Angespielt! Mario Kart 8

Eines der großen Highlights von der E3 von Nintendo war das obligatorische Mario Kart für die neueste Konsole von Nintendo, Mario Kart 8 für Nintendo Wii U...

Eines der großen Highlights bei der E3 von Nintendo war das obligatorische Mario Kart für die neueste Konsole von Nintendo, Mario Kart 8 für Nintendo Wii U. Zwar erscheint der Titel erst im Jahr 2014, dies hielt Nintendo aber nicht davon ab, uns eine Demo des Spiels auf dem Nintendo-Post-E3-Event zu präsentieren. Wie diese war, erfahrt ihr im Folgenden.

Auch Toadette ist am Start!

Vorerst gibt es einige Details zum Spiel. Mario Kart 8 kann sowohl mit dem Gamepad als auch mit der Wii Remote inklusive dem Wii Wheel gesteuert werden, doch gerade die Steuerung mit dem Wii U Gamepad gestaltet sich gut. Insbesondere die Lenkung über das Gyrometer des Gamepads ermöglicht eine intuitive Steuerung, die Neulinge und Veteranen des Genres gleichermaßen beeindrucken wird.

Driften, das Einsetzen von altbekannten Items und auch das Steuern des Gleiters in der Luft sind allesamt mit wenig Aufwand mit dem Gamepad durchzuführen. Auch an lustige Spielereien wurde gedacht. So wird mit dem Berühren des Touchscreens eine Hupe aktiviert, zu welcher die Figur auf dem Gefährt hüpft. Dies sorgte bei uns gerade bei Prinzessin Peach für einige Lacher.

Nintendo glänzt hier allerdings auch mit anderen Qualitäten. Die Anzahl der Fahrer auf jeder Strecke wurde von acht auf zwölf erhöht, was auch für mehr Finesse bei der üblichen Punkteverteilung nach jeder Strecke sorgt. Neben bekannten Einzel- und Mehrspielermodi wird man online mit bis zu zwölf Spielern Rennen fahren können.

Auch die bisherige Auswahl an Figuren kann sich sehen lassen – so sind neben bekannten Hauptfiguren auch wieder weniger populäre Fahrer dabei, wie Koopa und Toadette. Verschiedene Fahrzeugmodelle, wie die namensgebenden Karts und Motorräder, werden auch hier wieder spielbar sein.

Bowser darf nicht fehlen.

Insgesamt konnten wir drei Strecken am laufenden Band erkunden. Ja, „erkunden“ ist hier tatsächlich das richtige Verb. Die in der Demo enthaltenen Strecken sind allesamt reich an Vielfalt und Routen, auch grafisch wirken die Areale angenehm dezent und nicht zu bunt. Die erste Strecke zeigt einen etwaigen Kreisverkehr in einer ambientischen Kleinstadt. Zwar ist dieses Areal von den Dreien noch am simpelsten aufgebaut, aber hier und da sind kleine Verzweigungen vorzufinden und gegen Ende wird auch der aus Mario Kart 7 bekannte Gleiter nach einem Rampensprung eingesetzt, um aufeinander gestapelten Gumbas auszuweichen.

Als einer von uns auf kuriose Weise seinen Gleiter über eine Klippe beförderte, hat ihn eine unsichtbare Mauer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück gelenkt. Bei solchem Fehlverhalten wäre vielleicht eine verzögerte Rettung durch Lakitus gerechtfertigt gewesen, dennoch trüben die unsichtbaren Wände insgesamt nicht den Spielspaß.

Auch das zweite Rennen wurde in der idyllischen Kleinstadt ausgetragen, natürlich auf einer neuen Strecke. Dieses Rennen war schon herausfordernder, alleine schon wegen den ganzen Optionen, die geboten werden. Hier hat man gleich zu Beginn die Möglichkeit, auf den Straßen zu fahren oder über die Dächer der Marktstände zu rasen. Im weiteren Verlauf spaltet sich die Strecke noch mehrfach und bietet Fahrspass auf ruhigen Hauptstraßen oder erhöhten Plateaus, wo es Straßenbahnen auszuweichen gilt.

In diesem Gebiet kann auch das neue Feature ausprobiert werden: das Fahren an Wänden. Indem man durch blaue „Signalschranken“ fährt, wird dieser neue Fahrstil initiiert, der gut umgesetzt wurde und doch die Steuerung nicht beeinträchtigt. Auch Münzen kehren wieder zurück. Zwar wurde uns lediglich verraten, dass diese für eine leicht erhöhte Geschwindigkeit sorgen, aber ein Eintauschsystem wie in vorherigen Titeln der Serie ist unserer Meinung nach auch noch gut möglich.

An der Wand entlang!

Die dritte Strecke unterscheidet sich von den vorherigen komplett, auch musikalisch. Anstatt idyllischen Klängen, ist man hier der Kakophonie von Buu Huus ausgesetzt, was uns aber überhaupt nicht störte und sogar zur Atmosphäre passte, denn die Fahrt führt durch vielerlei schaurige Orte. Hier arbeitet die Strecke auch gegen euch. Bewegliche Tische, nebliges Moor, ein Gleiterabschnitt mit begrenzten Landemöglichkeiten und Skelette mit Grabsteinsensen sind nur einige Hindernisse, die es zu überwinden gilt. Der zusätzliche Einsatz durch vielerlei Items – bisher ohne neue Gegenstände – sorgt für ein lustiges Chaos und Spannung bis zum Schluss.

Mario Kart 8 erweckt bisher einen positiven Eindruck und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit ein würdiger Nachfolger der Serie werden. Dinge, die sich in der Vergangenheit bewährt haben, sind auch hier zu finden und die bisherigen Neuerungen sorgen zwar bisher nicht für frischen Wind, aber sehr wohl für eine angenehme Brise, die man gerne weiter beobachtet. Was die Zukunft letztendlich für Mario Kart 8 bieten wird, bleibt abzuwarten. Sicher scheint, dass Spaß vorprogrammiert ist!