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Im Test! Marvel’s Spider-Man: Miles Morales

TitelMarvel’s Spider-Man: Miles Morales
JapanPS4: 12. November 2020, PS5: 19. November 2020
Sony Interactive Entertainment
NordamerikaPS4: 12. November 2020, PS5: 12. November 2020
Sony Interactive Entertainment
EuropaPS4: 12. November 2020, PS5: 19. November 2020
Sony Interactive Entertainment
SystemPlayStation 4, PlayStation 5
Getestet fürPlayStation 4, PlayStation 5
EntwicklerInsomniac Games
GenresAction-Adventure
Texte
Deutschland Nordamerika
VertonungDeutschland Nordamerika

2018 schwang sich das von Insomniac Games verantwortete ‚Marvel’s Spider-Man‘ auf unsere PS4-Konsolen und avancierte zu einem der meistverkauften PlayStation-4-Titeln aller Zeiten. Marvels Heldenspinne war (und ist) definitiv beliebt. Hinter der großen Marke versteckte sich aber nicht nur Schall und Rauch, sondern ein kompetentes Action-Adventure, das zu Recht viele SpielerInnen begeisterte. Nicht verwunderlich also, dass Insomniac Games der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft nun einen neuen Eintrag spendiert. Das heißt: nicht DER freundlichen Spinne, sondern einem frischen, neuen Helden. Ob Miles Morales überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Neue Spinne übernimmt das Ruder

‚Marvel’s Spider-Man: Miles Morales‘ knüpft inhaltlich an ‚Marvel’s Spider-Man‘ aus dem Jahr 2018 an. Im Vergleich zum Vorgängertitel zwängen wir uns allerdings nicht länger in Peter Parkers Heldenzwirn, sondern übernehmen die Rolle von – wer hätte es gedacht – Miles Morales. Den titelgebenden Nachwuchshelden dürften Kenner des ersten Spiels bereits kennen. Dort machten wir Bekanntschaft mit dem pfiffigen Teenager, der einen schweren Schicksalsschlag erlitt und wenig später selbst von einer radioaktiven Spinne gebissen wurde.

Unter Peter Parkers Anleitung zum nächsten Spinnenhelden ausgebildet, setzt eben hier – ein Jahr später – ‚Marvel’s Spider-Man: Miles Morales‘ an. Mit allen nötigen Mitteln und einem provisorischen ersten Heldenkostüm ausgestattet, steht Miles vor der Feuertaufe. Spider-Veteran Peter nimmt sich nämlich eine Heldenauszeit und reist Mary-Jane für einen Arbeitsurlaub nach. Und überlässt seiner fähigen Aushilfskraft kurzerhand die Verantwortung über die Straßen von New York. Selbstredend, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis der Spider-Frischling alle Hände voll zu tun bekommt.

Miles holt sich Rat bei seinem Mentor.

Zwischen dem dubiosen Energiekonzern Roxxon unter Führung des charismatischen Simon Krieger und einer Untergrund-Organisation, angeführt vom mysteriösen Tinkerer, entbrennt ein schmutziger Kampf auf den Straßen der Stadt. Natürlich zu Ungunsten der unschuldigen Bewohner, sodass sich Miles nun inmitten dieser gesamten Bredouille wiederfindet. Eine ziemlich große Aufgabe, hier wieder alles ins Lot zu bringen.

Alte Action mit neuen Kniffen

»SpielerInnen schwingen gekonnt durch das offene New York, helfen Leuten in Not, sammeln allerlei Kram und vor allem wird Verbrechern das Handwerk gelegt.«

Spielerisch dürften sich gerade Kenner des ersten Titels gleich wie zuhause fühlen. Grundsätzlich spielt sich ‚Miles Morales‘ nämlich genau so wie sein Vorgänger. Wir schwingen gekonnt durch das offene New York, helfen Leuten in Not, sammeln allerlei Kram und vor allem legen wir Verbrechern das Handwerk. Deren Bandbreite reicht dabei von einfachen Ladendieben bis zu technisch wohlausgerüsteten ‚Underground‘-Soldaten. Je nach Format bedürfen unsere Feinde dabei einer individuellen Behandlungsmethode. Während es für den einfachen Delinquenten ausreichend ist, ihm die Birne weichzuklopfen, gilt es Schurken mit professioneller Tech-Ausrüstung vorweg einen kräftigen Venomschlag zu verpassen, ehe auch sie die Hucke vollgehauen bekommen. Die Venomkräfte stellen dabei eine Neuerung dar, die Miles als Nachwuchsspinne mit sich bringt. Die elektrisierenden Fähigkeiten können in diverser Form im Kampf eingesetzt werden und je nach Feind müssen sie das auch.

Die Kämpfe fühlen sich einmal mehr wahnsinnig befriedigend an. Bewegungen gehen flüssig ineinander über, sodass sich mit etwas Übung ein toller Spielfluss in den Keilereien ergibt. Ebenfalls positiv in diesem Kontext anzumerken ist, dass Miles mit allerhand eigenen Animationen daherkommt. Wir steuern nicht Peter Parker mit lieblos übergestülptem Miles-Skin, sondern eine eigenständige Figur. Natürlich bleiben die Kernmechaniken dieselben – wir haben aber stets das Gefühl, in der Haut eines neuen Protagonisten zu stecken. Sowohl im Kampf als auch beim (ebenfalls unglaublich befriedigenden) Schwingen durch die Stadt, erfreuen wir uns an den verspielten und teils noch holprigen Bewegungen des jungen, neuen Spider-Man. Das unterstreicht Miles’ Charakter schön, der unter all der neuen Verantwortung noch in seine Rolle als Held hineinwächst.

Auf leisen Sohlen ans Ziel

Prügeleien sind natürlich kein Muss – oder sagen wir: nicht immer. Alternativ können wir Feindeslager auch heimlich infiltrieren und wie schon im Vorgänger von unseren Spinnenfähigkeiten Gebrauch machen, um Schurken lautlos außer Gefecht zu setzen. Dazu reißen wir Feinde via Takedown-Manöver in luftige Höhen und fixieren sie mit unseren Spinnweben. Oder wir isolieren einen Feind durch ein Ablenkungsmanöver von der Gruppe, werfen uns auf ihn und schwingen daraufhin wieder in Sicherheit.

Schleichen liegt Miles übrigens noch ein Stück besser als seinem Mentor. Neben den Venomkräften verfügt er nämlich zudem über die Fähigkeit, sich kurzzeitig unsichtbar zu machen. Das ermöglicht uns im Falle kniffliger Kämpfe den Rückzug anzutreten und die Situation noch einmal lautlos anzugehen. Ferner helfen uns wieder einige findige Gadgets bei der Schurkenjagd. Seien es Fernzünder-Minen, Holo-Drohnen oder Schwerkraftquellen – wir sind bestens ausgerüstet.

Wir schleichen und kämpfen uns natürlich nicht nur des Heldendaseins wegen durch New York. Sowohl für kleine Kämpfe, die wir beim Vorbeischwingen bemerken, als auch im Rahmen von Haupt- und Nebenmissionen werden wir für unsere Mühen belohnt. Und zwar vorwiegend mit Erfahrungspunkten. Diese brauchen wir, um folgerichtig im Level aufzusteigen, was uns wiederum diverse Vorteile bringt. Erhaltene Fähigkeitenpunkte nutzen wir etwa zur Verbesserung und dem Ausbau unserer Skills. Außerdem schalten wir neue Anzüge frei, die uns nicht nur in schickem, neuen Gewand durch die Stadt schwingen lassen, sondern individuelle Zusatzeffekte mit sich bringen. Das motiviert uns regelmäßig, auch abseits der Story zum Helfer in der Not zu werden.

Von fiesen Schurken und vermissten Katzen

Zum besagten Helfer in der Not werden wir übrigens ganz gezielt, wenn wir von Miles’ „Freundliche Spinne“-App Gebrauch machen. Über diese melden sich zahlreiche Hilfesuchende mit diversen Anliegen bei uns. Wir suchen so beispielsweise nach der vermissten Katze eines örtlichen Ladenbesitzers oder klären inkognito für unseren Onkel das plötzliche Fernbleiben der U-Bahnen auf. Diese Hilfegesuche steuern in der Regel letztlich meist auf eine Konfrontation mit Schurken zu. Aber wie gesagt: Es macht ja Spaß, den Fieslingen das schurkische Grinsen aus den Gesichtern zu meißeln.

Als junger Held gebieten wir nicht nur Verbrechern Einhalt, sondern retten auch Katzen.

Vor allem aber gestalten sich die Begegnungen mit den unterschiedlichsten Charakteren im Rahmen dieser Missionen charmant. Wir lernen interessante Figuren kennen, die dafür sorgen, dass wir uns mit Vergnügen in den nächsten Auftrag schwingen. Selten fühlt es sich dabei wie das Abarbeiten von Zielen an. Selbiges lässt sich allerdings nicht von den zahllosen Aktivitäten behaupten, die sich uns – wie schon im Vorläufer – auf der Karte anbieten. Wir haben einmal mehr die Möglichkeit, allerhand Kram zu sammeln. Ferner stellen wir uns kleinen Herausforderungen, die unsere Fähigkeiten auf die Probe stellen. Alles nett und für TrophäenjägerInnen sicher eine erfreuliche Beigabe – über weite Strecken fühlen sich diese Inhalte dann aber doch nach Beschäftigungstherapie an.

Selbstfindungsreise mit Bombast

Das wiederum gilt definitiv nicht für die Hauptgeschichte – die gestaltet sich nämlich um einiges fesselnder. Miles ist ein toller Protagonist, der eingangs sein Bestes versucht, in die großen Fußstapfen des „echten“ Spider-Man zu treten. Inmitten seiner Selbstfindungsreise hat er dann auch noch mit allerlei Enthüllungen zu hadern, die sein Abenteuer zu einem sehr persönlichen Unterfangen machen.

Auch ‚Miles Morales‘ begeistert mit allerlei Bombast-Momenten.

Stichwort: Abenteuer – das sei an dieser Stelle auch wieder groß geschrieben. Während wir nämlich viele Situationen leise zu klären versuchen, gibt es auch in ‚Miles Morales‘ wieder allerhand Bombast-Momente, die es inszenatorisch in sich haben. Allein die Einstiegssequenz ist diesbezüglich mehr als bezeichnend: im Spider-Duo jagen wir den entflohenen Superschurken Rhino durch die Stadt, manövrieren ihn im Rodeo-Stil durch ein Einkaufszentrum und prügeln ihn anschließend auf einem Fabrikgelände windelweich. Solche pompösen Abschnitte sorgen in regelmäßigen Abständen für Abwechslung und spielen sich so großartig wie sie aussehen.

Weniger groß gestaltet sich allerdings die Laufzeit von ‚Miles Morales‘. Widmet man sich ausschließlich der Hauptgeschichte, dürfte man nach rund sieben Stunden den Abspann über den Bildschirm flimmern sehen. TrophäenjägerInnen dürfen nochmal dieselbe Zeit oben drauflegen, um die begehrte Platin-Belohnung ihr Eigen zu nennen. Grundsätzlich ein völlig solider Umfang, vor allem vor dem Hintergrund, dass der Titel nie für sich beanspruchte, ein ‚Spider-Man 2‘ zu sein, sondern vielmehr die Position eines Spin(n)-offs (sorry) einnimmt. Und trotzdem: Das Abenteuer geht dann doch recht abrupt zu Ende und ich hätte nichts dagegen gehabt, auch noch ein paar Stunden länger an Miles’ Seite zu verbringen. Vielleicht ergibt sich die Gelegenheit ja dann in einem mehr als möglichen ‚Spider-Man 2‘.

Ein detailreiches Abenteuer

»Als Cross-Gen-Titel ist ‚Miles Morales‘ sowohl für PlayStation 4 als auch PlayStation 5 verfügbar. So viel sei schonmal verraten: Miles macht auf beiden Konsolen eine tolle Figur.«

Bleibt noch ein spannender Punkt zu klären, der gerade jene SpielerInnen interessieren dürfte, die sich fragen, ob der Titel die Anschaffung von Sonys Next-Gen-Konsole wert ist. Als Cross-Gen-Titel ist ‚Miles Morales‘ nämlich sowohl für PlayStation 4 als auch PlayStation 5 verfügbar. Im Rahmen dieses Tests hatten wir die Möglichkeit, beide Versionen ausführlich zu testen. So viel sei schonmal verraten: Miles macht auf beiden Konsolen eine tolle Figur.

Miles macht auf beiden PlayStation-Konsolen eine tolle Figur.

Wie schon der Vorgängertitel überzeugt auch ‚Miles Morales‘ auf PS4 mit einem tollen Detailgrad. Beim Schwingen bestaunen wir regelmäßig das schicke, weite Panorama der Stadt, die niemals schläft. Gerade in nächtlichen Passagen oder wenn die Sonne untergeht, begeistern tolle Lichteffekte und Reflektionen, die uns oft zum verspielten Schwingen der alleinigen Schaulust wegen verleiten. Dieser Detailgrad kann sich allerdings nicht halten, sobald wir auf Fehlersuche unter die Leute gehen. Gerade Passanten wirken recht detailarm und generisch. Aber Spider-Man ist ja auch selten zu Fuß unterwegs, oder? Übrigens folgt auch hier die Ausnahme auf die Regel: In einigen gescripteten Passagen, die uns als Miles durch die Straßen schlendern lassen, strotzen die vorgegebenen Wege nur so vor Detailreichtum.

Auch für die Ohren ein Fest

Auch hinsichtlich der Performance kann sich die PS4-Version sehen lassen. Der Titel läuft mit konstanten 30 FPS – das Schwingen und die Kämpfe fühlen sich durchweg flink und flüssig an. Einbrüche der Bildrate konnte ich im Rahmen des Tests nicht feststellen. Schmerzen die Arme mal vom vielen Schwingen, könnt ihr übrigens auch die U-Bahn zur Schnellreise nutzen. Die rund 20-sekündige Ladezeit wird dann mit einer netten Sequenz überspielt, in der Spider-Man Kunststückchen zur Belustigung der Fahrgäste anstellt. Warum dieser Hinweis? Darauf kommen wir gleich noch zu sprechen.

Tolle Musik! Das findet auch unser junger Protagonist.

Gelungen gestaltet sich übrigens auch die auditive Ebene. Die englischen SprecherInnen hauchen den wichtigen Charakteren erfolgreich Leben ein. Sei es Miles, seine Kindheitsfreundin Phin, Schulfreund und Spider-Assistent Ganke oder der diabolisch-charmante Simon Krieger – allesamt begeistern mit einer durchweg tollen Performance. Die deutsche Synchronarbeit fällt ebenfalls kompetent aus, wenngleich ich den englischen Originalton präferiert habe. Musikalisch werden unsere Streifzüge durch New York stets toll untermalt. Sei es durch Hip-Hop-Beat-lastige Variationen bekannter, epischer Musikstücke oder gar durch lizenzierte Tracks von Lecrae oder Jaden. Da begeistert durchaus der eine oder andere Gänsehaut-Moment.

Ein noch detailreicheres Abenteuer

Und wie sieht es auf Sonys frischgebackener Konsole der nächsten Generation aus? Ähnlich, aber noch um einige Spuren besser. Präsentiert sich die PS4-Version schon detailreich, legt die PS5-Version noch eine Schippe drauf. Gerade die Figurenmodelle der Hauptakteure strotzen nur so vor optischen Feinheiten. Jegliche Stoffe und Materialen von Miles’ Anzügen lassen sich ins kleinste Detail bestaunen. Der Fotomodus lässt uns gar die Verschleißspuren an den Sohlen des jungen Helden erkennen. Aber auch im Spielfluss macht sich die Grafikpower von PS5 bemerkbar. In Kämpfen donnern die elektrisierenden Venomangriffe dank zusätzlicher Partikeleffekte etwa umso mehr. Selbst als Cross-Gen-Titel lässt ‚Miles Morales‘ entsprechend erahnen, wohin die grafische Reise auf Konsolen in den nächsten Jahren geht.

Die PS5-Version überlässt uns übrigens die Wahl, ob wir in einem Bildqualitäts- oder Performance-Modus spielen möchten. Ersterer schraubt den Detailsgrad dabei noch einmal mehr an und ermöglicht so etwa Ray-Tracing. Spiegelungen an den Fensterfassaden hoher Wolkenkratzer oder in den Pfützen auf der Straße erscheinen damit umso realistischer. Der Preis, den ihr dafür zahlt? Das Spiel läuft in 30 FPS.

Butterweich durch New York

Der Performance-Modus verzichtet auf die zusätzliche grafische Finesse, lässt euch dafür aber mit butterweichen 60 FPS durch die Häuserschluchten von New York schwingen. Und das ist ein wirklicher Mehrwert. Versteht mich nicht falsch: ‚Miles Morales‘ spielt sich auch auf PS4 angenehm flüssig, der Performance-Modus der PS5-Version ist aber schlichtweg ein anderes Level. Gerade hinsichtlich des Geschwindigkeitsgefühls bei der Fortbewegung durch die Stadt, sind die 60 FPS eine wahre Wonne. Einmal ausprobiert, möchte man gar nicht mehr auf die erhöhte Bildrate verzichten. Entsprechend war es für mich persönlich ein Leichtes, eine Entscheidung zwischen den beiden Bildmodi zu treffen. Zumal das Spiel auch im Performance-Modus mehr als klasse aussieht.

Vielleicht schafft es ja auch Miles noch auf die Fassade.

Und dann wäre da noch der Mehrwert, der sich aus dem DualSense-Controller ergibt. Die adaptiven Trigger vermitteln einen leichten Widerstand beim Verschießen der Netze, während die Vibrationsfunktion des Controllers authentisch das Geschehen untermalt. Befinden wir uns etwa in der Nähe einer prasselnden, elektrisierten Tür, prasselt es auch in unseren Händen. Dieser Zusatz versetzt keine Berge, trägt aber erfrischend zur Immersion bei.

Ladezeiten ade

»Um vom PS5-Menü ins Spiel zu gelangen, bedarf es maximal 20 Sekunden. Eine Schnellreise nimmt nicht einmal fünf Sekunden in Anspruch.«

Nicht nur „nice to have“, sondern eine erstaunliche Verbesserung stellen die Ladezeiten des Spiels dar. Um vom PS5-Menü ins Spiel zu gelangen, bedarf es maximal 20 Sekunden. Und erinnert ihr euch an die Sequenz im Rahmen von Schnellreisen, von der ich weiter oben sprach? Gibt es in der PS5-Version nicht. Eine Schnellreise nimmt hier nämlich nicht einmal fünf Sekunden in Anspruch. Das gestaltet das Spielerlebnis wirklich ungemein komfortabel.

Auditiv halten sich die Unterschiede in Grenzen, wenngleich man vom 3D-Audio der PS5-Version profitieren kann, sofern man ein entsprechendes Headset parat hat. Zusammenfassend kann man also sagen, dass die PS5-Version von ‚Miles Morales‘ ein ohnehin schon gelungenes Spiel noch einmal technisch toll aufwertet. Ob euch das dazu bewegen sollte, mit dem Spielen bis zum Erwerb einer neuen Konsole zu warten, müsst ihr selbst entscheiden. Solltet ihr euch aber schon auf eurer PS4 durch New York schwingen wollen, könnt ihr es ruhigen Gewissens tun. Und wenn die nächste Konsolengeneration ins Haus kommt, wartet ein kostenfreies Upgrade auf die PS5-Version auf euch.

Spider-Man is dead* – long live Spider-Man

‚Marvel’s Spider-Man: Miles Morales’ macht die Bühne für die titelgebende Nachwuchs-Spinne Miles frei. Und dieser weiß mit einer gelungenen Vorstellung zu überzeugen. Wir lernen den sympathischen Miles als Teenager kennen, der im Angesicht großer Verantwortung noch in seine Rolle als Held hineinwachsen muss. Seine Selbstfindungsreise bereitet dabei in bester Spider-Man-Manier sowohl in den ruhigen als auch bombastischen Momenten große Freude. Wir schwingen uns durch ein detailliertes New York, helfen Menschen in Not, legen Verbrechern und Superschurken das Handwerk und sehen Miles dabei zu, wie er zu Spider-Man heranwächst.

 

Begeistert das Abenteuer bereits auf PlayStation 4, entfaltet es dabei auf Sonys Next-Gen-Konsole seine technische Finesse. Wir erfreuen uns an umso detailreicherer Grafik in butterweichen 60 Bildern pro Sekunde. Oder wählen gar noch schickere Bildqualität und verzichten damit auf die erhöhte Bildrate. Nahezu wegfallende Ladezeiten und tolle DualSense-Funktionen runden das technisch herausragende Gesamtbild der PS5-Version ab. Und wer auch schon ohne neue Konsole losschwingen möchte, ist mit der PS4-Version ebenfalls bestens bedient. Zumal ein kostenfreies Upgrade auf die PS5-Version wartet, sobald ihr den Sprung in die nächste Konsolen-Generation wagt – kein Grund zur Eile also. In diesem Sinne: frohes Schwingen.

*„dead“ = „im Urlaub“

 

Story

Peter Parker übergibt das Ruder an den jungen Miles, der nun angesichts großer Verantwortung in seine Rolle als Spider-Man hineinwachsen muss.

Gameplay

Schwingt als Nachwuchsheld durch die Straßen von New York, helft Menschen in Not und verdrescht Kriminelle und intrigante Superschurken.

Grafik

Opulentes und detailreiches Abenteuer, sowohl auf PlayStation 4 als auch PlayStation 5. Die Next-Gen-Version versüßt euch die Streifzüge durch New York mit noch detaillierterer Grafik und butterweichen 60 FPS.

Sound

Eine kompetente (englische wie deutsche) Synchronarbeit und ein toller Soundtrack untermalen den Titel gelungen. PS5-SpielerInnen profitieren ferner von 3D-Audio.

Sonstiges

Die Funktionen des DualSense-Controllers und nahezu komplett wegfallenden Ladezeiten sorgen auf PlayStation 5 für zusätzliche Immersion.

Bildmaterial: Marvel’s Spider-Man: Miles Morales, Sony / Insomniac Games

1 Kommentar

  1. Sehr schöner Test. Meins ist aktuell auch schon auf dem Weg zu mir und ich kann es kaum abwarten es zu zocken (nachdem ich Yakuza 7 durch habe). Das geile ist ja, dass heute ein Patch kam wo man auch Ray tracing mit 60 fps haben kann, man aber dafür "nur" 1080p hatt. Ich hätte ja echt Probleme gehabt mich zu entscheiden aber mit der Lösung ist klar was ich nehme.
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