombos aufbauen, welche einen Multiplikator steigern, der für deutlich mehr Punkte und eine bessere Wertung sorgt. Neben den normalen Noten gibt es auch welche, die gedrückt gehalten werden müssen und wieder andere, die in einer kurzen Zeit so oft wie möglich gedrückt werden müssen.

Besonders die letzteren machen jedoch viel vom Rhythmus kaputt, da sie nicht passend zum Lied gespielt werden müssen, sondern einfach nur so schnell wie möglich. Generell passen die Noten oftmals nicht so ganz zum Lied, was einiges vom Erlebnis kaputt macht. Bei jedem Lied kann man sich zwischen drei Schwierigkeitsgraden entscheiden. Auch hier wurde nicht gerade viel Fingerspitzengefühl benutzt. Auf Easy sind die Lieder viel zu einfach. Man wartet oft mehrere Sekunden auf jede einzelne Note. Da die Lieder mehrere Minuten lang sind, wird das natürlich viel zu schnell viel zu langweilig und nervig. Auf Normal wird man zwar ein bisschen mehr gefordert, aber ohne Probleme schafft man auch hier bei jedem Lied die 100 Prozent.

Entscheidet man sich für den härtesten Schwierigkeitsgrad, so kommen die zwei oberen Tasten des Pads hinzu und die Geschwindigkeit wird so unglaublich angezogen, dass man überhaupt nicht mehr mitkommt. Das Balancing der Schwierigkeitsgrade hätte wesentlich mehr Finetuning gebraucht, damit überall Spielspaß aufkommt. Bleibt man lange genug am Ball, dann schafft man auch die schwierigsten Lieder, aber bis man diesen Punkt erreicht hat, hängen einem diese zu den Ohren heraus. Jedes einzelne Lied ist in drei Abschnitte, beziehungsweise Gerichte unterteilt. Hat man einen Teil geschafft, so langt Meister Hanzo ordentlich zu und reißt dem Mädchen, das weniger Punkte hat, die Kleidung zumindest auf.

Nach dem zweiten Gang gibt es das selbe Spiel nochmals, nur dass die Kleidung dann komplett weg ist und nur die Unterwäsche bleibt. Entscheidet man auch den dritten und letzten Gang für sich, so wird der Verliererin auch die Unterwäsche weggefegt. Danach gibt es als Trophäe die Dessert-Szene und dazu weitere Kleidungsstücke und selbstverständlich Unterwäsche. Nach jedem Abschnitt steht eine Prozentzahl auf dem Bildschirm, die das Verhältnis beider Lebensanzeigen der Mädchen angibt. Schafft man es zwei Mal Hanzo zu befriedigen, so gibt es im dritten Abschnitt eine Herz-Note. Bei dieser kann man jede Taste drücken, die man will.

Wurde das Herz erfolgreich betätigt, so zoomt die Kamera, während des Spielens, an den gegnerischen Koch und zirkuliert im Super-Zoom und in Zeitlupe um den fast nackten Körper der Kontrahentin. Dies stellt sich oft als besonders ablenkend und unnötig heraus. So ganz sauber ist das Gameplay nicht gelungen. Ab und an wandern die Noten etwas unschön über die Balken und auch nicht jeder Tastendruck wird sofort erkannt, was oftmals zum Verlieren der Kombo führt und damit zu Frustmomenten.

Zu viel Hentai oder nicht? Das ist hier die Frage.
Zu viel Hentai oder nicht? Das ist hier die Frage.

Insgesamt bietet Senran Kagura Bon Appetit, neben dem Umkleidezimmer und der Bibliothek, drei Modi. Free, Arcade und Story. Diese unterscheiden sich in fast gar nichts voneinander, außer, dass es beim Story-Modus eben ein bisschen Story zu sehen gibt. Ein Story-Durchlauf besteht aus vier Kämpfen, also vier Liedern. Nach jedem bekommt man eine Note zugeteilt. Und am Ende wird noch einmal der gesamte Verlauf in einer Note von A-F evaluiert. Seltsamerweise kann man am Ende ein D bekommen, obwohl man bei jedem Lied ein A erreicht hat.

Im Free-Modus kann man einen Charakter und einen Feind nach Wunsch wählen und im Arcade-Modus sucht man sich einen Charakter aus und kämpft dann gegen sechs weitere. So kann man sich bereits denken, dass die Langzeitmotivation nicht gerade Rekorde bei diesem Spiel aufstellt. Besonders schade ist die Tatsache, dass es keinen Multiplayer-Modus gibt. Es kommt nicht oft vor, dass bei einem Rhythmus-Spiel wirklich zwei Parteien gegeneinander Kämpfen und sogar eine Lebensanzeige haben. Daher hätte sich ein Multiplayer unglaublich angeboten, aber leider wurde daraus nichts.

Zum Schluss noch eine Sache: In einem Punkt hat Senran Kagura Bon Appetit einen Schritt nach vorne gemacht. Und zwar in Sachen Ladezeiten und Ladebildschirmen. Zum einen sind die Ladezeiten erheblich kürzer, als es noch in Senran Kagura Shinovi Versus der Fall war und zum anderen wurde meinem Verlangen nachgegeben, die Ladebildschirmen mit schönen Artworks zu füllen. Leider sind viele dieser Artworks auch viel zu fragwürdig, um sie vollends genießen zu können. Aber immerhin.

Senran Kagura Bon Appetit ist kein vollwertiges Rhythmus-Spiel. Am besten hätte es seine Aufgabe erledigt, wenn es ein Minispiel in Senran Kagura Shinovi Versus gewesen wäre. Und je länger ich das Spiel gespielt habe, desto mehr hatte ich dieses Gefühl. Senran Kagura Bon Appetit ist ein Hentai-Spiel mit einem Rhythmus-Gameplay und das kann man mögen oder auch nicht. Ändern tut das an den gravierenden Fehlern dieses Spiels trotzdem nichts. Für den geringen Preis ist Senran Kagura Bon Appetit zwar eine Erfahrung wert, aber neben den ganzen anderen Top-Titeln für die Vita und den anderen Top-Genrevertretern würde ich andere Spiele in diesem Herbst weitaus mehr empfehlen. Und ganz wichtig: Auch von mir gibt es ein 16+!

Story: Humorvoll, überdreht, japanisch und einfach nur verrückt. Eine sexuelle Anspielung nach der nächsten und dazwischen einige unangenehme Szenen.

Grafik: Selbe Engine wie Senran Kagura Shinovi Versus. Bunt, strahlend und bezaubernd. Der Anime-Look ist um keinen Tag gealtert.

Sound: Tolle Hentai-Synchronisation, dafür aber schreckliche und viel zu kleine Song-Auswahl. Dieser Abschnitt ist der wichtigste in einem Rhythmus-Spiel und hier wurde viel zu viel falsch gemacht.

Gameplay: Bekannt, gewohnt, aber nicht immer flüssig. Auch hier fehlte es an Sensibilität, besonders was das Balancing des Schwierigkeitsgrads angeht.

Sonstiges: Viel zu kurz, viel zu schnell langweilig, viel zu schnell nervig. Anfangs ist man noch mit Spaß bei der Sache, aber dieses Gefühl legt sich schnell wieder.