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Medienbericht: Ein neues Silent Hill soll bei Kojima Productions entstehen

Gestern sorgte ein VGC-Bericht in der Videospielwelt für Wirbel. Konami würde nicht nur Silent Hill, sondern auch Metal Gear Solid und Castlevania wiederbeleben und größtenteils outsourcen. Ein Eurogamer-Redakteur hat die Meldung inhaltlich bestätigt.

Besonders um Silent Hill gab es in letzter Zeit schon viele Gerüchte – und hier geht es heute weiter. Auch Gematsu hat die Meldung aufgegriffen und nahezu beiläufig um einen heißen Punkt erweitert.

VGC beharrt seit Monaten darauf, zu wissen, dass sich mehrere Silent-Hill-Spiele in Entwicklung befinden. Eines möglicherweise bei Bloober Team. Die Chancen dafür sind realistisch: Offiziell ist nämlich, dass Konami und Bloober Team eine „strategische Partnerschaft“ schon im Juni eingegangen sind.

Ein weiteres Silent Hill soll Konami innerhalb Japans an einen „prominenten Entwickler“ outsourcen. Das berichtete VGC schon mehrfach und Gematsu benennt nun kurzerhand diesen Entwickler. Es soll Kojima Productions sein. Die Finanzierung dazu soll von Sony Computer Entertainment beigetragen werden.

Dass Sony mit Kojima Productions noch einmal gemeinsame Sache macht, wäre nach Death Stranding keine Überraschung. Dass Kojima allerdings auf diese Weise wieder mit Konami zusammenarbeitet, nun. Wir sind gespannt. Das wäre nach den Eskapaden um Silent Hills sicherlich eine kleine Sensation.

Bildmaterial: Silent Hill, Konami

12 Kommentare

  1. Hmm :/ halte ich ähnlich wie alles neue von Square zum FF- Franchise sehr mit Vorsicht zu genießen. Konami hat sich meines erachtens nach in den letzten Jahren sehr wenig mit Ruhm bekleckert.
    Mal gucken was wird das Kojima mit an Bord ist halte ich nach deren gemeinsamer Backstory auch eher für schwierig, naja abwarten Tee trinken wie viel da nun im Endeffekt dran ist.
  2. Josti schrieb:

    Für was denn bitte?
    Dass systematisch alle Marken an die Wand gefahren wurden?
    Dass sich der Verein gar nicht mehr für Videospiele interessiert?

    Ganz ehrlich, was gibt es da zu danken?
    Was kann Konami dafür das Castlevania sich nicht so toll verkauft hat? Und Silent Hill war leider auch nie auf dem gleichen Stand wie Resident Evil bei den Fans nur weil Kojima da mal eine 15 Minuten Demo rausgehauen hat glauben viele das war das Überding. Und Kojimas letzte 2 Projekte waren auch kein Hit. Also Konami macht es schon richtig und denkt Rational.


    DarkJokerRulez schrieb:

    Vor allem ist noch nichts passiert. Da diese Gerüchte seit der Einstellung von Silent Hills auftauchen. Ich bin mir auch hier sicher, das hier nichts daraus wird. Ich finde so langsam sollte man Silent Hill und Metal Gear Solid offiziell als "In Rente" geschickt zu haben bezeichnen.
    Ich glaube du siehst bei allem das Glas als Halb Leer.^^
  3. VenomSnake schrieb:

    Ich glaube du siehst bei allem das Glas als Halb Leer.^^
    Vielleicht sehe ich das Glas Halb Voll, und halb leer. Ich sehe das ganze Realistisch. Und ich glaube nicht gleich allen Gerücht. Und dieses Gerücht ist noch dazu uralte, und wurde IMMER als Fake deklariert.
  4. VenomSnake schrieb:

    Also Konami macht es schon richtig und denkt Rational.
    Aus unternehmerischer Sicht macht Konami alles richtig. Es ist aber nicht mehr das Unternehmen, für was es früher bei den Gamern beliebt war.

    Konami verdankt seinen Umsatz nahezu vollständig Glückspielautomaten. Lassen wir mal die moralische Fragwürdigkeit dieses Umstandes komplett außen vor, warum sollte ich als Gamer, als Fan von Videospielen, so einem Unternehmen dankbar sein?
    Das Unternehmen trägt nichts dazu bei, meine Interessen abzudecken, will dies auch gar nicht mehr. Der Fokus ist komplett wo anders.

    Eine Vergleichbare Situation: Warum sollte ich als Nichtraucher der Tabakindustrie dankbar sein, wenn sie Rekord-Umsätze verzeichnet?

    VenomSnake schrieb:

    Und Kojimas letzte 2 Projekte waren auch kein Hit.
    Das ist eine völlig subjektive Wahrnehmung, zumindest was die Qualität der Spiele an.
    Aber schauen wir uns Zahlen an: MGSV ist mit ca. 7 Mio. verkauften Einheiten hinter MGS2 der zweiterfolgreichste Teil der Reihe. Das ist schon ganz ordentlich.
    Und Death Stranding verkaufte sich, Stand März, 5 Mio. mal. Auch eine sehr gute Zahl, vor allem wenn man bedenkt, dass es sich um eine neue IP handelt. Die Behauptung "kein Hit" ist also nicht so ganz richtig.


    VenomSnake schrieb:

    Und Silent Hill war leider auch nie auf dem gleichen Stand wie Resident Evil bei den Fans nur weil Kojima da mal eine 15 Minuten Demo rausgehauen hat glauben viele das war das Überding.
    Gemessen daran, wie Konami die Silent Hill Reihe nach Teil 4 mit einem Teil nach dem anderen an die billigsten westlichen Hinterhofentwickler verramschte, war P.T. durchaus das "Überding". Deswegen wurde die Demo zurecht gehypt. Subtiler, mysteriöser und verdammt unheimlicher psychologischer Horror, und auch durchaus länger als nur 15 Minuten. Nicht ohne Grund orientierte sich Capcom mit Resi 7 an dieser Demo - mit Erfolg.


    VenomSnake schrieb:

    Was kann Konami dafür das Castlevania sich nicht so toll verkauft hat?

    Schauen wir uns auch hier wieder Zahlen an:
    Castlelvania Lords of Shadows war das erfolgreichste Spiel der Reihe. Und, was für ein Zufall, das Spiel wurde von Kojima produizert.
    Es war also durchaus noch Potential bei der Reihe, völlig unabhängig von der Ausrichtung, vorhanden. Da hat man sich dann aber mit dem Nachfolger ein Bein gestellt.


    Um nochmal zur eigentlichen Frage zurückzukehren: Wofür soll ich Konami dankbar sein?
    Für Metal Gear Survive?
    Für Contra Rogue Corps?
    Für das Desaster was sich eFootball nennt?

    Am ehesten noch dafür, dass sie M2 erlaubt haben, zwei Castlevania Rom-Sammlungen zusammenzustellen.
    Okay, dafür bin ich wirklich dankbar.
  5. Josti schrieb:

    Aus unternehmerischer Sicht macht Konami alles richtig. Es ist aber nicht mehr das Unternehmen, für was es früher bei den Gamern beliebt war.

    Konami verdankt seinen Umsatz nahezu vollständig Glückspielautomaten. Lassen wir mal die moralische Fragwürdigkeit dieses Umstandes komplett außen vor, warum sollte ich als Gamer, als Fan von Videospielen, so einem Unternehmen dankbar sein?
    Das Unternehmen trägt nichts dazu bei, meine Interessen abzudecken, will dies auch gar nicht mehr. Der Fokus ist komplett wo anders.
    Ich verstehe da nicht so ganz die Argumentation. weswegen ich mich einmische.

    Man ist keinem Unternehmen was schuldig. Man bedankt sich beim Unternehmen indem man das Produkt erwirbt.

    Es ist nicht ganz richtig, dass es nahezu vollständig Glückspielautomaten sind. Konami hat eine große Fitnesskette. Was ist daran so schlimm, dass die Glückspielautomaten haben? Möchte man, dass Glückspielautomatenentwickler Main Games kreieren? Ich bezweifle das. JPGames hat niemals eine Gamingnews von Konami aufgebauscht, weswegen ich dankbar bin, aber das kann ich nicht von den englischsprachigen Webseiten behaupten, die mit Teasern locken und man dann plötzlich sauer ist, weil Pachinko Produkte entwickelt werden. Konami sind nicht die einzigen Pachinko-Fans. Viele japanische Traditionsunternehmen kreieren die auch, aber niemand macht News darüber, weswegen wohl?

    Konami hat sich nicht fragwürdig benommen als andere japanische Unternehmen. Capcom hatte in der Vergangenheit ein Eklat, weil man weibliche Mitarbeiter in Relation zu männlichen Mitarbeitern schlecht behandelt hat und sogar ausgebootet wurden. Square Enix war ein Fan von Dunkelkammern, wo man Mitarbeiter, die man nicht leiden konnte, dort quartiert hat bis die gekündigt haben. Tecmo Koei und Human Entertainment haben deren Mitarbeiter nicht korrekt ausbezahlt, da haben sich auch Entwickler-Veteranen geäußert, uvm. Ein Saudi, der Menschenrechte verletzt, ist ein hohes Tier bei SNK. Das ist alles traurig und soll auch kritisiert werden, aber warum ist Konami allein der Sündenbock? Das ist ein größeres Problem. Man löst so keine Probleme. Es ist eher das Gegenteil. Bestehende Probleme werden ignoriert und dann "vergessen". "Vergessenheit" ist die mächtigste Waffe, wenn Gerechtigkeit nicht ausgeübt wird. Diese Hasstiraden führen zu nichts. Der Geldbeutel ist dabei die mächtigste Waffe.

    Der Unterschied zwischen einen Unternehmen und Verein ist, dass das Unternehmen in erster Linie existiert Geld zu scheffeln. Ein Verein (z.B. Prevailers Fußballverein, was er mal hier gepostet hat, hat andere Ziele)


    Josti schrieb:

    Eine Vergleichbare Situation: Warum sollte ich als Nichtraucher der Tabakindustrie dankbar sein, wenn sie Rekord-Umsätze verzeichnet?

    Ich weiß nicht, ob man ab 18 Inhalte erwähnen darf, aber ich finde deinen Vergleich nicht wirklich fair. Das ist, wenn ich z.B.: Sagen wir so: Durex macht nunja du weißt schon, aber was diese Firma auch macht sind Fenstergläser für öffentliche Verkehrsmittel (z.B. die Schnellbahnen in Österreich), die man in Notfall leicht zerschlagen kann, um sich zu befreien, wenn ein tragisches Unfall passiert. Man weiß nie, wo die Fühler der Unternehmen befinden.


    Josti schrieb:

    Um nochmal zur eigentlichen Frage zurückzukehren: Wofür soll ich Konami dankbar sein?
    Für Metal Gear Survive?
    Für Contra Rogue Corps?
    Für das Desaster was sich eFootball nennt?

    Meiner Meinung nach siehst du die Dinge sehr einseitig.

    Castlevania hat endlich Ports bekommen, was viele Leute schon immer wollten.

    Gradius hat Ports Collection bekommen, was viele Leute schon immer wollten.

    Contra hat Port Collection bekommen, was viele Leute schon immer wollten.

    Konami arbeitet mit Hamster und M2 für die ganze Old-School Ports von MSX-Produkten, was 4-6 Leuten (einer bin ich davon) sehr interessiert.

    Getsu Fuma Den wurde in Early Access veröffentlicht und wird im Jahr 2022 veröffentlicht.

    Ein neues Tokimeki Memorial wird entwickelt.

    Anders als EA, Activision und Sony hat man sich für den Launch von eFootball entschuldigt. EA gibt bekanntlich den Konsumenten für Releaseprobleme die Schuld. Die DLC-Taktiken und wie gewisse Unternehmen deren Collection fragwürdig aufsplitten, ist auch ein anderes Thema. Man soll natürlich Unternehmen kritisieren bei Fehlern, aber wie man mit Konami umgeht, ist teilweise übertrieben. Kojima ist auch kein Engel und welche Dinge er in gewissen Produkten hinterlassen hat, ist auch ziemlich verwerflich in moralischer Hinsicht. Meiner Meinung nach tragen beide Parteien die Verantwortung für was auch immer da passiert ist.

    Josti schrieb:

    Aber schauen wir uns Zahlen an: MGSV ist mit ca. 7 Mio. verkauften Einheiten hinter MGS2 der zweiterfolgreichste Teil der Reihe. Das ist schon ganz ordentlich.

    Das kann niemand von uns wissen. Die Fox Engine und die Größe der Welt kann eventuell so hohe Fixkosten kreiert haben, weswegen die hohen Verkäufe im Endeffekt sich nicht positiv rentiert haben und man deswegen im Bedrängnis war hinsichtlich des Jahresabschlusses. Zahlen klingen nett, aber haben im Endeffekt keine Aussagekraft, wenn viele Dinge unbekannt sind.

    Ich kann den Unmut verstehen. Bei gewissen Entwicklern würde ich mir auch bessere Qualität wünschen. Square Enix, Atlus uvm., aber das hängt von der Käuferschaft ab und manche sind zufrieden mit den Output und mehr möchte das Unternehmen auch nicht machen. Ich bin kein Fan von Atlus Outputs, aber viele Leute sind zufrieden damit und ich gönne es denen. Da habe ich einfach Pech gehabt und sehe mich andersweitig um. Vielleicht macht Atlus wieder mal ein interessantes Produkt, oder das passiert nie wieder mehr.

    Josti schrieb:

    Am ehesten noch dafür, dass sie M2 erlaubt haben, zwei Castlevania Rom-Sammlungen zusammenzustellen.
    Okay, dafür bin ich wirklich dankbar.

    Der Grund warum ich poste: Ich wollte dir Wallachia: Reign of Dracula empfehlen. Es ist ein offizielles Game von einen Entwickler der relativ bekannt in der Castlevania Modszene ist. Das Game ist auf Switch und PS4 erschienen. (Ps4-Version in dieser Woche). Es orientiert sich etwas an Rondo vom systematischen her mit paar Prisen Contra-Elemente, aber mit den Twist, dass es sich um einen Bogen handelt statt einer Peitsche und alles ist realistisch statt mit Fabelwesen. Viele Stages orientieren sich nach wahren Geschehnissen wie gewisse Nachtattacken, die es zwischen dem osmanischen Reich und der Walachei gab. Wenn man Contra und Castlevania als ein Game sehe möchte, dann kann ich es blind empfehlen.
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