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Angespielt! Super Smash Bros. für Wii U und 3DS

Neben zahlreichen anderen tollen Spielen auf Nintendos Post-E3-Event, war mein persönlicher Kracher Super Smash Bros., das es sowohl für Wii U, als auch für den 3DS zum Anspielen gab. Um euch gar nicht lange auf die Folter zu spannen: ja es ist weiterhin klasse und Fans der Serie dürfen sich freuen! Das gilt nämlich auch für die 3DS-Version.

Die Nintendo Wii U Version

Die Frage, die Smash Bros-Kenner sicher am meisten interessieren dürfte: Wie spielt es sich? Mehr wie Melee oder doch eher wie Brawl? Ausrutschen (Dripping) gibt es definitiv nicht mehr, aber was Geschwindigkeit und Spielgefühl angeht, ähnelt es dann doch eher Smash Bros Brawl.

Neben Klassikern wie Mario, Bowser, Marth, Link und Zelda, konnte man in der vorliegenden Fassung auch folgende Neulinge steuern: Den Villager aus Animal Crossing, Little Mac aus Punchout, Rosalina aus Mario Galaxy, die WiiFit Trainerin/Trainer, das Pokemon Greninja und Mega Man. Die Eindrücke zu den einzelnen Kämpfern findet ihr unten in einer kleinen Übersicht, die aber nur für die Testversion gelten. Hier kann sich also durchaus noch etwas tun.

super-smash-bros-angespielt-3Aber im Allgemeinen gilt, dass die meisten Neuzugänge wirklich super sind. Sehr speziell und verrückt auf der einen Seite und richtige Dampfhammer und zu fürchtende Gegner auf der anderen. Vor allem Rosalina und Little Mac haben sehr gut gefallen, was eine echte Überraschung war, wohingegen Mega Man etwas enttäuscht hat. Hier kommt es aber natürlich auf die persönliche Spielweise an und in den teils turbulenten 4-Spieler-Matches war wenig Zeit zum Üben oder warm werden. Daher klappte das mit einigen Kämpfern schneller und einfacher als mit anderen.

An was hoffentlich in der Endfassung noch gefeilt wird, ist eine Helfertrophähe, die die komplette Stage mit einem Pong-Spiel blockiert und extrem stark war und einen mit Leichtigkeit von der Stage katapultierte, wenn ihr zwischen Ball und Schläger hin- und hergeschleudert werdet. Aber der Wahnsinn gehört natürlich auch etwas dazu und es ist gut möglich, dass es auch so in der Endfassung vorzufinden ist. Überhaupt gab es in der Testversion bereits einige tolle neue Items, die für Chaos sorgen.

Eine neue Bombe, die vertikal und horizontal in alle Richtungen á la Bomberman explodiert, je nachdem wie sie liegen bleibt. Kugelwilly, der grinsend den Gegnern einen heftigen Schlag versetzt oder ein neues Flammenschwert, das eine ordentliche Reichweite besitzt. Und natürlich gibt es wieder den Smash-Ball, mit dem man gefährliche Finisher ausführen kann, sobald er mehrmals getroffen wurde. Schade für Fans von Kirby: Der Kochtopf ist weg. Etwas schade war, dass noch nicht viele Pokemon in der Testversion integriert waren, die man mit dem Pokeball zur Hilfe rufen kann. Zumindest waren es noch viele alte Bekannte, die in den wenigen Matches erschienen.

super-smash-bros-angespielt-4Für alle Stages war dann leider nicht die Zeit beziehungsweise waren die gespielten für Smash Bros-Verhältnisse eher noch unspektakulär. Von den wenigen angetesteten war Little Macs Boxring interessant, da man auf den Seilen, die den Ring umspannen wie auf einer Feder mehr oder weniger unabsichtlich abprallt und oberhalb des Ringes das Gerüst bearbeiten kann, sodass es auf die Gegner herabstürzt. Da staunt man beim ersten Mal nicht schlecht.

Eine Besonderheit, die während der Kämpfe aber definitiv aufgefallen ist: Man segnet auch mit höherer Prozentzahl langsamer das Zeitige. Mit 130% eine Smash-Attacke einstecken katapultiert einen zwar weit aus dem Spielfeld, aber man kann sich noch mit Leichtigkeit retten, was in den Vorgängern bereits zum Tot führte.

Man kommt auf alle Fälle voll auf seine Kosten und nun sieht endlich auch alles gestochen scharf aus. Zu doof, dass man sich noch so lange gedulden muss, bis die Wii U Version erscheint, wenn man mal Blut geleckt hat. Ende 2014 soll es aber dann soweit sein. Für Fans von SSB ein Pflichtkauf.

Die Nintendo 3DS Version

super-smash-bros-angespielt-6Auch die 3DS-Version hatte Nintendo im Gepäck, was super war. Leider nur auf einem normalen 3DS, aber die Freude, dass man es auch antesten kann, war deutlich größer. Auch wenn manch anderem der Bildschirm zu klein war und besonders Items im Getümmel schlecht zu erkennen waren oder der Slider ungewohnt zum Steuern war, konnte ich von solchen Problemen weniger etwas feststellen.

Laufen und Smash-Attacken ausführen kann man aber tatsächlich nur mit dem Slidepad, das Steuerkreuz ist für direkte Smash-Attacken reserviert. Etwas ungewöhnlich war auch das Werfen von Gegenständen, die sich normalerweise nicht direkt mit A werfen lassen. Hierfür fehlte der gewohnte Z-Button. Angriffe ließen sich aber trotzdem gezielt abrufen und Smash-Attacken aufladen. Wer bereits in vielen Spielen an den Slider gewöhnt ist, sollte hier also keine Bedenken haben.

Das Spiel lief auch butterweich und schön flüssig. Die Testversion ließ nur leider keine Einstellungen vornehmen, so lässt sich noch nichts sagen, wie das Spielgefühl und die Übersicht leidet, sollte man die schwarze Umrandung um die Charaktere ausstellen wollen. Gestört hat es aber definitiv nicht.

Etwas enttäuschend war die spielbare Stage von Spirit Tracks, die zu wenig Dynamik besitzt und der Zug fast ausschließlich komplett sichtbar bleibt und nicht mal davonbraust oder ein paar feindliche Loks vorbeischauen. Widerum ein aus Super Mario entliehenes Level war klasse, indem man sogar Münzen sammeln kann. Hat man hundert Münzen gesammelt, wird man mit Gold umhüllt, teilt stärkere Schläge aus und ist selbst schwerer aus der Stage zu werfen.

super-smash-bros-angespielt-2Eine Besonderheit in der Testversion war noch der sogenannte Smash-Run, den man so nur in der 3DS-Version finden wird. In einer Subraum Emisär ähnlichen Umgebung gilt es in 5 Minuten unabhängig voneinander so viele Gegner zu besiegen und Status-Verbesserungen wie möglich zu sammeln. Nach Ablauf der Zeit kämpft man bis zu viert und natürlich profitiert der, der vorher am meisten Upgrades gesammelt hat. So könnt ihr zum Beispiel schneller sein als die anderen, stärker zuschlagen oder seit besser geschützt.

Während man normale Gegner vermöbelt hat man sogar über das Touchpad Zugriff auf besondere Spezial-Angriffe, um die doch zähen Feinde schneller zu besiegen. Der Meteor-Regen ist dabei genauso effektiv wie zum Beispiel eine Bombe mit einer bildschirmfüllenden Explosion. Hat man selbst zu viele Treffer kassiert, kann man sich auch heilen.

Das dürfte für viel Spaß und Abwechslung sorgen und wem das zu lange dauert, der kann natürlich auch auf die klassischen Kämpfe zurückgreifen. Ich freu mich auf alle Fälle auf die 3DS-Version, die die Zeit bis zur Wii U Version ohne Probleme überbrücken dürfte. Es macht auf alle Fälle genauso viel Spaß und hat ein hohes Suchtpotential. Hoffentlich können aber die meisten Stages überzeugen. Das muss die Vollversion zeigen.

Eindrücke zu den Charakteren

Die nachfolgende Liste stellt nur einen kleinen Eindruck der Testversion dar. Es sind persönliche Eindrücke und am Balancing kann sich in der finalen Version noch etwas ändern.

Neue Charaktere:

Villager: Der Villager zählt ganz klar zu den Fun-Charakteren und hat einige sehr spezielle Moves, die teilweise sehr viel Zeit benötigen, um wirklich zu zünden. Seine normalen Angriffe scheinen nicht sonderlich stark zu sein. Schön bei der Kostümwahl, die bei den meisten Charakteren nur die Farben wechselt ist, dass man hier zwischen verschiedenen männlichen und auch weiblichen Dorfbewohnern wechseln kann.

super-smash-bros-angespielt-5Eine seiner tollen Attacken ist eine Rakete, die er hervorzaubert und sich draufsetzt um auf den Gegner zuzusteuern. Aber besonders lustig ist sein Spezialmove nach unten, bei dem erst ein Samen gepflanz wird. Dieser wird gegossen, bis ein Baum wächst und den muss man danach schließlich noch fällen, sodass er zur Seite kippt und hoffentlich nach dem wirklich langen Prozedere auch trifft. Geschafft hab ich das leider kein einziges mal, die Idee allein ist aber natürlich genial. Fun Fact: Fällt man den Baum nicht, vertrocknet und verschwindet er wieder.

Mega Man: Mit Mega Man wurde ich leider nicht warm. Er hat ein furchtbar schwachen Spezialmove bei dem er Rasierblätter auf die Gegner wirft, die quasi Zeitverschwendung sind. Man macht wirklich kaum schaden und kann den Gegner damit nicht von der Stage schmeißen. Seine Smash-Attacke zur Seite kann man allerdings aufladen, um einen größeren Energieschuss abzufeuern. Zusätzlich ungewohnt ist jedoch, dass er statt zu schlagen, wie in von den Spielen gewohnt, zur Seite schießt. Auch dieser Angriff war sehr schwach und passt nicht zu meinem Spielstil. Aber auch mit den restlichen Moves wurde ich nicht wirklich warm. Eventuell muss man sich also nur länger mit ihm beschäftigen. Andere kamen mit ihm aber auch besser zurecht.

super-smash-bros-angespielt-7Little Mac: Mein kleiner Star unter den bisherigen Neuzugängern. Sehr flink und extrem stark. Durch seine geringe Größe kann man sich auch mal aus dem Staub machen und den anderen drei Kämpfern aus der Ferne mit Distanzwaffen das Leben schwer machen. Allerdings ist Little Mac ein reiner Bodenkämpfer und schwach in der Luft. Man muss also eher auf dem Boden bleiben und es ist sicher sehr von der Stage abhängig, wie gut man mit ihm spielt. Seinen gefährlichen K.O. Schlag konnte ich auch einmal zünden, bei dem kurz das Spielgeschehen angehalten und die Kamera auf den gepunchten Gegner fixiert wird. Sehr fies und effektiv! Vielleicht etwas zu effektiv und auch mehrmals pro Kampf einsetzbar.

Rosalina: Auch Rosalina war eine riesige Überraschung. Sie hat sehr starke Smash-Angriffe, ist flott und man kann seine Gegner ordentlich vermöbeln, auch wenn man Luma komplett ignoriert. Dafür war die Zeit leider zu kurz und das Handgemenge zu extrem. Was theoretisch aber möglich wäre, ist, dass man Luma unabhängig von Rosalina steuert und auch aus der Ferne Spezialangriffe abfeuert. Aber Vorsicht: Luma kann auch besiegt werden und ist dann für kurze Zeit nicht vorhanden. Aber anders als bei den Ice Klimbern im Vorgänger taucht er wieder auf auch ohne, dass man stirbt.

Greninja: Leider ein weiterer Kämpfer, der nicht ganz meinem Spielstil entspricht oder für den man sicher mehr Zeit investieren muss. Die Attacken wirkten aber alle etwas unbeeindruckend und schwach und er spielte sich etwas ungewohnt. Nur sein Spezialmove zur Seite, den man aufladen kann, blieb hier in Erinnerung, weil er stärker war und für die Distanz geeignet ist.

Wii Fit Trainerin: Leider nicht gespielt. Sie war auf alle Fälle ein leichtes Opfer.

Alte Charaktere:

Link: Auch wenn Link ein altbekannter Charakter ist, gibt es bei ihm einige Neuerungen, die man direkt feststellen konnte. Sprintet man zur Seite und schlägt zu, holt Link nun mit dem Schwert richtig aus und schleudert den Gegner weg, anstatt nur zuzustechen. Im Sprung kann man nun leider nicht mehr nach unten auf die Gegner herabregnen. Dieser Move wurde deutlich abgeschwächt und unterscheidet Link nun noch mehr von Toon Link. Zu guter Letzt scheint sein Bumerrang nun noch weiter zu fliegen.

Toon Link: Toon Link spielt sich wie aus den Vorgängern gewohnt. Er besitzt noch seine tolle Smash-Attacke aus der Luft heraus, bei der man mit dem Schwert vorraus den Gegnern auf den Kopf hämmern kann.

super-smash-bros-angespielt-1Shiek: Da Shiek und Zelda nun getrennt voneinander aufgeführt werden und man sich nicht mehr verwandeln kann, bekamen beide eine neue Attacke spendiert. Zu meiner weiteren großen Schande muss ich aber gestehen, dass ich vergessen hab zu gucken, was überhaupt passiert. Der Spezialmove nach unten war einfach durch die Vorgänger derart ausgeblendet, dass das leider vergessen wurde. Dennoch sehr interessant: Shiek besitzt nun auch einen ganz neuen seitlichen Spezialmove. Wo früher die elektrische Peitsche war, zündet sie nun eine kleine Bombe, die nach kurzer Zeit explodiert. Ein wenig mit den Handgranaten von Solid Snake vergleichbar. Ansonsten spielt sich Shiek gewohnt flott und hat ihr altes Move-Set behalten.

angespielt von raz0rback2