GC18: Unsere Eindrücke zu Travis Strikes Again

Nach vielen Jahren begegnen wir in Travis Strikes Again erneut Travis Touchdown. Lange dauert es nicht und er gerät in Probleme. Durch bestimmte Umstände...

So richtig habe ich keine Ahnung was ich über Travis Strikes Again: No More Heroes schreiben soll. Zwar hatten wir erstmals im Rahmen der diesjährigen Gamescom die Gelegenheit eine Demo unter die Lupe zu nehmen, jedoch war diese nicht gerade elektrifizierend. Dabei ließ der Spieltitel darauf schließen. Wir bewegten uns in den pixeligen Welten von Electric Thunder Tiger, einer Neon-Welt mit grellen Farben, seltsamen Kreaturen und schrägen Dialogen.

Doch fangen wir erst einmal von vorne an. Nach vielen Jahren begegnen wir in Travis Strikes Again erneut Travis Touchdown. Lange dauert es nicht und er gerät in Probleme. Durch bestimmte Umstände wird er in die legendäre Spielekonsole Death Drive Mark 2 gezogen und muss sich durch sieben verschiedene Spieletitel kämpfen. Darunter eben die schillernde Neon-Welt von Electro Triple Star, dem Bösewicht aus der Demo.

In der Demo hatte ich nun die Möglichkeit, entweder alleine oder mit einem meiner Kollegen die Straßen der Stadt unsicher zu machen. Dabei schauten wir aus der Vogelperspektive auf unsere Charaktere. Die Steuerung war recht simpel. Während wir linear die Straße entlangliefen, tauchten kleinere Gegner auf, die sich mit schwachen und stärkeren Schlägen leicht besiegen ließen. Bei jedem Schlag entlud sich Travis‘ Beam-Katana. Bevor ich also nicht mehr zuschlagen durfte, musste ich den linken Analogstick drücken und mein Pad schütteln. Für den Moment sind solche Gimmicks zwar ganz nett, jedoch könnte es auf Dauer auf die Nerven gehen.

So, nun haben wir die lineare Straße mit dem Kanonenfutter recht schnell hinter uns gelassen und kommen zu Electro Triple Star, welcher uns auf schräge Art und Weise begrüßt. Besonders schwierig zu besiegen war dieser nun nicht, da Travis und sein Kumpan ebenfalls über spezielle Fähigkeiten verfügen. Diese konnten uns heilen, Bomben zünden, Schallwellen abschießen und noch mehr. Entsprechend mussten wir ebenfalls nicht viel ausweichen, sondern haben einfach draufgeschlagen, bis alles sein Ende fand.

Travis Makes Jokes Again!

Wer bis hierhin gelesen hat, mag wahrscheinlich einen nicht ganz so guten Eindruck vom Spiel bekommen. Das liegt vor allem am Gameplay, welches eher auf bloßem Knöpfchendrücken basierte. Für die ersten Minuten okay, aber nicht auf Dauer. Zum Glück bot die Demo noch viel mehr: eine wunderschön inszenierte Präsentation mit humorvollen Dialogen zwischen den Charakteren. Diese überzeugten auf ganzer Linie und waren teilweise einfach absurd. Die Dialoge waren nämlich speziell auf die Gamescom gemünzt (siehe Bild). Wenn dieses Niveau an Unterhaltung im kompletten Spiel geboten wird, kann ich auch etwas über das eintönige Gameplay hinwegsehen.

Travis Strikes Again: No More Heroes ist kreativ. Daran besteht kein Zweifel. Die Welt wirkt optisch ansprechend, schön bunt und mit den humorvollen Dialogen versprüht es ein spaßiges Erlebnis. Dem steht leider das etwas eintönige Gameplay im Wege. Jedoch sollte natürlich angemerkt werden, dass es sich hierbei nur um eine Demo handelt und nur um ein Spiel, in dem Travis gefangen ist. Die Vollversion wird sicherlich mit ihren sieben verschiedenen Spieltiteln mehr Varianz bieten. Hoffentlich!

Travis Strikes Again: No More Heroes erscheint am 18. Januar für Nintendo Switch.