JPGAMES.DE: Justys Spiele des Jahres 2018

Die JPGames.de-Teammitglieder präsentieren dieses Jahr zum vierten Mal ihre Spiele des Jahres und nennen die Titel, auf die sie sich im kommenden...

Das Jahr 2018 neigt sich dem Ende zu und das Team von JPGames.de will euch dieses Jahr nun zum insgesamt vierten Mal seine Spiele des Jahres präsentieren. Täglich werden wir bis zum 31. Dezember daher die Auswahl von zwei Teammitgliedern präsentieren, die drei ihrer Favoriten des Jahres 2018 sowie die Titel, auf die sie sich 2019 am meisten freuen, vorstellen – heute ist Justy an der Reihe.

Justys Spiele des Jahres
Platz 3: The Caligula Effect: Overdose

Ich habe lange überlegt, ob dieser Titel es wirklich wert ist, den dritten Platz zu erhalten, zumal ich einmal mehr eine ganze Liste an negativen Punkten nennen kann, die den Spielspaß trüben. Trotz gelungener Verbesserungen und Zusätzen hat sich an der miesen Gestaltung der Hauptgeschichte nicht viel getan. Ebenso lässt der grafische Bereich zu wünschen übrig, was zur Folge hat, dass Szenen oftmals nicht den gewünschten Effekt erzielen. Die ursprüngliche Version fand ich einfach nur misslungen, der Anime war mehr chaotisch als lohnenswert und trotzdem höre ich seit Ende 2016 die Lieder rauf und runter und habe mich viel mit der behandelten Thematik beschäftigt. The Caligula Effect: Overdose stellt für mich eine Faszination dar, von der ich wahrscheinlich so schnell nicht wieder loskommen werde – auch wenn man es ein wenig als Hassliebe bezeichnen könnte. Ein ausschlaggebender Faktor sind gerade die vier neuen Charaktere, die vom Trauma und Hintergrund her alles Bisherige überbieten, was mich sehr positiv überrascht hat. Die Charakter-Episoden sind allesamt wirklich lohnenswert und es sind durch die Musician-Route einige neue Möglichkeiten und nötige Details dazugekommen. Die Probleme der Charaktere und wie sie damit fertig werden regen zum Nachdenken an und konnten mich emotional sehr berühren. Zudem sind die neuen Musikstücke herausragend und das Kampfsystem bringt endlich Spaß. Auch wenn ich ihn nur bedingt weiterempfehlen würde, hat dieser Titel einen besonderen Stellenwert für mich.

Platz 2: 428: Shibuya Scramble

Mein anfängliches Interesse für diesen Titel hielt sich in Grenzen, aber da ich doch neugierig war, landete er mit auf meiner Testmuster-Liste. Eine wirklich gute Entscheidung, die ich definitiv nicht bereue. 428: Shibuya Scramble ist eine kreative, originelle Sound Novel, die richtige Akteure verwendet anstatt gezeichnete Bilder und diese in eine rundum gelungene Geschichte packt. Durch die Gestaltung der verschiedenen Routen und clever gesetzten Cliffhangern habe ich schon frühzeitig mit den Charakteren mitfiebern können und wollte unbedingt wissen, wie die Handlung verläuft. Es gibt viele Überraschungen, ungewöhnliche Inhalte, überaus witzige Momente und auch wenn der Hang zur Übertreibung vorhanden ist, wussten die Inhalte durchgehend zu gefallen. Gut, dass sich auch die Übersetzung sehen lassen kann und sich positiv auf das Gesamtbild ausgewirkt hat. In 428: Shibuya Scramble gibt es viel zu entdecken und zu erleben, selbst Nebenfiguren sind nicht gänzlich unwichtig und mit einem Hintergrund versehen, es gibt so einige wissenswerte, aber auch amüsante Erklärungen zu Begriffen und verschiedene nette Spielereien. Manchmal habe ich mich gefragt, mit welchem Genre ich es hier überhaupt zu tun habe, als ich auf einige der versteckten Extras gestoßen bin. Wer Fan von Visual Novels ist, sollte sich sich diesen Titel nicht entgehen lassen!

Platz 1: Death Mark

Ich habe Anfang des Jahres die japanische PlayStation-4-Version gespielt, demnach kann ich mich nicht zu der Qualität der englischen Übersetzung äußern. Leider habe ich allerdings gehört, dass Aksys Games da teils Mist gebaut hat. Davon einmal abgesehen, war ich überrascht, in diesem Titel ein verstecktes Juwel zu finden. Etwas, was mich von Anfang bis Ende in den Bann ziehen konnte und das Genre Horror trotz einfacher Mittel und kaum Sprachausgabe mehr als zufriedenstellend herübergebracht hat. Die Geschichte und Twists empfand ich als sehr spannend und die Charaktere sind allesamt recht unterschiedlich. Etwas schade fand ich, dass sie aufgrund der Kürze des Spieles nicht wirklich gänzlich ausgearbeitet werden konnten. Gerade bei Dunkelheit und mit Kopfhörern entfaltet die gegebene Atmosphäre in Kombination mit in einem realistischen Stil gehaltenen Bildern und passenden Geräuschen ihre volle Wirkung. Dazu gesellen sich kreative Spielmechaniken, die gerade für Rätselfans lohnenswert sind. So stellt Death Mark eine besondere Erfahrung für mich dar, die kaum mit negativen Punkten versehen ist und sich aufgrund der Aufmachung und der Handlung den ersten Platz in meiner Game-of-the-Year-Liste sichern konnte.

Daneben hatte ich noch sehr viel Spaß mit Mary Skelter 2, was gerade in Sachen Handlung und neue Charaktere punkten konnte, und der Ausflug ins Otome-Genre hat sich mit Psychedelica of the Butterfly, Psychedelica of the Ashen Hawk und London Detective Mysteria auch gelohnt. Was Fighter angeht, stellte Under Night In-Birth mit seinem neuesten Vertreter einmal mehr eine gewisse Sucht dar. Es gab also wirklich mehr als genug nennenswerte Titel.

Most Wanted 2019

Werfe ich einen Blick ins nächste Jahr, fällt mir auf, wie voll bereits die ersten Monate sind. Voll mit Titeln, die ich überaus interessant finde. An erster Stelle steht mein langsam überhandnehmender God-Eater-3-Hype, da es sich hierbei um mein momentanes Most-Wanted-Game handelt. Dann wäre da Zanki Zero: Last Beginning, bei dem sich bereits die japanische Version in meinem Besitz befindet. Leider bin ich noch nicht dazu gekommen, es anzugehen, aber ich habe sehr große Erwartungen daran. Die englische Version zu The Caligula Effect: Overdose steht ebenfalls mit auf meiner Liste und dann sind da noch Conception Plus und die PlayStation-4-Version des großartigen Horror-Spiels NG. Auf die Remaster-Version von Tales of Vesperia werde ich wohl erst einmal verzichten, da ich schon mehr als genug Stunden in die PlayStation-3-Version gesteckt habe, aber Kingdom Hearts III stellt für mich ein Pflichtkauf dar, wenn auch nicht gleich zu Release. Wahrscheinlich sind die Titel, die ich hier aufgelistet habe, nur der Anfang eines weiteren ereignisreichen Jahres. Ich erhoffe mir die ein oder andere überraschende Ankündigung, vielleicht sogar weitere PlayStation-Portable-Titel, die ihren Weg auf Steam finden. Zumindest hätte ich nie damit gerechnet, dass Record of Agarest War Mariage und Corpse Party: Sweet Sachiko’s Hysteric Birthday Bash je im Westen erscheinen werden und doch wurde es nun möglich gemacht. Zudem hoffe ich, dass es endlich weitere Informationen zum neuen Teil der Tales-of-Reihe geben wird, weil mich diese brennend interessieren.

 

Bildmaterial: FuRyu, Spike Chunsoft, Experience Inc.