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Zukunftspläne: Xbox nimmt Fans den Wind aus den Segeln – am Ende alles nicht so schlimm

Die Gerüchte um eine Multiplattform-Strategie von Xbox verbreiteten sich in den vergangenen Tagen und Wochen wie ein Lauffeuer. Grund genug für das Unternehmen, einen Podcast mit entsprechendem „Business Update“ aufzufahren. Dieser fand nun also statt und ließ Phil Spencer, Sarah Bond und Matt Booty über „die Vision der Spieleexklusivität, die Zukunft der Xbox-Hardware und das allgemeine Xbox-Versprechen“ sprechen.

Tatsächlich bestätigte Spencer im Rahmen des Updates, dass vier Xbox-Titel demnächst ihren Weg auf andere Plattformen finden sollen. Konkrete Titel nannte man nicht – wohl aber, dass es sich um Spiele handeln soll, die Xbox-SpielerInnen „seit mindestens einem Jahr zur Verfügung stehen, darunter verborgene Schätze, die es verdienen, einem größeren Publikum zugänglich gemacht zu werden, und Live-Service-Spiele, deren Communitys davon profitieren werden, noch mehr SpielerInnen zu begrüßen“.

Ziemlich sicher gilt hier Hi-Fi-Rush. Tom Warren von The Verge gibt zudem an, dass Pentiment, Sea of Thieves und Grounded folgen sollen. Dass Titel wie Starfield und das kürzlich enthüllte Indiana Jones und der Große Kreis ihren Weg auf andere Plattformen finden, schließt Spencer zumindest nicht aus.

Weiterhin: Exklusivansatz

Trotzdem: Xbox bekräftigt, dass es keine grundsätzliche Änderung bezüglich des Exklusivitätsansatzes geben soll. Der gewonnene Einfluss aus besagter Maßnahme soll nämlich „in künftige Versionen dieser Spiele oder in andere Teile unseres First-Party-Portfolios“ investiert werden. Game Pass soll zudem weiterhin nur via Xbox-Plattformen verfügbar bleiben.

Nebenbei: Xbox ist ohnehin schon einer der großen Publisher auf PlayStation und Nintendo. Man verweist auf Minecraft, Call of Duty, Overwatch, Diablo, The Elder Scrolls Online „und viele mehr“, die sich unlängst auf Konsolen, PCs und Mobilgeräten etabliert hätten. Auch auf gleichzeitige Markteinführungen für Xbox und PC-Steam verweist man.

Die Botschaft: Da ändert sich doch gar nichts.

Game Pass hat weiter Priorität

Außerdem möchte Xbox seinen Verpflichtungen nachkommen, Activision- und Blizzard-Titel für Game Pass verfügbar zu machen. Mit Diablo IV macht zum 28. März ein Schwergewicht den Start.

Weiterhin sollen auch in Zukunft Spiele von Xbox zum Launch im Xbox Game Pass an den Start gehen, hier soll es keine Abstriche geben. „Unsere Spiele werden ab dem ersten Tag im Game Pass verfügbar sein.“

Und eine weitere deutliche Klarstellung, denn das war zuletzt nicht immer eindeutig: Die Zukunft des Xbox Game Pass liegt auf der Xbox. „Um es klar zu sagen: Game Pass wird weiterhin nur auf Xbox-Plattformen verfügbar sein.“

via Xbox, Bildmaterial: Xbox

8 Kommentare

  1. Hi-Fi Rush ist ja ziemlich offensichtlich und macht am Meisten sinn. Würde ich mir wohl auch für Switch holen. Frage ist nur, ob die Spiele auch physisch erscheinen. Digital würden man wohl einen zu hohen Preis verlangen.

    Du kannst davon ausgehen, dass es nur digital kommen wird. Für eine Veröffentlichung brauchst du einen Publisher und hier ist Microsoft am ehesten gefragt und die wollen eigentlich nur noch alles digital verkaufen. Es könnte über andere Publisher noch eventuell physisch erscheinen, aber das halte ich für sehr unwahrscheinlich.

  2. Nun vllt sind die auch einfach zurückgerudert wegen dem Aufschrei so wirklich werden wir es nie erfahren.


    Sehr unwahrscheinlich. Man hält ja an seinen Plänen fest, die man schon vor Jahren verkündet hat. Man entscheidet auf einer sogenannten "Base to Base" Philosophie. Wenn man das Video startet, hört man ja auch, dass dieser Podcast bereits ende letzten Jahres geplant wurde aber Spencer nun den Ablauf geändert hat, um die vielen falschen Gerüchte aus dem Weg zu räumen, die "Insider" wie Nate the Hate und Tom Warren (der sich nicht geschlagen geben möchte auf X) verbreitet haben. Diese Gerüchte reichten ja von einem völligen Ausverkauf der Xbox Marke hin zur Furcht vieler Spieler, ihre digitale Bibliothek in den nächsten Tagen zu verlieren. Der Podcast war allen voran da, auch noch andere News zu verkünden wie ABK-Titel für den Game Pass, wo man nun mit Diablo IV beginnt aber man halt, vermutlich auch aufgrund der aktuellen Untersuchungen der FTC, weiter auf Sparflamme arbeitet und es im Game Pass mit ABK-Titeln wohl kaum so vorankommt, wie es sich Game Pass Nutzer vorgestellt haben.


    Ansonsten macht es natürlich Sinn, was man da verkündet hat. Die 4 Titel sind ja auch schon mehr oder weniger öffentlich bekannt. Spencer redet hier von, man habe bewusst neue IP's ausgewählt, die ihr volles Potential auf Xbox und PC erreicht haben. Sea of Thieves ist mehrere Jahre alt, Grounded auch nicht mehr wirklich neu. Besonders bei Multiplayer-Titeln wird man diese Strategie verfolgen. Pentiment wird dieses Jahr bereits 2 Jahre erhältlich sein und Hi-Fi Rush ist über 1 Jahr erhältlich. Beides Titel, die wohl auf Xbox nie ihr volles Potential ausschöpfen konnten.


    Diese 4 Titel werden allen voran auch ein Testlauf sein, wie gut solche Spiele auf anderen Plattformen laufen werden. Man nimmt seit Jahren ein Vermögen mit Minecraft ein, was auf allen nur erdenklichen Plattformen erhältlich ist. Genau wie Sony überlegen wird, immer mehr First Party Titel Day 1 auf den PC zu bringen. Helldivers 2 ist nun der erfolgreichste PC-Release von Sony und wird vermutlich zu einem Multiplayer-Bollwerk werden.


    Gut möglich, dass sie auch über die Bethesda-Titel nachdenken werden, aber all das ist dann doch eher eine Zukunftsvision und eben nicht der erwartete Xbox-Ausverkauf, wo nächste Woche die Master Chief Collection, Rare Replay und im Mai simultan mit Xbox und PC Hellblade II auf anderen Plattformen erscheinen werden. Nur darum ging es hier, bis man halt weiter zurückgerudert ist bei den Insidern. Der Schaden, den aber die Xbox Marke hierdurch hinnehmen musste, der ist mal wieder gemacht. Übrigens, Hellblade II ist für mich so ein Titel, den sie als eher kleineres Projekt bezeichnen, wo ich mir gut vorstellen könnte, dass sie in einem Jahr darüber nachdenken werden, den Titel auf PS5 zu bringen.

  3. Letzten Endes ist es ähnlich wie bei Sony. Sie nehmen Dinger die alt sind bzw. eh nie soviel Zugkraft hatten und gucken, dass sie noch etwas Saft aus der Zitrone quentschen.

    Und bei einem Online Multiplayer Titel wie Sea of Thieves kann das ja auch noch etwas Beatmung bei der Playerbase bringen.

  4. Für eine Veröffentlichung brauchst du einen Publisher und hier ist Microsoft am ehesten gefragt und die wollen eigentlich nur noch alles digital verkaufen

    Ich gehe zwar auch davon aus, aber dass die alles nur noch digital bringen wollen ist halt nach wie vor nur ein Gerücht^^ Da muss man immer noch abwarten, wie sich das entwickelt. Halt ich zwar auch für wahrscheinlich, da man den Game Pass Fokus hat aber naja... wer weiß... Wunder geschehen ja immer wieder ^^

  5. Sind sie selber Schuld, wenn sie vorher so ein Fass aufmachen, nur um dann hinterher völlig unnötigen Trallala von sich zu geben.


    Bleibt halt alles so wies ist.

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