Jump Force bei der Gamescom 2018.
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GC18: Unsere Eindrücke zu Jump Force

Bereits 2015 trafen in J-Stars Victory VS+ etliche Manga- und Animecharaktere aus dem Shōnen-Jump-Universum aufeinander. Zum 50-jährigen Jubiläum der Weekly Shōnen Jump passiert dies im nächsten Jahr erneut. Dieses Mal heißt das Spiel Jump Force und wurde während der Pressekonferenz von Microsoft auf der diesjährigen E3 erstmals vorgestellt. Auf der Gamescom hatten wir nun die Möglichkeit, uns einen ersten Eindruck vom Spiel zu verschaffen.

Viel gab es leider nicht zu sehen. Bandai Namco kündigte während der Gamescom zwar neue Charaktere sowie die Erstellung von eigenen Charakteren für den Online-Modus an, in der Messe-Demo stand uns aber nur der Versus-Modus zur Verfügung. Nichtsdestotrotz fühlt sich die Präsentation und Aufmachung einfach gewaltig an.

In dem Spiel erstellt ihr euch aus unterschiedlichen Charakteren ein Tag-Team aus drei Kämpfern und tretet anschließend gegeneinander an. So weit, so klassisch. Was Jump Force von anderen Spielen seiner Art ein wenig unterscheidet, ist dessen Spielgeschwindigkeit. Mit wenigen Eingaben landet ihr diverse Angriffe bei euren Gegnern, sprintet aus weiter Entfernung mit Spitzengeschwindigkeiten nah zu ihnen oder entfesselt mächtige Spezialangriffe. Letztere sind mein Highlight des Spiels, weil sie nicht nur viel Schaden verursachen, sondern ebenfalls actiongeladen inszeniert sind.

Ihr tretet in 3-gegen-3-Kämpfen an, in denen alle Charaktere die gleiche Lebensanzeige teilen. Es bringt euch also nichts, die Kämpfer für mehr Gesundheitspunkte auszuwechseln. Sie dienen eher für Angriffskombinationen. Dabei könnt ihr die Charaktere nicht jederzeit wechseln, sondern müsst nach einer Einwechslung ein wenig warten, was Kämpfen eine schöne Dynamik bringt.

Optisch nicht von schlechten Eltern

Für den einen oder anderen könnte dies leicht überfordernd sein – manchmal geht der Überblick verloren. So ging es mir zumindest in meinen ersten Kämpfen. Zum Glück war mein computergesteuertes Gegenüber nicht so gut, sodass ich schneller bestimmte Angriffe ausprobieren und mich besser an die Steuerung gewöhnen konnte. Diese fällt nicht allzu kompliziert aus und lässt mich als Laie im Glauben, dass ich doch einiges auf dem Kasten hätte.

Am meisten beeindruckt Jump Force optisch. Trotz vieler visueller Effekte hatte ich das Gefühl, das Geschehen voll im Blick zu haben. Einzig bei den Städte-Arenen habe ich hin und wieder die Übersicht verloren, da auch im Hintergrund vieles glänzte und funkelte und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollte. Herr der Lage war ich eher bei einfachen Arenen wie Namek. Darüber hinaus sind die Musik und Soundeffekte ebenfalls nicht von schlechten Eltern. Angriffe fühlen sich schön wuchtig an, während im Hintergrund die Musik ordentlich ballert. Dadurch entsteht ein schöner Kampfrausch.

Alles in allem bin mit einem positiven Gefühl aus der Demo gegangen. Allerdings stelle ich mir die Frage, wie mich das Spiel über den Versus-Modus hinaus überzeugen möchte. J-Stars Victory VS+ bot mir auch viele Jump-Charaktere sowie eine solide Geschichte für ein Beat ’em up. Jedoch war für mich die Luft dort schnell raus. Hoffentlich passiert dies bei Jump Force nicht – und hoffentlich schaffen es ebenfalls ein paar Charaktere aus My Hero Academia ins Spiel!

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