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Im Test! Star Wars: Knights of the Old Republic

TitelStar Wars: Knights of the Old Republic
Japan11. November 2021
Aspyr Media
Nordamerika11. November 2021
Aspyr Media
Europa11. November 2021
Aspyr Media
SystemNintendo Switch
Getestet fürNintendo Switch
EntwicklerAspyr Media
GenresAction-RPG
Texte
Deutschland Nordamerika 
VertonungDeutschland Nordamerika 

Mit Star Wars: Knights of the Old Republic landete der US-amerikanische Entwickler Bioware im Jahre 2003 einen Überraschungshit für Xbox und PCs. Der Titel gilt sowohl unter Star-Wars-Fans, als auch unter Fans des RPG-Genres bis heute als absoluter Klassiker und Meilenstein des Genres.

Genau aus diesem Grund war es auch nur wenig verwunderlich, dass sich Fans bereits seit vielen Jahren ein Remake beziehungsweise eine Neuauflage des beliebten Rollenspiels aus dem Hause Bioware wünschten.

Während einer Nintendo-Direct-Ausstrahlung im Sommer des Jahres 2021 war es dann so weit und Nintendo kündigte offiziell eine Remastered-Version von Knights of the Old Republic für die hauseigene Hybrid-Konsole an. Das Remaster, welches vom US-amerikanischen Entwickler Aspyr Media exklusiv für Nintendo Switch entwickelt wurde, ist lediglich als Download im Nintendo eShop zum Preis von 12,49 Euro erhältlich.

Der Entwickler Aspyr Media zeichnet sich unter anderem für die Ports von Jedi Knight 2: Jedi Outcast, Jedi Knight: Jedi Academy, Star Wars Episode 1: Racer und Star Wars Republic Commando verantwortlich.

Für Hardcore-Fans von Star Wars: Knights of the Old Republic gibt es noch bis zum 2. Januar 2022 die Chance, ein physisches Exemplar des Titels bei Limited Run Games zu erwerben.

Außerdem wurde am 9. September 2021 ein vollwertiges Remake von Knights of the Old Republic exklusiv für PlayStation 5 und PCs während des PlayStation-Showcase-Events angekündigt. Das Remake soll, wie auch schon die Remastered-Version, von Aspyr Media entwickelt werden. Ein konkretes Erscheinungsdatum ist jedoch noch nicht bekannt.

Nach den mandalorianischen Kriegen spurlos verschwunden…

Die Geschichte von Knights of the Old Republic spielt etwa 4.000 Jahre vor den Geschehnissen der Filme. Die mandalorianischen Kriege zwischen der Republik und dem Volk der Mandalorianer sind erst seit wenigen Jahren vorüber.

Die zwei Jedi-Ritter Revan und Malak entschieden sich dafür, den Krieg mit den Mandalorianern entscheidend zu beeinflussen und bestenfalls zu beenden. Ihnen gelang es letztendlich, den Konflikt für sich zu entscheiden und den Krieg zu gewinnen.

Der Stadtplanet Taris ist die erste größere Location im Spiel.

Nach Kriegsende verschwanden die beiden Jedi mitsamt ihren Truppen jedoch spurlos. Erst Monate später tauchten beide wieder auf, dieses Mal allerdings unter der Flagge der Sith, welche die Feinde der Jedi und der Republik selbst sind. Da beide ehemalige Jedi nach mehr Macht strebten, stellten sie sich fortan selbst gegen die galaktische Republik und deren Werte.

Der Jedi-Rat stellte daraufhin eine Spezialeinheit zusammen, deren Aufgabe es war, Revans Raumschiff zu entern und den Sith auszuschalten.

Ein Held ohne Namen und Gedächtnis

In Knights of the Old Republic schlüpft man in die Rolle eines selbst erstellten Charakters, welcher sich weder an seine Herkunft noch an seinen richtigen Namen erinnern kann.

»In Knights of the Old Republic schlüpft man in die Rolle eines selbst erstellten Charakters, welcher sich weder an seine Herkunft noch an seinen richtigen Namen erinnern kann.«

Das Spiel beginnt auf einer Fregatte, welche von Sith-Truppen aufgespürt wurde und überfallen wird. Hier muss unser Held natürlich so schnell es geht entkommen. Unserem Held gelingt allerdings im letzten Moment die Flucht in einer Rettungskapsel und von dort nimmt die tragische Geschichte ihren Lauf.

Als unser Held auf dem Stadtplaneten Taris strandet, muss er zuallererst seine Erinnerungen verarbeiten und herausfinden, wer er wirklich ist.

Während des Spielverlaufs erwarten einen auch immer wieder größere und kleinere Story-Twists und Entscheidungen, welche den Spielverlauf und die Beziehung zu anderen NPC-Charakteren maßgeblich beeinflussen können.

Mit dem Kampfsystem muss man sich erst anfreunden

Knights of the Old Republic spielt sich RPG-typisch eher gemächlich. Man bewegt seinen Charakter durch die vielen sehr schön und liebevoll gestalteten Locations und kann mit etlichen NPCs interagieren. Hier ergeben sich oft sehr interessante Unterhaltungen, die mal mehr und mal weniger spannend und hilfreich ablaufen.

Von Taris, einem riesigen Stadt-Planeten, der stark an Coruscant erinnert, über das bekannte und staubige Tatooine bis hin zum Heimatplaneten der Jedi Dantooine und vielen weiteren Schauplätzen, ist alles dabei, was man sich als eingefleischter Star-Wars-Fan wünschen könnte.

Auch auf dem Wüstenplaneten Tatooine darf man sein Unwesen treiben.

Das Kampfsystem von Knights of the Old Republic ist gelinde gesagt gewöhnungsbedürftig. Zu Beginn eines jeden Kampfes friert das Geschehen erst ein und ermöglicht euch, eurem eigenen Charakter und auch euren Begleitern verschiedene Aktionen zuzuordnen. Beispielsweise kann ich meinem eigenen Charakter einen Macht-Befehl zuordnen und meinem Begleiter einen direkten Angriffs-Befehl. Beide Aktionen werden dann ausgeführt, sobald man wieder ins Kampfgeschehen wechselt. Dieser taktische Modus lässt sich jederzeit und beliebig oft während des Kampfes aufrufen.

Die Kämpfe gestalten sich so zwar sehr taktisch und überlegt, aber leider auch recht undynamisch, da man das Kampfgeschehen immer wieder ausbremst.

Hat man sich jedoch erst mit dem Kampfsystem vertraut gemacht und es verinnerlicht, erwartet einen ein Star-Wars-Abenteuer der Extraklasse. Speziell die gut geschriebene Story und Dialoge gelten unter vielen Fans bis heute als absoluter Meilenstein der Star-Wars-Spielegeschichte.

Auch die typischen RPG-Elemente dürfen nicht fehlen

Man kann mit allerlei NPC-Charakteren interagieren.

Natürlich darf auch das für Rollenspiele typische Levelsystem nicht fehlen. So kann man seinen Charakter und auch die Begleiter nach jedem Levelaufstieg je nach Vorliebe aufleveln und verschiedene Attributspunkte wie beispielsweise Stärke, Intelligenz und Charisma verteilen. Neben diesen klassischen Attributen gibt es auch die erweiterten Fähigkeiten. Dazu zählen beispielsweise Sprengstoff-Kenntnisse, Bewusstsein, Technik und Überredungskünste.

Ein Mix aus all diesen Fähigkeiten entscheidet letztendlich, wie gut euer Charakter mit verschiedenen Situationen umgehen beziehungsweise in Dialogen antworten kann und welche Waffentypen er bevorzugt einsetzen kann. Das Levelsystem ist allerdings nicht allzu komplex und auch für RPG-Neulinge recht gut verständlich.

Grafisch aufgehübscht und durchaus ansehnlich

»Dem Titel aus dem Jahre 2003 sieht man sein Alter mittlerweile an. Dennoch glänzt der Titel auf Nintendo Switch.«

Auf grafischer Seite kann Knights of the Old Republic heutzutage natürlich keine Bäume mehr ausreißen. Dem Titel aus dem Jahre 2003 sieht man sein Alter mittlerweile an. Dennoch glänzt der Titel auf Nintendo Switch mit schöneren Lichteffekten, schärferen Texturen, einem 16:9-Modus und besseren Soundeffekten. Hier kann man also durchaus von einer ordentlichen Portierung sprechen, die auch heute noch gut spielbar ist und speziell im Handheld-Modus der Konsole eine sehr gute Figur macht.

Der Titel läuft außerdem stets mit flüssigen 60 Frames, was dem Spielgeschehen zusätzlich zugutekommt. Auch wenn der Titel schon älter sein mag, ist er durch die technischen Anpassungen auch heute noch sehr gut spielbar.

Gewohnt hochwertiger Soundtrack mit zusätzlichen Anpassungen

Soundtechnisch gibt es bei Star-Wars-Titeln äußerst selten etwas zu mäkeln. Der Soundtrack ist, wie man es von der Reihe gewohnt ist, stets auf Oberklasse-Niveau. Aber auch die Soundeffekte und die vertonten Dialoge brauchen sich nicht vor dem weltweit gefeierten Soundtrack zu verstecken.

Für die Remastered-Version wurden speziell die Soundeffekte nochmals überarbeitet und somit ergibt sich ein äußerst rundes Gesamtpaket, das Fans und Neulinge gleichermaßen begeistern kann.

Fazit

Star Wars: Knights of the Old Republic ist einer der Star-Wars-Titel, die man auf jeden Fall gespielt haben sollte. Unter vielen Fans gilt das RPG aus dem Hause Bioware bis heute als einer der besten Star-Wars-Titel überhaupt. Dies liegt zum einen an der toll geschriebenen Story und den ebenfalls fantastisch geschriebenen Dialogen. Die Möglichkeit, das Geschehen allein mit Dialogoptionen verändern zu können, ist sehr gut eingebunden und sorgt bei jedem Durchgang stets für ein etwas anderes Spielerlebnis.

Auch an liebevollen und spannenden Locations mangelt es dem Titel nicht. Von Tatooine über Dantooine bis hin zur Mega-City auf Taris ist alles dabei, was man sich als Fan wünschen könnte.

Das Kampfsystem hingegen will erstmal erlernt werden. Dieses fühlt sich durch den doch etwas anderen Ablauf gerade zu Beginn etwas ungewohnt an. Hat man dieses aber erst verinnerlicht, erwartet einen eine Star-Wars-Erfahrung, die ihresgleichen sucht.

Grafisch wurde der Titel ordentlich aufgebohrt und kann nun mit schärferen Texturen, schöneren Lichteffekten, einem 16:9-Modus und butterweichen 60 Frames aufwarten. Also alles, was man sich von einem Remaster wünschen könnte.

Aber auch soundtechnisch bleiben keine Wünsche offen. Für die Remastered-Version wurden speziell die Soundeffekte nochmals überarbeitet und machen neben dem fantastischen Soundtrack eine gute Figur. Ein rundes Gesamtpaket eben.

Abschließend bleibt nur zu sagen, dass Knights of the Old Republic zwar mittlerweile schon einige Jahre auf dem Buckel hat, durch die zahlreichen Anpassungen durch den Entwickler Aspyr aber auch heute noch gut spielbar ist und speziell im Handheld-Modus immer noch eine sehr gute Figur macht.

Für Star-Wars-Fans absolutes Pflichtprogramm, aber auch Neulinge sollten einen Blick riskieren. Von meiner Seite aus gibt es eine klare Kaufempfehlung.

 

Story

Man übernimmt die Rolle eines namenlosen Helden ohne Gedächtnis und muss sich nach einer knappen Flucht auf dem Stadtplaneten Taris zurechtfinden und herausfinden, wer man wirklich ist. Im Spielverlauf entwickelt sich so eine spannende Story mit einigen Twists.

Gameplay

RPG-typisches Gameplay mit gewöhnungsbedürftigem Kampfsystem und einem Level-System mit etlichen unterschiedlichen Fähigkeiten und Attributen. Es gibt viel zu erkunden und mit vielen NPCs kann auch interagiert werden. Dialoge können über den weiteren Verlauf entscheiden.

Grafik

Das Remaster kann mit schärferen Texturen, schöneren Lichteffekten, einem 16:9-Modus und butterweichen 60 Frames glänzen. Alles, was man sich von einem Remaster wünschen könnte.

Sound

Der typische Soundtrack ist immer noch fantastisch. Aber auch die Soundeffekte und die vertonten Dialoge können glänzen und lassen keine Wünsche offen.

Sonstiges

Eigentlich stört gerade zu Beginn nur das etwas störrische Kampfsystem mit seinen vielen Unterbrechungen. Hat man dieses aber erstmal verinnerlicht, erwartet einen ein tolles Abenteuer im Star-Wars-Universum.

Bildmaterial: Star Wars: Knights of the Old Republic, Aspyr Media

6 Kommentare

  1. Speziell im Handheld-Modus macht der Titel auch heute noch eine ganz gute Figur. Kann man sich auf jeden Fall noch anschauen ;)
    Aber auch am großen TV ists noch gut spielbar.
    Gerade wenn man die Originale Xbox-Version dagegen setzt, welche ohne 16:9-Modus auskommen musste, merkt man, dass die Switch-Version gar nicht mal so schlecht aussieht.

    Auch am PC ist Kotor nur noch bedingt genießbar.
    Die Auflösung lässt sich nur mit einigen komplizierten Umwegen an moderne Verhältnisse anpassen, sonst muss man mit max. 1280x1024 leben.

    Da tut man sich mit der Switch-Version wirklich am leichtesten :)
  2. Danke für den Test. Ich hätte auch echt Interesse es mal zu spielen. Aber ich denke ich werde auf das Remake warten, denn so verschlimmern können sie es eigentlich gar nicht als das es mir weniger spaß machen würde als das veraltete Spiel hier zu spielen.
  3. Danke für den Test!
    Habe eigentlich auch Bock, dieses Spiel mach nach zu holen, aber ich werde wohl auch auf das Remake warten...
  4. Auf das Remake bin ich auch sehr gespannt.
    Vor allem auf das Kampfsystem.
    Denke das wird auf jeden Fall modernisiert und flotter gemacht.
    Ist auch das einzig wirklich störende am Original.
    Gut und die Grafik, aber ist halt von 2003.. :D
  5. Das Problem am Kampfsystem sah ich persönlich eigentlich immer am Interface, nicht am Konzept selbst, weil das Konzept selber ist ja eigentlich das ganz normale "Realtime with pause" wie man es seit Baldursgate bis zu Dragon Age Origins kennt. Nur die UI ist halt was es so unglaublich Klobig macht, anstatt unten eine "ordentliche" Hotbar zu haben musst du halt immer so blöd rumfummeln.

    Insgesamt ein schöner Test, für mich ist KotoR auch eines der absoluten Highlights wenn es um Star Wars Spiele geht, mochte ehrlich gesagt auch den ersten Teil wesentlich lieber als den zweiten Teil, wobei für mich The Old Republic hier wohl der Kontroverseste Vergleich wäre, weil ich ToR Konzept-Technisch einfach besser mochte dank der verschiedenen Klassen die eigene Geschichten mit sich bringen und fand sie auch ähnlich gut geschrieben, aber der MMO Ansatz war für mich halt nie Stimmig. Das ist anders als bspw. Elder Scrolls Online oder FFXIV die als MMO gut funktionieren.

    Aber wayne... auf der Switch habe ich mir zum release auch sofort KotoR Gekauft auch wenn ich keine Zeit zu gefunden habe. Freut mich das so alte Klassiker es nochmal auf die Switch schaffen(auch darüber das Xbox AK da etwas nachhilft, muss noch meine Sammlung mit SW2+3 aufstocken... ich wünschte Herr Der Ringe würde da auch mal offener mit umgehen. Da gibts so einige Perlen die ich gerne nochmal zocken würde... vorallem Schlacht um Mittelerde 2).
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