The Last Guardian: Neuer Trailer und ein Interview

Sony hat mit dem Creative Director Fumito Ueda von The Last Guardian gesprochen und ein paar interessante Informationen zum Spiel...

Sony hat mit dem Creative Director Fumito Ueda von The Last Guardian gesprochen und ein paar interessante Informationen zum Spiel erhalten. Beispielsweise wurde Ueda gefragt, ob die ursprüngliche Version von The Last Guardian vollständig umgesetzt wurde. Der Director musste an dieser Stelle gestehen, dass dies nicht 100 prozentig realisiert werden konnte und dass man als Schöpfer immer das Gefühl habe, man hätte noch ein bisschen mehr machen können – so fühlte er sich auch bei Ico und Shadow of the Colossus. Er sagt jedoch auch, dass Sony und GenDESIGN ihre ganze Energie in das Projekt gesteckt haben. Der Creative Director wurde ebenfalls zu seiner persönlichen Inspiration zum Spiel befragt, worauf er folgendes zu sagen hatte:

Trico ist ein Hybrid, eine Mischung aus einer Katze, einem Hund, einem Vogel und anderen Tieren. Vielleicht repräsentiert er ein Leitmotiv. Ich bin in einem Haus aufgewachsen, indem es mehrere Tiere gab. Meine Erfahrungen mit ihnen sind großartige Erinnerungen, die mir geblieben sind. Bei der Erschaffung von Trico musste ich keine besondere Recherche betreiben, da er ein Wesen ist, welches offensichtlich nicht existiert. Aber er basiert wirklich auf meinen Kindheitserinnerungen: Die Art, wie ich mit den Tieren interagiert habe; die Art, wie sie auf mich reagiert haben.

Ueda äußerte sich auch zu Parallelen zwischen Ico, Shadow of the Colossus und The Last Guardian. So ist er der Meinung, dass die Titel vielleicht in der selben Welt, oder im selben Universum spielen, aber der Rest hängt von der Fantasie der Spieler ab. Da jeder eine andere Beziehung zu den vorherigen Titeln gesammelt hat, möchte man keine Verbindung vorschreiben. Auf die Frage hin, auf welche Leistung er bei The Last Guardian am meisten stolz ist, verwies er auf Trico. Es war schwer, einer nie dagewesenen Kreatur Leben einzuhauchen.

Auch andere Spiele haben The Last Guardian beeinflusst. Dazu gehören Prince of Persia, Another World und sogar Virtua Fighter. Die Gemeinsamkeit zwischen diesen Ablegern liegen laut Ueda an der Komplexität der Animationen. Sie dienten als Inspiration dafür, Charakteren Leben einzuhauchen. Dieses Element findet der Creative Director sehr spannend. Er äußerte sich außerdem dazu, was die Attraktivität von Videospielen steigern könnte: Vielleicht ein niedriges Einstiegslevel, oder dass nur ein Minimum an Fähigkeiten notwendig sind. Dabei müssen die Spiele nicht einfach nur die Casual-Schiene fahren. Er sagte zudem, dass das Prinzip von Spielhallen einschüchternd wirken kann, da man Geld einwirft und an eine Zeitbeschränkung gebunden ist.

Bei Konsolenspielen ist es nicht nötig, ein Zeitlimit oder einen Game Over Bildschirm zu implementieren — wir wollen, dass die Leute länger spielen. Aber nochmal, egal, ob es Voraussetzungen bestimmter Fähigkeiten oder kontinuierliche Herausforderungen sind, bis man am liebsten aufgeben möchte… wenn sie ein bisschen leichter zugänglich wirken würden, dann hätten vielleicht mehr Menschen Spaß an Videospielen. Doch so lange wir in diesem Business das, was wir tun, als Videospiele definieren, muss die Spielerfahrung sehr einzigartig [für dieses Medium] sein. Hier eine Balance zu finden ist keine leichte Aufgabe.

Schlussendlich erzählt Ueda, dass er erreichen möchte, dass die Menschen das Spiel durchspielen und dann die Existenz von Trico fühlen können, als wäre er wirklich da. Ab dem 7. Dezember können wir uns dann selbst davon überzeugen, ob sein Ziel erreicht wird und uns ins Abenteuer stürzen. The Last Guardian erscheint in einer Standardversion, einer Steelbook Edition und einer Collector’s Edition.

via Playstation Blog