Im Test! Shining Resonance Refrain

Die Shining-Reihe reicht weit zurück und ist in der Zeit bis heute nicht nur einige Rollenspiel-Genres durchgegangen, sondern hat auch andere Veränderungen...
Titel Shining Resonance Refrain
Japan PS4: 29. März 2018
Switch: 12. Juli 2018
Sega
Nordamerika 10. Juli 2018
Sega
Europa 10. Juli 2018
Sega
System PlayStation 4, Nintendo Switch, PCs (Steam), Xbox One
Getestet für PlayStation 4
Entwickler O-Two
Genres JRPG
Texte
Nordamerika
Vertonung Nordamerika Japan

Die Shining-Reihe reicht weit zurück und ist in der Zeit bis heute nicht nur einige Rollenspiel-Genres durchgegangen, sondern hat auch andere Veränderungen durchgemacht. Leider sind englische Versionen der umfangreichen Reihe eher sparsam und so blieb auch der neueste Vertreter Shining Resonance für PlayStation 3 trotz Hoffen in Japan. Glücklicherweise scheint Sega aber einen neuen Versuch mit der Reihe zu starten, wobei sie auch den Westen mit einbeziehen wollen. Mit dem Remaster Shining Resonance Refrain bekommen wir ein Tales-of-ähnliches JRPG mit einem klassischen Fantasy-Setting und hübschem Charakterdesign von Tony Taka spendiert, welches sogar alle herunterladbaren Inhalte des Originals mit im Spiel enthalten hat. Sega bedient hier nicht nur wie in Japan PlayStation 4 und Nintendo Switch, sondern auch PCs (Steam) und Xbox One. Wie sich das Drachenabenteuer so schlägt, erfahrt ihr in unserem Test zur PlayStation-4-Version!

Die Kraft der Drachen

Man ist es ja gewohnt, mit den wackeren Helden die holde Prinzessin aus den Fängen des Bösen zu befreien. So in etwa fängt auch Shining Resonance Refrain an, nur dass die Rolle des Retters in diesem Falle von der mutigen Prinzessin des Königreichs Astoria, Sonia, und ihrer Gefährtin, der Elfe und Song Maiden Kirika, übernommen wird. Derjenige, der durch das Imperium ein Dasein in Gefangenschaft fristet, ist Yuma, der eigentliche Protagonist der Handlung.

Die Rettungsaktion läuft nicht komplett einwandfrei und auf dem Weg zum alternativen Fluchtweg verhindert die imperiale Prinzessin Excella mit einem ihrer Drachen ein erfolgreiches Entkommen. In dieser aussichtslosen Lage offenbart der hilflos wirkende Yuma ein Geheimnis, welches in Zukunft eine zentrale Rolle in der Geschichte dieser Fantasy-Welt spielen wird: in ihm wohnt die Seele eines der mächtigsten Drachen aus der uralten Legende und er kann die Gestalt dieses sogenannten Shining Dragon annehmen. Da er furchtbare Angst davor hat, die Kontrolle über seine Kraft zu verlieren und andere zu verletzen, kommt die Verwandlung für ihn eigentlich nicht in Frage, aber aufgrund der gegebenen Situation lässt er sich erfolgreich dazu überreden. Dadurch schafft er es, zusammen mit seinen beiden Rettern zu fliehen.

Die Existenz des Shining Dragon sorgt sowohl im Imperium als auch im Königreich Astoria für Aufsehen. Der Krieg zwischen den beiden Mächten geht in eine neue Runde, in der die Dragoneer, Nutzer der legendären Harmonics-Waffeninstrumente, versuchen müssen, die finsteren Pläne des Imperiums zu vereiteln. Doch kann Yuma, in den große Hoffnung gesetzt wird, wirklich seine Selbstzweifel und Ängste besiegen und seinen neuen Kameraden vollends zur Seite stehen?

Was anfangs wie eine klassische, aber gleichauf erfrischende Handlung wirkt, fällt schnell in ein Muster aus Stereotypen und japanischen Klischees. An sich nichts, was man unbedingt gleich als negativ ansehen muss, zumal es abhängig davon ist, was man letztendlich daraus macht, aber hier hat man wirklich nur ein durchschnittliches Ergebnis erzielen können, was vor allem an der Erzählweise und Stilelementen liegt. Dadurch verfehlen dramatische Szenen gerne einmal ihre Wirkung und es fällt schwer, mit den Charakteren mitzufühlen. Dennoch bemüht man sich, zumindest in einer Vielzahl an (optionalen) Gesprächen nach und nach mehr über die wichtigen Figuren des Spiels zu erzählen, was sie durchaus sympathisch und liebenswert macht und ihre Macken hervorbringt. Der Verlauf der Handlung ist jedoch unspektakulär und geht einen eher offensichtlichen Weg mit wenig Überraschungen.

Legenden erwachen erneut zum Leben

Beginnend in der Stadt Marga bereist man nach und nach immer mehr Gegenden, wobei der Umfang der Insel, auf der man sich befindet, relativ überschaubar ist. Leider bekommt man keinerlei andere Städte und auch nicht das Festland zu Gesicht, von dem gerne einmal gesprochen wird. Etwas mau schaut es auch in Sachen Dungeons aus, die einen ziemlichen Seltenheitswert haben. Ziemlich schade, zumal es Momente gibt, wo man gerne noch den ein oder anderen interessanten Dungeon hätte hinsetzen können. So ist man weitgehend damit beschäftigt, zusammenhängende Felder zu durchqueren.

Marga an sich ist eine recht hübsche Stadt, die in zwei Abschnitte aufgeteilt ist. Die Aktionen, die man hier vornehmen kann, sind allerdings beschränkt, aber man sieht genau, dass man sich Mühe gegeben hat, dem Ganzen einen gewissen Charme zu verleihen. So herrscht auf dem Markt ein reges Treiben, man wird von so einigen Personen begrüßt und wenn jemand Musik spielt, wird dies auch hörbar rübergebracht. Neben diesen Punkten sind noch viele kleine weitere Details innerhalb, aber auch außerhalb des Stadtgeschehens zu finden.

Ansprechbar sind neben wichtigen NPCs nur Personen, die hin und wieder Quests im Angebot haben. Solche Aufträge müssen direkt angenommen und nach Erledigung auch wieder bei dem jeweiligen NPC eingereicht werden. Der Inhalt besteht hierbei aus Sammelaufgaben und der Erlegung von Monstern. Aufgrund der Vielzahl an Materialien und der miesen Droprate ist einiges jedoch gar nicht so leicht zu finden. Nachschlagen lassen sich Quests in einer Übersicht, wobei nur das gelistet wird, was gerade in Arbeit ist. Ob man etwas schon einmal erledigt hat, sieht man nur beim Annehmen einer Quest.

Normale Ausrüstung gibt es in dem Sinne nicht. Die Harmonics-Waffen der Teammitglieder werden anhand von Tuning geändert und lassen sich aufstufen. Jedes Tuning hat andere Vor- und Nachteile, die erst bei maximaler Stufe ihre volle Wirkung zeigen. Sie bestimmen auch, wie viele Aspects ein Charakter ausrüsten kann. Diese in Kategorien unterteilten Objekte verleihen verschiedene Fertigkeiten und Vorzüge, die teils charakterspezifisch sind und gezielt Spezialattacken und Magie aufwerten. Aspects können gefunden, gekauft oder mithilfe von Alchemie hergestellt werden.

Ein eher optionales Element sind die sogenannten Night-Events und Date-Szenen, die durch Erhöhung der Zuneigung hervorgerufen werden können. Yuma kann mit jedem der Teammitglieder ein Ende erlangen, wobei lediglich die Damen des Teams als Liebeskandidaten angesehen werden. Zwischendurch gibt es, mit einem Zeitlimit versehene, Entscheidungsmöglichkeiten, die bei richtiger Wahl die Zuneigung zu der jeweiligen Person steigern. Alternativ lässt sich dies auch durch Einladungen zu einem Night-Event oder mit Geschenken bewerkstelligen. Ab einem bestimmten Punkt schaltet sich dadurch ein Date frei und es ist möglich, mit seiner auserwählten Person durch die Straßen der Stadt zu spazieren. Sowohl Night-Events als auch die kleinen Gespräche während eines Dates sind von zufälliger Natur und können sich, wenn man Pech hat, oft wiederholen. Etwas mehr Erklärungen diesbezüglich und eine sichtbare Anzeige der Zuneigung hätte dem Ganzen gut getan, dennoch ist es eine nette Spielerei, die Spaß bringt, wenn man sie ausprobiert.

Dem Bond-System fehlt es leider ebenfalls an Erklärung, wodurch man nicht so wirklich weiß, wie man was anordnen soll, um die besten Effekte zu erzielen. Im Laufe des Spieles erhält man eine Vielzahl an Traits. Alle sind mit unterschiedlichen Symbolen versehen und verursachen andere Beziehungen innerhalb eines Diagramms. Abhängig von der Resonanz und bestehenden Unterstützung im Kampf ist zudem, wie die Charaktere angeordnet sind. Welche positiven und negativen Effekte genau aus der Zusammenstellung entstehen, ist jedoch absolut nicht zu erkennen.

Musikalische Gefechte

Berührt man eines der auf den Feldern sichtbaren Monster, geht es nahtlos an Ort und Stelle in einen Kampf über. Ausgetragen wird dieser, ähnlich wie in der Tales-of-Reihe oder Rogue Galaxy, in einem actionbasierten System. Man steuert seinen Charakter über das Kampffeld und greift per Knopfdruck den Gegner an oder verteidigt sich. Dabei werden Aktionspunkte verbraucht, die sich aber relativ schnell wieder auffüllen. Die drei anderen am aktiven Kampfgeschehen teilnehmenden Kameraden werden hingegen vom Computer gesteuert.

Vorher festgelegte Spezialattacken und Magie verbrauchen MP und sollte man Yuma steuern, besteht die Möglichkeit, sich in einen Drachen zu verwandeln. Nutzt man diese Möglichkeit, muss man jedoch vorsichtig damit umgehen, da es eine sehr gefährliche Kraft ist, die außer Kontrolle geraten kann. Dies bedeutet, dass Yuma plötzlich eigenständig Freund und Feind angreift, solange bis seine MP ausgehen. Außerdem ist der Drache zwar mächtig, aber sehr lahm und einem bleibt der Zugriff auf das Menü komplett verwehrt. Es ist also eher eine Art Notlösung, die im späteren Verlauf erst wirklich risikofrei wird.

Gute Vorzüge bietet das B.A.N.D-System, das bei der damit in Verbindung stehenden Leiste aktiviert werden kann. Welche Auswirkungen dies hat, bestimmt nicht nur das Lied, sondern auch, wer die Center-Position einnimmt. Zudem werden einige Lieder in gesungener Form dargestellt oder sie ändern das Outfit eines Charakters und bringen diesem Verbesserungen ein.

Insgesamt sind Kämpfe eher einfach gehalten und übersichtlich gestaltet. Der nahtlose Übergang und die Kameraführung läuft problemlos und die KI lässt sich relativ gut beeinflussen, zumal sie nur die Attacken einsetzt, die man ihnen zugeteilt hat. Zudem kann man ein ungefähres Verhalten bestimmen und notfalls einen Befehl erteilen. Sollte einmal alles schief gehen, lässt sich jederzeit mitten im Kampf das Menü aufrufen und so viele Objekte benutzten, wie man möchte. Es besteht keinerlei Begrenzung hierbei. Der Charakter, den man spielt, lässt sich ebenfalls jederzeit ändern.

Bezüglich des Remasters wurde einiges seitens Sega versprochen, jedoch macht das Ergebnis nicht den Eindruck, als hätte man alles davon eingehalten oder jedenfalls nicht im wünschenswerten Maße. Zudem hatte man die Gelegenheit, auffällige Macken zu bearbeiten und Änderungen vorzunehmen, die sich positiv auf das Spielerlebnis auswirken würden, aber davon ist nichts geschehen. Gut ist die nun vorhandene Möglichkeit, nach einem verlorenen Kampf diesen wiederholen zu können und dass der ungleichmäßige Schwierigkeitsgrad zumindest etwas angepasst wurde. Notwendige Speicherpunkte wurden jedoch nicht hinzugefügt, was einen bestimmten Abschnitt im späteren Verlauf des Spieles immer noch als echt gemein gestaltet, wenn man nicht gerade überlevelt ist und weiß, was auf einen zukommt. Von einer Schnellreisefunktion von Camp zu Camp fehlt jede Spur, so dass man für jedes neue Ziel in der halben Weltgeschichte herumlaufen muss. Gerade das und der bestehende Umstand, dass man ohne Grinden später ziemliche Probleme mit den Endgegnern bekommen kann (zumal solche Kämpfe oftmals zweimal hintereinander auftreten), können den Spielspaß mindern und für Frust sorgen.

Wer jedoch Spaß am Erkunden hat und es liebt, schwere Gegner herauszufordern, kann schon frühzeitig fast alle Areale betreten. Die Mini-Endgegner, die Wege zu Feldern blockieren, bei denen man erst später hin soll, können mit der richtigen Taktik ins Jenseits befördert werden, selbst wenn diese 30 Level höher sind. Es gibt zudem genug Quests zu erledigen und Materialien zu sammeln. Das vorhandene Wettersystem, welches Monster und Sammelpunkte gleichermaßen ändert und sich auch auf Sichtverhältnisse auswirken kann, gibt dabei zusätzliche Motivation.

Alternativ steht ab einem bestimmten Zeitpunkt der Grimoire-Dungeon zur Verfügung, der zufallsgeneriert ist. Erhaltene Sigils können hier eingesetzt werden, um verschiedene Einstellungen vorzunehmen. So kann zum Beispiel der Rang des jeweiligen Dungeon erhöht, festgelegt werden, welche Gegnerarten auftauchen sollen, und andere Dinge beeinflusst werden.

Hier spielt die Musik

Geplagt von Elementen, die Richtung „Nicht genug Budget“ gehen, werden Kampfszenen außerhalb von den aufwendiger gestalteten Zwischensequenzen lediglich durch Standbilder mit 3D-Modellen, schwarzen Bildschirmen und gezeigten Effekten präsentiert. Auch sonst wird gerne einmal der Bildschirm ausgeblendet und Geräusche gezielt benutzt, damit man bestimmte Animationen nicht darstellen muss. All dies wirkt sich nicht gerade positiv auf die handlungsbezogenen Szenen aus.

Die 3D-Modelle der Charaktere hingegen sind hübsch gestaltet, fangen den Stil des Charakterdesigns von Tony Taka gekonnt ein und wissen gerade in Gesprächen zu gefallen. So haben die Figuren eine gewisse Lebendigkeit an sich. Wirft man aber einen allgemeinen Blick auf die Modelle und die Umgebungen, bemerkt man sogleich, dass es sich hierbei ursprünglich um einen PlayStation-3-Titel handelt, der schon einige Jahre auf dem Buckel hat. Zwar wirkt das Gesamtbild feiner und klarer, aber dennoch sind Texturen gerade bei der Nahansicht entweder matschig oder pixelig. Es ist deutlich zu erkennen, dass sich nicht die Mühe gemacht wurde, die Grafik in bedeutendem Maße zu verbessern.

Auch von technischer Seite ist so ziemlich alles gleich geblieben, was bedeutet, dass sich niemand um die auffälligen Slowdowns und Ruckler gekümmert hat, die sich durch das gesamte Spiel ziehen. Dabei muss noch nicht einmal viel im Kampfgeschehen los sein. Es reicht schon ein Flächenzauber eines Endgegners oder Kameraden, der sich für einige Zeit auf das Feld legt. Solange der Effekt besteht, wird alles verlangsamt und folgen im gleichen Moment noch weitere auffällige Animationen, geht das Spiel noch weiter in die Knie. Auf Dauer ist das ziemlich nervig und störend.

Vielseitig präsentiert sich die musikalische Untermalung, die innerhalb der Handlung eine bedeutende Rolle spielt. Jeder Charakter steuert andere Klänge bei, die hie und da zum Zuge kommen und auch nach jedem Kampf berücksichtigt werden. Kirika singt mehrere schöne Lieder, die mittels B.A.N.D gehört werden können, und es gibt noch einige weitere mit Gesang versehene Stücke. Die allgemeine Hintergrundmusik geht ebenfalls in Richtung hörenswert, auch wenn einige Lieder übermäßig Benutzung finden. Die Sprachausgabe ist sowohl auf Englisch, als auch auf Japanisch enthalten.

Neben einer umfangreichen Sammlung an herunterladbaren Inhalten sind zudem die beiden zusätzlichen Teammitglieder Excella und Jinas fester Bestandteil von Shining Resonance Refrain. Wenn man ein neues Spiel startet, kann man sich zwischen einem normalen Durchgang, so wie er in der PlayStation-3-Version besteht, entscheiden oder aber den Refrain-Mode wählen, der Excella und Jinas von Anfang an ins Team packt, auch wenn dies von der Handlung her keinen Sinn ergibt. Damit man durch Interaktionen mit diesen nicht gespoilert wird, wird empfohlen, den Modus als eine Art New Game+ zu nutzen. Dumm nur, dass man hier keine Verbindung gesetzt hat. Spielt man erst einen normalen Durchgang und möchte dann zum Refrain-Mode wechseln, der ja mehr Inhalt bietet, muss man komplett von vorne ohne irgendwelche Vorzüge anfangen, da nichts übernommen wird. So ist es sinnvoller, gleich den Refrain-Mode zu wählen und das Risiko einzugehen.

Die herunterladbaren Inhalte der PlayStation-3-Version, die dem Remaster hinzugefügt wurden, sind weitgehend Kostüme für die Mädels, kleine Extragespräche, zusätzliche Szenarien für alle Charaktere inklusive neue Lieder und Tunings und die Möglichkeit, bestimmte Endgegner noch einmal im Grimoire-Dungeon zu bekämpfen. So gesehen also viel Kleinkram.

Fazit

»Shining Resonance Refrain ist ein buntes Fantasy-JRPG mit hübschem Artwork, welches in erster Linie an Genre-Vertreter wie die Tales-of-Reihe erinnert, wovon es sichtbare Inspiration gezogen hat. Dabei wird vermehrt auf Stereotypen und japanische Klischees zurückgegriffen, was deutlich in Handlung und Charakteren zu sehen ist. Durch die Art und Weise, wie die Geschichte erzählt wird, zusammen mit den verwendeten Stilmitteln, wird hierbei nur ein durchschnittliches Ergebnis ohne große Überraschungen erzielt. Die Charaktere an sich sind sympathisch und liebenswert, was durch viele kleine Gespräche verstärkt wird, jedoch hätte man sich mehr Ausarbeitung von diesen und vor allem der Gegenseite gewünscht.

In Sachen Erkunden und Kampfsystem, welches actionreich gestaltet ist, weiß Shining Resonance Refrain durchaus zu gefallen, allerdings wird der Spielspaß durch allerhand Macken und seltsame Entscheidungen heruntergezogen. Zudem werden einige Dinge nicht richtig erklärt und es fehlen dabei wichtige Anzeigen, die für einen besseren Einblick in die Funktionen sorgen würden. Wer nicht gerade Spaß daran hat, die gleichen zusammenhängenden Felder zigmal für jedes neue Ziel innerhalb der Handlung zu durchqueren, da es keine Schnellreisefunktion gibt und nichts von plötzlichen Anstiegen des Schwierigkeitsgrades bei Endgegnern hält, wird schnell frustriert sein. Einfach durch die Hauptgeschichte zu laufen wird auf Dauer nicht funktionieren, da ein gewisses Grinding vorausgesetzt wird.

Aufgrund der negativen Aspekte, die deutlich überwiegen, ist es nicht einfach, Shining Resonance Refrain zu empfehlen. Das Spiel hat schon seinen Reiz, weiß durch interessante Funktionen, die Charaktere und die Musik zu motivieren und zeigt eine gewisse Liebe zum Detail, nur fehlt es dort an Ausbesserungen, wo sie dringend nötig gewesen wären. Dementsprechend ist das Gesamtergebnis nur als mittelmäßig zu bezeichnen. Wer mit dem Gedanken spielt, dem Drachenabenteuer einen Versuch zu geben, sollte dies auf jeden Fall berücksichtigen, um nicht enttäuscht zu werden.«

 

Klassisches Fantasy-Abenteuer mit Drachen, Elfen und Magie, ohne große Überraschungen.
Actionbasiertes, einfaches Kampfsystem und nette Spielereien und Funktionen, denen es teils an besserer Erklärung und Darstellung fehlt.
Hübsche 3D-Charakter-Modelle und Artworks von Tony Taka, trotz Aufbesserungen noch deutlich auf frühem PlayStation-3-Niveau, Umgebungsdetails sind matschig und pixelig, diverse technische Probleme.
Hörenswerter Soundtrack, wobei einige Lieder etwas zu oft gespielt werden, schöne Klänge durch die Harmonics-Waffeninstrumente, gute Auswahl an gesungen Liedern.
Nettes Dating-System inklusive Charakter-Enden, Bonus-Dungeon mit individueller Gestaltung, fehlende Schnellreisefunktion, Leicht und Normal als Schwierigkeitsgrad vorhanden.