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Hajime Tabata spricht über seinen Abgang bei Square Enix und die Gründung seines neuen Studios JP Games

Bildmaterial: JP Games, Inc. Logo, Hajime Tabata

Hajime Tabata hat im Rahmen eines Livestreams bei Niconico über seinen Abgang bei Square Enix und die Neugründung seines eigenen Studios mit dem Namen JP Games, Inc. gesprochen. Wir fassen für euch seine wichtigsten Aussagen nun kurz zusammen.

Tabata über seinen Abgang bei Square Enix

Laut Tabata stand zuerst seine Entscheidung, Square Enix zu verlassen. Bei den darauffolgenden Diskussionen zu Aufgaben und Positionswechseln wurde dann das Schicksal der DLCs zu Final Fantasy XV entschieden. Bekanntlich wurden alle geplanten DLCs bis auf Episode Ardyn gestrichen. Diese Entscheidung habe ihn persönlich enttäuscht, so Tabata. Er entschuldigt sich deshalb bei allen, welche sich darauf gefreut hatten.

Er hätte es gerne zu Ende gebracht, aber er habe das Gefühl, alles Mögliche dafür getan zu haben. Allerdings gäbe es keinen Zusammenhang zwischen seinem Ausstieg bei Square Enix und der Einstellung der DLCs. Sein Abgang bei Square sei schlussendlich aus einem inneren Antrieb heraus erfolgt. So will Tabata seinen eigenen Weg gehen und tun, was er wolle, ohne jemanden in der Firma zu verärgern. So habe man sich im Guten getrennt.

Tabata über JP Games, Inc.

Im neu gegründeten Studio JP Games, Inc. würden einige Leute arbeiten. Derzeit suche man noch nach einem Büro und stehe finanziell auf eigenen Beinen ohne Investoren von außen. Tabata fragte sich zunächst, ob es für ein unabhängiges Studio möglich sei, AAA-Titel zu machen. Nun suche man noch nach neuen Teammitgliedern, werde sich aber auf eine geringe Anzahl beschränken. Pläne für mehrere Spiele seien vorhanden, aber darüber sprechen kann Tabata noch nicht. Entwickeln möchte er aber multiplattform für Konsolen, PCs und Smartphones.

Während der Entwicklung von Final Fantasy XV habe er die Arbeitsweise ändern wollen. Als es hektisch wurde, explodierte die Arbeitsbelastung, man habe nie genug Mitarbeiter gehabt. Man habe in diesen Zeiten einige Leute in Studios beispielsweise in Vietnam oder Malaysia rekrutiert. Das sei aber schwierig zu organisieren gewesen.

Nun will Tabata die Art der Entwicklung ändern, zum Beispiel mehr auf Cloud-basierte Arbeit setzen. An einem bestimmten Punkt möchte Tabata wieder große Spiele machen, dies aber eher weniger mit vielen Entwicklern an einem Ort.

via Gematsu

5 Kommentare

  1. Also so ganz nach Friede, Freude Eierkuchen klingt das jetzt auch nicht. Da ist intern was vorgefallen und mit großer Wahrscheinlichkeit gefällt Tabata auch nicht die kommende Neuausrichtung von Square Enix. Für jemanden, der gerne seine Freiheiten hätte und ohne Druck an etwas arbeiten möchte, ist so etwas natürlich Gift. Und eine große Firma kann sich keinen Mitarbeiter erlauben, der sich der Philosophie nicht unterordnen will. Denke, am Ende werden beide Parteien zufrieden sein. Kann mir aber auch vorstellen, dass er geblieben wäre wenn er sein eigenes großes Projekt bekommen hätte.

    Brandybuck schrieb:

    Nun will Tabata die Art der Entwicklung ändern, zum Beispiel mehr auf Cloud-basierte Arbeit setzen. An einem bestimmten Punkt möchte Tabata wieder große Spiele machen, dies aber eher weniger mit vielen Entwicklern an einem Ort.

    Oh ja, man schaue sich an wie erfolgreich Tomonobu Itagaki, Tak Fuji und Co. unterwegs sind. Ich habe Hironobu Sakaguchi mal nicht mitgezählt, da der schon seit Jahren aus dem AAA-Geschäft raus ist. Die bittere Realität ist da leider, ohne den großen Publisher ist es enorm schwer, ein AAA-Projekt auf die Beine zu stellen. Das ist einfach anders als bei Hideo Kojima, der nicht nur von Sony unterstützt wird sondern ein Renommee genießt, was weit die Welt der Videospiele übersteigt (Masahiro Sakurai zählt auch zur Kojima-Generation, der arbeitet mit seinem eigenen Studio auch sehr erfolgreich, wird allerdings auch von Nintendo unterstützt). Auch wenn ichs Tabata gönnen würde, ich bezweifle, dass er mit einem relevanten Werk noch einmal zurückkehren wird. Potential hat er, aber auf die AAA-Bühne wird er ohne großen Publisher wohl nicht mehr auftreten. Aber vielleicht will er das auch gar nicht und der Preis für seine kreativen Freiheiten ist mindestens ein A in seinem Gewerbe. Das Abenteuer Final Fantasy ist für ihn jedenfalls beendet.
  2. takahashi is mit monolith auch ganz gut weggekommen (nach schweren anfängen^^), awa tabata mit ihm zu vergleichen wäre blasphemisch.. taka is vlt der ex-squareling der es mit seinen spielen am weitesten außerhalb von square geschafft hat, kaum zu glauben wenn man bedenkt das sakaguchi es auch versucht hat.. zufällig kürzlich aufn älteres interview gestoßen mit iwata, sakaguchi und takahashi zur promotion von deren wii titeln damals xenoblade und last story.. traurig das ganze zu lesen xD

    um tabata hingegen, würde ich sagen das die zukunft eher düster aussieht.. noctis düster
  3. In meinen Augen klingt das so, als sei das Canceln der DLCs eine Reaktion auf Tabatas Kündigung gewesen - eine Art "Rache des kleinen Mannes".
    Ich war nie wirklich ein Fan von ihm, aber was er zur Arbeitsweise bei FF15 ausführt, deutet darauf hin, dass die Verhältnisse bei SE derzeit, gelinde gesagt, chaotisch sind. Die Organisation scheint jener eines mittelalterlichen Bauernhofes zu gleichen, nicht der eines modernen Großunternehmens.
  4. Kann Kelesis nur zustimmen.
    Square-Enix bzw. Final Fantasy ist schon seit 10 Jahren im JRPG bereich nicht mehr das maß aller dinge XD
    Einzig allein Dragon Quest bietet noch JRPG Qualität von Square-Enix. (Tomb Raider zähle ich nicht dazu)
    Trotzdem gibt es schon seit einigen Dekaden bessere Jrpg Studios.

    Das aber Tabata selber ein eigenes Studio Gründet halte ich für selbstüberschätzung.
    Der soll mal nicht so tun als wäre er Herr Kojima dafür fehlt ihm das Talent, die Kontakte, das Geld und das Team.
    Zudem hat er sein Ruf mit FF15 selber geschädigt.
    RiP Tabata wir werden dich vergessen und weiter über Final fantasy XV lachen XP
  5. Hajime Tabata hat es nicht leicht. Anfang ging es mit dem PSP seit mit dem PS4 Projekten ziemlich gut mit Crisis Core: Final Fantasy VII & The 3rd Birthday. Leider wurde er durch dem FFXV und dessen DLCs im mitleid gezogen wurde. Naja, Motomu Toriyama hatte auch nicht besser gemacht zu Teil 13 usw.
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