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Medienecho zu Xenoblade Chronicles 3: „Verabschiede dich von deiner Freizeit“

Die Reviews zu Xenoblade Chronicles 3 sind da! Wir können euch leider keinen Test zum Launch anbieten. Deshalb gibt es jetzt wie gewohnt ein kleines Medienecho. Bei OpenCritic steht Xenoblade Chronicles 3 zur Minute bei 86 Punkten, bei Metacritic sogar bei 88 Punkten.

Doch die Beurteilungen fallen durchaus unterschiedlich aus. Vom JRPG-Meisterwerk (Eurogamer) bis zum „zweischneidigen Schwert“ (GameInformer) ist einiges dabei. Bei einigen kleineren Mängeln sind sich die Redaktionen einig, aber das Gesamtbild ist am Ende wohl doch sehr gelungen.

Martin Robinson (Eurogamer) hält das neue Spiel der Trilogie für das „bisher anpassungsfähigste Abenteuer“ der Reihe. Es gibt ein „unvergleichliches Gefühl des Abenteuers“ – die Balance zwischen Systemen und Geschichte sei diesmal „perfekt“ gelungen. Die Verflechtung beider Elemente würde „jedem deiner Schritte einen Sinn verleihen“. Das ist natürlich ein gutes Gefühl bei einem JRPG-Monster. Am Ende ist es doch nicht „die Offenbarung, die das Original war“, aber immerhin ein „weiteres JRPG-Meisterwerk“.

Ein „zweischneidiges Schwert“

Jason Guisao von GameInformer liefert das „nach Zahlen“ (7,25) mit Abstand bisher negativste Review und nennt Xenoblade Chronicles ein „zweischneidiges Schwert“. Kritisiert wird hier insbesondere, dass kritische Wendungen der Geschichte „frustrierend offensichtlich sind“ und eine Entwicklung der Charaktere „praktisch nicht vorhanden“.

Bei Destructoid findet Chris Carter das Ouroboros-System „ein wenig übersättigt“. Aber am Ende würden sich die Dinge zusammenfügen, weil das System auch eng mit der Story verknüpft ist. Überzeugt hat hier der Charakter-Cast, das Gewicht der Geschichte und die Freiheit bei der Zusammenstellung der Gruppe – ein Power-Trio nennt Carter das. Ständig vom Wunsch getrieben, zu sehen, wie es weitergeht.

Josh Torres und Adam Vitale von RPG Site haben schon einige JRPGs gesehen. Die Musik bezeichnen sie im Vergleich zu den Vorgängern „faszinierend abwechslungsreich“, die englische Synchronisation „deutlich besser“ als die von Xenoblade Chronicles 2. Kleinere Mängel weist man den Nebenaufgaben zu, einigen erzählerischen Wendungen ebenfalls. Häufig gebe es Aliasing. Aber keiner dieser kleinen Mängel kann über eine „verblüffend gut geschriebene Hauptfigur“ und ein Kampfsystem mit „enormer Tiefe“ hinwegtäuschen. Ein „modernes JRPG-Meisterwerk“, schlussfolgert man auch hier.

Ein „überladener Geniestreich“

Alex Ney von GamePro findet auch, dass Xenoblade Chronicles 3 ein „geniales Rollenspiel“ sei – auch wenn es „zu häufig übertreibe“. Ein „überladener Geniestreich“, der nicht wisse, ob er Kinofilm oder Action-RPG sein möchte. JRPG-Fans dürften sich an ausladenden Intros und Zwischensequenzen aber weniger stören. Am Ende steht auch für Ney ein „geniales Setting mit einer fesselnden Handlung, interessant geschriebene Charaktere, ein paar schräge Witze und ein spaßiges Kampfsystem“.

Matthew Castle befindet für VGC, dass Xenoblade Chronicles 3 den „unglaublichen JRPG-Run“ fortsetzt. „Verabschiede dich von deiner Freizeit“, heißt es. Denn Monolith Soft würde die bisher größte und storyreichste Welt auftischen. Um die 140 Stunden benötigt ihr, sie abzuschließen. „Xenoblade Chronicles 3 bietet eine riesige Welt und mehr als genug Geschichte und Charaktere, um sie zu füllen, kombiniert mit dem bisher reaktivsten Kampfsystem der Serie“, so Castle. Gelobt wird auch hier insbesondere der Charakter-Cast und der Soundtrack.

Sieht also ganz gut aus für Xenoblade-Fans. Da die Sammleredition bei My Nintendo auf absehbare Zeit nicht vorbestellbar ist, könnt ihr euch Xenoblade Chronicles 3 derzeit auch im normalen Handel vorbestellen. Den einzigen Vorbestellerbonus gibt es bei Otto – ein Postkartenset.

Der Übersichtstrailer:

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Bildmaterial: Xenoblade Chronicles 3, Nintendo, Monolith Soft

29 Kommentare

  1. Anscheinend 140 Stunden sogar, aber der Artikel schreibt ja dass das offensichtlich zu viel ist^^
  2. Gneedlschorsch schrieb:

    Anscheinend 140 Stunden sogar, aber der Artikel schreibt ja dass das offensichtlich zu viel ist^^
    Der Artikel zitiert in erster Linie Pressestimmen, welche obendrein nicht gänzlich ironiefrei sind - speziell bezüglich des Spruchs "Verabschiede dich von deiner Freizeit".
  3. Gneedlschorsch schrieb:

    Anscheinend 140 Stunden sogar, aber der Artikel schreibt ja dass das offensichtlich zu viel ist^^
    Hmmm, ich finde, die Spielzeit selbst sagt mir wenig über das Spiel aus. Es kommt darauf an, ob diese Spielzeit gut gefüllt ist oder ob sich das Spiel gestreckt anfühlt.
    Ich habe allein für das Hauptspiel für Xenoblade Chronicles 2 gut 140 Stunden gebraucht und fühlte mich die ganze Zeit großartig unterhalten. The Medium indessen, dass ca. 8 Stunden geht, habe ich abgebrochen, weil es mir viel zu zäh und langweilig wurde.
    Für Horizon Forbidden West und CrossCode benötigte ich etwa die gleiche Zeit (ca. 60 Stunden, 70 in CrossCode mit dem DLC), aber während ich bei CrossCode noch viel weiter spielen wollte, bin ich bei Fordidden West gegen Ende durchgehetzt, weil es endlich vorbei sein sollte.

    Spielzeit ist mir nicht unwichtig. Wenn ich z.B. Vollpreis für ein Spiel hinlege, wäre ich gerne länger als 3 Stunden beschäftigt (gut, dass ich für das Resi 3 Remake nur 20 Euro bezahlt hab).
    Aber eine Spielzeit muss sich auch "richtig" anfühlen, wenn ein Spiel eine lange Kampagne sinnvoll füllen kann, seine Spielzeit richtig zu nutzen weiß, dann bin ich sehr dankbar, länger in der Welt verbringen zu können, aber wenn die Zeit kurz ist, wünsche ich natürlich exzellentes Pacing, wenig Filler und umso mehr Highlights.

    Hey, sowohl Tales of Berseria, für dass ich mit allem ca. 70 Stunden brauche, als auch Silent Hill 3, mit dem ich nach 3-4 Stunden durch bin, gehören zu meinen liebsten Spielen aller Zeiten!

    Was Xenoblade 3 angeht... wenn das Spiel auf einem ähnlichen Niveau wie der Vorgänger oder sogar noch höher ist mache ich mir überhaupt keine Sorgen. ^^
  4. In Spielen wie XB verbringe ich die ersten Stunden meistens damit, mir jeden Winkel der Karte anzugucken, bevor ich überhaupt iwie Storyprogress anstrebe. Da hält in der Regel auch ne lange Weile an bis mir meistens gegen Ende die Geduld ein wenig flöten geht und ich das Tempo rapide anziehe. Liegt aber daran, das gerade bei JRPGs der Fortschritt am Ende grundsätzlich zäher wird und auch die Umgebungen einiges an Kreativität missen lassen. Man will ab nem gewissen Punkt einfach nur noch durch. Kenne kaum ein Spiel, bei dem es nicht so war.

    Zuletzt in Xenogears wieder gehabt. Disk 1 spiele ich absolut tiefenentspannt, aber Disk 2, mal davon ab dass es da eh nicht soviel zu tun gibt.. und gerade der letzte Dungeon, da wollte ich nur noch durchbrechen. Kein Grind, keine Ausrüsten der unnützen Teammates, sondern nur mein finales Mainteam (Fei, Shitan [Citan], Esmeralda [Emeralda] mit Omega Z Gear von Big Joe und gib ihm.
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