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PlayStation: Plattform-Spielzeit sei wichtiger als Software-Verkäufe, so Sonys General Manager

Sadahiko Hayakawa – General Manager von Sony – hat erklärt, dass sich PlayStation in den letzten Konsolengenerationen viel mehr um die „Plattform-Spielzeit“ als um den Verkauf von Software gekümmert habe.

Für die großen Jungs der Spielebranche sind es derzeit seltsame Zeiten, denn sowohl PlayStation als auch Xbox stehen vor unterschiedlichen Herausforderungen, um ihre Fans zufriedenzustellen, ihre Konsolen relevant zu halten und ihre Spiele gut zu verkaufen.

In einem kürzlichen Gespräch mit Investoren – Wccftech berichtet – erklärte Sony-Geschäftsführer Sadahiko Hayakawa, dass PlayStation sein Geschäftsmodell seit der Veröffentlichung der PS4 langsam geändert hat, da sich das Unternehmen mehr auf die „Plattform-Spielzeit“ als auf Softwareverkäufe als Messgröße konzentriere.

Es ist nicht allzu überraschend, erklärte Sony 2022 doch bereits, einen neuen Fokus auf Live-Service-Titel zu setzen. Eben jene groß angelegten Pläne schraubte man ein Jahr später aber wieder zurück, als man verkündete, mehrere geplante Live-Service-Spiele wieder zu verschieben.

via The Gamer, Bildmaterial: Sony

6 Kommentare

  1. Mir erschließt sich der Sinn davon so absolut null. Ich meine ist ja nicht so, als ob die mehr Geld verdienen, wenn ich anstatt 10 Std dann 100 Std mit nem Spiel verbringe.

    Das ist so super strange. Bei mir hats sogar nen gegenteiligen Effekt, wenn man die Spielzeit mit Season Passes und GaaS aufbläht. Dann sehe ich weniger nen Sinn darin etwas zum Release zu kaufen und warte eher, bis ichs irgendwann mal günstiger hole. Da bin ich auch kaum der Einzige, auch wenn ich nicht weiß wie viele das ebenfalls so handhaben.


    Würde mich wenig wundern, wenn die mit dem Ansatz auf die Nase fallen.

  2. Abseits davon was das finanziell überhaupt bringt: find ich eigentlich recht gut. Das ist ja auch eine Denkweise, die ich in meinem Konsum die ganze Zeit pflege. Mehr Zeit mit individuellen Spielen statt halbherzig die Zeit auf viele Spiele zu strecken. Ich wünschte nur, das würde nicht zwangsläufig viel Wert auf Live Service Games legen. Hohen Wiederspielwert auf Single Player Games mit genug Tiefe und Dichte, um das Gameplay mehrere Stunden weiter zu erforschen, könnte man in diesem Sinne auch ruhig priorisieren.


    Aber wir werden sehen was das bedeutet. Sony's Line Up bis jetzt spricht ja absolut gegen diese Philosophie. Obwohl das jetzt vielleicht auch eine Wende zu nehmen scheint, wenn man mal bedenkt, dass sie dieses Jahr ein Gang zurück schalten wollen.

  3. Mir erschließt sich der Sinn davon so absolut null. Ich meine ist ja nicht so, als ob die mehr Geld verdienen, wenn ich anstatt 10 Std dann 100 Std mit nem Spiel verbringe.


    Es geistert nun seit einigen Jahren ein Begriff durch die Lande, der sich durch die Live-Service-Games entwickelt hat: "User Engagement". Ein weitläufiger Begriff, aber der Hersteller sieht dich als eine Zahl. Bei den Streaming-Anbietern ist das schon lange so. Es zählt nicht, wie oft eine Serie geschaut wurde sondern wie lange. Hat die Serie ein Potential, dich länger an die Plattform zu binden? Wenn ja, besitzt sie auch genug Potential, dass du dein Abo verlängerst, weil dir die Serie gefallen hat? Wirst du andere Produkte konsumieren? Oder die gleiche Serie nochmal gucken? Am Ende kommt Viewtime zusammen, daran wird alles gemessen. So handhabt man es auch beim Game Pass. Es kommt weniger drauf an ob sich ein Titel gut verkauft sondern wie lange ein gewisser Titel Leute an ein Abo bindet, an ein Ökosystem bindet.


    Sony wird den Erfolg von Helldivers II da mit einbeziehen. Der perfekte Titel, um Leute lange an das hauseigene System zu binden. Und je länger man dich an das System bindet, umso wahrscheinlicher ist es, dass du mehr PlayStation Produkte kaufst je länger du dich mit der Plattform befasst.

  4. Und je länger man dich an das System bindet, umso wahrscheinlicher ist es, dass du mehr PlayStation Produkte kaufst je länger du dich mit der Plattform befasst.

    Also den Punkt rund um Streaming Dienste, kann ich gut nachvollziehen.

    Aber diesen hier wage ich sehr zu bezweifeln. Ich meine je länger du an einem Spiel gefesselt bist, desto unwahrscheinlicher ist es, dass du weitere Spiele kaufst. Du bist ja beschäftigt. und hast keinerlei Bedarf für Nachschub.

    Spieler die so viel kaufen wie wir, sind eh die Minderheit. Normalerweise kommen viele Leute ja gar nicht dazu so viel zu spielen, weil du noch viele andere Hobbys haben. Die kaufen dann ein Spiel was 100 Std geht und sitzen da nen Jahr dran. Würde es nur 0 Std gehen sitzen die da vielleicht ein zwei Wochen dran und kaufen das nächste.

    Also die Logik erschließt sich mir nicht, muss ich zugeben. Vielleicht verstehe ich da auch etwas noch nicht ganz richtig aber so von meinem aktuellen Verständnis her klingts eher, als ob man sich ins eigene Fleisch schneidet.^^

  5. Vielleicht verstehe ich da auch etwas noch nicht ganz richtig aber so von meinem aktuellen Verständnis her klingts eher, als ob man sich ins eigene Fleisch schneidet.^^

    Ich glaube, so wie @Somnium es erläutern wollte ist es so:

    Du spielst ein Spiel, wie du schon sagst, grob 100 Stunden und wenn es Multiplayer oder GaaS Aspekte besitzt nutzt du also teilweise gleichzeitig den Game Pass, in welcher Stufe auch immer. Unter Umständen kommen da auch noch Mikrotransaktionen dazu. Da du (höchstwahrscheinlich) nicht die 100 Stunden am Stück spielen wirst, besteht eine minimale Chance, dass du auch mal den Katalog an Spielen im Game Pass durchstöberst und eventuell das eine oder andere Spiel dein Interesse weckt.


    Bei einem Singleplayer 100h Game widerum würde ich vermuten spielt man auf die Popularität des Gaming Erlebnisses welches dich als Konsument zu weiteren Ablegern oder schlimmstenfalls zu DLC selbigen Spiels verführt.

    In meinem Fall wäre das die Trails Reihe, welche ich mit Cold Steel angefangen habe und jetzt auf Trails Through Daybreak warte, da es mir sehr gut gefallen hat.


    Wenn man also, um das Hauptthema nochmal aufzugreifen, davon ausgeht das Sony versuchen will das Konsumenten-Interesse stärker an ihre hauseigenen Marken zu binden, ist davon auszugehen, dass sie dafür (hoffentlich) auch entsprechend die Qualität ihrer Spiele steigern wollen und dafür die typischen Casual Gamer gegen die Hardcore Gamer der entsprechenden Reihen abwägen. Das erscheint mir im ersten Moment auch wie ein Widerspruch, aber wenn man einen treuen Kundenstamm hat, kaufen die auch mehr Zeugs als der Casual der das Spiel einmal durchzockt und es danach wieder verkauft.

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