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Im Test! Tales of Vesperia: Definitive Edition

Bildmaterial Tales of Vesperia: Definitive Edition, Bandai Namco

Titel Tales of Vesperia: Definitive Edition
Japan 11. Januar 2019
Bandai Namco
Nordamerika 11. Januar 2019
Bandai Namco
Europa 11. Januar 2019
Bandai Namco
System Nintendo Switch, PlayStation 4, Microsoft Windows, Xbox One
Getestet für Nintendo Switch
Entwickler Bandai Namco
Genres JRPG
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
Vertonung Nordamerika Japan

Der zehnte Hauptteil der Tales-of-Serie erschien in Japan am 7. August und in Nordamerika am 26. August 2008 für Xbox 360. In Europa mussten sich die Fans bis zum 26. Juni 2009 auf die Veröffentlichung gedulden.

Sicherlich kennen viele von euch diese Version des Rollenspiels, doch wie sieht es mit der PlayStation-3-Fassung aus? Diese kam am 17. September 2009 in den japanischen Handel und enthielt zahlreiche Neuerungen, doch leider blieb diese Version dem Westen vorenthalten.

Es vergingen die Jahre, weitere Hauptteile und Ableger der Tales-of-Reihe erschienen für verschiedene Plattformen im Westen und obwohl die Fans Bandai Namco immer wieder nach einer Lokalisierung fragten, blieb der Entwickler hart.

Langsam entwickelte sich aus dieser Geschichte eine Art Running Gag. Wenn Bandai Namco sich nach Lokalisierungswünschen erkundigte, wurde Tales of Vesperia mit der Bezeichnung „yeah not that one“ ausgegrenzt.

Im Juni 2018, also zum zehnten Geburtstag von Tales of Vesperia, wurde es dann spannend. Während einer Xbox-Pressekonferenz wurde Tales of Vesperia: Definitive Edition zuerst für Xbox One und kurze Zeit später für alle aktuellen Plattformen (Nintendo Switch, PlayStation 4 und PCs) angekündigt.

Die Ankündigung galt nicht nur für Japan, sondern auch für Europa und Nordamerika – zur Freude der Fans des Spiels, die bisher noch nicht die Möglichkeit hatten, einen Blick auf die japanische PlayStation-3-Version zu werfen.

Das Remaster bietet nicht nur den Inhalt der PlayStation-3-Fassung, sondern enthält auch viele Titel, die mit Kostümen verbunden sind, die zuvor nur als bezahlbare DLCs verfügbar waren. Erwartet euch ein heldenmutiges Abenteuer oder ist Tales of Vesperia: Definitive Edition nur noch ein blasser Stern am Firmament der Videospiele? Wir haben den Titel für Nintendo Switch getestet.

Der Zusammenfluss der Schicksale

Der Schauplatz dieser Geschichte ist die Welt „Terca Lumireis“, in der sich Aer in der Atmosphäre befindet. Aer wird als Energiequelle benötigt, um Magie zu wirken und um verschiedene Blastia zu betreiben. Die Blastia sind für die Menschen eine wichtige Errungenschaft, da sie durch diese Mechanismen Barrieren erzeugen können, um die Städte vor Monsterangriffen zu beschützen.

Eines Tages ereignet sich in der Unterstadt der Hauptstadt Zaphias ein kritischer Vorfall. Eine Person stiehlt das Aque-Blastia, sodass die Wasserversorgung gestört wird. Der Protagonist Yuri Lowell macht sich auf den Weg, den Dieb zu schnappen. Sein Ausflug bringt ihn in das Viertel der adeligen Bevölkerung. In einem Herrenhaus begegnet er einer jungen Frau, die sich auf der Suche nach einem Ritter befindet, der zufällig mit Yuri befreundet ist.

Gemeinsam müssen die beiden nach einigen Missverständnissen aus der Stadt fliehen und begeben sich gemeinsam auf eine Reise, die mit kleinen Problemen begann. Doch schnell befinden sich die beiden in einem nahenden Krieg, der sich zwischen dem Reich und den Gilden abspielen könnte.

Um diese drohende Auseinandersetzung aufzuhalten, begeben sie sich zwischen die Fronten, doch dabei kommen sie mit längst vergessenen Wesen und einer alten Geschichte in Kontakt, deren Tragödie sich bald wiederholen und letztendlich die ganze Welt betreffen könnte.

Einer allein oder für alle zu viert

Nach zehn Jahren Wartezeit feiern wir das Wiedersehen mit vielen Kostümen.

Die Kämpfe in den Dungeons und auf der Weltkarte werden nur durch einen direkten Feindkontakt ausgelöst und laufen in Echtzeit ab. Befinden sich mehrere Gegner in der Nähe, schließen sich die Monster zusammen und attackieren eure Gruppe mit gemeinsamen Kräften.

Das System nennt sich in diesem Hauptteil der Serie „Evolved Flex Range – Linear Motion Battle System“ (EFR-LMBS). Je nach Auswahl läuft eure gesteuerte Figur in einer geraden Linie auf die Feinde zu oder kann sich frei auf dem Feld bewegen.

Neben normalen Attacken, die TP aufbauen, können die Charaktere Spezialangriffe verwenden, die Artes heißen. Der Einsatz der Artes verbraucht TP, dafür richten sie einen größeren Schaden als die normalen Attacken an.

Bearbeitet ihr die Feinde mit verschiedenen Techniken, ergibt sich im Spielverlauf später die Möglichkeit, einen Tödlichen Schlag auszuführen, durch den ihr kleinere Gegner sofort vernichtet und bessere Belohnungen gewinnt. Ist ein Tödlicher Schlag verfügbar, wird der Gegner von einer farbigen Markierung umgeben.

Verschiedene Artes wollen gelernt werden

Jede Figur erlernt eine Vielzahl verschiedener Artes, wodurch ihr mit den Techniken experimentieren könnt. Neben den Basis-Artes gibt es Arkan-Artes, die durch ein Überlimit nach der Ausführung in explosive Artes verwandelt werden. Ab einem bestimmten Punkt im Spiel füllt ihr in den Gefechten eine Leiste auf, die das Überlimit symbolisiert. In diesem Zustand können die Charaktere nicht nur explosive Artes anwenden, sondern auch ihre mystischen Artes, zudem werden die Zauber ohne eine Zeitverzögerung ausgeführt.

»Die Kämpfe in den Dungeons und auf der Weltkarte werden nur durch einen direkten Feindkontakt ausgelöst und laufen in Echtzeit ab. Die Figuren, die ihr nicht aktiv steuert, werden von der KI übernommen.«

Gegenstände können von jeder Figur im Kampf verwendet werden. Nach der Nutzung müsst ihr einige Sekunden warten, bis ihr ein weiteres Objekt auswählen könnt. Habt ihr einen Kampf gewonnen, erhalten alle Gruppenmitglieder (auch die inaktiven Teilnehmer) Erfahrungspunkte, Gald und Gegenstände.

Dazu gibt es noch Punkte, um neue Fähigkeiten aus den getragenen Waffen zu erlernen und Punkte, die euren Rang steigern. Darüber erzählen wir euch später mehr. Eine Besonderheit sind die Bosskämpfe. Fast immer könnt ihr durch eine bestimmte Aktion ein geheimes Ziel erreichen. Für diese Herausforderung bekommt ihr einen wertvollen Schatz.

Ein dynamisches Kampfsystem

Das Kampfsystem läuft sehr dynamisch ab. Wählt ihr das Menü aus, wird das Geschehen in dieser Zeit pausiert. Ansonsten kämpfen eure Figuren und die Gegner in Echtzeit. Die Figuren, die ihr nicht aktiv steuert, werden von der KI übernommen. Im Menü könnt ihr verschiedene Punkte einstellen, um die KI für eure Strategie individuell einzustellen, damit euch die Kameraden mit sinnvollen Tätigkeiten unterstützen.

Tales of Vesperia: Definitive Edition
Patty Fleur ist nicht nur ein einfacher Zusatz, sondern bietet eine interessante Hintergrundgeschichte.

Da jede Spielfigur andere Artes erlernt und einen speziellen Kampfstil nutzt, lohnt es sich, die verschiedenen Charaktere selbst auszuprobieren und aktiv im Kampf zu steuern. Ihr merkt sogar einen Unterschied je nach getragener Waffe.

In den verschiedenen Waffen schlummern Fertigkeiten, die erst nach einiger Zeit erlernt werden, daher ist ein ständiger Wechsel wichtig. Sobald eine Fertigkeit erlernt wurde, könnt ihr diese jederzeit ausrüsten, wobei die Anzahl der angelegten Fertigkeiten durch eine Punktzahl limitiert wird.

Im Test der Nintendo-Switch-Version verliefen alle Gefechte flüssig ohne zu stottern. Auch wenn die Spielfiguren ihre Spezialangriffe oder die mystischen Artes anwenden, erscheinen die visuellen Effekte reibungslos. In diesem Rollenspiel ist es möglich, über einen Koop-Modus die Gefechte alleine oder mit drei Freunden auszutragen.

Fertigkeiten, die in Waffen schlummern

Durch zahlreiche Artes und den Einsatz verschiedener Kampfstile lädt das Kampfsystem zum Experimentieren ein.

Nach wenigen Stunden könnt ihr in diesem Rollenspiel die Weltkarte betreten, von der ihr andere Städte und Dungeons erreicht. Auf der Karte bewegen sich zahlreiche Monster, die euch angreifen, sobald sie euch erblicken. Zu Fuß sind die Reisen beschwerlich, doch später stehen euch Fortbewegungsmittel im Wasser sowie in der Luft zur Verfügung, welche die Reisezeit erheblich verkürzen und euch neue Orte erkunden lassen.

Nicht nur die Weltkarte, sondern auch die Verliese sind sehr abwechslungsreich und detailliert gestaltet. In vielen Dungeons gilt es kleine Rätsel zu lösen. Die Puzzles sorgen zwar nicht für richtiges Kopfzerbrechen, doch sie lockern eindeutig die starre Atmosphäre auf, in der man nicht nur stur Monster vernichten muss.

Sobald ihr den Gegenstand „Ring des Hexers“ bekommt, könnt ihr je nach Stufe mit Objekten interagieren und neue Wege freischalten. Neben den Monstern gibt es viele Schatztruhen in den Dungeons, die gelegentlich sehr gut versteckt sind und euch mit wertvollen Items belohnen.

Die Lebensenergie und die TP könnt ihr durch verschiedene Gegenstände regenerieren oder ihr lasst ein Mitglied nach einem Kampf ein Gericht kochen, wobei Zutaten verbraucht werden. Neue Gerichte erlernt ihr entweder durch das Kochen oder ihr müsst in den Städten nach dem Wunderkoch Ausschau halten.

Karten, Enzyklopädien und euer Orientierungssinn

»Ganz stark hebt sich Tales of Vesperia durch die vielen Sidequests hervor, von denen ihr vielleicht nur einen geringen Bruchteil erlebt, wenn ihr einfach im Abenteuer voranschreitet.«

Durch eure Erkundung wird die Weltkarte immer mehr aufgedeckt. In den Verliesen müsst ihr euch allerdings auf euren Orientierungssinn verlassen. Viele Dungeons sind sehr übersichtlich aufgebaut, sodass es keine großen Schwierigkeiten bereiten sollte, den Weg durch die Gebiete zu finden. An bestimmten Punkten ist es möglich, in den Verliesen den Spielstand zu speichern. Befindet ihr euch auf der begehbaren Weltkarte, könnt ihr jederzeit euren Fortschritt sichern.

Bedauerlicherweise sind die Städte auf der Weltkarte nicht mit einem Namen versehen. Um einen bestimmten Ort zu finden, ist es hilfreich, einen Blick in die Enzyklopädie zu werfen. Hier findet ihr auch sämtliche Informationen, die alle Gegenstände und Monster betreffen.

Gegenstände könnt ihr nicht nur in Läden kaufen, sondern viel wichtiger auch durch den Einsatz von Synthese erzeugen. Durch eine Synthese könnt ihr ganz besondere Gegenstände herstellen oder Waffen verstärken, die neue Fertigkeiten in sich tragen. Um eine solche Aktion zu tätigen, benötigt ihr Gald und Materialien, die ihr entweder auf der Weltkarte findet oder von besiegten Monstern bekommt. Je nach Wetterlage befinden sich andere Feinde in den Gebieten.

Tales of Sidequestia

Ganz stark hebt sich Tales of Vesperia: Definitive Edition durch die vielen Sidequests hervor, von denen ihr vielleicht nur einen geringen Bruchteil erlebt, wenn ihr einfach im Abenteuer voranschreitet. Eine Gemeinheit an diesen Quests sind die kurzen Zeitfenster, die ihr habt, um bestimmte Aufgaben abzuschließen.

Dazu sind eure Auftraggeber nicht markiert (manchmal seht ihr ein Zeichen, das ihren Gemütszustand symbolisiert), was die Suche nach Quests noch mehr erschwert. Hierbei ist es ziemlich wichtig, bereits besuchte Orte und Gebiete immer wieder aufzusuchen.

Viele Nebenaufgaben bestehen aus kurzen Eventszenen, in denen interessante Dialoge geführt werden oder in denen die Charaktere neue Artes oder Titel verdienen. Es ist nicht notwendig, diese Aufgaben in einem Spielverlauf zu erfüllen, aber sie bereichern das Spielerlebnis enorm, da man mehr über die Hintergründe der Charaktere erfährt.

Auch Minispiele bereichern das Spielerlebnis

Auf der Weltkarte leben zahlreiche Monster, die sehr angriffslustig sind.

Daneben gibt es zahlreiche Minispiele in diesem Rollenspiel. Der Hund Repede tritt gegen einen Gegner an, wobei beide Tiere versuchen, die Weltkarte zu markieren. Ihr markiert ein Gebiet durch eine Übernachtung auf dem freien Feld.

Blickt ihr auf die Weltkarte könnt ihr euch über die Hundekarte informieren, ob euch die Gebiete noch gehören oder von eurem Gegenspieler eingenommen wurden. Weiterhin findet ihr später ein Kasino oder einen Spielautomaten, an dem ihr Tales of Draspi zocken könnt. Euer Geschick könnt ihr außerdem auf einem Snowboard oder beim Drachenreiten unter Beweis stellen.

In Sachen Nebenaufgaben macht Tales of Vesperia: Definitive Edition vieles richtig. Natürlich ärgert man sich, wenn man erfährt, dass man den Start einer Questreihe verpasst hat und keinen Anschluss mehr findet, aber dadurch beschäftigt man sich vielleicht im nächsten Durchgang mehr mit dem Spiel (oder nutzt einen Guide). Dennoch lebt dieses Rollenspiel von den Nebenaufgaben, die das Hauptspiel oft mit humorvollen Einlagen bereichern.

Eine angenehme Neuerung, für den Westen, ist die Funktion, dass man Plaudereien und Eventszenen per Knopfdruck überspringen kann, um die Spielzeit bei einem weiteren Durchgang etwas zu verkürzen. Habt ihr das Ende erreicht, könnt ihr im Rangladen für die gesammelten Rangpunkte Vorzüge für den nächsten Durchgang kaufen.

Die Auswahl ist sehr groß und reicht von einer Vergrößerung des Inventars über die Mitnahme bestimmter Daten und Errungenschaften bis hin zu einer Erhöhung der erhaltenen Erfahrungspunkte.

Zu Beginn ist der Spielverlauf der Hauptgeschichte ziemlich linear aufgebaut. An manchen Stellen könnt ihr einen bestimmten Ort erst einmal nicht mehr verlassen. Zwischendurch gibt es immer wieder Wechsel innerhalb der Gruppe, sodass ihr nicht immer Zugriff auf die komplette Gruppe habt. Das kann vor allem dann nervig sein kann, wenn eure Favoriten aus dem Team entfernt wurden. Der letzte Handlungsbogen gestattet euch dann deutlich mehr Freiheiten.

Flynn und Patty unterstützen die Gilde

»Das eingesetzte Cel-Shading ist bezüglich der Figuren gut gealtert, auch wenn es inzwischen ein wenig blass wirkt. Dennoch sieht man Makel in der grafischen Darstellung.«

Wie bereits erwähnt, bietet Tales of Vesperia: Definitive Edition die Inhalte der PlayStation-3-Version. Doch was erwartet euch genau? Ein ganz neuer und vor allem auch sehr interessanter Charakter, Patty Fleur, wird sich der Gruppe anschließen.

Dazu wird Flynn Scifo ebenfalls ein vollwertiges Mitglied für das Team. Dadurch ergeben sich neue Eventszenen und Plaudereien. Erweitert wird der Spielumfang dazu von weiteren Quests, (Bonus-)Dungeon, Minispielen, Kostümen und Monstern, sodass diese Version für den Westen mehr als ein einfacher Port ist.

Zwei Stimmen für Yuri Lowell

Das eingesetzte Cel-Shading ist bezüglich der Figuren gut gealtert, auch wenn es inzwischen ein wenig blass wirkt. Dennoch sieht man Makel in der grafischen Darstellung. Die Umrandungen der Charaktere sind unscharf und man sieht ein deutliches Flackern, wenn man die Kamera bewegt. In diesen Momenten sehen die Texturen und die Hintergründe sehr matschig aus.

In einer Szene wurde aus der Fluggelegenheit leider ein richtiger Pixelbrei. Im Gegensatz dazu sollte man jedoch immer einen Blick auf die liebevollen Details werfen, mit denen die Städte oder Verliese geschmückt sind. Tragen die Spielfiguren ein Kostüm, seht ihr diese Outfits in den Kämpfen und Eventszenen.

Ganz putzig sieht es aus, wenn Repede eine Figur auf seinem Rücken trägt. Mit den aktuellen Videospielen kann die gebotene Grafik, zumindest gilt diese Aussage für die Nintendo-Switch-Fassung von Tales of Vesperia: Definitive Edition, nicht mithalten.

Die Städte und Verliese sind mit vielen Details versehen.

Die Vertonung erfolgt wahlweise in Englisch oder Japanisch. In der englischen Fassung gibt es eine Besonderheit, die Yuri Lowell betrifft. Während er in den alten Szenen der Xbox-360-Fassung von Troy Baker gesprochen wird, nutzt man für die neuen Szenen einen anderen Sprecher. Auch wenn die Stimmen ähnlich klingen, ein Unterschied ist zu hören, was einige Spieler stören könnte.

Für den Soundtrack waren Motoi Sakuraba und Shinji Tamura zuständig. Schon der Auftakt mit „The Dawn of Departure“ entfernt sich von den vielen fröhlichen Liedern aus der Tales-of-Reihe und lässt vermuten, dass die Geschichte etwas dunkler sein wird. „Furnace of War“ klingt durch den Einsatz der E-Gitarre wilder und wirkt auch nicht langweilig, wenn man es öfter im Spiel hört.

Ganz stark ist „A Bet on This Bout“ hervorzuheben. Der Song ist eines der besseren Boss-Themes innerhalb der Tales-of-Serie. In den Städten nutzen die Komponisten ruhige Klänge, doch insgesamt klingt der Soundtrack mystisch und zeigt zwischendurch immer wieder seine dunklen Seiten.

Garantierter Heldenmut für ein klassisches Spielerlebnis

»Nach zehn Jahren merkt man Tales of Vesperia sein Alter an. Auch wenn der grafische Cel-Shading-Stil schöne Charaktermodelle präsentiert, merkt man Unschönheiten, die vor allem die Umrandungen und Hintergründe betreffen. Die Hauptgeschichte ist bis kurz vor dem Ende sehr linear aufgebaut und lässt den Spielern nicht immer alle Freiheiten.

Für Kenner und Fans der Xbox-360-Version ist Tales of Vesperia: Definitive Edition eine optimale Gelegenheit, um die in Japan exklusive PlayStation-3-Fassung nachzuholen, die definitiv einen spielerischen Mehrwert bietet. Doch es bleibt fraglich, ob die neue Spielergeneration ebenfalls gefallen an diesem Klassiker finden wird.

Für mich gehört Tales of Vesperia noch immer zu den besseren Hauptteilen der Tales-of-Serie. In den ersten Spielminuten wirken die Charaktere noch ziemlich klischeehaft, doch später gehen die Figuren nicht nur aus den Schablonen raus, sondern treffen überraschende Entscheidungen, die eine simpel wirkende Handlung in eine packende Geschichte verwandeln.

Die Spielzeit beträgt in etwa 50 Stunden, wenn man sich nicht um die zahlreichen Nebenaufgaben kümmert. Sofern euch Abstriche bezüglich der Grafik und eine vorgegebene Linearität nicht stören, ist Tales of Vesperia: Definitive Edition zwar ein nostalgisches, aber immer noch erstklassiges Abenteuer innerhalb der Vertreter aus dem Genre der japanischen Rollenspiele.«

 

Was zuerst mit einer Suche nach einem Dieb beginnt, bringt den Protagonisten Yuri schnell in eine Katastrophe, welche die ganze Welt negativ beeinflussen könnte.
Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab, wobei man alle Figuren steuern und ihren individuellen Kampfstil verwenden kann.
Das eingesetzte Cel-Shading ist bezüglich der Figuren gut gealtert, jedoch sieht man deutliche Unschönheiten, wenn man die Kamera bewegt. Auch die Abgrenzungen sehen inzwischen unsauber aus.
Die Lieder klingen in ihrer Gesamtheit sehr mystisch und für einen Tales-of-Titel sehr dunkel. Je nach Auswahl beim Starten hört ihr die englische oder japanische Vertonung, wobei Yuri von zwei Sprechern vertont wird.
Das Remaster bietet den Inhalt der PlayStation-3-Version, die nie im Westen erschienen ist.

 

89 Kommentare

  1. Das ist eigentlich das einzige was mich bisschen an Tales of stört das die Endbosse eigentlich nie so wirklich Bösewichte sind und einige einen Leid tun. Hab persönlich nichts dagegen aber es ist halt immer das gleiche das jemand eine geliebte Person verliert und durchdreht und sie wieder haben will und dafür andere opfert. Fände es mal zur Abwechslung toll wenn es so ein richtiger verrückter Bösewicht wäre wie bei FF Kefka zum Beispiel. Es gibt zwar schon immer einen Rivalen Bösewicht wie Zagi (Vesperia), Hasta (Innocence), Incarose (Hearts) aber die sterben halt immer vorher und sind nie die letzten. Solche würde ich mir mal wünschen am Ende
  2. Spiritogre schrieb:

    ich finde zumindest FF XIII fantastisch! Eines der besten Spiele aller Zeiten (neben FF X und VIII)!
    Danke, und dann auch noch FF X und VIII im selben Abschnitt erwähnt. Bin da auf der selben Wellenlänge wie du :).
  3. Das einzige was ich nach wie vor blöd finde ist das man zwei verschieden Stimmen bei Yuri hört. Jetzt gerade in Capua Nor wo Patty das erste mal auftaucht hört man das schon sehr raus das Yuri eine total andere Stimme hat in den neu vertonten Sequenzen
  4. Nachdem ich von Amazon damit abgespeist wurde, dass mein Paket wohl verloren gegangen ist, habe ich mein Geld erstattet bekommen...

    Glücklicherweise konnte ich mir dennoch eine LE aus Italien importieren. Und diese kam heute endlich an.

    Die Qual hat ein Ende!

    Jetzt muss Amazon es nur noch schaffen, dass Kingdom Hearts 3 und God Eater 3 nicht irgendwo verloren gehen, und die nächsten Wochen (bis Devil May Cry 5 kommt) sind gerettet!
  5. Hatte ich bei Ni No Kuni 2. Warts mal ab, in einer Woche kommt das Amazon Paket :)

    Wobei ich über den Amazon Support nichts schlechtes sagen konnte. Hatte damals eine Ersatzsendung bekommen und dann kamen beide am selben Tag an 2 Wochen nach Release -.-
    Habe dann aber die Rücksendung abholen lassen weil ich keinen Lust hatte das Riesending durch die Gegend zu schleifen.
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