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Angespielt! Erste Tage in Animal Crossing: New Leaf

Für mich war es nach langer Zeit auch soweit. Meine Brüder waren schon längst alle ausgezogen. Der älteste erwähnte in einem Brief mal etwas von Planquadraten. Den nächsten zog es in die wilde Welt und ein anderer bevorzugte das Stadtleben. Mama war es mittlerweile gewohnt, dass wir nach und nach auszogen und so war auch der Abschied voneinander nicht allzu rührend.

Ich wollte unbedingt in den Ort Id ziehen. Diese Gegend schien der Landkarte nach nicht zu groß und nicht zu klein zu sein – also genau richtig für meine Bedürfnisse. Also stieg ich in den Zug, der von einem Affen geführt wurde und mich nach Id bringen sollte. Als mich die Katze Olli während der Fahrt ansprach und sich zu mir setzte, war ich etwas verwundert, aber schnell gewöhnte ich mich daran, dass ich in Zukunft auch in Id häufiger mit Tieren reden würde. Olli fragte mich allerlei Dinge: Wie mein Name ist, ob ich männlich oder weiblich bin, welches Datum und Uhrzeit wir hatten, wann ich Geburtstag habe und wo Id liegt.

Mein Arbeitsplatz.

Bevor es mir zu aufdringlich wurde, hielt der Zug in Id an und ich stieg aus. Kaum verließ ich den Bahnhof, wurde ich mit einem kräftigen Applaus begrüßt. Ob jeder am späten Abend eine solche Begrüßung erhielt? Offenbar nicht, denn man begrüßte mich als Bürgermeister. Anscheinend hielt man mich für den neuen Bürgermeister von Id, nachdem der alte abgedankt hatte und verschwand. Auch als ich versuchte zu erklärte, dass es sich um eine Verwechslung handele, wollte man mir nicht glauben und rückte sogar mit Gegenbeweisen heraus – einer Bewerbung meinerseits für das Amt. Auch, wenn es sich garantiert um eine Fälschung handelte, blieb mir nichts übrig, als nachzugeben. Vielleicht würde mir die Aufgabe letztlich sogar Spaß machen. Also willigte ich ein und Melinda – meine Sekretärin – sowie sämtliche Bewohner von Id wohnten meinem Einbürgerungsritual bei, welches darin bestand, einen Baum zu pflanzen.

Hier verbrachte ich die ersten Nächte.

So wurde ich zum Bürgermeister von Id, dachte ich zumindest. Später wies mich Melinda im Rathaus darauf hin, dass ich noch ein Haus brauchte und die ganze Zustimmung von Id bräuchte, um auch sämtliche Formalitäten eines Bürgermeisters zu erfüllen. Um die erste Voraussetzung zu erfüllen, riet mir Melinda, mich an das Immobilienbüro ImmoNook zu wenden. Kaum zu glauben, dass ich nach Id zog, aber nicht für eine Bleibe sorgte. So begab ich mich noch am selben Abend in die Einkaufsmeile und suchte den Besitzer von ImmoNook – Tom Nook – auf. Auch zu dieser Stunde war die Orientierung nicht schwer, denn ich hatte immer meine Karte dabei.

Als ich das besagte Gebäude betrat, wurde ich von einem Waschbären begrüßt, der mich zwar umfassend beriet und mir die Auswahl des Platzes für den Häuserbau überließ, aber wohl ganz insgeheim Geldzeichen in den Augen hatte. Bis ich ihm 10.000 Sternis überwiesen hatte, wurde mit dem Hausbau überhaupt nicht begonnen – und musste im mickrigen Zelt übernachten.

Die nächsten Tage verbrachte ich damit, die nötigen Sternis zu sammeln. Dabei waren Melinda und die Bewohner von Id sehr hilfsbereit. Sie gaben mir Tipps und Ratschläge, um an schnelles Geld zu kommen. Unter anderem konnte ich Früchte wie per Knopfdruck von Bäumen schütteln und diese bei Rosalina, dem Alpaka in der Fundgrube verkaufen. Ebenso konnte ich auch Muscheln und Korallen von den beiden Stränden meiner Stadt sammeln, um diese ebenfalls gegen Sternis einzutauschen.

Nachdem ich meine ersten Tausend beisammen hatte, konnte ich in der Einkaufsmeile nicht mehr widerstehen, das gesamte Angebot war viel zu verlockend. Ehe ich mich versah, habe ich in der Modeschneiderei von Sina, Tina und Samthea kurzerhand Kleidung gekauft. Da ich etwas größer als meine Brüder geworden bin, kann ich auch die dort angebotenen Hosen tragen. Auch um einen Besuch im Laden von Schlepp und Nepp kam ich nicht herum. Dort erwarb ich mit meinen letzten Sternis ein Teetischchen und einige Werkzeuge. In der darauf folgenden Nacht nahm ich mir vor, nicht wieder einzukaufen, bevor mein Haus steht, was mir aber nicht ganz gelingen wollte.

Glücklicherweise erwiesen sich die Werkzeuge als äußerst nützlich. Mit dem Kescher konnte ich Käfer fangen, mit der Angel Fische an Land ziehen und mit der Schaufel Fossilien bergen. Auch wenn ich die erlangten Erstexemplare unserem Museum zur Förderung der Kultur spendete, hatte ich mit den Werkzeugen neue Einnahmequellen entdeckt, die mir innerhalb weniger Tagen schließlich zu den 10.000 Sternis und somit meinem Haus verhalfen.

Elfriede, meine neueste Bürgerin.

Allerdings galt es auch die Bürger von Id von mir zu überzeugen. So beeindruckte ich meine Bürger zuerst mit einer frei komponierten Stadtmelodie, die bei den verschiedensten Begebenheiten gespielt wird und änderte auch die Stadtflagge mit einem eigenen Design meinerseits. Obwohl ich künstlerisch nicht besonders begabt bin, schien es den Bürgern von Id zu gefallen. Durch Interaktionen mit ihnen habe ich auch Geschenke erhalten und konnte den einen oder anderen erfolgreichen Tauschhandel abschließen. Indem ich ihre Botengänge und andere Aufgaben erledigte und Briefe schrieb, konnte ich auch ihre Freundschaft gewinnen und so schließlich zum richtigen Bürgermeister werden.

Neben dem Kredit für mein Haus, war ich nun auch für ganz Id verantwortlich. Einerseits konnte ich Verordnungen festlegen, um beispielsweise die Öffnungszeiten der Läden zu verlängern oder mehr Sternis für verkaufte Gegenstände zu erhalten. Andererseits konnte ich auch Projekte zur Stadtverschönerung anweisen. Neben dekorativen Gegenständen, wie Parkbänken, Springbrunnen und Hydranten, können auch Brücken und Schilder gebaut werden. Jedes Projekt kostet dabei zigtausende Sternis. Auch, wenn ich wohl den Großteil des Projekts finanzieren werde, können meine Bürger jederzeit Sternis für das Projekt spenden. Sobald ein Projekt fertig ist, kann ich das nächste anweisen.

Mittlerweile sind einige Tage vergangen und ich habe mich mittlerweile als Bürgermeister von Id eingelebt. Täglich sehe ich mich in meiner Stadt um, rede mit meinen Bürgern und sammle Geld für meine Vorhaben. Mittlerweile habe ich mein Haus vergrößert, mein erstes Projekt steht kurz vor dem Abschluss und auf meiner Einkaufsmeile hat mittlerweile auch ein Gärtner eröffnet. Noch mehr Abwechslung erhalte ich durch beinahe täglich wechselnde Besucher, wie etwa der Teppichhändlerin Aziza oder der Wahrsagerin Smeralda. Ich bin schon heute gespannt, welche Abenteuer mich morgen erwarten!

Im übrigen findet ihr auf dem Twitter-Account @LonginusX nahezu täglich neue Bilder vor der Veröffentlichung.