Im Test! Super Mario Party

Es sind bereits 20 Jahre vergangen, seitdem Nintendo den allerersten Mario-Party-Titel für Nintendo 64 veröffentlichte. Viele Jahre lang konnte man...
Titel Super Mario Party
Japan 05. Oktober 2018
Nintendo
Nordamerika 05. Oktober 2018
Nintendo
Europa 05. Oktober 2018
Nintendo
System Nintendo Switch
Getestet für Nintendo Switch
Entwickler Nintendo
Genres Party-Spiel
Texte
Deutschland Nordamerika Japan
Vertonung Deutschland Nordamerika Japan

Bildmaterial: Super Mario Party, Nintendo

Es sind bereits 20 Jahre vergangen, seitdem Nintendo den allerersten Mario-Party-Titel für Nintendo 64 veröffentlichte. Viele Jahre lang konnte man bereits als Charaktere aus dem Mario-Universum über die verschiedensten Spielbretter schlendern, sich in diversen Minispielen messen, Münzen scheffeln und Sterne ergattern. Die letzten Einträge der Mario-Party-Reihe wichen jedoch stark von der herkömmlichen Formel ab.

In Mario Party 9 und 10 bewegten sich alle Spieler gemeinsam in einem Vehikel, in Mario Party: Star Rush liefen Spieler gleichzeitig ohne vorgegebene Richtung über ein Brett. Mit Super Mario Party trifft die Fete nun erstmals auf Nintendos Hybridkonsole ein und soll sich vom Spielverlauf wieder am altbekannten Konzept orientieren. Ob Super Mario Party mit der Rückkehr zu alter Form überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Sei der Superstar!

Beginnt man das Spiel, wird man mit einer kurzen Sequenz begrüßt. Mario und seine Freunde diskutieren, wer von ihnen den Titel des “Superstars” erhalten sollte. Daraufhin wird vorgeschlagen, dass diese Entscheidung mithilfe einer Party gefällt werden soll – Toad und Toadette werden zur Jury ernannt.

Doch auch Bowser und seine Gefolgschaft wollen mitmischen und platzen plötzlich in die Diskussion hinein. Kamek wird von Bowser zum dritten Jurymitglied ernannt, damit die Entscheidung “fair” gefällt wird. Das große Ziel im Spiel ist es nun, Edelsteine in den verschiedenen Spielmodi zu sammeln, um zum Superstar auserkoren zu werden.

Die Bomb-omb-Mine gehört zu der knappen Anzahl an verfügbaren Spielbrettern.

Party zu viert

Im normalen Party-Modus wählt man ein Spielbrett und die Spiellänge aus und spielt Runde für Runde auf diesem. Abwechselnd würfeln die Spieler die Anzahl an Schritten, die sie gehen dürfen. Neu in Super Mario Party ist, dass jeder Charakter noch einen Zusatz-Würfel mit speziellem Layout besitzt, der jederzeit verwendbar ist (beispielsweise hat Daisy nur Dreien und Vieren auf ihrem Spezial-Würfel).

Bewegt man sich dann auf dem Spielbrett umher, kann man auf unterschiedlichen Feldarten landen: Blaue Felder bescheren euch Münzen, auf roten verliert man welche. Item-Läden, (Un-)Glücksfelder und auch Ereignisfelder sind anzutreffen, die je nach Spielbrett unterschiedliche Auswirkungen haben. Natürlich dürfen auch die Sternfelder nicht fehlen. Toadette stellt sich immer an bestimmte Stellen auf dem Brett, wechselt diese aber jedes Mal, nachdem sie einen Stern für zehn Münzen getauscht hat.

»Wie auch in manch anderen First-Party-Spielen für Nintendo Switch tut sich Nintendo hier etwas schwer, einen wirklich überzeugenden Online-Modus zu integrieren.«

Sind alle vier Spieler in einer Runde zum Zug gekommen, müssen sie sich daraufhin einem Minispiel stellen. Je nach Farbe der Felder, auf denen die Spieler stehen, wird entschieden, ob nun ein Alle-gegen-Alle-, ein Zwei-gegen-Zwei- oder ein Eins-gegen-Drei-Minispiel folgt.

Bevor es losgeht, werden alle Spiele erklärt und man kann auch noch eine Übungsrunde einlegen. Hat man das Minispiel beendet, werden je nach Platzierung unterschiedlich viele Münzen verteilt. Sind alle Runden beendet, werden noch Sterne für spezielle Errungenschaften vergeben. Der Spieler mit den meisten Sternen wird dann zum Sieger ernannt.

In 1-gegen-3-Minispielen wird natürlich versucht, den Nachteil des Einzelkämpfers auszugleichen. Hier mit einem riesigen Schläger.

Im Partner-Party-Modus werden aus den vier Spielern zwei Teams gebildet. Die Richtung der Fortbewegung auf dem Brett wird in diesem Modus nicht mehr vorgegeben und es gibt auch keine 1-gegen-3-Minispiele mehr. Es müssen immer noch Sterne gesammelt werden, jedoch muss man in diesem Modus die Ereignisfelder der Bretter stärker einbeziehen, um beispielsweise dem gegnerischen Team den Weg zu versperren.

Jede Menge Modi und Minispiele

Habt ihr den Rhythmus im Blut, dann wird euch die Beat-Bühne bestimmt gefallen. In diesem Modus gibt es zwei Handvoll Minispiele, die den Fokus komplett auf Rhythmus legen. Stellt euch den Minispielen, bewegt euren Joy-Con zur Musik und sammelt die meisten Punkte, um nach einer Runde aus fünf Spielen als Sieger herauszugehen.

Komplett kooperativ geht es im Raft-Abenteuer her. Hier findet ihr euch zu viert gegen die Zeit in einem aufblasbaren Boot wieder und müsst euch absprechen, in welchem Timing ihr per Bewegungssteuerung paddelt, um den gewünschten Weg einzuschlagen. Sammelt Zeit-Gegenstände auf dem Wasser und gewinnt die Koop-Minispiele, um mehr Zeit für das Abenteuer zu erlangen.

Zu den letzten Modi gehören Toads Freizeitraum und der Pfad der Prüfungen (und auch der Online-Mariothon, aber dazu später mehr). In Toads Freizeitraum findet man vier Spiele, für die man zwei Nintendo-Switch-Konsolen kombinieren kann. Hier findet man ein Baseball-Spiel, ein Block- und ein Schiebe-Puzzle und die Panzer-Schlacht. Die beiden Puzzlespiele sind nicht besonders spannend, aber die anderen beiden machen schon durchaus Spaß.

Der Pfad der Prüfungen ist ein Einzelspieler-Modus, in dem man sich Herausforderungen basierend auf den Minispielen stellt. Leider ist der Modus nicht von Anfang an verfügbar, denn um diesen freizuschalten, muss man erst alle 80 Minispiele in den anderen Modi gespielt haben.

Apropos Minispiele. Die Minispiele sind alle mit nur einem Joy-Con spielbar und nutzen oft die besonderen Funktionen der Controller aus. In einigen muss man auf die HD-Vibration achten, andere Spiele legen den Fokus auf die Bewegungssteuerung. Im Großen und Ganzen sind die Spiele einfallsreich und machen auch Spaß, aber natürlich gibt es auch ein paar negative Ausreißer, die fast nur auf Glück basieren oder nicht wirklich fair entworfen sind.

Keine Fete ohne Deko und Musik!

Die Küche sieht ja schicker aus als meine eigene…

Super Mario Party sieht generell sehr hübsch aus. Die Spielbretter sind angenehm gestaltet und passend dekoriert, die Charaktermodelle sind gut getroffen. Auch die Minispiele können grafisch überzeugen und sind selten überladen. Die Musik bleibt einem zwar nicht für lange Zeit im Ohr, aber untermalt das gesamte Geschehen sehr gut. Alle Soundeffekte sind auch passend gewählt und nerven nicht. Alles in allem gibt es in grafischer und akustischer Hinsicht wenig zu beanstanden.

 

Endlich online – aber so?

»Im normalen Party-Modus wählt man ein Spielbrett und die Spiellänge aus und spielt Runde für Runde auf diesem.«

Super, man kann Super Mario Party zusammen über eine Online-Verbindung zocken. Aber leider nicht in der Form, wie man sich einen Online-Modus für Mario Party erhoffen würde. Sich zusammen auf einem Spielbrett um Sterne und Münzen kloppen? Im Online-Mariothon-Modus kann man sich lediglich in einem Minispiel-Marathon bestehend aus fünf Spielen messen.

Insgesamt sind für diesen Modus nur acht Minispiele verfügbar, entweder in drei vorgefertigten Cups oder man stellt selbst einen Mariothon aus den auswählbaren Spielen zusammen. Wie auch in manch anderen First-Party-Spielen für Nintendo Switch tut sich Nintendo etwas schwer, einen wirklich überzeugenden Online-Modus zu integrieren. Zwar kann man während des Mariothons per Voice-Chat miteinander sprechen, aber ein richtiges Spaßgefühl kommt in diesem Modus leider nicht wirklich auf.

Gute Feier mit Abstrichen

»Mario Party is back! Ich erlaube auch mal das Prädikat “Super” im Titel, denn das Spiel ist keineswegs perfekt, macht aber definitiv Spaß – am meisten, wenn man zu dritt oder viert spielt. Für Alleingänger ist Super Mario Party nur bedingt zu empfehlen, denn bevor man den Pfad der Prüfungen freischaltet, müsste man sich erst durch viele Runden mit CPU-Gegnern schlagen. Besitzt man ein Nintendo-Switch-Online-Abo, kann man auch den Mariothon-Modus online spielen, aber so wirklich zufriedenstellend ist diese Implementierung eines Online-Modus nicht. Auch wenn man nur wenige Spielbretter im Party-Modus zur Verfügung hat, kann die Vielfalt an Minispielen und spaßigen Modi wie dem Raft-Abenteuer für fröhliche Abende mit Freunden sorgen.«

 

Mario, seine Freunde und Widersacher wollen mit einer riesigen Feier herausfinden, wer der “Superstar” ist.
Mario Party im alten Stil! Würfle, bewege dich über das Spielbrett, sammle Münzen und Sterne und schlage deine Gegner in Minispielen.
Angemessene Ausschmückung der Spielbretter und gut modellierte Charaktere sind hier zu finden.
Die musikalische Untermalung passt zum Spiel und die Soundeffekte sind gut gewählt und wirken nicht aufdringlich.
Spielt Mario Party nun auch online, jedoch nur in einem Minispiel-Marathon-Modus…