Angespielt! World of Final Fantasy

Letzte Woche folgten wir der Einladung von Square Enix zum Anspielevent von World of Final Fantasy im wunderschönen Stadtcafé Ottensen in Hamburg...

Letzte Woche folgten wir der Einladung von Square Enix zum Anspielevent von World of Final Fantasy im wunderschönen Stadtcafé Ottensen in Hamburg. In entspannter und angenehmer Atmosphäre durften wir uns eine Menge Zeit nehmen, um uns das etwas andere Final Fantasy genauer anzusehen. Welche Eindrücke wir von World of Final Fantasy sammeln konnten, lest ihr in unserer Preview.

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Reynn und Lann in Hünen-Größe mit ihren Gefährten

Vor Ort hatten wir die Möglichkeit, uns zwei verschiedene Versionen der PlayStation-4-Fassung mit unterschiedlichem Fortschritt, anderen Orten und Ausgangspunkten genauer anzusehen. Beide Versionen waren vollständig lokalisiert, mit englischem Voice-Over und deutschen Bildschirmtexten, und entsprechen im Prinzip dem, was wir vom finalen Spiel erwarten können.

Bei World of Final Fantasy handelt es sich um keinen klassischen Ableger der Reihe, sondern mehr um ein gänzlich neues Spiel, das neben dem bunten, niedlichen Chibi-Look noch viel mehr bietet, als man es auf den ersten Blick vermutet. In einem kurzen Tutorial durften wir uns mit den beiden Protagonisten, Reynn und Lann, vertraut machen und uns langsam an das neue Kampfsystem gewöhnen. Das verbindet klassische RPG- und Final-Fantasy-Elemente mit dem neuen Konzept des Stapelns, auf das wir gleich näher eingehen werden.

Bevor wir uns reihenweise in Kämpfe gestürzt haben, haben wir uns, so gut es ging, erst einmal in der Welt von Grymoire umgesehen. Der Schauplatz von World of Final Fantasy versteht sich als neuer Ort, der bekannte Gebiete, Charaktere und Monster aus den Final-Fantasy-Spielen vereint. Wir sind in einem grünen, von Gras bewachsenen, bergigen Gebiet gestartet und unser Weg hat uns vorbei an hölzernen Behausungen und Gerüsten nach oben geführt. Das Besondere am Geschwisterpaar Reynn und Lann ist, dass sie sich sowohl im Kampf als auch während der Erkundung der Welt in zwei verschiedenen Größen bewegen können.

In der Murkel-Größe sehen sie den Bewohnern der Welt in der Chibi-Form am ähnlichsten, während sie als Hüne realistischere Züge annehmen und deutlich größer sind – sie ähneln hier vor allem den Protagonisten aus der Kingdom-Hearts-Reihe. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile, die sich vor allem im Kampfsystem auswirken. Die Kämpfe finden zufällig statt, während man sich in der Welt außerhalb von Städten und Dörfern bewegt und insbesondere in Dungeons. Das Stapel-System bringt eine neue, erfrischende Art zu kämpfen ins Spiel: Helden und Monster lassen sich aufeinanderstapeln, wobei die Elemente der Monster und ihre Anordnung eine wichtige Rolle spielen. So lassen sich zudem neue Angriffe generieren und durch Herumprobieren sowie taktische Anordnung gezielt Gegner ausschalten.

Insgesamt lassen sich Helden und Monster in drei Gewichtsklassen einteilen: S, M und L. In ihrer Murkel-Form sind Reynn und Lann der Klasse M zuzuordnen, als Hüne sind sie deutlich schwerer und gehören zur Klasse L. Ein Turm besteht üblicherweise aus einer Figur der Klasse L, darauf steht eine M-Figur und ganz oben eine leichte Figur der Klasse S. Die Kombinationsmöglichkeiten sind enorm, da sich in World of Final Fantasy mehr als 200 Teammitglieder rekrutieren lassen, die sich aus den beliebtesten Monstern des gesamten Final-Fantasy-Universums ergeben.

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In Grymoire gibt es viele Orte zum Erkunden

Auf genau diese Monster trifft man nämlich in den Kämpfen und unter bestimmten Bedingungen lassen sich diese bändigen und einfangen. Uns sind beispielsweise Chocobos, Behemoths oder Mandragoras begegnet. Genau dieses Sammel-Prinzip macht einen weiteren Reiz von World of Final Fantasy aus und hat uns bei der Anspiel-Session besonders gut gefallen. Bunte, niedliche Kreaturen fangen und sammeln – das gab’s doch schon mal? Das mag sein, allerdings lassen sich die Monster, im Spiel Mirages genannt, auf ihre ganz eigene Art und Weise trainieren und entwickeln. Auch sie sammeln in den Kämpfen Erfahrungspunkte und ihre Fähigkeiten lassen sich individuell im Mirabord ausbauen, das einem Talentbaum gleicht. So kann man zum Beispiel die Eigenschaft freischalten, auf einer Mirage durch die Welt zu reiten. Für die Entwicklung sind außerdem bestimmte Voraussetzungen nötig.

Man merkt deutlich, dass sich die Entwickler hier viele Gedanken gemacht haben und neben Elementar-Zugehörigkeit noch jede Menge weitere Faktoren eingebaut haben, die eine einzelne Mirage ausmachen. Um bestimmte Mirages überhaupt einzufangen, werden darüber hinaus noch dazugehörige Prismen der jeweiligen Mirage-Familie benötigt, die man auf verschiedene Arten in Grymoire erhält.

Neben dem Stapel- und Sammel-System bietet das Kämpfen auch klassische Aktionen wie normale Angriffe, Verteidigung oder das Einsetzen von Items. Auch Zauber lassen sich wirken sowie besondere Angriffe, die nur mit bestimmten Gefährten in gewisser Konstellation im Stapel möglich sind. Stapel lassen sich übrigens auch auflösen, denn je höher der Stapel, desto instabiler ist er auch. Ganz besondere Angriffe sind ebenfalls möglich, die altbekannte Final-Fantasy-Veteranen zu Hilfe rufen. Im von uns fortgeführten Spielstand konnten wir „Blitzballgott Tidus“ rufen, der mit seinen Blitzballkünsten den Gegnern ordentlich einheizte und nebenbei eine amüsante, kleine Sequenz zum Anschauen bot. Neben Tidus aus Final Fantasy X in der Murkel-/Chibi-Form sind wir beim Erklimmen des Berges auch Vivi und Cloud begegnet, die uns nach einer kurzen Konversation einen Gegenstand geschenkt haben. Nach vielen Kämpfen und neuen Gefährten im Team, haben wir uns reitend auf unserem neuen Mirage, einem Behemoth, zum Endkampf begeben.

In der nächsten anspielbaren Version sind wir dann in einer großen, belebten Stadt gestartet. Dort haben wir uns ausgiebig mit den niedlichen Bewohnern unterhalten und auch kleine Nebenquests angenommen. Wir wurden ebenfalls mit einem Schnellreisesystem vertraut gemacht, mit dem wir bereits bereiste Orte aufsuchen konnten. Nach einem kleinen Ausflug nach Neunwaldbergen, wo wir Shops und unser trautes Heim aufgesucht haben, haben wir uns wieder unserer Hauptmission zugewandt und uns in den nächsten Dungeon begeben. Einige Kämpfe und Prüfungen später – manchmal braucht man die richtigen Mirages im Team, um bestimmte Wege zu öffnen – sahen wir uns auch hier wieder einem mächtigen Boss gegenüber.

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Ein effektiver Stapel verhilft zum Sieg

Beim Anspielevent von World of Final Fantasy hat einfach alles gestimmt. Die Location, die Stimmung und vor allem natürlich das Spiel selbst. Neben der quietschbunten und süßen Optik, die nebenbei auch noch scharfe Texturen und Charaktermodelle bietet, hat uns vor allem die Atmosphäre in der Welt, Grymoire, in ihren Bann gezogen. Von der Story haben wir nicht allzu viel mitbekommen, aber uns schnell an die beiden neuen Protagonisten gewöhnt und uns mit ihnen auf Erkundungstour begeben. Besonders gut gefallen haben uns das neue Stapel-System und in Verbindung damit das Sammeln und Trainieren der Mirages.

World of Final Fantasy macht einen sehr guten Eindruck und ist unserer Meinung nach sowohl für Neueinsteiger, die bisher nicht mit der Reihe in Berührung gekommen sind, als auch für alteingesessene Fans zu empfehlen. Letztere freuen sich auf bekannte Charaktere, Orte und Anspielungen und Neulinge werden langsam mit einer komplett neuen Story und Protagonisten an das Final-Fantasy-Universum herangeführt. Wer nun Lust auf das Spiel bekommen hat, muss nicht mehr lange warten, denn World of Final Fantasy erscheint am 28. Oktober für PlayStation 4 und PlayStation Vita. Den Test zur Vollversion gibt es demnächst auf JPGames!