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Im Test! Disgaea 7: Vows of the Virtueless

TitelDisgaea 7: Vows of the Virtueless
Japan26. Januar 2023
Nippon Ichi Software
Nordamerika03. Oktober 2023
Nippon Ichi Software America
Europa06. Oktober 2023
Nippon Ichi Software America
SystemPlayStation 4, PlayStation 5, Nintendo Switch, PC
Getestet fürPlayStation 5
EntwicklerNippon Ichi Software
GenresJRPG
Texte
Nordamerika
VertonungNordamerika Japan

Disgaea, mein liebes Disgaea. Seit dem ersten Teil begleite ich die Reihe durchgehend auf den verschiedenen Plattformen und seit Teil 3 durfte ich euch auch mit Reviews füttern. Nun hat Nippon Ichi Software vor einiger Zeit den siebten Teil seiner Mothership-Serie veröffentlicht. Es gibt wieder viel zu entdecken, viel Chaos und natürlich extrem hohe Schadenszahlen. Wie sich der neueste Ableger schlägt, erfahrt ihr bei uns.

Zwischen Realität und Einbildung

Das einst stolze Hinomoto, ein Zusammenschluss von mehreren Welten, die sich der Ehre, eisernen Disziplin, Kampfkunst und etlichen anderen Tugenden verschrieben haben, existiert nicht mehr. Einst stolz unter der Herrschaft des Shogunats, gibt es diese Blütezeit nur noch in Büchern und im Kopf unserer kleinen Heldin Pirilika. Ein waschechter Hinomoto-Nerd, vom Scheitel bis zur Sohle und dazu stinkreich. Doch ihr Weltbild zerbricht, als sie Zeugin vom Zustand Hinomotos wird, möchte man zumindest denken. Dieser quirlige Quergeist schafft es, sich aus dem absolut Bösen noch eine rührselige Hintergrundgeschichte zusammenzuspinnen. Auf ihrer Reise trifft sie zuerst auf Fuji, einen Ronin, der für Geld alles zu machen scheint. Gemeinsam streben sie an Hinomoto auf den Kopf zu stellen und die Welt wieder so zurechtzurücken, wie sie einst war. Gut, Fuji zumindest so lange, wie er dafür bezahlt wird.

Die Geschichte von Disgaea 7 kann man unter dem Motiv „Schuld“ verbuchen. Die Charaktere versuchen Fehler geradezubiegen, die von ihnen oder von anderen Charakteren begangen wurden. Einstweilig wird das Thema Rache als Deckmantel benutzt um den eigentlichen Kern der Geschichte weitestgehend verdeckt zu halten. Darüber hinaus bietet die Geschichte in Disgaea 7 wieder eine gute Mischung aus Tragik und Komik. Wobei man als Serienfan sagen muss, dass sich mit der siebten bzw. achten, wenn man D2 mit einbezieht, Geschichte von Disgaea einige Witze langsam zu oft wiederholen. So gibt es wieder die körperbetonten Flachbrust-Witze.

Alte Witze immer noch lustig

»Nippon Ichi Software schafft es durch viele verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten den Spieler an den Bildschirm zu fesseln.«

Fuji hat eine ähnliche Abneigung wie Laharl gegen alles, was mit Liebe und Sexyness zu tun hat, wobei Letzteres storytechnisch gut eingebunden wird. Als Fan bekommt man eigentlich das geboten, was man erwartet. Keine herausragende Geschichte, aber dafür eine mit einem quirligen, sympathischen Cast und viel Slapstick. Je nach Erfahrung mit dem Titel werdet ihr wohl zwischen 30 und 40 Stunden für die Hauptgeschichte brauchen. Durch das Endgame mit Extra-Leveln und der Carnage World, einem Abbild der Storymissionen, nur nochmal in schwer, hat man extrem viel Inhalt zu erledigen.

Dazu kommen durch den Season-Pass nochmal sieben Story-DLCs, die allerdings ihren Namen und den Preis dahinter nicht wirklich verdient haben. Für knapp 40 Euro bekommt ihr pro DLC drei Kampfkarten und drei Charaktere freigeschaltet. Die Geschichte in den DLCs wird anders als im Hauptspiel nicht vertont. Das und dass es nur jeweils drei Kampfkarten sind, ist für das Preis-Leistungs-Verhältnis schon ein wenig fragwürdig. Dennoch muss man sagen, stechen die Charaktere, die ihr bekommt, dafür umso mehr heraus, aber dazu später noch ein wenig mehr.

NIS könnte mehr

Schade ist wirklich, dass sich Nippon Ichi Software nicht mehr traut die Hauptcharaktere der Reihe in das Postgame zu verschieben und dafür andere Charaktere als DLC zur Verfügung zu stellen. Es gäbe so viele interessante Charaktere, die man stattdessen in den Season-Pass stecken könnte und die gleichzeitig auch aktuelle Werbung für andere NIS-Titel gewesen wären. Rhapsody hätte sich hier angeboten. In puncto Umfang und Charakterdiversität hatte die Reihe ihren Höhepunkt tatsächlich mit Teil 3 und 4. Das ist allerdings meckern auf hohem Niveau, da ihr dennoch einen recht großen Cast an Protagonisten und Klassen in diesem Ableger zur Verfügung habt. Trotzdem bietet das vergangene Portfolio so viel mehr Potential und wenn es nur über den Season-Pass möglich ist, dann könnten vermutlich viele Serienfans damit sogar leben.

Nicht ganz so tragisch, aber auch etwas, das man seit dem sechsten Teil vermisst, ist das Intro in Disgaea. Die Reihe war dafür bekannt mit ihren witzigen Anime-Intros in das Spiel zu starten. Auch im siebten Teil muss man darauf leider verzichten. Dafür haben sich die Entwickler in Sachen Gameplay wieder ins Zeug gelegt. Altbekannte Systeme wurden verfeinert, neue hinzugefügt. Insgesamt wirkt Disgaea 7 wieder deutlich komplexer und dennoch einfacher auf der Jagd nach Top-Ausrüstung, Statuswerten und hohen Schadenswerten. Also tauchen wir ein in die Metawelt von Disgaea 7.

Disgaea – Was ist das?

Wer von Disgaea selbst mit dem siebten Teil noch nichts gehört hat … nun, das ist ein anderes Problem, dem wir uns hier nicht widmen können, aber etwas Aufklärung können wir betreiben. Bei Disgaea handelt es sich um ein Strategierollenspiel oder kurz SRPG. Es ist auch die Mothership-Reihe von Nippon Ichi Software. Wie in den Vorgängern teilt sich das Spiel auf in ein Basishub, in welchem ihr euch auf die kommenden Schlachten vorbereitet, und die Kampfkarten, auf denen das eigentliche Kampfgeschehen passiert. Dazwischen wird euch die Geschichte mittels Grafikpanels erzählt.

Kommen wir erstmal zu den Kämpfen in ihrer einfachsten Form. Zehn Charaktere dürft ihr in die Schlacht führen. Von einem Basispunkt entsendet ihr diese auf die Kriegskarte und erteilt ihnen Befehle. Das können einfache Angriffskommandos, Spezialattacken oder das Werfen von Charakteren sein um längere Distanzen zu überbrücken. Angriffe, Zauber und Spezialattacken können wiederum zu Kombos aneinandergereiht werden. Anders als in früheren Ablegern werden normale Kombos in den neueren Teilen aber nicht mehr mit speziellen Arts unterlegt, so auch im siebten Teil. Euer Ziel auf jeder Karte ist es die gegnerischen Einheiten komplett oder zumindest den Boss zu eliminieren.

Durch die verschiedenen Charakterklassen und ihre unterschiedlichen Fähigkeiten erhalten die Kämpfe gerade in der Anfangsphase des Spiels, bzw. im Durchlauf der Story, eine besondere taktische Note. Sobald ihr aber in den Bereich der hohen Zahlen kommt, ist es eigentlich egal, mit wem oder was ihr euren Gegner fertigmacht. Zum Schluss zählt meistens nur noch rohe Kraft.

Neue und alte Features

»Schade ist wirklich, dass sich Nippon Ichi Software nicht mehr traut die Hauptcharaktere der Reihe in das Postgame zu verschieben und dafür andere Charaktere als DLC zur Verfügung zu stellen.«

Disgaea erfindet sich allerdings mit jedem Serienableger immer wieder neu. Die Basiskomponenten werden erhalten und verfeinert und durch besondere Mechaniken erneuert. Genre-Veteranen erinnern sich sicherlich gern an Magichange, bei dem Monsterklassen in Waffen umgewandelt wurden, oder die Squad-Angriffe aus Teil fünf. Auch Teil sieben wartet wieder mit besonderen Mechaniken auf. Die wohl größte Neuerung ist die Jumbification. Hier wird euer Charakter zu einem Riesen und außerhalb des Feldes hingestellt. Bis zu vier können aufgestellt werden.

Von außerhalb können diese mit mächtigen Flächenangriffen größere Bereiche angreifen. Mächtig mag es sich anhören, in Szene gesetzt ist es allerdings nur befriedigend. Mehr als einen Klaps auf das offene Feld gibt es nämlich nicht. Allerdings gibt es eine weitere taktische Komponente, die mit dem Wachsen hinzukommt. Jede Klasse aktiviert eine bestimmte Feldfähigkeit, welche während der Transformation wirkt. So kann sich beispielsweise die Verteidigung aller Figuren erhöhen oder ihr warpt euch ohne Höhenbegrenzung über die Karte. Das erhöht kurzzeitig die taktischen Möglichkeiten, gerade wenn ihr mehrere Riesen am Feldrand aufgestellt habt. Auch euer Gegner kann auf diese Weise wachsen und euch Schaden zufügen. Stehen sich zwei feindlich gesonnene Widersacher gegenüber, können diese sich mit ihren Pranken auslöschen. Anders als bei eurem Gegner unterliegt ihr jedoch einem Zeitlimit. Nach einer bestimmten Anzahl von Runden, im Minimum drei, schrumpft ihr wieder.

Neben Jumbification ist auch der Hell-Mode eine Neuerung. Dieser Modus betrifft allerdings nur storyrelevante Figuren und die DLC-Charaktere. Jeder von diesen Charakteren verfügt über eine Leiste, die sich unter bestimmten Bedingungen füllt. Einmal aktiviert schalten sich bestimmte passive, aber auch Angriffsfähigkeiten frei. Auch hier gilt, dass der Modus nur eine gewisse Zeit wirkt. Es ist Schluss, sobald ihr eure spezielle Angriffsfähigkeit einsetzt oder eine gewisse Anzahl an Runden abgelaufen ist.

Am Ende eines Kampfes winken euch wieder Belohnungen in Form von Items, Geld und Erfahrung. Anders als bei den Vorgängern sind diese Belohnungen dieses Mal an Herausforderungen geknüpft statt an eine Kombo-Leiste. Solche Herausforderungen können darin bestehen nur mit einer bestimmten Anzahl an Einheiten in den Kampf zu ziehen oder in einer bestimmten Rundenanzahl fertig zu werden. Schafft ihr eine Herausforderung, gibt es Belohnungen. NIS scheint durch diese Herangehensweise ein wenig mehr das Taktieren forcieren zu wollen. Auch lassen sich wie zuvor alle Kämpfe per definierter KI steuern. Allerdings gibt es hier Einschränkungen. Zum Beispiel können KI-Kämpfe nur bestritten werden, wenn die Areale einmal normal durchgespielt wurden. Auch gibt es die Möglichkeit KI-Kämpfe gegen andere Mitspieler zu bestreiten. Nach einer Schlacht können die Areale nun auch besucht werden, um Quests anzunehmen, Schätze zu finden oder um kleine Duelle zu absolvieren. Danach geht es wieder heim.

Mein Schiff ist mein Schloss

Je weiter ihr in der Story vorankommt, desto mehr Möglichkeiten stehen euch in eurer Basis zur Verfügung. Am Anfang werden euch daher nur Grunddienste wie der Shop oder das Krankenhaus angeboten. Später kommen wieder Funktionen wie die Squads, die Item World, die Dark Assembly und andere Dienste hinzu. Dies dient alles dazu um eure Charaktere noch stärker zu machen, unermesslich stark. Wer Disgaea nicht kennt, sollte wissen, dass man hier gerne mit hohen Schadenszahlen um sich wirft. Eine Million Schaden … pff … Peanuts! Komm wieder, wenn du aus den Kinderschuhen herausgewachsen bist. Um dies zu bewerkstelligen, werden euch wie erwähnt in der Basis verschiedene Dienste angeboten. Die meisten, wenn nicht alle, sind zumindest in ihrer Grundfunktion seit mehreren Iterationen bekannt.

Die bereits kurz erwähnten Squads sind eine Möglichkeit. Ein Squad besteht aus einem Anführer und seinen Clubmitgliedern. Squad-Mitglieder können von bestimmten Boni profitieren, die der Club bereitstellt. Ein einfaches Beispiel ist die Verteilung von Erfahrung oder Mana. Der Anführer besiegt im Kampf mächtige Gegner und verteilt einen Anteil der gewonnenen Erfahrung/Mana an seine Mitglieder. Diese müssen dabei nicht aktiv an den Kampfhandlungen teilnehmen um zu profitieren. Squads können darüber hinaus verbessert werden. Dadurch werden sie effektiver und erhalten unter Umständen weitere Boni dazu. Squads wiederum erhält man über Anträge bei der „Dark Assembly“.

Die Dark Assembly ist ein rauer Ort, an dem sich starke Dämonen treffen um politische Entscheidungen zu treffen, so auch ihr. Gut, nicht unbedingt politische Entscheidungen, aber zumindest Anträge, die euch Vorteile verschaffen. Zum Beispiel höhere Sprungkraft für einen eurer Charaktere, das Freischalten neuer Squads oder die Reinkarnation eures Charakters um diesen stärker zu machen. Es gibt zahlreiche sinnvolle, komische und vollkommen banale Anträge.

Über die Anträge wird im Nachgang abgestimmt, dabei ist euch nicht jeder Senator im Rat wohlgesonnen. Dämonen, die euch nicht mögen, könnten möglicherweise gegen euch stimmen. Um das zu verhindern, könnt ihr diese mit Gegenständen bestechen. Reicht das jedoch nicht aus und ihr verliert die Wahl, ist dennoch nicht alles verloren. Ihr könnt das Urteil mit genügend Moneten zurechtbiegen oder ihr metzelt die Senatoren einfach nieder. Alles ist möglich und dient dazu euch stärker werden zu lassen.

Item World neu erfunden?

Altbekannt, aber um eine neue Kernmechanik ergänzt, ist die Item World, ein Zufallsdungeon generiert aus euren Gegenständen. Das Absolvieren dieser Verliese verstärkt die Attribute eurer Ausrüstung und macht Gegenstände deutlich effektiver. Zwei Aspekte hat man nun verändert. Zum einen können Gegenstände nun ebenfalls wie eure Charaktere eine Reinkarnation durchlaufen und zum anderen könnt ihr Fähigkeiten, ähnlich der Evilities eurer Charaktere (passive Bonusfähigkeiten), an diese binden. Grundvoraussetzung ist das Absolvieren aller Etagen eines Verlieses des jeweiligen Items.

Führt ihr nun eine Reinkarnation durch, werden euch drei Aufstufungen mit verschiedenen Fähigkeiten angeboten. Dies kann so oft wiederholt werden, bis das gewünschte Item dabei herausspringt. Nebenbei gibt es noch viele weitere Dinge zu entdecken. Zu viele um darauf einzugehen. Eines kann man sagen: Die neuen Systeme geben eine neue, erfrischende Möglichkeit zur Verstärkung eurer Ausrüstung und eures Charakters. Nippon Ichi Software schafft es durch viele verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten den Spieler an den Bildschirm zu fesseln. Auch Disgaea 7: Vows of the Virtueless schafft es euch Wochen oder Monate hinter den Bildschirm zu fesseln. Man merkt, dass es der Entwickler nach dem Sprung in die 3D-Welt geschafft hat, seine Mechaniken weiter zu verfeinern. Auch grafisch hat sich wieder etwas getan. Kein Quantensprung, aber auch hier sind kleine Verbesserungen zu erkennen.

3D – Ist der Sprung vollendet?

Dabei gibt es grafisch eigentlich gar nicht allzu viel zu sagen oder zu mäkeln. Zumindest im Rahmen der Verhältnisse, in denen sich die Serie seit Jahren bewegt. Mit dem Sprung von 2D- zu 3D-Figuren hatte es im sechsten Teil noch etwas gehapert. Die Modelle wirkten noch nicht völlig fertig. Der Chibi-Look sah noch etwas kantig aus. Im siebten Teil merkt man hingegen das deutliche Polishing. Die Figuren wirken deutlich runder. Die Animationen haben deutlich mehr Pep im Kampf. Man könnte es vielleicht mit dem Sprung von den Sprites zu den HD-Sprites vergleichen.

Es wirkt vieles geschmeidiger, einfach stimmiger im Gesamtbild. Ansonsten gibt es grafisch viel vom Altbekannten. Die Stages haben zwar auch ein paar Details mehr bekommen, wirken aber im Großen und Ganzen immer noch recht detailarm. Die Geschichte wird über Storypanels mit schicken Animegrafiken erzählt und die kurzen Überleitungen zum nächsten Kapitel sind wieder mit illustren Zeichnungen unterlegt. Das Ganze wird wieder mit dem typischen Flair eines Disgaea-Soundtracks untermalt. Sprich: Auch hier erkennt man zwar neue, aber auch viele bekannte Klänge.

Für Nostalgiker, die sich die zusätzlichen Story-DLCs kaufen, gibt es zusätzlich noch die alten Musiktitel als Kampfmusik. Ein weiterer positiver Punkt für den bereits etwas angeschlagenen Gesamtblick auf den DLC. Hier hätte man ruhig das Ganze noch vertonen können. Wirklich schade. Ach ja, Vertonung. Auch hier wird wieder sowohl mit einer englischen als auch einer japanischen Synchronisation geglänzt, zu bemängeln gibt es hier nichts.

Unterm Strich

Disgaea 7 ist nochmal ein kleiner Sprung nach vorn zu Disgaea 6. Vieles wirkt nun deutlich ausgereifter, seien es die Animationen oder die Verbindung von Komplexität und Einfachheit bezüglich der Charakterentwicklung. Gefühlt konnte man in keinem bisherigen Disgaea so schnell an gute Ausrüstung kommen wie hier. Das Kopieren von Items ist auch wieder möglich.

Der Aspekt der Jumbification bringt einen neuen, wenn auch minimalen taktischen Anreiz in die Kämpfe. Interessanter ist da schon die Verbesserung der Ausrüstung, das neue Fähigkeitensystem der Gegenstände und die Item-Reinkarnation. Hier werden sich die Serienfans am meisten austoben und verschiedene Kombinationen mit den passiven Charakterfähigkeiten austesten. Das System ist recht einfach zu verstehen und bietet jede Menge Anpassungsmöglichkeiten.

Etwas schade ist nach wie vor der Post Content, wobei sich das hier im neuesten Ableger wieder ein Stück verbessert hat. Der Umfang an Charakterklassen ist enorm, nur leider packt NIS weiterhin Serienlieblinge eher in die DLCs als in das eigentliche Endgame. Dabei hat NIS enorm viele Charaktere, die sie als DLCs zusätzlich verwenden könnten, vermutlich genug um zwei, drei Season-Pässe erfolgreich durchzubringen. Es ist daher schade, dass man hier am Fanservice im Hauptgame spart und dafür lieber direkt abkassiert. NIS, ändert das bitte, ansonsten habt ihr mit Disgaea 7 einen weiteren empfehlenswerten Titel hervorgebracht, der einen für hunderte von Stunden hinter den Bildschirm fesselt.

 

Story

Typische Slapstick-Geschichte mit ernsten Ansätzen. Die tragenden Leitmotive scheinen dieses Mal Schuld und Vergebung zu sein.

Gameplay

Raffinierte, taktische Rundenstrategie, die sich im Grundkonzept nicht verändert, aber durch neue Ideen ständig neu erfindet. Teils im größeren Stil, teils nur im Detail.

Grafik

Der Sprung von 2D zu 3D scheint mit dem siebten Teil vollends geschafft zu sein. Die Figuren und die Umgebung wirken deutlich polierter und reicher im Detail. Wobei die Areale nach wie vor etwas blass wirken.

Sound

Auch im siebten Teil umschmeicheln euch für die Reihe typische Klänge. Eine gewisse Wiederholung kann man NIS vorwerfen. Am Soundtrack an sich gibt es aber nichts zu mäkeln. Wahlweise gibt es englische oder japanische Synchronisation.

Sonstiges

Ein vollständiger Season-Pass für 40 Euro ist verfügbar und liefert 21 neue Charaktere und 7×3 Story-Maps hinzu. Die Storys sind im Gegensatz zur Hauptstory nicht vertont. Die Charaktere sind qualitativ hochwertig designt.

Bildmaterial: Disgaea 7: Vows of the Virtueless, NIS America, Nippon Ichi Software

1 Kommentar

  1. Ich kann dem Test nur zustimmen. Tolles Spiel mit hier und da ein paar kleinen Schwächen.

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