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Im Test! Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung

TitelHyrule Warriors: Zeit der Verheerung
Japan20. November 2020
Koei Tecmo
Nordamerika20. November 2020
Nintendo
Europa20. November 2020
Nintendo
SystemSwitch
Getestet fürSwitch
EntwicklerOmega Force, Koei Tecmo
GenresHack and Slay
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
VertonungDeutschland Nordamerika Japan
Na, erkennt ihr den Ort wieder?

Eines der Flaggschiffe von Nintendos Hybridkonsole ist und bleibt „The Legend of Zelda: Breath of the Wild“. Mit seinen innovativen Ansätzen wurde der Titel auch außerhalb Japans zum großen Verkaufshit. Eher unpopulär ist dagegen der Wii-U-Titel „Hyrule Warriors“, der das TLoZ-Universum mit dem Konzept des Dynasty-Warriors-Franchises kombiniert. Zwar brachten die Verantwortlichen eine „Definitive Edition“ für Nintendo Switch heraus, den Verkaufszahlen verschaffte das allerdings keinen großen Boom.

Umso erstaunlicher ist es, dass Nintendo sich erneut an dieses Franchise wagte. Der Erfolg könnte dieses Mal vielversprechender sein, dann in „Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung“ kombiniert man die Warriors-Reihe mit BotW. Als Prequel erlebt ihr die Geschichte, wie sie sich rund 100 Jahre vor der Verheerung Ganon zugetragen hat. Wie wir den Ausflug in die Vergangenheit Hyrules erlebt haben, das könnt ihr im folgenden Test nachlesen.

Link ist nicht allein zu Haus

»Auf dem Schlachtfeld erwartet Link eine unbändige Anzahl an Gegnerhorden, durch die es zu schnetzeln gilt. Als Spieler hilft es euch ungemein, wenn ihr den ersten „Hyrule Warriors“-Teil erlebt habt.«

Das Spielgefühl von Hyrule Warriors ist das komplette Gegenteil zu BotW. Während der Fokus in BotW auf der Natur und dem großteiligen Alleinsein von Link lag, ist der Held in Hyrule Warriors nur eines nicht: allein. Denn auf dem Schlachtfeld erwartet Link eine unbändige Anzahl an Gegnerhorden, durch die es zu schnetzeln gilt. Als Spieler hilft es euch ungemein, wenn ihr den ersten „Hyrule Warriors“-Teil erlebt habt, denn der Einstieg in „Zeit der Verheerung“ ist alles anderes als leicht. Doch auch als Hyrule-Warriors-Veteran mit jahrelanger Abstinenz fiel mir der Einstieg schwerer, als er sein sollte.

So steigt ihr sowohl in der Story als auch vom Handling her mitten ins Geschehen ein. Euch wird mitten in der actionlastigen Schlacht erklärt, wie was funktioniert. Hier hätte vorab ein kleines Tutorial nicht geschadet, um euch mit den wichtigsten Features der Steuerung vertraut zu machen. Im späteren Spielverlauf gibt es so etwas wie einen Raum für das mentale Training, in dem ihr euch mit den einzelnen Figuren näher vertraut machen könnt.

Viele Möglichkeiten, eure Gegner zu schnetzeln

So müsst ihr inmitten der Hektik lernen, dass es Kombinationsmöglichkeiten aus leichten und schweren Angriffen gibt. Mit einem perfekten Ausweichen ist es euch möglich, bei größeren Gegnern die entsprechende Schwachpunktanzeige herunterzukloppen, bis ihr mit einem Finisher eine größere Menge an gegnerischen Lebenspunkten eliminieren könnt.

Die Titanen steuern sich sehr behäbig.

Als weitere Option bleibt euch eine Spezialattacke, die ihr ausführen könnt, wenn ihr eine bestimmte Anzahl an Gegnern besiegt und die Spezialleiste somit gefüllt habt. Die Spezialattacke ist von Charakter zu Charakter unterschiedlich und spiegelt die jeweilige Persönlichkeit wider. Zoraprinzessin Mipha kann mit ihrer Spezialattacke beispielsweise heilen, während die forsche Prinzessin Zelda ihr Shiekah-Modul verwendet. Hinzu kommt, dass manche Charaktere unterschiedliche Waffentypen tragen können und somit ihre Angriffsmuster ändern.

Mit Rädern läuft es runder

Abseits dessen stehen euch zwei weitere Räder zur Verfügung, die ihr über L und R aktivieren könnt und mit „Zeit der Verheerung“ neu ins Spiel hinzugekommen sind. Auf dem ersten Rad findet ihr drei unterschiedliche Zauber – Eis, Blitz und Feuer. Je nach Gegnertyp könnt ihr einen der Zauber einsetzen, um die Schwachpunktanzeige hervorzulocken und diese sogar noch schneller zu minimieren, wenn ihr den richtigen Typ auswählt. Feuer-Gegner meiden beispielsweise die Kälte, wieso also nicht den Eisstab verwenden? Voraussetzung hierbei ist, dass ihr vorher einen Zauberer mit passendem Elementtyp besiegt, um die Leiste eurer Elementzauberstäbe zu füllen. Als vierte Option bietet euch das Rad einen Apfel, mit dem ihr im Gefecht eure Herzen auffüllen könnt.

Die Switch wird an ihre Grenzen getrieben.

Das zweite Rad ist mit den Möglichkeiten des Shiekah-Moduls ausgestattet. Dieses dürftet ihr ebenso aus BotW kennen wie die Elementmagier. So könnt ihr Bomben werfen, Waffen mit dem Magnetmodul zurückschleudern, Eisblöcke erschaffen und mit Stasis eure Gegner kurzzeitig außer Gefecht setzen. Ab und an blinkt über einem stärkeren Gegner eines der vier Module auf, was von einem akustischen Signal begleitet wird – jetzt wisst ihr, dass ihr das gezeigte Modul so schnell wie möglich einsetzen solltet.

Ein negativer Aspekt, der mir beim Spielen aufgefallen ist: Das gezeigte Symbol bei Gegnern ragt manchmal über den Bildschirm hinaus, sodass ihr sie nicht erkennen könnt. Hier hört ihr nur das akustische Signal und wisst, DASS ihr etwas einsetzen sollt – seht aber nicht, WELCHES Modul jetzt genutzt werden sollte. Da kann es helfen, einfach zu raten, welches der vier Module ihr jetzt einsetzen solltet. Allerdings ist diese Tatsache mehr als frustrierend, da sie euch die Chance nimmt, die Lebensanzeige des Gegners drastisch zu reduzieren.

Keiner wie der andere

Insgesamt warten 20 unterschiedliche Charaktere auf euch, die ihr in „Zeit der Verheerung“ spielen könnt. Dabei sind übrigens einige Charaktere dabei, mit denen ihr wirklich nicht rechnet. Die meisten lassen sich im Laufe der Hauptgeschichte freispielen, manche erhaltet ihr aber nur im Zuge von Nebenmissionen.

Den lila Ninja habe ich sehr vermisst.

Jeder Charakter besitzt neben individuellen Attackenkombinationen eine andere Funktion, wenn ihr ZL drückt. Bei manchen erhöht sich dann beispielsweise die Bewegungsgeschwindigkeit, während bei Gerudodame Urbosa beispielsweise eine Leiste gefüllt werden kann. Diese lädt ihre Blitzattackenleiste auf, mit der sie verstärkte schwere Angriffe ausführen kann. Link erhält mit ZL beispielsweise einen Bogen, mit dem es sich allerdings nicht so gut zielen lässt.

Jeder Charakter ist zudem vollständig vertont worden. Spaß beiseite, natürlich ist Link immer noch ein stummer Protagonist. Doch alle anderen Charaktere werden durch eine hervorragende Synchronisation in den Zwischensequenzen und auch während der Kämpfe hervorragend in Szene gesetzt, was noch einmal ihre Individualität unterstreicht. Schade ist jedoch, dass die Charakterzüge an sich eher platt wirken, da in den Zwischensequenzen meistens nur Einzeiler eingespielt werden. Die liebevolle Fürsorge von Urbosa für Zelda aus BotW beispielsweise bleibt hier nur angerissen.

Zu zweit sieht man nicht unbedingt besser

»Eine große Stärke und eines der für mich besten Features, ist der lokale Zweispielermodus. Durch einen Mitstreiter lassen sich die Herausforderungen in den Kapiteln wesentlich schneller bewältigen.«

Durch einige Charaktere kommt eine gewisse Dynamik in die Attackenkombination mit herein, weil sie beispielsweise ihre Form wechseln können oder wie Revali sich in die Luft heben können. Wie ihr seht, spielt sich kein Charakter wie der andere – was bei einer Anzahl von 20 spielbaren Charakteren eine enorme Leistung ist. Es macht Spaß, zwischendurch mal einen anderen Charakter auszuprobieren. Ist man von einem Charakter genervt, ist das kein Drama, da genug andere zur Verfügung stehen.

Eine große Stärke und eines der für mich besten Features, ist der lokale Zweispielermodus. Durch einen Mitstreiter lassen sich die Herausforderungen in den Kapiteln wesentlich schneller bewältigen, da ihr dann keinen Charakter fernsteuern und ihm Laufwege zuteilen müsst. Der Bildschirm wird dann horizontal aufgeteilt, wodurch leider die Übersicht und die FPS reduziert werden. Besonders bei vielen Gegnern auf dem Bildschirm und dem Einsatz von raumeinnehmenden Spezialattacken sinkt die Bildrate der Konsole in ungeahnte Tiefen, die einer Diashow gleichkommen.

Technische Mängel inklusive

Ein wirklich schwerwiegendes Problem, das mir aus Hyrule-Warriors-Zeiten nicht bewusst war, ist die Kamera. Während im ersten „Hyrule Warriors“ größtenteils große Arenen mit schlauchartigen, offenen Wegen miteinander verbunden waren, sind die Karten in „Zeit der Verheerung“ zwar meistens offener gestaltet, zeigen aber ihren Schwachpunkt am Rand der Karte oder in engen Gebäuden.

Na, wer sich wohl hier versteckt?

Begegnet ihr in einem räumlich begrenzten Areal einem starken Gegner, geht die Übersicht komplett flöten. Mal seht ihr den Boden, mal die Wand, mal den Gegner – eigentlich alles, aber euch selbst nicht. Besonders im eben erwähnten Zweispielermodus ist es dann nervig, wenn beide Spieler direkt am Gegner stehen und nichts mehr sehen können. Die Kamera lässt sich zudem nicht flüssig in alle Winkel drehen, sondern kann nur in Stücken bewegt werden, was in Kombination mit der Bildrate zum verstärkten Effekt einer Diashow führt.

Hinzu kommt bei der Bildrate, dass diese nicht nur im Zweispielermodus unterirdisch schlecht ist. Gerade bei der ersten Mission fällt auf, dass ihr es mit einer wahren Ruckelpartie zu tun habt. Im Handheldmodus sind die Ruckler zwar weniger, dennoch sind sie vorhanden. Ein paar Augenblicke lang hatte ich sogar gebangt, ob mir gleich eine Fehlermeldung seitens der Konsole angezeigt wird. Doch trotz des Einbrechens der Bildrate ist mir das Spiel nicht einmal abgestürzt.

Ein weiteres zweischneidiges Schwert ist die Steuerung der Titanen. Eigentlich solltet ihr euch hier übermächtiger denn je fühlen, habt ihr doch alles zerstörende Attacken, mit denen ihr einen Rundumschlag verteilen könnt. Doch aufgrund der beschränkten Bewegungsmöglichkeit fühlt ihr euch angreifbarer denn je, denn bis ihr einen Gegner mal anvisiert habt, kann das aufgrund der behäbigen Steuerung einige Sekunden dauern. Ein Totalausfall war bei mir die optionale Bewegungssteuerung, denn hier ist es teilweise Glück, ob ihr richtig zielt oder nicht. Hierbei musste ich jedes Mal den Joystick zu Hilfe nehmen, da ich die Gegner mit der Bewegungssteuerung einfach nicht in den Radius meiner Attacke bekam.

R2D2 lässt grüßen

Die Geschichte von „Zeit der Verheerung“ sollte eigentlich stringent vor BotW eingereiht werden. Die Recken sollten im Kampf gegen die Verheerung Ganon zum Opfer fallen und Link muss Prinzessin Zelda aus dessen Klauen befreien. Ohne zu viel von der Geschichte zu verraten: Mit der Einführung des kleinen Roboterwesens, das Zelda und Link seit Beginn der Geschichte von „Zeit der Verheerung“ begleitet, kommt ein Plottwist zustande, den man so nicht erwartet hätte. Dieser kann einem gefallen, muss er aber nicht, das zu bewerten liegt tatsächlich im Auge des Betrachters.

»Mir ist es negativ aufgestoßen, dass es viele Ungereimtheiten während des Storyverlaufs gibt. Es kommen beispielsweise neue Charaktere hinzu, deren Auftauchen plötzlich als Gegebenheit wahrgenommen wird.«

Trotzdem ist es mir negativ aufgestoßen, dass es viele Ungereimtheiten während des Storyverlaufs gibt. Es kommen beispielsweise neue Charaktere hinzu, deren Auftauchen plötzlich als Gegebenheit wahrgenommen wird, ohne zu erklären, wie diese Charaktere es überhaupt ins Spielgeschehen geschafft haben. „Zeit der Verheerung“ versucht zwar, eine Ursache für deren Erscheinen zu finden, diese überzeugt mich als Spieler allerdings nicht. Naja, durch diese Sinnlücken gibt es immerhin eine größere Auswahl an spielbaren Charakteren, man möchte sich nicht beschweren. Und eines sollte erwähnt sein: Nach Navi und Co. hat es endlich mal ein süßer Sidekick ins Spiel geschafft, der nicht andauernd nervt!

Der Fokus der Geschichte liegt eindeutig auf dem Konflikt von Prinzessin Zelda, die sich entgegen dem Wunsch ihres Vaters für die antike Technologie interessiert, statt zu üben und ihre Kraft zu entfalten. So liegt es in den meisten Zwischenszenen an Impa und Co., Zelda wieder einmal zu trösten und ihr zu sagen, dass die Kraft bestimmt bald erwachen wird. Hoffentlich, denn ansonsten wissen wir ja, wie die Geschichte endet.

Eine Menge Aktivitäten

Und schnipps, kaputt.

Eine drastische Verbesserung zum ersten Teil ist die Karte, auf der ihr alle Aktivitäten sehen könnt. Ihr folgt entgegen dem ersten Teil nicht mehr einem Pfad, bei dem ihr die unterschiedlichen Missionen abarbeiten müsst. Stattdessen seht ihr direkt auf einer Übersichtskarte von Hyrule, wo euch örtlich Missionen erwarten. Durch kleine Symbole wisst ihr zudem sofort, ob man es mit einer Hauptmission, Nebenmission oder beispielsweise einem Shop zu tun habt. Ihr seht auch anhand der Farbe, ob ihr eine Mission bereits beendet habt oder nicht und wo euch weitere Aufbesserungen für eure Charaktere und Shops erwarten. Trotz der immensen Fülle an Symbolen, die zum Spielende die Karte pflastern, geht die Übersicht hier trotzdem nicht verloren.

Um eure Charaktere aufzubessern, müsst ihr wie schon im ersten „Hyrule Warriors“-Teil Beute sammeln, die die Gegner hinterlassen. Elektrofledermäuse lassen entsprechende Flügel fallen, die ihr beispielsweise nutzen könnt, um die Komboleiste von Gorone Daruk zu verlängern. Falls ihr mal keine Ahnung habt, wo ihr entsprechendes Material herbekommen könnt, so bietet euch der Shiekah-Sensor eine komfortable Option, um anzuzeigen, wo ihr benötigtes Material herbekommt. Neben den einzelnen Missionen könnt ihr besagtes Material auch für eine bestimmte Anzahl an Rubinen in den örtlichen Shops besorgen.

Altbekannte Schauplätze in gewohntem Gewand

Fans von BotW dürften viele Schauplätze wiedererkennen. Die einzelnen Schlachtplätze sind sehr detailliert gestaltet und spiegeln die Welt von „Breath of the Wild“ fast 1 zu 1 wider. Selbst kleinere Plätze wie der geheime Gerudo-Club lassen sich im Spiel wiederfinden. So kommt in den unterschiedlichen Leveln durch das Leveldesign, die Lichtkulisse und den Aufbau eine andere Stimmung zustande, wie ich sie in „Hyrule Warriors“ noch vermisst habe.

Allerdings finden sich einige Plätze nur in abgespeckter Form wieder, da die immense Anzahl an Gegnern wohl zu viele Ressourcen frisst. Erinnert ihr euch beispielsweise an den Dschungel aus BotW? Nun, in der Hyrule-Warriors-Version erwartet euch vielmehr eine Lichtung aus wenigen Bäumen, die ihr in einer Mission durchqueren müsst. Und obwohl viele Schauplätze in abgespeckter Form zu finden sind, begegnen euch in allen Leveln plötzlich aufploppende Gegner oder Texturen.

Eine Zeit, in der die Menschen in Frieden lebten?

Mit „Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung“ haben wir definitiv einen Kandidaten, bei dem ich schon erste Werbevideos seitens Nintendo für eine leistungsstärkere Nintendo Switch sehe, die sich noch in Entwicklung befindet. Von der technischen Seite mangelt es „Zeit der Verheerung“ leider an so vielem: die Bildrate ist nicht konstant, Texturen und Gegner ploppen plötzlich auf und die Kamera gibt auch ihr Bestes, uns die Sicht zu verderben. Besonders im Zweispielermodus wird die Konsole an ihre Grenzen getrieben. Da musste ich beten, dass wir nicht aus der laufenden Partie geworfen werden.

Abseits dessen liefert „Zeit der Verheerung“ eine wirklich tolle Leistung ab. Auch im Endgame gibt es noch eine wichtige Aufgabe und zahlreiche Missionen, die ihr erledigen müsst. Dank der neuen Übersichtskarte findet ihr euch im Hauptmenü immer zurecht und könnt euch möglichst schnell in die nächste Schlacht stürzen. Der wohl dickste Pluspunkt sind die unterschiedlichen Charaktere, bei denen die individuell zugeschnittenen Angriffsmuster wie die Faust aufs Auge passen.

Besonders Spieler, die die Welt aus BotW mal von einer anderen Seite erleben wollen, können hier mit ein paar Abstrichen zugreifen. Falls ihr euch allerdings mehr Informationen aus der Geschichte erhoffen solltet – da muss ich euch enttäuschen. Aus „Zeit der Verheerung“ zieht ihr keinen solchen Mehrwert. Doch falls euch das nicht stören sollte und ihr einfach nur mit einem Kumpel (oder allein) Bock auf Kloppen habt, dann könnt ihr euch das Spiel kaufen.

 

Story

Die Verheerung Ganons steht bevor und die Recken sowie Prinzessin Zelda müssen sich auf die drohende Gefahr vorbereiten.

Gameplay

Ihr schnetzelt, meuchelt, kloppt und prügelt euch durch immens große Gegnerhorden. Ab und an müsst ihr taktische Kämpfe gegen größere Bossgegner bestreiten.

Grafik

Durch die starke Performance, die die Konsole hier leisten muss, leidet die Grafik etwas.

Sound

Spieler von BotW dürften sich durch den bekannten Sound direkt heimisch fühlen. Akustische Signale wie der Einsatz von Modulen sind eingängig und gut umgesetzt.

Sonstiges

In meinen Augen ist die Kombination aus der Warriors-Reihe und BotW trotz einigen Mängeln gut gelungen und bringt jetzt schon Vorfreude auf den zweiten Teil zu BotW.

Bildmaterial: Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung, Nintendo, Koei Tecmo / Omega Force

3 Kommentare

  1. Für mich ist das Spiel die Enttäuschung des Jahres. Mir reichen im Grunde stabile 30 FPS und 720p. Aber wenn es im Sekundentakt ruckelt und zuckelt, dann ist's, für mich persönlich, aus mit dem Spielspaß. Vielleicht warte ich mit dem Zocken auf die "Switch Advance" und hoffe, dass sie abwärtskompatibel sein wird.
  2. Ich habe die Demo gespielt, und mir hat sie gefallen. Hatte definitiv mehr Spaß als mit Breath of the Wild gehabt. Trotz den Technischen Problemen, fand ich das dieses Spiel sich nicht nach Arbeit anfühlt.
  3. Phew, das wird ein schwieriges Thema, weil ich halt BotW sowohl auf der WiiU als auch auf der Switch gefressen habe, mein persönliches Game of Decade ist und auch HW:AOC absolut verschlungen habe, und für mich als GotY-Kanditat an der Tür versus Final Fantasy 7 Remake sowie "potenziell" Cyberpunk steht.

    Und für mich sind hier halt so einige Kritikpunkte, denen ich einfach nicht wirklich zustimmen kann. (Ich möchte Anmerken das ich das Spiel komplett Solo, im TV Modus, und selten mal Nebenquest [oder ältere wiederholt] im Handheld modus. Aber 95% meiner Erfahrung beruhen im Stationären-Modus Solo. Deshalb äußere ich mich hier mal nicht über den Co-op).

    1. Technik:
    Das AoC immer wieder mit Performance-Problemen zu kämpfen hat, ist glaube ich etwas was wir hier gar nicht groß diskutieren müssen. Hat man ja auch schon in der Demo gesehen, auch wenn sicher die Hoffnung da war das es sich bis zum Release bessert. Ich finde es aber immer leicht übertrieben wenn Leute raushauen ist eine Ruckelorgie und Diashow, und soweit ist halt einfach nicht der Fall. Wer Ruckelorgie und Diasshow will sollte sich mal HW Legends für Standart 3DS kaufen, dann sprechen wir von einer Ruckelorgie, bei AoC ist es doch noch seltener der Fall. Bis auf drei Maps (Krog Wald, erste Map und Zora Map) ist mir bei keiner der Maps signifikante FPS einbrüche oder etwaiges aufgefallen und ist wesentlich flüssiger gelaufen als erwartet. Das einzige was durchgehend "weird" ist sind die kleinen Stotter wenn man eines der einnehmbaren Areale mit dem Ganon-Effekten betretet sowie wenn die Kisten Spawnen. Sah ich jetzt aber nicht als Problematisch weil die halt eh nicht dauerspawnen und du auch nicht in eine Situation gerätst wo es irgendeinen großen spielerischen Impact hätte. Einzig wo ich noch etwas stärker kritisch in dem Bezug bin ist ein bestimmter Charakter(was aber nochmal erschwerdend mit einer dieser genannten Maps zusammenhängen könnte) wo das Spiel bei mir dann auch katastrophal gelaufen ist wenn ich mal etwas schwerere Kombos ausgepackt habe. Aber der Großteil des Spiels lauft insgesamt flüssig und lässt das Spiel zumindestens Spielbar bleiben. Muss aber auch hier trotzdem einwerfen und zustimmen, das sowas halt echt nicht hätte sein sollen und ich wäre mir nicht mal sicher ob es hier wirklich an der Switch liegt oder einer schlampigen Umsetzung.

    Nur und um jetzt zu einer stark persönlichen Meinung zu kommen, weil ich den ein oder anderen User erwarte der mir das jetzt mit den "GotY" ankreiden will. Auch wenn diese Probleme faktisch vorhanden sind (wenn denn auch ich nicht zur übertreibung neigen würde wie manch andere), gewichtet es sich für mich einfach nicht. Die Positiven Aspekte des Spiels überwiegen über sovielen Maßen dieses technische Problem, und weil es ja eben kein dauerzustand ist und nicht wirklich so stark ins Gewicht fällt(selbst in den Situationen wo es mal in den Kämpfen auffällt, möchte ich halt aber auch anmerken das wir hier von kein Präzisionstitel wie einem Souls sprechen, sondern einem Schnetzler).

    Das mit der Kamera kann ich halt NULL nachvollziehen wobei das evtl auch mit dem Co-op zusammenhängt (?). Ich hatte in über 20-30 Stunden die ich versenkt habe gerade 1x ein Kamera-Problem gehabt und das war als ich die Gerudo Map erneut gespielt habe und in das hier erwähnte Lokal gegangen bin um Sammelbares zu Suchen. Und das ist halt so ein kleiner Raum, denn hast du standart gemäß in den Meisten welten nicht. Ansonsten hatte ich nie ein Problem mit der Cam.



    2. Gameplay
    Zuallererst möchte ich noch ergänzen, weil ich schade finde das es hier nicht wirklich erwähnt wird, finden sich auch in dem Spiel mehr Einzug vom Orginal-Spiel. HW2 schafft den Spagat zwischen einem Dynasty Warriors und einem Zelda-Spiel einfach noch besser als der Vorgänger und fühlt sich alles etwas organischer an. Bspw. neben den perfekten Ausweichen gibt es auch das BotW Schwachstellen Konzept, bspw. schießt du mit Bogen von Link bspw in Hinox Auge, dann offenbarst du auch das Schwachstellen Rad. Mit Schwert & Schild Charaktere (Link, Urbosa) hast du beim Blocken mit dem leichten Angriff auch die Möglichkeit zum Kontern, was wie bei BotW ermöglicht die Laser der Wächter etc zu reflektieren oder Moblins zu stagern. Außerdem sollte noch erwähnt werden das die Shiekah Module/Fähigkeiten für jeden Charakter individuell gestaltet ist.

    Zum Map-Design kann ich sagen, das ich dem Argument von "Abgespeckter" Form einfach nicht zustimmen kann, sondern es ist eher der Gegenteilige Fall. Der Wald mag vielleicht ein Grund sein warum man das so sieht, man sollte aber nicht vergessen das 100 Jahre dazwischen liegen und es krieg herrschte. Das Landschaften in mitleidenschaft gezogen ist oder das halt eben 100 Jahre vorher, wo eben auch die Bevölkerung in Hyrule noch größer war als bei Zeiten zu BotW, auch nicht alles so stark bewildert war. Aber wenn du vorallem bedenkst das es jetzt auch viel mehr Maps gibt die detailierter und ausgebauter sind, da eben bspw nicht ganze Dörfer oder Schloss-Hyrule verwüstet sind, gibt dem ein wesentlich dichteres Mapdesign, wo du bspw. bei BotW nur mit Ruinen oder etwaiges abgespeist wurdest.

    Bei der Karte muss ich auch etwas differenzierter rangehen, ich bin mittlerweile an einen Punkt angekommen wo sich halt die Karte schon durchaus "bloated" anfühlt und nicht mehr wirklich übersichtlich. Man muss aber halt auch erwähnen das es mit L/R noch untermenüs gibt, bei denen man gezielt nach dinge suchen kannst, wie Charakter-Quest, Einrichtungen, Nebenquest usw. Vielleichts liegts aber auch nur an mir das ich es generell nicht so groß mag wenn eine map so stark zugepflastert ist.

    Ansonsten was ich persönlich dem Spiel etwas ankreiden müsste kommt davon, wenn man das Spiel mal weniger als ein Prequel von BotW sieht sondern mal nur rein Mosou oder Warriors betrachtet. Ich mag Mosou Spiele wirklich gerne, habe so einige Favoriten wie eben Hyrule Warriors, Fire Emblem Warriors oder etwaiges, aber ich bin der Meinung das sich die Mosou-Elemente seit einem Jahrzehnt nicht wirklich groß weiter ausbauen. Gut ich spiele nicht jeden Dynasty Warriors ableger und kenne auch den aktuellsten gerade nicht, aebr von allen Mosou Spielen die ich immer so spiele wird in Punkto Fortschritt der Punkt immer etwas vernachlässigt und bleibt auf der Stelle, wobei ich der Meinung bin genau da kann man auch noch große Fortschritte bringen. Viele der verbesserungen der Mosou-Ableger der letzten Jahre kommen eben nur dank den ganzen Crossover zustande, weil Elemente aus anderen Franchises eingebaut werden die das Spiel aufpeppen, nehmen wir halt bspw die Itemfunktionalität von HW, der strukturelle JRPG aufbau von Persona 5 Scrambles oder das man bei Dragon Quest Heroes auch monster fangen und in der Map als minions oder fähigkeiten beschwören kann. Jetzt könnte man natürlich sagen, weil ich ja schon erwähnt habe, das HW:AoC einen sehr guten Job macht eben noch mehr Zelda bzw BotW ins Kerngameplay zu bringen, "wo ist dann das problem... ist ja wie gewohnt?". Ich muss aber dazu sagen das das Problem an AoC ist das der Mosou Anteil ja nicht nur dieses Level hält, sondern man auch etwas zurückgefahren ist. Die MIssionen (Nebenmissionen mal außen vor, weil challenges dieser Art waren ja immer schon so) sind wesentlich mehr Linearer und Streamlined als die alten Ableger, trotz der Tatsache das die Maps größer gestaltet sind. Dynamiken wo man bspw. aufpassen muss das Gebiete eingenommen werden sind weitaus seltener als früher und es passiert auch weniger überraschendes wenn es um diesen Aspekt geht. Man hat jetzt die Möglichkeit (wie in FEW) das man seine Team-Mitglieder aufteilt und an verschiedenen Punkten schickt, man spart sich aber im Endeffekt bei den Großteil der Situationen einfach nur die Zeit irgendwo mit seinen "Main" hinzulaufen (selten mal missionen wo man aus zeitgründen splitten muss), und eben nicht um dynamischer auf Situationen zu reagieren oder Gebiete zu erobern und halten müssen.

    Ich möchte da Anmerken, mir ist auch durchaus bewusst das AoC auch einfach mehr zugänglich für BotW spieler sein wollte, das die Narrative auch dieses Mal wichtiger ist als sonst und somit ein smootheres Pacing gewährleistet werden muss. Man muss aber diesen Punkt für Mosou Fans auch mal erwähnt haben. Es kann natürlich sein das auf höheren Schwierigkeitsgraden die Dynamik etwas ändert / steigert, aber auf normal bspw. ist es halt in der Hinsicht auch kein wirklicher vergleich mehr zum ersten Hyrule Warriors.

    3. Story & Charaktere:
    Zum Spielerischen Aspekt muss ich bei dem Punkt zustimmen. HW:AoC dürfte Potenziell sogar das bisher beste Vorzeige-Spiel in Punkto Charaktere sehen, wenn es um spielerische Varietät geht. Von der Steuerungsschematik spielen sich natürlich alle gleich, die Spielemechaniken der Charaktere an sich sind aber stark unterschiedlich und mir fällt halt gerade sehr schwer ein Charakter ein, der nur in die nähe eines "Kloncharakters" kommen würde. Ein persönlicher Kritikpunkt [starker Charakter-spoiler also nur lesen wenn durchgespielt]
    Spoiler anzeigen
    Ich hasse die Tatsache das Supah nicht Spielbar ist... T_T Dualkatanas und leichter Deadpool style und der ist nicht spielbar...
    , außerdem im Vergleich zu HW1, und ich weiß halt nie wie ich es am besten erklären soll. Spielerisch sind die Charaktere sehr abwechslungsreiche, an und für sich würde ich behaupten das aber HW1 immer noch etwas mehr varietät was einfach wohl daran liegt, da es halt ein Crossover ist wo mehrere Zelda-Lieblinge zusammenfinden und auch viele unterschiedliche Stile aufeinandertreffen. Ich würde es am ehesten Vergleichen wie Super Smash Bros (Ultimate) versus Street Fighter. Ersteres ist Abwechslungsreicher im Auftakt, zweiteres ist Konsistenter. Ist aber nicht Aussagekräftig in Punkto spielerischer Vielfalt.

    Ein Punkt wo ich auch hemmend widersprechen muss, ist der Punkt mit den Charakteren und das sie platt sind. Ich würde vorallem genau das Gegenteil behaupten. Manche Cutscenes mögen zwar Subtiler umgesetzt sein, man sollte aber natürlich nicht vergessen das es eine weit größere Anzahl an Cutscenes gibt und bei den meisten kommen die Charaktere sehr gut zur geltung und sogar noch ein Stück weiter als beim Hauptspiel. Du sagtest etwas über die Fürsorge zu Zelda von Urbosa. Bei mir kommen schon cia 2-3 Szenen in den Kopf wo Urbosa und dies in größerer Länge eben doch gezeigt hat, wo es nicht nur ein kurzer Moment von "ich streichle Zelda im Haar" sondern zu richtigen Dialogen wo es eben um die Last die Zelda trägt geführt werden. Ich denke das Problem liegt hier einfach woanders und zwar an zwei Punkten. 1. (Massiver Spoiler)
    Spoiler anzeigen
    Die Tatsache das es eine andere Timeline ist. Das verändert gewisse Situationen, Dialgoue und Story-Elemente, auch wenn ich behaupten würde das im ersten 2/3 vieles noch durchaus stimmig zum Prequel passt, ist dennoch die Ausgangssituation etwas anders. Und vorallem im letzten drittel driftet es ja komplett ab. Das Problem ist aber trotzdem das gewisse Story-Elemente auch vom ersten 2/3 des Spiels sich soweit verändert hat, das sie nicht exakt mit dem BotW erinnerungen vereinbaren lässt und anders herangegangen / erzählt werden mussten.
    der 2. ist halt,das ich auch das Gefühl über das Gesamte Spiel hinweg bekommen das AoC auch nciht dazu gemeint ist, den Story-Ansatz und die Cutscenes von BotW zu ersetzen, sondern zu ergänzen. Vieles was in Hyrule Warriors vorkommt, lässt sich halt aus AoC nehmen und in BotW einfügen, was einfach so grandios an dem Spiel ist, weil es keiner der beiden Spielen Obsolet macht sondern eben einen besonderen Mehrwert gibt. (Weshalb ich deinem Satz nicht zustimmen kann mit "Besonders Spieler, die die Welt aus BotW mal von einer anderen Seite erleben wollen, können hier mit ein paar Abstrichen zugreifen. Falls ihr euch allerdings mehr Informationen aus der Geschichte erhoffen solltet – da muss ich euch enttäuschen. Aus „Zeit der Verheerung“ zieht ihr keinen solchen Mehrwert.") Beides zu spielen macht sinn und AoC geht nicht soweit das man sagt, es zahlt sich nicht aus noch BotW die Erinnerungsstücke zu sammeln und die Story zu erleben, weil du hast ja AoC wo alles exakt gleich nur in Ausführlicher Form erzählt wird. Nein sondern du kannst
    Spoiler anzeigen
    Szenen aus AoC nehmen die sich sinngemäß in BotW einfügen lassen
    und noch erschwerend kommt hinzu, es gibt dir einfach ein Gefühl davon wie Hyrule vor 100 Jahren bevor BotW startet ausgesehen hat, wie sich der Krieg und die Kriese und der Konflikt angefühlt hat etc etc. In etwa so wie bei Dangan Ronpa, wo man bei den Hauptiteln, vorallem Teil 1 immer nur so Andeutungen bekommen hat, was alles mit der Welt nicht stimmt, nur um dann diesen Spin-Off shooter zu bekommen wo man das alles Hautnah erlebt
    Spoiler anzeigen
    auch ohne direkt die Perspektive aus der Klasse des ersten Teils 100% mitzuerleben


    Last but not Least wäre da noch das "Trotzdem ist es mir negativ aufgestoßen, dass es viele Ungereimtheiten während des Storyverlaufs gibt. Es kommen beispielsweise neue Charaktere hinzu, deren Auftauchen plötzlich als Gegebenheit wahrgenommen wird, ohne zu erklären, wie diese Charaktere es überhaupt ins Spielgeschehen geschafft haben." Wo ich jetzt mal nicht stark dagegen Argumentiere, sondern eher versuche mal einen Dialog zu finden weil ich halt einfach nicht weiß, auf welche Charaktere du dich beziehst. Mir fällt ein einziger Charakter ein, wo ich zumindestens im Ansatz dein Argument nachvollziehen kann, wobei ich da auch der Meinung bin das es halt zu erwarten war und man auch nicht groß anders hätte machen können. Mal ab davon das es ja noch offen steht ob da nicht ein Bezug in BotW 2 dazu genommen wird.

    Ansonsten, auch wenn ich mit den einigen Punkten nicht übereinstimme, und hier meine eigene Perspektive dazu geben wollte, schöner Test. Vorallem auch etwas mehr vom Co-op zu lesen. Ich finde Warriors sind Spiele die meiner persönlichen Meinung nach vorallem im MP nochmal so richtig glänzen können. Schade das das gerne mal aufgrund von Performance Problemen oder gar fehlender Online-Funktionalität meist vernachlässgit wird.
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