Toriyama: Ihr sollt euch noch mehr in Lightning verlieben

Produzent Yoshinori Kitase und Director Motomu Toriyama sind derzeit auf Welttournee, um Lightning Returns: Final Fantasy XIII vorzustellen. Nach einem...

Produzent Yoshinori Kitase und Director Motomu Toriyama sind derzeit auf Welttournee, um Lightning Returns: Final Fantasy XIII vorzustellen. Nach einem Besuch in Europa sind sie inzwischen zu Gast in den USA, wo sie das Sequel mehreren Redaktionen vorstellten und Interviews gaben. Kotaku war mit dabei und schilderte seine Eindrücke.

Ein Gast des Events fragte in der Interviewrunde, warum man diesmal nur mit Lightning spielen könne. Kitase antwortete, dass eine “eine coole und starke Heldin ein attraktives Element” für ein Spiel sei und das sie sehr beliebt ist – das wissen wir ja nun auch dank der Umfrage der beliebtesten weiblichen Final Fantasy Charaktere. Das Kampfsystem lasse aber das Gefühl aufkommen, man würde eine Gruppe steuern, weil man so schnell zwischen den “Klassen” von Lightning wechseln kann.

Kotaku hakte weiter nach:

Kotaku: „In der Vergangenheit hatten Spieler immer eine gewisse Zuneigung zu ihrer ausgewählten Truppe, es war ein spaßbringender Teil der Final-Fantasy-Spiele. Wenn die Party nur noch aus einer Figur besteht [ermöglicht durch das ATB-System], kann man zwar den Gameplay-Aspekt eines Party-ähnlichen Systems einbringen, aber die emotionale Verbindung zu den Figuren geht völlig verloren. Gab es keine Bedenken, Emotionen mit schlichtem Mechanismus zu ersetzen?“

Toriyama: „Was den emotionalen Aspekt betrifft: Unser Anliegen war es, allein auf Lightning zu fokussieren, sodass die Spieler sich noch mehr in sie verlieben und die gesamte Aufmerksamkeit auf ihr liegt. Es wird ziemlich schwere Kämpfe geben und Lightning muss sich ganz allein sehr starken Gegnern stellen, daher wollen wir, dass die Spieler sich mit ihr verbunden fühlen, wie sie ihre Feinde besiegt und sich dabei den damit einhergehenden Schwierigkeiten stellen muss. Bekannte Charaktere werden auf unterschiedliche Weise in diesem Teil auftreten. Wir hoffen, dass wir somit über diese Charaktere auch Aufschluss geben können.“

Kotaku fragte außerdem, in welches Genre sich Lightning Returns genau einordnen ließe:

Kotaku: „Wieso macht man Lightning Returns zu einem Action-RPG? Ist das ein Zugeständnis im Bezug auf den Geschmack moderner Spieler?“

Kitase: „Beachten Sie: Wir hatten nie von Beginn an die Intention, aus dem Spiel ein Action-RPG zu machen. Unsere Basis für die Entwicklung des letzten Teils [der Lightning Saga] beruht auf dem System des ersten Teils, Final Fantasy XIII, und eine daraus resultierende Weiterentwicklung. Wenn man sich erst einmal im Kampf befindet und den Controller in der Hand hält, hat man möglicherweise das Gefühl, man spiele ein Action-RPG oder zumindest ein Action-basiertes Spiel. Aber wir möchten erneut ins Gedächtnis rufen, dass unser Fundament für die Entwicklung dieses Systems immer noch darin besteht, wie die Spieler strategisch agieren und Lightning ausrüsten können sowie das traditionelle Strategiedenken, das man mit einem rundumbasierenden RPG verbindet. Wir wollen die Bedeutung der strategischen Elemente betonen, sodass die Spieler sich viele Gedanken darüber machen können, wie sie einen Kampf angehen.

Was die ganze Ausrüstungsgeschichte betrifft, so kann der Spieler verschiedene Abilities auswählen und den Style wechseln. Zum einen kann man „Blocken“ anwenden, ein typisches Action-Element. Zum anderen haben wir es aber so eingerichtet, dass, wenn der Spieler das klassische RPG-Spielgefühl vorzieht, auf etwas umrüsten kann, das mehr auf Strategieelementen basiert, wie beispielsweise die Beschwörung von Zaubern oder ähnlichem. Das Hauptanliegen ist, dass der Spieler Lightning so umfunktionieren kann, dass sie sich dem Stil des Spielers anpasst, sei die Basis mehr Action-orientiert oder ein traditionelles RPG.“

Zum Schluss die obligatorische Frage nach Final Fantasy Versus XIII. Interessant die Reaktion von Toriyama und Kitase, die nach der Vermittlung des Übersetzers nur bedeckt lächeln. Ein PR-Mann, von denen es beim Event wohl einige gegeben haben muss, rief dann durch den Raum: “Eigentlich, nein.

 

via kotaku, übersetzt von cetraconnection