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Im Test! Bayonetta 3

TitelBayonetta 3
Japan28. Oktober 2022
Nintendo
Nordamerika28. Oktober 2022
Nintendo
Europa28. Oktober 2022
Nintendo
SystemNintendo Switch
Getestet fürNintendo Switch
EntwicklerPlatinumGames
GenresStylish-Action-Game
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
Vertonung Nordamerika Japan

Über 12 Jahre ist es her, seit die taffe Hexe Bayonetta zum ersten Mal elegant über unsere Bildschirme stolzierte. Selbstbewusst, attraktiv und nie um einen lässigen Spruch verlegen, verzauberte uns die anmutige Heldin mühelos, während sie Himmel und Hölle gleichermaßen stilvoll aufmischte.

Nicht verwunderlich also, dass die schöne Kampfhexe schnell zu einer Ikone der Videospielwelt avancierte. Und natürlich brillierte Bayonetta dabei nicht zuletzt durch herausragendes und vor Kreativität nur so überbrodelndes Stylish-Action-Gameplay.

2014 folgte dann Bayonettas ruhmreiche Rückkehr auf Nintendos Wii U. Größer, weiter, höher, schneller, lauter – das zweite Abenteuer der mittlerweile berühmten Hexe präsentierte sich alles andere als bescheiden. PlatinumGames strebte mit Bayonetta 2 an, nochmal eins draufzulegen. Und so ihren Ruf als herausragende Action-ExpertInnen weiter zu zementieren. Mit Erfolg! Bayonetta 2 schloss an die Qualität seines Vorgängers an und entfachte in den folgenden Jahren die Rufe nach einem weiteren Nachfolger.

Rufe, die erstmal unerhört blieben. Bis Ende 2017, als PlatinumGames und Nintendo den dritten Teil der Serie offiziell mit einem Teaser-Trailer für Nintendo Switch ankündigten. Das Warten sollte allerdings noch eine ganze Weile länger andauern – gut also, dass sich die Wartezeit im Folgenden mit einer Neuveröffentlichung der ersten beiden Spiele für Nintendo Switch vertreiben ließ. Nun ist es aber so weit und Bayonetta 3 ist endlich erhältlich. Wir haben das neue Hexen-Abenteuer unter die Lupe genommen. Ob es an die Qualität seiner Vorgänger anknüpfen kann, erfahrt ihr im folgenden Test.

Multiversale Weltenretterin

Unserer kampferprobten und stilbewussten Hexe ist wahrlich keine Pause vergönnt. Nachdem sie in der Vergangenheit bereits mit allerhand Engeln, Dämonen und sogar Göttern den Boden aufgewischt hat, winkt schon die nächste große Bedrohung am Horizont.

Ein Unheil, das seine dunklen Wolken diesmal nicht nur über die Welt, sondern gleich das gesamte Multiversum wirft. Dieses möchte der fiese Oberschurke – der mysteriöse Singularity – nämlich zum Kollaps bringen. Und so seine Herrschaft über die eine verbleibende Realität – das Alphaversum – sichern.

Die junge Hexe Viola wird Zeugin dieses multiversalen Feldzuges, der sogar das Leben von der einen oder anderen beliebten Hexe einfordert. Ihr gelingt die Flucht in ein anderes Universum, in dem wir sie, in der Rolle der Kampfhexe Bayonetta, begrüßen. Violas Warnung wird schnell hinfällig – Singularity treibt nämlich auch schon in unserem Universum freudig sein Unwesen. Wir greifen also erneut zu den Schießeisen und machen uns auf, Singularity und seinen Homunculi einen Strich durch die Rechnung zu machen. Es beginnt eine Reise, die uns durch verschiedene Universen, Zeitepochen und Schauplätze führt.

Mit etwas Hilfe von meinen Freunden

Ja, Bayonetta 3 ist – hinsichtlich seiner Prämisse – wieder vertraut absurd und abenteuerlich. Genauso vertraut fühlt es sich an, einmal mehr in Bayonettas brandgefährliche Stilettos zu schlüpfen. Der Titel empfängt uns zum Einstieg serientypisch mit einer fulminanten Sequenz, in der wir unseren Feinden trotzen – und zwar, wie gewohnt, mit scharfer Munition und einer ebenso scharfen Zunge. Fans der ersten beiden Ableger haben die Steuerung entsprechend fix verinnerlicht und wirbeln elegant – und in Hexenzeit – durch die Gegnerscharen.

Eine essentielle Neuerung am Kampfsystem lernen wir auch schnell kennen – den Einsatz von Dämonenschergen. Auf Knopfdruck rufen wir vertraute Gefährten, wie Gomorrah und Madama Butterfly herbei, die uns bislang nur für imposante Abschlussangriffe zur Seite standen. Bayonetta 3 gibt uns nun die Zügel in die Hand und lässt uns die Bestien in Echtzeit kontrollieren.

»Auf Knopfdruck rufen wir vertraute Gefährten, wie Gomorrah und Madama Butterfly herbei, die uns bislang nur für imposante Abschlussangriffe zur Seite standen. Bayonetta 3 gibt uns nun die Zügel in die Hand und lässt uns die Bestien in Echtzeit kontrollieren.«

Das ist auch bitter nötig, wimmelt es unter den Homunculi doch nur so von turmhohen Schergen. Der Einsatz unserer Dämonenschergen hat aber natürlich Vor- und Nachteile. Unsere Übermacht bezahlen wir nämlich mit Magiekraft und dem Umstand, dass unsere Protagonistin schutzlos dahertänzelt, während unsere dämonischen Freunde die Sau rauslassen. Der Einsatz der Dämonenschergen möchte entsprechend strategisch sinnvoll erfolgen.

Fühlt sich die neue Mechanik eingangs noch etwas ungewohnt an, wollen wir unsere angsteinflößenden KameradInnen schon bald nicht mehr missen. Die Dämonenschergen fügen sich toll in das durchdachte Kampfsystem ein und ergänzen es um eine aufregende neue Ebene.

Das Kämpfen ist mein zweiter Vorname

Der frische Fokus auf die Dämonenschergen lässt allerdings auch die eine oder andere zurückgenommene Kampfsituation aus den Vorgängern vermissen. Bayonetta 3 konfrontiert uns verhältnismäßig selten mit anspruchsvollen humanoiden Gegnern. Stattdessen dreht es ordentlich am Regler für hochgewachsene Schergen – kleinere Gegner fungieren allenfalls als Kanonenfutter. Keine Sorge: Das macht das Kampferlebnis im neuen Ableger nicht schlechter, sondern lediglich anders. Mit der Zeit geht das aufgefrischte Kampfsystem nämlich wieder angenehm vertraut von der Hand und verwöhnt uns mit zahlreichen Fertigkeiten, die für eine gleichermaßen euphorisierende Kampferfahrung sorgen.

Wichen wir eingehenden Angriffen in der Vergangenheit etwa lediglich aus, um die Hexenzeit zu aktivieren, bestrafen wir Feinde nun alternativ mit einem zeitlich gut abgepassten Dämonenangriff. Oder wir setzen aufwändigen – und toll inszenierten –  Kombos mit einem Dämonenangriff die Kirsche auf die Sahnehaube. Hin und wieder bekämpfen wir neben allerhand Feinden allerdings auch die Kamera. Die verliert sich nämlich gern mal in den wuchtigen Leibern riesiger Schergen oder in den Begrenzungen der Kulissen. Kein Weltuntergang, aber zuweilen doch nervig.

Unsere Fertigkeiten bauen wir übrigens kleinteilig für jede Waffe in Talentbäumen aus, in die wir unsere erkämpften Orbs investieren. Stichwort „Waffen“: Von denen bietet Bayonetta 3 wieder allerhand. Außerdem werden sie nicht mehr als optionale Kampfwerkzeuge in Rodins Shop verramscht.

Vielmehr präsentieren sich unsere Alternativ-Waffen als relevant im Kontext der Handlung, erhalten wir sie doch von (gewissermaßen) vertrauten Gesichtern im Laufe unseres Abenteuers. Die teils skurrilen Waffen decken übrigens so ziemlich jeden Kampfstil ab. Ob ihr gern langsam und dafür kräftig austeilt oder lieber flink über die Tanzfläche schnellt – es ist für jede Hexe etwas dabei.

Von der Hexe zur Weltenbummlerin

Bleiben wir doch noch einen Moment bei den Waffen – ihre Relevanz reicht in Bayonetta 3 nämlich noch einen Schritt weiter. Jede Waffe bringt nämlich einen weiteren Dämon mit sich, den wir im Kampf befehligen können. Außerdem verfügt unsere taffe Protagonistin über eine weitere, neue Fähigkeit – die Dämonenmaskerade.

Mithilfe dieser Fertigkeit verwandeln wir uns in eine alternative Dämonenform, die uns neue Möglichkeiten zur Fortbewegung eröffnet. Machen wir von Madama Butterflys Schmetterlingsform Gebrauch, schweben wir elegant durch die Lüfte. Phantasmaraneae verwandelt uns hingegen kurzerhand in eine flinke Spinne, die über Abgründe hinwegschwingt und routiniert an Wänden hochkraxelt.

Wir nutzen die neue Dämonenmaskerade zur Erkundung der weitläufigen Umgebungen.
»Seien es die Straßen von Shibuya oder die sandigen Weiten Kairos – uns präsentieren sich regelmäßig üppige Spielplätze, die zum Erkunden einladen. Und die Neugierde lohnt sich.«

Dieses neue Feature ist vor allem vor dem Hintergrund spannend, da die Umgebungen in Bayonetta 3 deutlich umfangreicher ausfallen. Seien es die Straßen von Shibuya oder die sandigen Weiten Kairos – uns präsentieren sich regelmäßig üppige Spielplätze, die zum Erkunden einladen. Und die Neugierde lohnt sich. Von versteckten Truhen über die bekannten Niflheim-Herausforderungen bis hin zu der neuen Umbra-Fauna, die uns mit Extra-Leveln belohnt, sofern wir sie einzufangen wissen – Bayonetta 3 strotzt nur so vor optionalem Zeitvertreib.

Ein erfrischender, neuer Ansatz, der uns deutlich mehr mit der Umgebung interagieren lässt als noch in den Vorgängern und entsprechend auch merklich länger an den Bildschirm fesselt, als es die ersten beiden Ableger taten. Außerdem greifen wir nun erheblich häufiger zu anderen Waffen und sei es nur, um mit alternativen Bewegungsmöglichkeiten zu experimentieren.

Schade nur, dass wir stets lediglich zwei Waffen mit uns führen können, zwischen denen wir aktiv umschalten. Möchten wir auf andere Waffen zugreifen, funktioniert das nur über den umständlichen Weg ins Menü. Eine Art Waffenrad hätte dem Spielfluss an dieser Stelle gutgetan.

Ein strittiger Neuzugang

Erinnert ihr euch noch an Viola? Die quirlige (und zuweilen ziemlich tollpatschige) Nachwuchs-Hexe spielt nicht nur in der Handlung von Bayonetta 3 eine Rolle. Nein, in diversen Passagen übernehmen wir gar die Kontrolle über den jungen Punk und tauschen dafür unsere Schießeisen gegen ihr Katana. Ein Protagonistinnen-Wechsel, der SpielerInnen zu spalten wissen dürfte, geht mit ihm doch auch eine essentielle Änderung am Kampfsystem einher.

Viola setzt nämlich nur am Rande auf das Ausweichen von Angriffen – dabei ist doch gerade diese Fertigkeit der zweite Vorname der meisten Bayonetta-Fans. Die Hexenzeit bleibt uns in der Rolle der Hexe in Ausbildung jedoch nicht verwehrt. Allerdings gilt es hier feindliche Angriffe zeitig zu blocken, um die euphorisierende Zeitlupe auszulösen. Gehüpft wie gesprungen, möchte man meinen und das ist es im Kern wohl auch.

Trotzdem gelang es mir in der Rolle von Viola deutlich weniger konsequent, die Hexenzeit auszulösen. Den Block zeitig perfekt abzustimmen, ging mir schlicht schwerer von der Hand, als in der Rolle von Bayonetta zum perfekten Ausweichsprung anzusetzen. Aber gut, die Reflexe werden mit dem Alter ja bekanntermaßen nicht besser. Gut möglich also, dass ihr Angriffe im Vergleich zu mir ganz virtuos blockt! 

Aber zurück zu Viola: Die hat nämlich noch ein paar Tricks mehr im Ärmel. Die junge Hexe wird im Vergleich zu Bayonetta zwar nicht von zahlreichen Dämonen eskortiert, einen treuen Begleiter hat aber auch sie an Bord – den dämonischen Kater Cheshire. Ganz ähnlich wie die Dämonenschergen rufen wir auch Cheshire auf Knopfdruck herbei. Im Vergleich zu den dämonischen KameradInnen kämpft der kunterbunte Kater allerdings auf eigene Faust. Entsprechend hat Viola auch die Hände frei, um währenddessen selbst am Kampf teilzunehmen.

Action der Marke Platinum

»Viola wird mit ihrem Charakter und ihrem Kampfstil vermutlich nicht jeden Bayonetta-Fan für sich gewinnen können. Da ihr das Spiel aber ohnehin nur eine Handvoll Kapitel spendiert, dürfte sich der Frust von Bayonetta-Puristen sicher in Grenzen halten.«

Viola wird mit ihrem Charakter und ihrem Kampfstil vermutlich nicht jeden Bayonetta-Fan für sich gewinnen können. Da ihr das Spiel aber ohnehin nur eine Handvoll Kapitel spendiert, dürfte sich der Frust von Bayonetta-Puristen sicher in Grenzen halten. Allerdings bittet auch Serien-Veteranin Jeanne in regelmäßigen Abständen um unsere Aufmerksamkeit. Auf eigener Mission widmet ihr der Titel ebenso eine Handvoll Zwischenkapitel, in der wir zur Rettung eines Wissenschaftlers eilen.

In der 2D-Ansicht – und verspieltem Spionfilm-Stil – infiltrieren wir dabei eine Anlage, nutzen unsere Umgebung, umschleichen Feinde und setzen sie diebisch aus dem Hinterhalt außer Gefecht. Die Minispiel-artigen Abschnitte machen durchaus Spaß, nehmen dem Spielfluss aber etwas den Wind aus den Segeln. Vor allem, weil sie nicht optional, sondern mit der Handlung verwoben sind. Immerhin gestalten sie sich sehr überschaubar.

Was uns so gar nicht den Wind aus den Segeln nimmt, sondern – ganz im Gegenteil – unser Blut in Wallung bringt, sind die einmal mehr hervorragenden Bosskämpfe und ihre fantastische Inszenierung. Die großen Action-Versatzstücke und Bosskämpfe waren schon immer das Herz der Reihe. Und auch Bayonetta 3 versäumt es nicht, hier die ganz serientypischen großen Geschütze aufzufahren. In regelmäßigen Abständen stellen wir uns gigantischen Feinden und schwingen uns durch phänomenale und explosive Szenarien. Sei es ein gewaltiger Kaiju-Zweikampf im Godzilla-Stil oder eine musikalische Schlacht in den Straßen von Paris, die nicht von ungefähr an „Das Fünfte Element“ erinnert.

Bayonetta 3 überrascht uns regelmäßig mit herausragender Kreativität und fantastischer Action, wie sie nur von PlatinumGames stammen könnte. Ich habe mich mehrfach dabei erwischt, wie ich vor Freude strahlend vor dem Bildschirm saß – mitgerissen von dem verspielten Spektakel, das sich mir bot. Klasse!

Durchwachsene Technik

Weniger mitreißend gestaltet sich leider das Ende, das mich vor allem im Hinblick auf die Zukunft der Serie skeptisch zurückließ. Hier gilt allerdings: Abwarten und Tee trinken. Alle Theorien und Mutmaßungen hinsichtlich der Zukunft der Serie wären zum jetzigen Zeitpunkt ohnehin lediglich Spekulation. Übrigens versteckt sich noch ein geheimes Kapitel im Spiel, das uns etwas Vorarbeit abverlangt. Es lohnt sich allerdings, dem auf den Grund zu gehen, verbirgt sich dahinter doch ein bemerkenswerter optionaler Inhalt, der nochmal einen anderen interessanten Blick auf die mögliche Zukunft der Reihe zulässt.

Bleibt noch der technische Aspekt von Bayonetta 3 zu klären. Und der präsentiert sich ziemlich durchwachsen. Die spannenden Neuerungen des dritten Serieneintrages kommen nämlich leider mit dem Preis einer zuweilen unzureichenden Technik daher. In seinen besten Momenten verwöhnt uns der Titel etwa mit wunderschönen Kulissen, in weniger starken Momenten fühlen wir uns mit detailarmen Umgebungen allerdings an längst vergangene Konsolengenerationen erinnert.

»Die spannenden Neuerungen des dritten Serieneintrages kommen leider mit dem Preis einer zuweilen unzureichenden Technik daher.«

Ein wackeliger Eindruck, der sich auch hinsichtlich der Performance fortsetzt. Bayonetta 3 peilt vorbildliche 60 Bilder pro Sekunde an, erreicht sie aber nur sehr unstet. Häufig ruckelt es, vor allem wenn viel auf dem Bildschirm los ist. Besonders große Actioneinlagen werden dann gern mal von vornherein auf 30 FPS beschränkt. Hinsichtlich der abenteuerlichen Bildrate sicher eine sinnvolle Strategie. Auch die Schärfe der Texturen lässt hier und da zu wünschen übrig, vor allem im Handheld-Modus. Hier kämpfen wir zudem noch mit ziemlich unschönem Kantenflimmern.

Die stylische Inszenierung ist mal wieder über jeden Zweifel erhaben.

Bayonetta 3 ist gewiss nicht hässlich, im Gegenteil. Die wachsenden Ambitionen des Teams und ihr Wunsch, die Vorgänger in ihrem Spektakel zu übertreffen, lassen die Hardware von Nintendos Hybridkonsole aber merklich an ihre Grenzen stoßen. Eine stabilere Umsetzung wäre Bayonetta 3 in der Zukunft zu wünschen, ist es doch lediglich der durchwachsene technische Aspekt, der den tollen Gesamteindruck schmälert.

Neue Hexe, dieselbe Energie

Und wie stellt sich Bayonetta 3 auf auditiver Ebene an? Erfreulicherweise ganz hervorragend! Im Vorfeld seiner Veröffentlichung war der Titel noch einmal aus weniger schönen Gründen in den Fokus gerückt. Hellena Taylor – die ehemalige Sprecherin von Bayonetta – meldete sich lautstark zu Wort und rief nicht zuletzt zum Boykott des Spiels auf. Ihr Vorwurf: Eine unzureichende Bezahlung für ihre Dienstleistung als die Stimme einer etablierten und weltweit beliebten Figur. Ihre Aussagen hinsichtlich des Angebots, das man ihr machte, stellten sich allerdings bald als sehr selektierte Halbwahrheiten heraus. Wir berichteten im Detail.

Aber lange Rede, kurzer Sinn: Jennifer Hale übernahm für Bayonetta 3 die Rolle der titelgebenden Hexe. Und sie leistet dabei einen ganz fantastischen Job. Hale schafft es, der taffen Hexe dieselbe Energie wie in den Vorgängern einzuhauchen und steht Taylor hier entsprechend in Nichts nach. Auch der weitere Cast legt energievolle Performances an den Tag, die das tolle Gesamtbild schön abrunden. Als Alternative steht uns übrigens noch eine gelungene japanische Tonspur zur Verfügung.

Der tolle Eindruck setzt sich auch in Hinblick auf den Soundtrack fort. Zahlreiche bekannte und neue Stücke und Songs untermalen die kunterbunte und wilde Achterbahnfahrt von Bayonetta 3 stets gekonnt.

Ein ambitioniertes und kreatives Action-Spektakel

Bayonetta geht endlich in die nächste Runde und das Warten hat sich gelohnt. Denn auch Bayonetta 3 fährt – wie gewohnt – ganz große Geschütze in Sachen Action und Inszenierung auf und versetzt uns mit seinem lauten und kreativen Spektakel regelmäßig ins Staunen. Zahlreiche spannende Neuerungen verleihen der bewährten Formel dabei einen fantastischen frischen Wind – seien es die neuen Dämonenschergen oder der aufgebohrte Erkundungsaspekt. Und natürlich geht auch das vertraute Kampf-Gameplay noch immer herausragend gut von der Hand.

Neuzugang Viola und einige kreative Entscheidungen zum Ende des Spiels hin dürften zu spalten wissen, das bleibt aber wohl eine klare Geschmacksfrage. Etwas eindeutiger präsentiert sich da die durchwachsene Technik des Titels. Von der schwankenden Qualität in der Grafik bis zur unsteten Bildrate – man merkt Nintendos Hybridkonsole an, dass sie durch das ambitionierte Action-Feuerwerk an die Grenzen gebracht wird.

Nichtsdestotrotz bleibt mir nach dem Spielen vor allem die wilde Achterbahnfahrt im Sinn, als die sich Bayonetta 3 voller Enthusiasmus präsentierte. Ein ansteckender Enthusiasmus, erwischte ich mich doch regelmäßig dabei, wie ich vor Freude strahlend vor dem Bildschirm saß – ganz mitgerissen von dem verspielten Spektakel, das sich mir bot.

Fans der Serie können hier also beherzt zuschlagen, allen anderen sei ebenfalls eine warme Empfehlung ausgesprochen. Aber vergesst nicht, vorher auch die fantastischen ersten zwei Ableger zu spielen – es lohnt sich!

 

Story

Oberschurke Singularity strebt den Kollaps des Multiversums an. Das lassen wir natürlich nicht zu und machen uns auf eine Reise durch verschiedene Welten, Zeitepochen und Schauplätze, um das Multiversum zu retten. Und natürlich bietet sich uns dabei der gewohnte Bayonetta-Irrsinn.

Gameplay

Wir kämpfen uns, wie gewohnt, durch Gegnerscharen und greifen dabei auf tolle neue Mechaniken zu. Außerdem laden die deutlich größeren Umgebungen zur Erkundung via neuer Dämonenformen ein.

Grafik

Eine durchwachsene Technik verwöhnt uns mal mit imposanten Kulissen und lässt uns dann mit detailarmen Umgebungen verdutzt zurück. Es werden vorbildliche 60 FPS angepeilt, aber nur unstet erreicht. Bayonetta 3 schreit nach einer Remaster-Version in der Zukunft.

Sound

Jennifer Hale führt einen enthusiastischen Cast als neue Bayonetta an und leistet dabei einen tollen Job. Der Soundtrack untermalt die wilde Achterbahnfahrt von Bayonetta 3 stets gekonnt.

Sonstiges

PlatinumGames beweist einmal mehr sein Händchen für kreative Action-Spektakel. Bayonetta 3 brodelt vor tollen Ideen und einer hervorragenden Inszenierung nur so über. Hut ab!

Bildmaterial: Bayonetta 3, Nintendo, PlatinumGames

8 Kommentare

  1. Weird schrieb:

    Be der Technik sehe ich das nur mal wieder anders. Ich hatte da keine Probleme.
    Habe auch das Gefühl, dass es hier fälschlicherweise mit den Standards anderer Systeme bemessen wird, was natürlich nicht wirklich sinn macht. Es ist ein Switch exklusives Spiel, welches wohl das Maximum aus der Switch herauszukitzeln scheint. Daran muss man es auch messen dann logischerweise. Somit ist die Technik eher positiv, da es auf der Switch wirklich überraschend gut läuft.
    Die Switch ist und bleibt nun mal die Switch. Das darf man nun einmal nicht vergessen. Aber wenn man Bayonetta 3 spielt versteht man denke ich, wieso Kamiya meinte, dass er sich eine Switch Pro wünscht. Schätze die hatten echt Probleme das Spiel in der Form so gut auf der Switch zum laufen zu kriegen :D
    Mit den Standards anderer Systeme bemesse ich hier nichts - das wäre tatsächlich sinnfrei. Ein Vergleich wäre nur möglich, würde es sich bei Bayonetta 3 um einen Multiplattform-Titel handeln, was nicht der Fall ist.
    Trotzdem: Auch vor dem Hintergrund, dass mit Nintendo Switch allseits bekannte technische Limitierungen einhergehen, präsentiert sich die Technik von Bayonetta 3 schlichtweg durchwachsen. Das Spiel ist weit davon entfernt hässlich zu sein, im Gegenteil: es hat mich regelmäßig mit tollen Eindrücken erfreut - wie ich auch im Test schreibe. Aber leider gibt es eben auch allerhand unschöne Momente und die Performance präsentiert sich leider wackelig. Und das lässt sich eben auch einem Switch-Titel - ganz ohne Vergleich - ankreiden, so groß die Ambitionen des Spiels auch sind. Aber: wenn du persönlich keine Probleme mit dem technischen Aspekt hattest, umso besser! :)

    Bloody-Valkyrur schrieb:

    Also habe ich mir die erste Stunde als LP angeschaut und kann definitiv noch warten. Das meiste von den Charakteren spricht mich leider wieder nicht an. Ernstere Emotionen werden leider nicht für mich transportiert und obwohl es gleich ein Action Gewitter zum Start abfeuert lässt es mich leider kalt, schade. :(


    Abgesehen von den Qualitäten, die mich nur subjektiv nicht so erreichen, bin ich über den Großteil der "Presse" überrascht was die übermäßig guten Wertungen angeht. Hier bin ich auch sehr zwiegespalten. Zwar finde ich es gut wenn ein Spiel auch abseits der Grafik für eventuell andere Stärken nicht komplett abgestraft wird, aber hier wirkt es für mich irgendwie wie Franchise und Platinum Bonus auf mich.
    Ich möchte da wie angedeutet dem Ganzen aus subjektiven Empfinden nichts absprechen, aber hier empfinde ich die Grafik und Optik schon sehr hässlich leider und ich habe auch schon an merklich schwächeren Spielen meine Freude gefunden, aber das man deswegen so viele Augen zudrückt wirkt für mich bei anderen, teils "kleineren" Spielen im Vergleich irgendwie "unfair".
    Bei sowas bin ich aber wissentlich eher die Ausnahme und kann das leider auch nicht abschalten.^^'
    Das ist natürlich ein Eindruck, den ich gut nachvollziehen kann.
    Das Ding ist: Bayonetta 3 ist ein wirklich tolles Stylish-Action-Spiel mit herausragenden, kreativen Sequenzen und vielen tollen Neuerungen im Vergleich zu seinen Vorgängern. Es ist lediglich die Technik, die diesen Eindruck etwas schmälert. Den Titel nun allerdings hart für seine Technik abzustrafen, wo er auf allen anderen Ebenen überzeugt, begeistert und teils gar brilliert, erscheint - zumindest mir - aber unverhältnismäßig. Zumal die Technik von Bayonetta 3 durchwachsen, aber nie ein Komplettausfall ist. Ich kann also den Tenor der guten Stimmen hier durchaus nachvollziehen.

    Bayonetta 3 allein wegen seines technischen Aspekts liegen zu lassen, würde ich jedenfalls als sehr schade empfinden. Vor allem, wenn man Fan des Genre - geschweige denn der Vorgänger - ist. Wenn dich der Titel aktuell, abseits der Technik, nicht zu überzeugen weiß, warte natürlich gern ab und schlag in einem Sale zu. Hattest du mit den ersten beiden Ablegern Spaß (der zweite steht noch aus, wenn ich es richtig verstanden habe?), darfst du aber auch hier bei Zeiten guten Gewissens zuschlagen! Der beste Rezensent für dich bleibst letztlich du! :)
  2. Naja das Ding ist eben...w as soll man machen,w enn die Switch nicht mehr zulässt?^^

    pixelpino schrieb:

    Aber leider gibt es eben auch allerhand unschöne Momente und die Performance präsentiert sich leider wackelig. Und das lässt sich eben auch einem Switch-Titel - ganz ohne Vergleich - ankreiden, so groß die Ambitionen des Spiels auch sind. Aber: wenn du persönlich keine Probleme mit dem technischen Aspekt hattest, umso besser
    Zur Technik gehören eben auch all diese unzähligen Partikel und Effekte. Es fliegen ja auch ständige überall Objektteile durch die Gegend. Es passiert ununterbrochen so extrem viel, weil da so viel Detailarbeit drin steckt. Es ist eher ein wunder, dass es so auf der Switch läuft. Diese Punkte darf man dann aber auch nicht vergessen, wenn man über die Technik meckert.
    Was einem dann selber wichtiger ist, ist ja dann eh subjektiv. Aber allgemein die Technik als schlecht zu bewerten ist einfach falsch, weil eben einfach nicht mehr möglich ist und es nur eine Frage von Prioritäten setzen ist. Hätte man nun die Priorität mehr auf Auflösung und Texturen gelegt, würde an anderer Stelle was fehlen und man hät wohl die Effekte und Details runterdrehen müssen, wodurch ein Stück Atmosphäre flöten gegangen wär. Oder man hätte die Areale verkleinern müssen, was dann auch doof gewesen wäre, da das ja eigentlich eine der Dinge ist, die Teil 3 auch besser macht. Allerdings auch hier gibts einige, für die das Spiel wohl wieder besser wär, wenn man die Areale verkleinert hätte, dafür Auflösung und co verbessert hätte. Ist halt einfach nur eine Verschiebung der Prioritäten, die eben subjektiv sehr verschieden ist. Zauber kann Platinum Games da ja auch nicht^^
    Es ist halt ein zweischneidiges Schwert. Ich finde einfach nur, dass sich zu sehr auf die eine Schneide konzentriert wird, und die andere zu wenig Beachtung bekommt. Technik besteht nun mal mehr, als nur aus Auflösung und FPS, erheblich mehr. Aber das scheinen die meisten zu vergessen und sich nur auf oberflächliche Dinge zu konzentrieren, also allgemein betrachtet, nicht speziell dich gemeint. Finde allgemein, dass Technik oft zu einseitig beleuchtet wird^^ (Bei den FPS weiß ich aber auch nicht, warums bei dir Schwankungen gab. Bei mir gabs die halt nicht. In der Art von Spiel hät mich das ansonsten wohl auch gestört ^^)



    Bloody-Valkyrur schrieb:

    Zwar finde ich es gut wenn ein Spiel auch abseits der Grafik für eventuell andere Stärken nicht komplett abgestraft wird, aber hier wirkt es für mich irgendwie wie Franchise und Platinum Bonus auf mich.
    Warum sollte man ein Spiel auch abstrafen für etwas, was nicht anders geht? Das ist, als wenn heute ein Spiel für den SNES rauskommen würde und man es dafür abstraft, dass es kein HD 3D Spiel ist^^
    Obs einem persönlich zusagt ist natürlich was anderes. Aber Spieleentwickler, sind nun mal auch keine Zauberer, die einfach irgendwas herbeizaubern können, was die Hardware nicht hergibt :D
    Ich denke auch mal, wenn man sich sicher sein kann, dass es keinen "Entwickler Bonus" gibt, dann ist es bei Platinum Games, besonders nach Babylons Fall^^
  3. Weird schrieb:

    Aber Spieleentwickler, sind nun mal auch keine Zauberer, die einfach irgendwas herbeizaubern können, was die Hardware nicht hergibt
    Die Kämpfe sind sehr flüssig und das ist für Switch schon ne gute Leistung definitiv.
    Aber in den anderen Aspekten sehen die Vorgänger für mich merklich besser aus und da die für ähnliche Hardware Leistung erschienen sind ist das für mich ein sichtbarer Unterschied und den finde ich persönlich leider wirklich hässlich.
    Was ich für mein Empfinden schon besser gesehen habe stößt dann etwas auf Unverständnis warum man diesen Standard dann nicht schafft zu halten. ^^'

    Mir wären im Kampf 2 Funken weniger und konstante 30 FPS lieber wenn die Umgebungen dafür nicht so matschig und trist wären.
    Nintendo Spiele zeigen mitunter was die Switch kann am besten und auch die Xenoblade Spiele sind mitunter recht überladen von Action gewesen und feuern Details auf den Bildschirm, vielleicht in einem anderen Tempo und verwaschen sieht es zugegeben da teilweise auch aus, aber für mich in einem deutlich ansehnlicherem Maße und da hat man dann im Vergleich auch extrem große Gebiete und was bereits eine WiiU mit Bayonetta 2 geschafft hat sollte eine Switch ähnlich leisten können.

    Wie gesagt spiele ich genug Spiele die grafisch noch weniger bieten (siehe Compile Heart Games xD) , aber auch da flimmert es nicht so und ist für meinen Augen erträglicher.

    Weird schrieb:

    Ich denke auch mal, wenn man sich sicher sein kann, dass es keinen "Entwickler Bonus" gibt, dann ist es bei Platinum Games, besonders nach Babylons Fall^^
    Es gibt mehr Bayonetta und Nier Automata Fans als ein Babylons Fall abschrecken könnte. :D

    Ich möchte ja wie immer niemanden das Spiel anhand meines Empfindens madig machen.

    Ich hatte vorübergehend übermäßiges Interesse anhand deiner ganzen Eindrücke auf Twitter. ;)

    Aber in bewegten Bildern ist es leider doch nicht so mein Fall und ich warte damit bis irgendwann.
    Ich lasse mich ja trotzdem genug darauf ein um mich an anderen Aspekten zu erfreuen, sonst hätte ich ja Teil 1&2 nicht hier, aber die Begeisterung die ein Großteil beim Spielen und an den Charakteren empfindet bleiben halt bei mir leider aus.
    Devil May Cry gefällt mir da in einigen Aspekten besser, aber auch da gibt es je nach Teil einiges was mir nicht so zusagt.
    Vermutlich steht und fällt Bayonetta bei mir schon etwas damit das ich mit den Charakteren wenig sympathisieren kann und dadurch liegt mein persönlicher Fokus dann vermutlich auch auf den anderen Aspekten intensiver, es ist ja schließlich mehr als eine Sache die ein Spiel attraktiv oder unattraktiv macht und ganz subjektiv können Kleinigkeiten ein Spiel sehr auf- oder abwerten. Ich glaube so Erfahrungen haben die meisten schon mal irgendwie ähnlich bei irgendeinem Spiel gemacht.

    Wenn es für dich klar GotY ist dann freut mich trotzdem das du (und auch andere) voll auf deine Kosten gekommen bist. ^^
  4. Test schrieb:

    Ein wackeliger Eindruck, der sich auch hinsichtlich der Performance fortsetzt. Bayonetta 3 peilt vorbildliche 60 Bilder pro Sekunde an, erreicht sie aber nur sehr unstet. Häufig ruckelt es, vor allem wenn viel auf dem Bildschirm los ist. Besonders große Actioneinlagen werden dann gern mal von vornherein auf 30 FPS beschränkt. Hinsichtlich der abenteuerlichen Bildrate sicher eine sinnvolle Strategie. Auch die Schärfe der Texturen lässt hier und da zu wünschen übrig, vor allem im Handheld-Modus. Hier kämpfen wir zudem noch mit ziemlich unschönem Kantenflimmern.

    Was bei der niedrigen Auflösung im Handheld Modus nicht verwundern dürfte. Laut Digital Foundry fällt die Dynamische Auflösung zum Teil auf weniger als 480p. Das muss man sich im Jahr 2022 mal vorstellen. Das macht sich dann logischerweise auch auf dem kleinen Bildschirm der Switch bemerkbar.

    Im Dock erreicht es 810p, was im Vergleich zum Vorgänger, das im Dock mit 720p lief, immerhin ein Fortschritt ist.

    Diese zum Teil gravierenden Unterschiede zwischen Handheld Modus und dem Docked Modus fallen aber immer wieder auf.
  5. Bloody-Valkyrur schrieb:

    Aber in den anderen Aspekten sehen die Vorgänger für mich merklich besser aus und da die für ähnliche Hardware Leistung erschienen sind ist das für mich ein sichtbarer Unterschied und den finde ich persönlich leider wirklich hässlich.
    Hmm... liegt das vielleicht daran, weil die farbenfroher sind? Wobei Teil 1 ist eigentlich der tristeste Teil. Teil 2 dagegen recht farbenfroh, find ich.
    Bei Teil 3 ist es eigentlich eine schöne Abwechslung. Wobei es schon allgemein eher dusterer ist, aufgrund der Ende des Multiverse Thematik.
    Hmm.. ich überleg ja wirklich die ganze Zeit, ws genau bei Bayonetta 3 nicht gut aussehen soll. Abgesehen von den Texturen (die bei Xenoblade genau gleich sind, was wohl auch nen Grund ist, wieso ich mich an Xenoblade direkt erinnert gefühlt habe xD) finde ich da einfach nichts.
    Man hat überall so eine enorme Schippe drauf gelegt... Egal ob Größe, Animationen, Effekte, all die Objekte und Teile, die in der Gegend rumfliegen oder in den Arealen rumliegen. Das Spiel ist da wirklich sehr detailverliebt. Dazu auch das fantastische Welt und Level Design. Gerade durch die Details ist das Spiel auch erheblich anspruchsvoller, als die Vorgänger, wenns um die Technik geht

    Obs einem nun zusagt, gerade die Designs der Chars, Gegner und sowas, ist natürlich eh einfach geschmacksfrage. Aber so vom technischen Aspekt her, holts halt alles raus aus der Switch, weshalb man da einfach nichts kritisieren kann. Wenn müsste halt die Hardware eher kritisiert werden xD
    Das einzige, was man wohl wirklich berechtigt kritisieren kann, ist dass man keinen optionalen Modi eingebaut hat, wo man zwischen FPS und anderen Dingen wechseln kann, je nach persönlicher Präferenz. Das wäre vielleicht gut gewesen^^

    Ansonsten muss man, gerade weil du Xenoblade erwähnst, halt auch bedenken, dass Xenoblade sehr stilisiert ist seit Teil 2. Bayonetta hat halt eher nen realeren Look. Dafür ist die Switch leider auch nicht so gut geeignet, muss man leider zugeben. Aber ich weiß auch nicht, ob zu Bayonetta nen stilisierter Stil passen würde...^^

    Ich finde es nur einfach super schade und auch etwas unfair, wenn man "schwache Technik" kritisiert aber dabei nur einen einseitigen oberflächlichen Teil wirklich meint und nicht das ganze technische Spektrum miteinbezieht. Das wird heute viel zu oft gemacht und nervt mich jedes Mal aufs Neue, besonders, wenn ein Spiel die Grenzen der Hardware ausschöpft, das war bei Xenoblade 1 auf der Wii damals schon so und hat mich auch genervt :D
    Verstehe auch nie, warum bei sowas nie erwähnt wird, dass das jeweilige Spiel alles rausholt, was die Hardware zu bieten hat, dennoch Texturen, Kantenflimmern, oder sonst was nicht vermieden werden konnten.
    Finde es falsch, wenn man Spiele für die Limitierung der Hardware abstraft.

    Bezüglich dem Kantenflimmern... wenn man darauf empfindlich reagiert, kann ich den Punkt schon erheblich mehr nachvollziehen. Ich muss zugeben, ich weiß gar nicht, ob es einen Kantenflimmern groß im Spiel gibt oder nicht. Das fällt mir allgemein so gut wie nie auf, und wenn gewöhne ich mich auch schnell dran, so dass ich den Punkt nicht mehr bemerke^^
    Weiß aber auch nicht, obs überhaupt ein Spiel auf der Switch gibt, was ohne auskommt. Hab das Gefühl, dass das so ein Switch Ding ist.



    Bloody-Valkyrur schrieb:

    Vermutlich steht und fällt Bayonetta bei mir schon etwas damit das ich mit den Charakteren wenig sympathisieren kann
    Kann ich wirklich gut nachvollziehen. Viola ist jetzt auch die erste Hexe im Spiel, die ich persönlich wirklich mag. Vom Design, sowie dem Charakter selber auch her. Glaube das war wohl auch einer der Gründe, weshalb das Originalspiel von Teil 1 damals an mir vorbeiging bzw. nie mein Interesse wecken konnte. Ich finde auch Bayonetta selber einfach nicht schön designt.
    Bei Teil 2 wars dann wohl bissel der Wii U Bonus, der meine Aufmerksamkeit eher auf sich zog :D Ganz ehrlich... in Teil 3 bin ich nun gar hauptsächlich im Outfit rumgelaufen, wo sie so ne Maske trägt xD So fand ich ihr Design cool :D
    Aber irgendwie ist die mir dann doch inzwischen sehr ans Herz gewachsen, selbst Jeanne, die ich vom Design noch furchtbarer finde und auch vom Charakter her echt furchtbar finde, eigentlich :D
    Bin wirklich froh, dass man mit Viola wen wirklich untypisches eingebaut hat, gerade, weil die so tollpatschig ist und eigentlich eine reine Slapstick Nummer ist :D Mit solchen Chars hat man mich dann schon eher recht schnell^^

    Aber ja mir gehts auch nicht drum Leute zum Spiel zu überreden, auch wenn ich der Meinung bin, dass das ein Spiel ist, was wirklich jeder einmal gespielt haben sollte, unabhängig der vorherigen Teile. Teil 3 empfinde ich einfach als Meilenstein des Genres).
    Ich mochte nur den Punkt nicht so stehen lassen, dass die Technik des Spieles so schwach sein soll, da dies objektiver betrachtet einfach nicht wahr ist, wenn man wirklich die gesamte Technik berücksichtigt: Es sind eben nur wenige Aspekte, die zugunsten anderer Aspekte runtergeschraubt wurden. Wie mans findet oder was man mehr mag, ist dann natürlich jedem selber überlassen. Ich selber mag es z.B. lieber, wenn man Liebe zum Detail zeigt, anstatt Texturen "hochzupimpen" ^^
    Naja vielleicht haut Nintendo ja zukünftig mal eine Konsole raus, wo ein Bayonetta 4 dann in beiden Punkten glänzen kann :D
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