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Final Fantasy VII Remake: Midgar wird bisher nie gesehene, neue Bereiche bieten

Als Producer Yoshinori Kitase und Co-Director Naoki Hamaguchi vor einigen Tagen für das Final Fantasy VII Remake* quer durch Europa reisten, um Journalisten zu treffen, hat auch die europäische PR-Abteilung von Square Enix diese Chance nicht ungenutzt gelassen. Das Ergebnis ist nun ein neues Interview direkt von Square Enix, das deshalb aber tatsächlich nicht weniger interessant ist.

In diesem Interview geht Kitase noch einmal sehr detailliert darauf ein, wieso das Final Fantasy VII Remake – der erste Teil dieser mehrteiligen Remake-Reihe – nur und ausschließlich in Midgar spielt. Es ist bekanntlich nur ein kleiner Teil des Originals und Fans fragen sich weiterhin zu Recht, wie viele „Episoden“ es eigentlich geben mag und welchen Umfang diese dann gemessen am Original haben sollen.

Zu Beginn standen zwei Wege offen

„Als wir mit der Arbeit am Remake-Projekt begannen, mussten wir entscheiden, welche Elemente aus dem Original wir unbedingt behalten mussten, damit es weiterhin als Final Fantasy VII angesehen werden kann“, so Kitase einführend. „Oder mit anderen Worten: Was waren die wesentlichen Teile des Originals? Welche Teile, von denen wir wussten, Fans müssten sie unbedingt sehen, müssen wir behalten?“

Und man entschied, was vermutlich ziemlich sicher im Sinne der Fans ist. „Wir entschieden schnell, dass es so viele wesentliche Teile gab, dass die Fans verärgert sein würden, wenn wir etwas aus dem Original herausschneiden müssten. Zu Beginn des Projekts standen uns zwei Wege offen. Der erste Weg war es, das Projekt mit der bestmöglichen Grafik, visuellen Qualität und Detailgenauigkeit zu realisieren und dabei nichts zu entfernen, was die Fans unbedingt sehen wollten. Stattdessen würden wir das ursprüngliche Spiel noch erweitern, um es noch immersiver zu machen.“

Das Remake sollte nicht nur eine Zusammenfassung werden

„Die andere Möglichkeit“, so erklärt Kitase weiter, „bestand darin, den gesamten Umfang des Originals in einer einzigen Veröffentlichung zusammenzufassen. Damit das in einem modernen Spiel funktioniert, hätten wir nicht die bestmögliche visuelle Qualität erzielen können und wir hätten Bereiche und Szenen aus dem Original herausnehmen müssen.“

„Im Wesentlichen wäre es eine Zusammenfassung der Originalstory gewesen, wenn wir eine einzelne Veröffentlichung hätten realisieren wollen, und wir dachten, das sei nichts, womit Fans zufrieden gewesen wären“, so Kitase. Man entschied sich also für die erste Option, wie wir heute wissen. Das Ergebnis dieses Strebens nach Perfektionismus und auch der Erweiterungen ist es nun bekanntlich, dass der erste Teil des Final Fantasy VII Remake schon nach Midgar endet.

Was meint ihr, hat Square Enix die richtige Wahl getroffen?

Das funkelnde Vergnügungsviertel

Die Square-Enix-Autoren wollten dann noch wissen, wie die Entwickler all diese Essenzen im Remake einfangen möchten. Midgar als eines der ikonischsten Settings der Videospielgeschichte, keine leichte Aufgabe. Laut Hamaguchi habe man bei der Erschaffung der neuen Stadt das Konzept aus dem Original auf drei Schlüsselworte heruntergebrochen. „Das waren: Dunkelheit, moderner Steampunk und Elektrizität. Ich glaube, diese Elemente stechen wirklich heraus und machen die Stadt so unvergesslich. Es ist ein Ort voller Abwechslung, mit unterschiedlichen Zonen und jeweils verschiedenen Gruppen von Charakteren, die darin leben“, so Hamaguchi.

Bereiche, die impliziert wurden, aber nie gesehen

Midgar sei ein sehr fantasiereiches Setting, so Hamaguchi. „Voller verschiedener Einflüsse und Überraschungen. Ich glaube deshalb erinnern sich die Leute daran. Es ist eine Fantasiewelt, aber sie könnte echt sein. Im Final Fantasy VII Remake haben wir jedem einzelnen Teil [von Midgar] sehr viel Aufmerksamkeit geschenkt und versucht, dass es sich für die Spieler wirklich lebendig anfühlt.“

Dazu gehört es auch, die Stadt um Bereiche zu erweitern, die im Original zwar zu erahnen waren, aber eben nicht begehbar, mitunter sogar nicht einmal sichtbar waren. „Es gab viele Pausen im Original, in denen der Bildschirm schwarz wurde und das Spiel an einer anderen Stelle fortgesetzt wurde. Mit anderen Worten: Es gab Bereiche zwischen den Sektionen in Midgar, die impliziert wurden, aber nie gesehen wurden. Das wollten wir im Remake angehen. Diese Lücken schließen, zeigen, dass die verschiedenen Teile der Stadt miteinander verbunden sind, und es zu einem kontinuierlichen Erlebnis machen“, so Kitase.

Es ist etwas, worauf wohl besonders Spieler des Originals gespannt sind, oder?

Final Fantasy VII Remake erscheint am 10. April 2020 hierzulande für PlayStation 4. Bei Amazon winkt Vorbestellern exklusiv als Bonus* ein dynamisches „Sephiroth“-Theme für eure PS4. Außerdem gibt es auch noch die Beschwörungsmateria „Chocobo-Küken“. Die Deluxe Edition des Spiels beinhaltet ein Steelbook, ein Artbook und eine Soundtrack-CD. Vorbesteller der Deluxe Edition erhalten unter anderem bei Amazon* zusätzlich die Beschwörungsmateria „Kaktor“.

Das Spiel ist der erste Teil des Remake-Projekts und deckt die Handlung bis zur Flucht der Gruppe aus Midgar ab und taucht tiefer in die Ereignisse ein als das Original. Derzeit könnt ihr eine Demo ausprobieren, welche bereits eine Story-Änderung offenbarte. Wir hatten bereits die Gelegenheit, noch über die Demo hinaus zu spielen.

Bildmaterial: Final Fantasy VII Remake, © 1997, 2020 SQUARE ENIX CO., LTD. All Rights Reserved. CHARACTER DESIGN: TETSUYA NOMURA / ROBERTO FERRARI. LOGO ILLUSTRATION: ©1997 YOSHITAKA AMANO

via Square Enix

9 Kommentare

  1. Kelesis schrieb:

    Meine Güte, im FF7R-Team scheint man auf Midgar ja regelrecht zu onanieren - erinnert fast an Motomu Toriyamas Lightning-Fetisch.
    Jetzt hat Toriyama halt nen Midgar Fetisch. :D


    Kelesis schrieb:

    Ja, wir haben nach monatelangen Hype-Orgien alle begriffen, dass sich der erste Teil des Remakes auf Midgar beschränkt, aber SE darf endlich aufhören, mich quasi täglich daran zu erinnern.
    Bedanke dich bei mehreren Fans, die haben es immer noch nicht verstanden, das Part 1 nur in Midgar spielt obwohl es überall steht, SE Seite, Rückseite der Hülle des Spiels und im PSN. Aber manche haben es immer noch nicht kapiert.
  2. Wobei SE genau so lang labert, dass es quasi wie bei FF13/2/3 sein soll. Jeder Teil komplett in sich abgeschlossen.

    Demnach müsste 7.1 ja mit Sephis Ende enden.
  3. Loxagon schrieb:

    Wobei SE genau so lang labert, dass es quasi wie bei FF13/2/3 sein soll. Jeder Teil komplett in sich abgeschlossen.

    Demnach müsste 7.1 ja mit Sephis Ende enden.
    Also der Midgar Part hat eine abgeschlossene Episode, wurde doch schon unmissverständlich erklärt.
  4. Ich würde gerne Material von diesen neuen Gebieten sehen.

    Das neue Stockwerk im Shinra Gebäude und was da passiert weiß man ja seit dem letzten Trailer.
  5. Kelesis schrieb:

    Meine Güte, im FF7R-Team scheint man auf Midgar ja regelrecht zu onanieren - erinnert fast an Motomu Toriyamas Lightning-Fetisch.
    Deswegen kommt es bei FFX auch solche Ereignisse: So passiert, wenn Motomu Toriyama eigentlich nur als Drehbuchautor eingestellt wurde (FX) und ab FFXII hatte er die Volle Kontrolle. Nicht nur die Drehbuch auch die Handlungen. Von daher war die Fans auch gerecht ihm Internet gehatet.
    Wenn Hironobu Sakaguchi noch da gebliebene wäre, (trat Freiwillig von seinem Posten als Executive Vice President bei Square zurück wegen die dem Finanzschwierigkeiten von Square. Square fusionierte später mit seinem Rivalen, der Enix Corporation, was 2003 zur Gründung von Square Enix führte) dann wäre Square Enix wahrscheinlich die wir als die Qualität sehen. Nach FF-XII war ich nicht mehr zu gehypt.

    Izanagi schrieb:

    Square Enix hat das schon richtig gemacht und es gab bis jetzt genug Beispiele an denen man gesehen hat dass es nicht mehr möglich ist solche große Games in einem zu veröffentlichen. FFXIII und FFXV waren nicht ausbalanciert genug und dass ist sehr schade wenn dadurch eine große Spielidee zunichte gemacht wird. An FF7R sieht man bisher dass es sich qualitativ doch positiv von den Vorgängern und auch Kingdom Hearts 3 abhebt.
    Ich wollte anfangs auch nur ein 1:1 Remake aber mitlerweile wäre mir das zu langweilig wenn ich alles genauso wieder in HD Grafik sehen würde. Ich bin auch sehr froh darüber dass Square die Ressourcen nicht mit einer offenen Welt vergeudet weil lieare Spiele vom Storytelling meist intensiver sind.


    Seit KH 3 sehe ich jetzt die Qualität statt Quantität von damals. Square Enix sind im richtige Spur die Ressourcen besser zu benutzen.
    Die ganzen Projekten von Fabula Nova Crystallis (Zwischenzeit von 2006-2016) hat Square Enix viel vor sich genommen und selbst unterschätzt dem.
    Und so kommt es einigen Spiele auch zum Kollaps von Qualitäten. Die Engine "Crystal Tools" war auch kein gelbe von Ei. Die ersten Reihe von FFXIII hat es gepasst von die Grafik-Qualitäten zu PS3. Ab dem 3.Reihe (Lightning Returns: FFXII) war auch die Letzten Teil. Die Handlung hatte anfangs belanglos schon Präsentiert. Die Technik enttäuscht sich von dessen Grafiken wie Texturen, Katenflimmern und die Bildrate. DIe Quest-Aufgaben möchte ich mir ersparen. Wie gesagt, die Engine: "Crystal Tools" war da schon am scheitern verurteil, da wir schon wissen zudem andere Projekten konzertierend und so wurde FF Versus XIII nicht mit dessen Engine verwenden und von daher wurde des als Nachfolger "FFXV" reklamiert zu dem Next-Gen. Die Engine: "Luminous" war das einziges auch das letzten dem zu FFXV vertreten wurde. Von meine Hinsicht hatte es alles gepasst, war aber zudem Mechanik wie die Handlungen bis zu Open-World. Leider wurde die Projekt alles im ein Topf geworden und ein Reboot durchgestartet. Und so kam es als wir heute kennen.

    Man hätte es gleich mit dem Engine: Unreal Engine 3 einstiegen sollen, wenn es so wäre. FFVII: Remake sieht Unreal Engine 4 gelungen aus.
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