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Yoshinori Ono verlässt nach 30 Jahren Capcom

Nach 30 Jahren bei Capcom und weit über 20 Jahren als Produzent von Street Fighter hat Yoshinori Ono seinen Abschied vom japanischen Entwickler und Publisher bekannt gegeben. Sein letztes Jahr bei Capcom hat er sich sicherlich ein wenig anders vorgestellt, das hört man raus aus seiner Abschiedsbotschaft. Viele unerwartete Ereignisse habe es 2020 gegeben, allen voran natürlich die Coronavirus-Pandemie.

In seiner langen Zeit mit Street Fighter und bei Capcom habe es gute und schlechte Zeiten gegeben. Sein Herz sei aber erfüllt mit Dankbarkeit gegenüber den Fans und der anhaltenden Unterstützung für ihn. Im Sommer verlässt Yoshinori Ono nun Capcom und lässt damit auch Street Fighter hinter sich.

Capcom-Entwickler der neuen Generation werden die Street-Fighter-Marke nun weiterführen. Und sie werden sie weiterhin zu etwas Besonderem machen, da ist sich Ono sicher. Er freut sich sehr darauf, das neue Street Fighter eines Tages als ein ganz normaler Gamer kennenzulernen.

Übrigens: Heute feiert Ono Geburtstag, das lässt zumindest sein Twitter-Profil verlauten.

via Twitter, Street Fighter V: Champion Edition, Capcom

4 Kommentare

  1. In letzter Zeit verlassen wirklich viele Leute die Firma. Schade eigentlich, finde die haben diese gen richtig reingehauen.
  2. Es ist relativ normal, dass Leute die Firma verlassen, vor allem im Bereich Entertainment. Am Ende der Ps2-Generation verließen auch viele Leute Capcom, dadurch konnte man teilweise erahnen, welche IP's wohl fallengelassen werden. Wer weiß, (ist jetzt scherzhaft gemeint, falls das nicht auffällig ist^^), aber vielleicht kreiert sich dadurch ein Platinum Games 2^^.


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    Ich finde es etwas schade, dass Ono nicht mehr auf der Bildfläche mehr zu sehen ist. Es gibt nicht mehr viele "Behind the Scenes" Gesichter im Fightinggamegenre. Es gab Itagaki (DOA), Ono (SF IV), Harada (Tekken) und wahrscheinlich noch ein paar. Man das war krass als Itagaki Tekken beleidigte und sich die Dinge entwickelten^^
  3. AkiraZwei schrieb:

    In letzter Zeit verlassen wirklich viele Leute die Firma. Schade eigentlich, finde die haben diese gen richtig reingehauen.

    Bin jetzt gerade überrascht das zu lesen. Wer hat denn Capcom noch so verlassen in letzter Zeit? Es gab eher Zuwachs an fähigen Producern wie Peter Fabiano, der in den Rängen aufgestiegen zu sein scheint.

    Zu Yoshinori Ono: Als Maskottchen für das Street Fighter Franchise finde ich es schade. Als Game Producer und Mann der das letzte Wort hat, weniger. Beide nummerierten Street Fighter Games, die auf sein Konto gingen, gefallen mir nicht mit der Ausnahme, Street Fighter IV war ein massiver Erfolg auf allen Plattformen. Mit Street Fighter V schien die Erfolgsgeschichte auch schon am Ende zu sein. Der Exklusiv-Deal mit Sony wird wohl nicht auf Onos Kappe gegangen sein, hat dem Spiel aber mehr geschadet als genutzt da man zumindest auf Konsole nun auf einer Plattform weniger vertreten war. Besonders jetzt mit dem Xbox Game Pass wäre Street Fighter V natürlich ein sehr attraktiver Kandidat.

    Ein nicht einmal halb fertiges Spiel zum Release zu veröffentlichen, daran soll er hingegen beteiligt gewesen sein. Es gibt seit dem Release von Street Fighter V immer wieder Gerüchte um Ono, dass er bei dem Titel viele schlechte Entscheidungen getroffen habe. Zuletzt wurde er degradiert und mehr oder weniger hatten andere Leute bereits seinen Posten übernommen.

    Sehr kurios ist, vor kurzem, einige Tage, bevor Ono sich von Capcom komplett verabschiedet hat, gab es ne menge Infos von sogenannten "Insidern", die bestätigten, dass es hinter den Kulissen brodelte. So soll die Arbeit an Street Fighter VI aufgrund von Onos Fehlern (schlechte Ideen und Probleme mit der Engine) vorerst eingestellt worden sein. Wie auf Kommando gab nun nach diesen Berichten Yoshinori Ono seinen Abschied bekannt. Und anscheinend sind auch einige westliche Mitarbeiter bei Capcom darüber nicht so unzufrieden.

    An sich finde ich es natürlich immer schade, wenn so Urgesteine gehen. Seit Itagaki das Dead or Alive Franchise verlassen hat ist nicht mehr viel von dem übrig geblieben, wie die Reihe einst war, als er noch das Sagen hatte. Yoshinori Ono wünsche ich weiterhin viel Glück was seine berufliche Laufbahn angeht und hoffe, er wird sich nicht vergeblich selbstständig machen und ein eigenes Studio gründen. Damit sind zu viele auf die Schnauze gefallen und nicht jeder ist ein Kojima. Gibt zwar mit Igarashi auch positivere Beispiele, aber die Fallhöhe ist deutlich höher bei einem eigenem Studio.

    Für Street Fighter wünsche ich mir, dass die Reihe ein Comeback feiern wird wie Resident Evil, Devil May Cry und Mega Man. Ich glaube, die RE Engine eignet sich nicht wirklich für ein Prügelspiel, aber von diesem extremen Comic-Look mal wegzukommen wäre für mich schon ein attraktiver Punkt bei einem neuen Ableger. Ich will Street Fighter V nicht zu kleinreden da das Spiel besonders in der Turnier-Szene glaube ich noch sehr aktiv ist, aber das Interesse der Core-Community, die vielleicht nicht auf kompetitive Turniere aus sind, die sind unlängst zu anderen Titeln aus dem Genre weiter gezogen. Als Fazit: Ohne Yoshinori Ono hätte es wohl nie Street Fighter IV gegeben. Ohne ihn hätte es vielleicht ein besseres Street Fighter V gegeben. Ein Spiel, was vielleicht von Anfang an schon ein kompletteres Paket hätte sein können.
  4. In den letzten <2 Jahren:

    Yoshi Ono (dieser Thread)

    dann

    Shinsuke Kodama im März (bekannt für Phoenix: Ace Attorney, Mega Man Star Force)

    Ryota Nitsuma (Tatsunoko vs)

    Ryosuke Yoshida (Devil May Cry 5)

    Ryota Suzuki (Devil May Cry 5)
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