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Angespielt! Wo Long: Fallen Dynasty

Das sogenannte „Souls-Genre“ erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Neben der Dark-Souls-Reihe, Bloodborne, Sekiro und Elden Ring gibt es auch allerlei weitere Ableger des Genres, die mal mehr und mal weniger erfolgreich versuchen, in die gewaltigen Fußstapfen der FromSoftware-Vorlagen zu treten.

Einer dieser Ableger war das 2017 erschienene Samurai-Abenteuer Nioh vom japanischen Entwickler Team Ninja. Der Entwickler Team Ninja, welcher unter anderem für die Ninja-Gaiden- und Dead-or-Alive-Reihe bekannt ist, schaffte es, mit Nioh einen würdigen Ableger des Genres abzuliefern. Neben dem Hauptspiel selbst erschienen auch drei große DLCs mit neuen Missionen, Waffen, Items und Zauber-Fähigkeiten.

Da Nioh bei vielen Fans des Genres großen Anklang fand, war es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Reihe im Jahre 2020 mit Nioh 2 erfolgreich fortgesetzt wurde. Auch für Nioh 2 erschienen mehrere DLCs, die das Hauptspiel gekonnt erweiterten und die Story fortführten. Damit bewies Team Ninja eindrucksvoll, dass auch sie hochkarätige Titel im von vielen Fans hochgelobten Souls-Genre abliefern können.

Während des Streams zum Anlass des 40-jährigen-Firmenjubiläums von Kou Shibusawa, dem Präsidenten und CEO des Publishers Koei Tecmo, kündigte dieser an, dass Team Ninja an einem neuen Action-Titel arbeite, welcher auf der Geschichte von „Romance of the Three Kingdoms“ basiert. Diese Geschichte, welche aus dem 14. Jahrhundert stammt und in China stattfindet, gilt bis heute als chinesisches Kulturgut.

Dieses zur Zeit noch namenlose Projekt wurde dann am 12. Juni 2022 während des „Xbox & Bethesda Showcase“-Streams offiziell als Wo Long: Fallen Dynasty vorgestellt. Wo Long: Fallen Dynasty orientiert sich spielerisch ganz klar an der Nioh-Reihe, verfrachtet das Setting dieses Mal aber gekonnt nach China und sorgt so für etwas frischen Wind im Genre. Erscheinen soll Wo Long: Fallen Dynasty am 3. März 2023 für PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox Series, Xbox One und PCs.

Wir hatten nun die Möglichkeit, dem Titel etwas genauer auf den Zahn zu fühlen und verraten euch, ob man sich auf den Titel freuen kann oder ob es sich doch nur um wieder aufgewärmte Kost eines mittlerweile schon oft präsentierten Genres handelt.

Die Drei Reiche werden von finsteren Dämonen bedroht

In Wo Long: Fallen Dynasty übernimmt man die Rolle eines selbst erstellten, namenlosen Charakters, welcher sich zur Zeit der späten Han-Dynastie (A. D. 184) finsterer Dämonen erwehren muss und die einst so fruchtbare Dynastie vor dem sicheren Untergang bewahren muss.

Diese Dämonen sollen jedoch nicht die einzige Bedrohung für unseren Helden bleiben. Auch eine chaotische Intrige entwickelt sich im Laufe der Geschichte und zieht unseren Charakter in immer bedrohlichere Umstände.

Altbekanntes Gameplay mit der ein oder anderen Neuerung

Das Gameplay von Wo Long: Fallen Dynasty kann als gewohnte Kost mit einigen Neuerungen bezeichnet werden. In bester Souls- und Nioh-Manier kämpft man sich durch mal mehr oder mal weniger großflächige Areale, die stets äußerst liebevoll gestaltet und umgesetzt sind.

Neben den typischen „Levelpunkten“, welche man nach dem Erledigen der Gegner erhält und mit welchen man die Stufe seines Charakters und damit auch verschiedene Attribute wie Lebenspunkte, Angriffsstärke, Magiestärke und so weiter verbessern kann, gibt es nun auch das neue Moral-System, welches dem mittlerweile etwas angestaubten Genre neuen Schwung verleiht.

Spielt man beispielsweise gut und vermeidet es, zu sterben, steigt die Moral des Charakters und dieser wird im Kampf noch stärker – sozusagen ein Buff. Hat man jedoch Probleme, während der hektischen Kämpfe die Oberhand zu behalten oder segnet oft das Zeitliche, sinkt die eigene Moral und die der Gegner steigt, was diese zusätzlich noch stärker macht. Ein spannendes Feature, welches gerade im späteren Spielverlauf für das gewisse Etwas sorgen kann. Hier muss man abwarten, was die Entwickler im finalen Spiel dann daraus machen.

Statt den Schreinen, wie sie noch in den Nioh-Titeln zu finden waren, gibt es in Wo Long: Fallen Dynasty die sogenannten „Battle-Flags“. Diese Flaggen sind sozusagen die Speicherpunkte oder Checkpoints in dieser bedrohlichen Welt. Hier kann man seinen Charakter außerdem aufleveln oder verschiedene Zauber anlegen oder umstellen.

Aufgefallen ist uns hier, dass auch in den relativ begrenzten Demo-Arealen bereits sehr viele Flaggen platziert waren. Die Checkpoints sind wohl also deutlich großzügiger gesetzt, als es noch bei den Nioh-Titeln oder anderen Ablegern des Genres der Fall war.

Über zehn unterschiedliche Waffentypen soll es geben

Im finalen Spiel soll es über zehn unterschiedliche Waffentypen geben. Das heißt, man kann den Gegnern nicht nur mit Einzel- und Doppelschwertern zu Leibe rücken, sondern auch mit unterschiedlichen Speeren, Lanzen, Pfeil und Bogen und vielen weiteren Waffen. Der Kampfstil ist dabei stets an die chinesische Martial-Arts-Kampfkunst angelehnt und fühlt sich daher teilweise nochmal ein Stück schneller an, als es noch bei Nioh der Fall war.

Eine Stamina-Leiste, wie es sie beispielsweise noch bei der Nioh-Reihe gab, gibt es bei Wo Long: Fallen Dynasty nun übrigens nicht mehr. Der Spieler soll sich hier ganz auf das Moral-System konzentrieren.

Die Schutzgeister sind eine große Hilfe

Wie auch schon bei Nioh gibt es auch in Wo Long: Fallen Dynasty die Schutzgeister, die sich bei aufgeladener KI-Leiste rufen lassen und so manchen Kampf positiv beeinflussen können. Gerade während der extrem hektischen und nervenaufreibenden Bosskämpfe, kann man sich den Kampf mithilfe der verschiedenen Schutzgeister extrem erleichtern.

Neben verschiedenen angriffsstarken Geistern gibt es auch solche, die sich auf passive Aktionen wie Heilung beschränken und uns so im Kampf unterstützen. Hier gibt es also genügend Spielraum, um seinen Charakter und auch die Schutzgeister so gut wie möglich an den eigenen Spielstil anzupassen und zu optimieren.

Technisch bereits jetzt top

Technisch macht Wo Long: Fallen Dynasty bereits jetzt einen äußerst runden und ausgereiften Eindruck. Die liebevoll gestaltete Spielwelt strotzt nur so vor vielen kleinen Details und lädt wahrlich zum Erkunden ein.

Neben den tollen Texturen und den wunderschönen Lichteffekten gibt es auch einen fantastischen Soundtrack und ordentliche Soundeffekte auf die Ohren. Ein rundes Gesamtpaket also.

Die Demo lief in 1080p und mit stets flüssigen 60 Frames, wie es sich für einen Titel dieses Genres gehört. Wahlweise kann man auch in nativer 4K-Auflösung spielen. Hier verringern sich die Frames dann allerdings von flüssigen 60 auf nicht mehr ganz so flüssige 30 Frames. Für Spiele dieser Art ist das suboptimal, da es auf jeden Moment ankommt und man seine Aktionen stets gut timen muss, um erfolgreich aus den fordernden Kämpfen hervorzugehen. Hier sind flüssige 60 Frames also auf jeden Fall vorzuziehen.

Wir freuen uns auf Wo Long: Fallen Dynasty

Alles in allem kann man sagen, dass Wo Long: Fallen Dynasty zwar nicht viel Neues macht, aber alles, was es macht, macht es wirklich verdammt gut.

Neben den mal mehr und mal weniger weitläufigen Arealen, die optisch wirklich beeindruckend ausfallen, sehr liebevoll gestaltet sind und stets zum Erkunden einladen, erwarten euch genretypisch auch hektische und fordernde, aber dennoch sehr spaßige Kämpfe, die sich Souls-typisch unheimlich belohnend anfühlen. Obendrauf gibt es unzählige Möglichkeiten, den eigenen Charakter immer weiter aufzuleveln und zu optimieren. Für Langzeitspaß und Motivation ist also bestens gesorgt.

Mit dem neuen Moral-System hat man außerdem ein neues Feature hinzugefügt, welches das altbekannte Souls-Gameplay gekonnt auflockert und diesem das gewisse Etwas verleiht. Obendrauf gibt es unzählige unterschiedliche Waffentypen und Magie-Fähigkeiten, mit denen man seinen Spielstil optimal an die eigenen Vorlieben anpassen kann.

Euch erwartet also ein Genre-Ableger, der sehr viel Spaß macht und der Nioh-Reihe und auch vielen anderen Ablegern des Genres in nichts nachsteht. Jedem Nioh- und Souls-Fan kann man Wo Long: Fallen Dynasty daher nur wärmstens ans Herz legen.

Wir freuen uns sehr auf den Titel und fiebern dem Release am 3. März 2023 schon entgegen.

Der offizielle Gameplay-Trailer

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Bildmaterial: Wo Long: Fallen Dynasty, Koei Tecmo, Team Ninja

2 Kommentare

  1. Ich bin noch etwas zwiegespalten, technisch sah es in der Demo gut aus, von Gestaltung und Desgin sprach es mich nicht so an.. Das die Checkpoints/Flaggen so nah aneinander lagen, war ggf nur in der Demo so.. Nioh hatte ich auch nur mal in der Demo angespielt, und konnte mich im Gegensatz zu den Dark Souls Teilen, Elden Ring und Bloodborne nicht so ansprechen... Das Kampfsystem ist zwar schneller, die verschiedenen Haltungen Sprachen mich aber nicht so an.. Die Nioh Teile sind aber noch auf der To-Do Liste, weil mir das Setting zusagt.. Bei Wo Long ist das nach dem Demo Gebiet nicht ganz so der Fall..
  2. Yurikotoki schrieb:

    Ich bin noch etwas zwiegespalten, technisch sah es in der Demo gut aus, von Gestaltung und Desgin sprach es mich nicht so an.. Das die Checkpoints/Flaggen so nah aneinander lagen, war ggf nur in der Demo so.. Nioh hatte ich auch nur mal in der Demo angespielt, und konnte mich im Gegensatz zu den Dark Souls Teilen, Elden Ring und Bloodborne nicht so ansprechen... Das Kampfsystem ist zwar schneller, die verschiedenen Haltungen Sprachen mich aber nicht so an.. Die Nioh Teile sind aber noch auf der To-Do Liste, weil mir das Setting zusagt.. Bei Wo Long ist das nach dem Demo Gebiet nicht ganz so der Fall..
    Ja, das China-Setting ist wirklich Geschmackssache.
    Für mich ist das neue Setting einfach mal ein frischer Wind im Genre.

    Bei den Flaggen bin ich mir noch unsicher.
    Denn sowohl bei der ersten öffentlichen Demo, als auch bei der zweiten nicht öffentlichen war es so, dass diese schon sehr sehr großzügig platziert waren.
    Gehe schon davon aus, dass das im finalen Spiel dann auch so sein wird.
    Ist ja auch nicht schlecht, da es den Schwierigkeitsgrad doch etwas dämpft. ^^
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