| Titel | Final Fantasy XIV – Switch 2 Edition |
| 04. August 2026 | |
| Square Enix | |
| 04. August 2026 | |
| Square Enix | |
| 04. August 2026 | |
| Square Enix | |
| System | Nintendo Switch 2 |
| Getestet für | Nintendo Switch 2 |
| Versionsnummer | 20260811 |
| Entwickler | Square Enix |
| Genres | MMO |
| Texte |
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| Vertonung |
Lange mussten Fans der mobilen Unterhaltung warten, doch endlich gibt es Final Fantasy XIV auf einem Nintendo-Handheld! Mit dem Release auf Nintendo Switch 2 können Fans der Reihe oder Neueinsteiger in den Genuss einer mobilen Version des beliebten MMOs kommen. Doch taugt der Port etwas? Wir haben uns durch Limsa Lominsa, diverse Dungeons und Allianz-Raids geschlagen, um diese Frage zu beantworten.

Verschiedene Versionen und wenig Durchsicht
Eine Sache vorab: Wenn ihr in den eShop schaut, gibt es zahlreiche Versionen von Final Fantasy XIV. Seid ihr neu, entscheidet euch auf jeden Fall für die Free Trial! Diese beinhaltet nicht nur das Grundspiel, sondern auch die Erweiterungen Heavensward, Stormblood und das großartige Shadowbringers.
Ihr könnt zahlreiche Jobs bis Level 80 spielen und das mit nur geringen Einschränkungen. Es warten hunderte Stunden gratis Spielspaß auf euch. Kauft ihr das Spiel und beginnt die monatliche Abo-Version, könnt ihr aber nicht mehr zurück!
Ein gigantisches Spiel wie Final Fantasy XIV auf Nintendo Switch 2 zu bringen, klingt erst einmal wie ein krasses Unterfangen. Allerdings erschien A Realm Reborn vor 13 Jahren und war sogar auf PlayStation 3 verfügbar. Seitdem gab es zwar zahlreiche Updates und das Spiel hat stärkere Anforderungen, auch dank grafischen Verbesserungen. Aber hier sollte ein Port gar kein großes Problem sein, oder?
Und ich muss sagen, Square Enix hat das Spiel erfolgreich portiert. Ich habe nun eine ganze Weile (eigentlich fast schon zu viel Zeit) mit der portablen Version verbracht. Dabei sei gesagt, dass ich fast ausschließlich im Handheld-Modus gespielt habe. Als eigentlicher PC-FFXIVler war für mich die Umgewöhnung auf Controller die größte Hürde. Aber man fuchst sich da schnell rein und nach kleinen Umstellungen funktioniert das alles ganz wunderbar.

Ein visuell … größtenteils flüssiges Erlebnis
Im Vorfeld wurde beworben, Final Fantasy XIV würde auf Nintendos Handheld stabile 30 Bilder pro Sekunde anpeilen. Da hat man sich aber tatsächlich schlechter verkauft, als es eigentlich ist. Aber es ist ehrlich. Denn die Framerate in FFXIV auf Switch 2 schwankt durchaus.
Es gibt Gebiete und Instanzen wie Dungeons, Trials und Raids, in denen das Spiel durchaus mit 60 Bildern pro Sekunde läuft. Wirklich realistisch ist es aber eher zu sagen, wir haben durchschnittlich beim Spielen einen Mix aus 30 und 60 FPS – ohne nun genauere Technik gemessen zu haben, würde ich einen Schnitt von 40–45 Bildern geben.
Das klingt jetzt aber auch irgendwie schlimmer, als es eigentlich ist. Man kann das Spiel auch direkt auf 30 FPS locken, wenn man es konsistent haben möchte. Aber auch ohne diese Funktion läuft das Spiel flüssig und sieht vor allem im Handheld-Modus wirklich gut aus.
Ich würde aber lügen, würde ich behaupten, ich hätte nicht auch mal einen krassen Einbruch gehabt. Im Valigarmanda-Kampf aus Dawntrail, wo es einen Szenen-Wechsel gibt, hatte das Spiel einen sehr kurzen, aber bemerkbaren Einbruch. Auch in Allianz-Raids läuft der Titel aufgrund der ganzen Effekte und zahlreichen Charaktere nicht ansatzweise mit 60 Bildern pro Sekunde. Ich schaue über so etwas hinweg, das ist für mich der „Preis“, das Game mobil spielen zu können.
Generell kann man sagen, dass die Switch-2-Variante die schwächste Konsolen-Version von FFXIV ist. Die Texturen sind schwammiger als auf einer PlayStation 5 oder Xbox Series X. Wenn ich es mit dem PC vergleichen müsste, würde ich sagen, es sieht aus, als würde man es auf mittleren Einstellungen spielen. Wenn ihr also Interesse habt, aber eher am TV spielen wollt und gar keinen Bock auf Handheld-Gaming habt, greift auf keinen Fall zu. Reizt euch aber, wie mich, die Möglichkeit mobil zu spielen, dann ist die Switch-2-Variante ein echt spannendes Ding.

Exklusive Switch-2-Funktionen
Natürlich ist ein Highlight dieser Variante, Final Fantasy XIV überall spielen zu können. Zumindest, solange ihr eine flüssige Internetverbindung habt. Das heißt, in deutschen Zügen wird es schwierig zu spielen. Wobei ich vielleicht bei meinem Versuch auch ein wenig Glück hatte und ein wenig unterwegs spielen konnte. In Gebieten mit besserem Netz hilft sicher ein guter Hotspot. Oder bei gutem Wetter auf dem Balkon liegen und ein wenig grinden – ganz ehrlich, das bockt.
Das für mich beste Feature, wenn man im Handheld-Modus spielt, ist jedoch der Touchscreen. Dieser hilft euch bei der Navigation durch Menüs! Bisher war das immer mein größter Turn-off bei der Controller-Steuerung. Aber so drücke ich einfach auf die Karte und habe sie offen.
Ich habe mir auch manche Sachen, die ich gar nicht so oft brauche, aber dennoch gern verfügbar habe, in eine extra Kommandoleiste gepackt. Ein kurzes Betätigen mit dem Daumen aktiviert dann halt den Sprint und ich muss nicht extra mit dem Controller durchschalten. Natürlich könnt ihr das auch in die Kreuz-Menüs packen. Aber so fand ich das eigentlich ganz schön. Aber vor allem als Heiler hilft der Touchscreen! Ihr wollt jemanden heilen? Einfach in der Party-Liste antippen und los geht es. Ich wüsste gar nicht, wie ich das mit der normalen Controller-Steuerung machen sollte, um ehrlich zu sein.
Ihr könnt auch den Maus-Modus des Joy-Con verwenden. Diesen habe ich aber persönlich nur verwendet, um Menüs zu arrangieren oder Kommandos in die Leiste zu ziehen. Direkt so zu spielen kann ich mir nicht vorstellen, aber das liegt auch eher an meiner persönlichen Abneigung zum Maus-Modus der Switch 2.
Apropos Abneigung: Der Akku der Konsole ist bekannterweise stark genug, um die Leistung der Konsole zu stemmen, aber bringt je nach Spiel unterschiedliche Laufzeiten mit sich. Bei Final Fantasy XIV habe ich gut anderthalb Stunden gespielt, bevor ich dann doch mal das Kabel anstecken musste. Das ist okay – aber wer einen ganzen Abend auf dem Sofa in Raids verbringen möchte, der sollte sich ein Ladekabel bereitlegen.

Bugs? Welche Bugs?
Was mich persönlich beeindruckte, war das Fehlen von Bugs. Ich hatte gar keine Probleme in meinen zahlreichen Stunden. Das heißt nicht, dass es keine gibt. Direkt zur Veröffentlichung der Switch-2-Variante klagten Spielende über lange Ladezeiten und einen Bug beim Wiederbeleben. Beides wurde behoben.
Besonders die Ladezeiten sind nun unfassbar schnell und selbst mein High-End-Gaming-PC kann nicht so schnell die Gegend wechseln wie die Switch-2-Variante. Respekt an das, was hier geliefert wurde. Das gibt auch Hoffnung darauf, dass man die Framerate vielleicht in Zukunft auch noch ein wenig nachbessert.
Ein Dorn in meinem glubschigen Auge, und von vielen anderen auch, ist die zusätzliche Abo-Gebühr für die mobile Variante. Spielt ihr nur auf der mobilen Konsole, zahlt ihr auch nur die Variante. Wollt ihr gleichzeitig auf anderen Plattformen spielen, müsst ihr draufzahlen. Dabei zahlt man „nur“ die Hälfte drauf und muss nicht noch einmal die komplette Abo-Gebühr zahlen. Aber es fühlt sich schon ein wenig schade an, wenn man als Besitzer der PS5- und PC-Variante nur für ein Abo zahlen muss, bei der Switch-2- und PC-Kombo jedoch tiefer in die Tasche greift.
Das heißt für mich also, ich werde nur in „Downtimes“, wenn ich mal Relic-Waffen grinden sollte oder meine Handwerker-Klassen aufleveln möchte, ein Abo haben. Generell übrigens sind die Crafting-Klassen durch den Touchscreen ein ebenfalls sehr angenehmes Erlebnis. Oder wenn ihr eine der Sammler-Klassen spielt und auf dem Sofa gemütlich sammelt, während ihr irgendwelche Serien guckt. Für so „Casual“-Runden ist die Switch-2-Version wirklich perfekt und man kann auf dem Sofa chillen, während man grindet.

Auch mobil ein Meisterwerk?
Bildmaterial: Square Enix

Kurzer Anhang von mir dazu: in den nächsten Monaten kommt der sogenannte Cross Datacenter-Partyfinder, der zuerst auf den japanischen Datenzentren getestet wird und dann einige Wochen später auch auf NA und EU ausgerollt wird. D. h. wenn ihr neue Spieler seid, kann es eine gutee Entscheidung sein auf Chaos statt Light zu gehen, wenn ihr auch am Housing teilnehmen wollt (denn dort gibt es atm schlicht mehr Plots).