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Angeschaut! Tokyo Ghoul √A

Der bereits in der ersten Staffel nicht nur hierzulande populäre Anime Tokyo Ghoul geht als Tokyo Ghoul √A ( = Tokyo Ghoul root A – sowohl für das Café Antik, als auch für den im Japanischen „Aogiri no Ki“ genannten Phönixbaum) in die zweite Staffel. KAZÉ, verantwortlich für die Veröffentlichung der ersten Staffel, nimmt sich auch des Vertriebs von √A an. Wir haben einen Blick auf die erste Volume (Episoden 1 bis 3) für euch geworfen! Bevor ihr ebenfalls einen Blick auf die erste Volume oder diesen Test werft, empfehlen wir, die erste Staffel bereits gesehen zu haben!

Am Grundkonzept hat sich seit der ersten Staffel nur wenig geändert: nach wie vor handelt es sich um menschenfressende Ghule und auch Ken Kaneki, welcher durch eine Organtransplantation in den Anfängen der ersten Staffel zum Halb-Ghul wurde, tritt ins Rampenlicht. Anzumerken ist, dass sich die zweite Staffel des Animes (Tokyo Ghoul √A) von der zweiten Staffel des Mangas (Tokyo Ghoul:re) abhebt.

Die erste Staffel warf in der letzten Folge mehr Fragen auf als Antworten zu geben. Mit dem Ende während eines vermeintlich finalen Kampfes wurde die Staffel beendet. Das korrigiert √A bereits in der ersten Episode, denn diese führt alle losen Enden zusammen und setzt exakt dort an, wo besagter Kampf in der letzten Episode aufhörte. Die Situation entspannt sich gegen Ende der ersten Episode, allerdings nur, bis Ken Kaneki mit einer persönlichen Entscheidung eine Bombe zündet, die ihresgleichen sucht. Dementsprechend spannend gestaltet sich der Einstieg in die zweite Staffel. Die nachfolgenden Episoden dienen dazu, die Geschichte ein wenig voranzutreiben und den Fokus von Ken umzulenken. Bereits die erste Episode lässt erahnen, dass sich die zweite Staffel von Tokyo Ghoul wohl nicht mehr im selben Ausmaß um Ken und seinen Werdegang drehen wird. So haben beispielsweise auch Entwicklungen im Café Antik und der CCG, der Behörde, welche sich um Ghoul-Verbrechen kümmert, mehr Gewicht. Auch in der dritten und letzten Episode der ersten Volume betreten weitere Charaktere die Bildfläche und Handlungen bereits bekannter Charaktere verdeutlichen die persönliche Entwicklung.

Wie bereits die erste Staffel, entstand auch Tokyo Ghoul √A unter der Regie von Shuuhei Morita. Auch das für die Animationen zuständige Studio ist geblieben. Während Studio Pierrot in der ersten Staffel nur wenig Angriffsfläche bot, haben die Animationen in der zweiten Staffel nachgelassen. Einige Animationen sind schlicht unnatürlich, unmöglich und lassen leider oft zu wünschen übrig.

Die Deutsche Umsetzung

Die auf 6000 Exemplare limitierte Sammlerausgabe wartet mit der Blu-ray in einer herkömmlichen Hülle und einem Wendecover auf. In besagter Hülle befindet sich ein Booklet mit Kurzbeschreibungen zu einigen Charakteren, einer Episoden-Übersicht mit kurzen Inhaltsangaben und einem Interview mit Regisseur Morita. Ein Interview mit Morita ist ebenfalls auf der Blu-ray zu finden. Weiterhin ist der Hülle, neben einigen Werbezetteln, ein Code zu entnehmen, der den Zugang zu den Episoden bei Anime-on-Demand freischaltet. Platz findet die Hülle mit einer weißen Platzhalter-Box in einem stabilen, hochwertigen Pappschuber. Die Blu-ray-Fassung überzeugt durch ein scharfes Bild, welches frei von Schlieren oder Kantenflimmern ist.

Die Deutsche Umsetzung kann sich, wie bereits bei der ersten Staffel, sehen lassen. Die Übersetzungen und Dialoge hinterlassen zu keinem Zeitpunkt einen faden Beigeschmack und auch die Untertitel, welche KAZÉ-typisch in gelber Schrift mit schwarzer Umrandung serviert werden, sind positiv anzumerken. Erneut spricht Ricardo Richter den Protagonisten Ken Kaneki, welche im Original nach wie vor von Natsuki Hanae gesprochen wird. So nimmt sich Sarah Alles der Synchronisation von Toka Kirishima an, René Dawn-Claude der von Ayato Kirishima. Wie immer lohnt es sich, beide Sprachfassungen zu testen und individuell zu entscheiden, welche einem mehr zusagt.

Fazit: Tokyo Ghoul √A knüpft an, wo Tokyo Ghoul aufhört. Zwar sind noch keine zuverlässigen Aussagen hinsichtlich Charakterentwicklung oder des Allgemeingeschehens zu treffen, allerdings steht bereits nach drei Folgen (letztendlich einem Viertel der gesamten Staffel) fest, dass sich der ursprüngliche Fokus auf Ken Kaneki wohl auf die Parteien des Phoenixbaumes, der CCG und dem Café Antik erweitern wird. Ob es die Köpfe hinter den zwölf Episoden schaffen, den Konflikt zwischen Mensch und Ghoul erneut in vielen Graustufen zu zeichnen oder ganz andere Ziele angepeilt werden, bleibt abzuwarten.

Die deutsche Umsetzung kann sich sehen lassen. Die Veröffentlichung als Blu-ray im exklusiven Pappschuber ist wertig und macht sich gut im Regal. Das beiliegende Booklet fällt leider etwas klein und mager aus, allerdings hätte ein größerer Umfang vermutlich auch einen höheren Preis bedeutet. Der Anime-on-Demand-Code ist eine nette Beigabe.

Allgemeine Daten:

  • Laufzeit: 75 Minuten
  • Audio: Deutsch (DTS-HD 2.0), Japanisch (DTS-HD 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Extras: Booklet, Interview, Trailer
  • Altersfreigabe ab 16 Jahren

Sonstiges:

  • Schuber ohne FSK Logo
  • DVD/Blu-ray mit Wendecover
  • Code für Online-Streaming der Episoden