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Im Test! The Last of Us Part II Remastered

TitelThe Last of Us Part II Remastered
Japan19. Januar 2024
Sony Interactive Entertainment
Nordamerika19. Januar 2024
Sony Interactive Entertainment
Europa19. Januar 2024
Sony Interactive Entertainment
SystemPlayStation 5
Getestet fürPlayStation 5
EntwicklerNaughty Dog
GenresSurvival-Action-Adventure
Texte
Deutschland Nordamerika
VertonungDeutschland Nordamerika

Der zweite Teil der weltweit äußerst erfolgreichen und sowohl von Fans, als auch von Kritikern gefeierten The-Last-of-Us-Reihe konnte im Jahre 2020 einen wahren Meilenstein in Sachen Gaming-Blockbuster auf Hollywood-Niveau setzen.

Als der Entwickler Naughty Dog im Jahre 2022 ein Remake des ersten Teils veröffentlichte, welcher in seiner ursprünglichen Form erstmals für PlayStation 3 im Jahre 2013 erschienen war, gab es immer wieder Gerüchte um ein mögliches Remaster beziehungsweise Remake des zweiten Teils. Da The Last of Us Part II allerdings erst im Jahre 2020 für PlayStation 4 erschienen war, hielten es viele Fans für etwas überzogen und unnötig, bereits jetzt eine Remastered-Version des Spiels auf den Markt zu werfen. Viele SpielerInnen sind der Meinung, es gäbe einfach zu wenig technische Unterschiede, um bereits jetzt eine überarbeitete Fassung und damit auch den erneuten Kauf des Titels zu rechtfertigen.

Dennoch entschied man sich bei Naughty Dog und Sony dafür, auch Part II ein technisch und inhaltlich aufgebohrtes Remaster zu spendieren. Diese Remastered-Version von The Last of Us Part II erscheint am 19. Januar exklusiv für PlayStation 5. Ob sich ein erneuter Kauf des Blockbusters zum Vollpreis lohnt, oder ob man getrost auf ein ansprechendes Angebot warten sollte, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Tragische Geschichte wird gekonnt fortgesetzt

Die Geschichte von The Last of Us Part II setzt genau da an, wo uns Teil eins mit einem Cliffhanger der Extraklasse sitzen ließ. Doch wie es sich für die The-Last-of-Us-Reihe gehört, läuft die vermeintlich idyllische und friedliche Situation bald aus dem Ruder und Ellie und Joel befinden sich erneut auf einem Feldzug, auf dem es letztendlich nur um eins geht: das pure Überleben.

Im Laufe der Geschichte von The Last of Us Part II gibt es dann jedoch eine komplette Kehrtwendung und Ellies Weg führt sie auf einen Pfad, der am Ende nur in Leid und Schmerz münden kann. Die Entwickler schlagen hier einen drastischen Weg ein, um der Story einen anderen Ansatz zu verleihen und die unterschiedlichsten Gefühle in den SpielerInnen selbst zu wecken. Sicher nicht das, was sich viele Fans gewünscht hätten, dennoch ein respektabler Schritt, um der Reihe neuen Antrieb zu verleihen.

Erbarmungsloses Survival-Gameplay der Oberklasse

»Was die The-Last-of-Us-Reihe wie keine zweite beherrscht, ist die SpielerInnen in mental extrem angespannte Situationen zu werfen, aus denen es im ersten Moment eigentlich kein Entrinnen gibt.«

Was die The-Last-of-Us-Reihe wie keine zweite beherrscht, ist die SpielerInnen in mental extrem angespannte Situationen zu werfen, aus denen es im ersten Moment eigentlich kein Entrinnen gibt. Mit etwas Geschick und dem notwendigen Reaktionsvermögen schafft man es jedoch aus jeder Situation lebend herauszukommen. An Blockbuster- und Hollywood-Momenten fehlt es dem Titel also keineswegs und man fühlt sich oft, als würde man gerade einen knallharten Film spielen.

Im Kern ist The Last of Us Part II ein Survival-Actionspiel mit der Möglichkeit, stets auch diverse Stealth-Mechaniken zu nutzen und sich das durchaus fordernde Spielgeschehen so etwas einfacher zu gestalten. Mit allerlei Waffen und Hilfsmitteln lassen sich die Gegner, welche eigentlich fast immer in der deutlichen Überzahl sind, gekonnt austricksen und sogar komplett geräuschlos ausschalten. Je nach eigener Spielweise kann man sich das Spiel somit also schwerer oder aber auch etwas leichter gestalten.

Neben menschlichen, oft sehr gut bewaffneten Gegnern, gibt es natürlich auch wieder die von einem Pilz befallenen und mutierten Gegner, welche es wirklich in sich haben. Speziell die sogenannten „Clicker“ sind extrem tödlich und sollten stets auf Distanz gehalten werden. Jeder Gegner, egal ob menschlich oder mutiert, kann mit der optimalen Taktik gekonnt und effektiv ausgeschaltet werden.

Speziell der Gewaltgrad der Reihe ist extrem. Meiner Meinung nach ist das aber gerechtfertigt, da man nur so die unglaubliche Härte und Rücksichtslosigkeit dieser erbarmungslosen Welt transportieren kann. Denn bei The Last of Us zählt nur der pure Überlebenswille.

Bonus-Content verzückt Fans

Wie es sich für eine ordentliche Remastered-Version gehört, bietet The Last of Us Part II Remastered natürlich auch einiges an Bonus-Content, um die geneigten Fans in Verzückung zu versetzen. Da wäre zunächst der neue Survival-Modus „No Return“. In diesem geht es darum, möglichst viele Ressourcen zu sammeln und möglichst lange zu überleben. Hier werden die SpielerInnen mit zufallsgenerierten Kampfsituationen konfrontiert. Das heißt, das Spiel entscheidet stets neu, mit welcher Art von Gegner es euch im nächsten Moment konfrontiert. So ergeben sich stets andere brenzlige Situationen, die euch immer wieder aufs Neue fordern. Gerade für Hardcore-Fans der Reihe eine willkommene Abwechslung. Außerdem ermöglicht euch der neue Modus erstmals in die Haut anderer Charaktere zu schlüpfen, jeder mit eigenen Fähigkeiten und Vor- und Nachteilen.

Eine weitere Neuerung ist der neue Speedrun-Modus, den es bereits beim Remake von Part I gab. Dieser ist speziell für SpielerInnen gedacht, die das Spiel schnellstmöglich abschließen möchten. Dementsprechend wird auch ein Timer im HUD dargestellt, damit man die aktuelle Spielzeit stets im Blick hat.

Ebenso gibt es die Möglichkeit, Entwicklerkommentare hinzuzuschalten. Hier erfährt man einiges aus der Entwicklung des Titels. Sehr interessant für SpielerInnen, die mehr vom Entwicklungsprozess und dem damit einhergehenden immensen Aufwand erfahren möchten.

Unveröffentlichten Content gibts obendrauf

Als besonderes Extra haben die Entwickler von Naughty Dog außerdem einige unveröffentlichte Spielabschnitte in das Remaster von Part II eingebaut. Die nicht veröffentlichten Spielszenen sind nicht vollständig vertont und oft auch nicht zu hundert Prozent spielbar. Dennoch ist es löblich, dass man den SpielerInnen und Fans einen Blick hinter die Kulissen ermöglicht und auch den geschnittenen Content veröffentlicht.

Grafischer Feinschliff perfektioniert das Spielgeschehen

Die Remastered-Version von The Last of Us Part II kommt mit zwei unterschiedlichen Bildmodi daher. Der Fidelity-Modus ermöglicht es euch, den Titel in nativer 4K-Auflösung zu genießen. Hier wird die Bildrate allerdings auf 30 Frames begrenzt. Im Performance-Modus setzt das Spiel die Auflösung auf 1440p mit flüssigen 60 Frames, was immer noch absolut fantastisch aussieht und dem Spiel die nötige Geschwindigkeit verleiht.

Für SpielerInnen, die einen qualitativ hochwertigen Monitor beziehungsweise TV besitzen, gibt es außerdem die Möglichkeit, das Spiel mit einer unbegrenzten Framerate im „Unlocked-Frames-Modus“ zu spielen. Im Klartext heißt das, das Spiel kann theoretisch höhere Framezahlen als 60 Frames erreichen, Framedrops fühlen sich so aber auch drastischer und deutlich spürbarer an. Im Endeffekt bedeutet das also, dass man in diesem Modus nicht unbedingt ein flüssigeres Spielerlebnis erreicht, da es immer wieder Framedrops gibt, die dann am Ende störender auffallen als mit festen 60 Frames.

Neben der höheren Auflösung wurden auch die Texturen verbessert und auch die Weitsicht wurde deutlich gesteigert. Nun sind speziell in der Ferne deutlich mehr Details zu erkennen. Auch die Qualität der Schatteneffekte und die Animationen der Spielfiguren wurden überarbeitet. Neben den grafischen Verbesserungen nutzt die Remastered-Version nun natürlich auch die Hardware-Power der PS5 voll aus. Deutlich kürzere Ladezeiten und auch die DualSense-Features des PS5-Controllers werden gekonnt genutzt und ins Spielgeschehen eingebunden.

Einzig und allein die hin und wieder bockige Kamera störte, wie auch schon beim Original, in hektischen Situationen etwas. Das ist aber durchaus verschmerzbar, da es zumindest in meinem Spieldurchgang nur sehr selten passierte.

Hollywood kann soundtechnisch noch was lernen

Speziell soundtechnisch spielt The Last of Us Part II ganz vorne mit und kann sogar der ein oder anderen Hollywood-Produktion noch etwas vormachen. Soundeffekte auf absolutem Spitzenniveau mit knackigen und realistischen Waffensounds, eine fantastische Synchronisation und der perfekte, aber spärliche Einsatz von Musik machen das Spiel zu einem audiovisuellen Meisterwerk.

Speziell die englische Originalsynchronisation ist wirklich fantastisch. Die deutsche Version kann sich ebenfalls hören lassen, kommt aber zu keiner Zeit an die Qualität des Originals heran.

 

So schön kann die Apokalypse sein

Das Remaster von The Last of Us Part II kommt für viele SpielerInnen vielleicht ein paar Jahre zu früh, dennoch tut dies der Qualität des Titels absolut keinen Abbruch. The Last of Us Part II glänzt mit einer atmosphärischen Story, toll geschriebenen Charakteren und unglaublich emotionalen Momenten, die zeitgleich einfühlsam und auch äußerst brutal sein können. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle sozusagen. Dennoch macht der Titel eines klar: Hier geht es nur um eins und das ist das nackte Überleben.

Mit allerlei Bonus-Content wie dem neuen Survival-Modus, geschnittenen Levelabschnitten und der Möglichkeit, Entwicklerkommentare hinzuzuschalten, bietet das Remaster allerlei Content um Neulinge, aber auch alteingesessene Fans zu begeistern.

Auch grafisch wurde ordentlich geschraubt und neben einer höheren Auflösung gibt es auch schärfere Texturen, bessere Weitsicht, detailliertere Schatteneffekte und verbesserte Animationen zu bestaunen. Die Power der PS5 wurde natürlich auch in Sachen Ladezeiten genutzt und die speziellen Features des DualSense-Controllers ins Spiel integriert.

Soundtechnisch kann man der The-Last-of-Us-Reihe sowieso nichts vormachen. Mit spektakulären Soundeffekten, einer fantastischen Synchronisation und dem stets perfekten und eher spärlichen Einsatz von Musik lässt der Titel so mache Hollywood-Produktion blass aussehen. So geht Blockbuster im Gaming-Segment heute.

Auch wenn sich Naughty Dog für das Remaster von Part II vielleicht noch das ein oder andere Jahr hätte Zeit lassen können, so ist The Last of Us Part II  dennoch nach wie vor eine absolute Kaufempfehlung und kann jedem Fan der Reihe und auch Fans von Survival-Blockbustern im Allgemeinen wärmstens ans Herz gelegt werden. Spannung von der ersten bis zur letzten Sekunde ist hier garantiert.

 

Story

Ellie und Joel dachten, sie hätten endlich Frieden in dieser erbarmungslosen Welt gefunden, doch das Schicksal meint es anders und schon bald stellt sich Ellies Welt komplett auf den Kopf. Ein erbitterter Feldzug beginnt, in dem es nicht mehr nur um das eigene Überleben geht. Part II bietet erstmals auch die Perspektive eines weiteren Charakters..

Gameplay

Knallhartes Survival-Gameplay mit unglaublich brutalen Kämpfen, die je nach Vorgehen auch geschickt angegangen werden können, um sich so einen taktischen Vorteil zu verschaffen. Unzählige Waffen und Hilfsmittel geben euch genug Spielraum, um es mit jeder Art von Gegner aufnehmen zu können.

Grafik

Die Remastered-Version nutzt die Power der PS5 gekonnt und zaubert eine höhere Auflösung, bessere Texturen, schönere Schatteneffekte und verbesserte Animationen auf den heimischen Bildschirm. Auch die Weitsicht wurde deutlich verbessert. Lediglich die Kameraführung stört hier und da in hektischen Situationen etwas.

Sound

Soundeffekte, Synchronisation und der spärliche, aber perfekte Einsatz von Musik lassen viele Hollywood-Produktionen verblassen. Ein audiovisueller Meilenstein im Gaming-Segment.

Sonstiges

Viel Bonus-Content macht die Remastered-Version auch für Hardcore-Fans spielenswert. Mit neuen Modi und geschnittenen Levelabschnitten gibt es einiges zu sehen beziehungsweise zu spielen.
Bildmaterial: The Last of Us Part II Remastered, Sony, Naughty Dog

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