Im Test! Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy

Eine der beliebtesten Manga-Reihen überhaupt ist die Naruto-Serie aus den geschickten Händen von Masashi Kishimoto. Die mittlerweile irgendwie beendete...
Titel Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy
Japan 26. April 2018
Bandai Namco Ent.
Nordamerika 26. April 2018
Bandai Namco Ent.
Europa 26. April 2018
Bandai Namco Ent.
System Nintendo Switch, Xbox One, PlayStation 4, PC
Getestet für Nintendo Switch
Entwickler CyberConnnect2
Genres Beat ‚em up
Texte
Deutschland 
Vertonung Nordamerika Japan

Eine der beliebtesten Manga-Reihen überhaupt ist die Naruto-Serie aus den geschickten Händen von Masashi Kishimoto. Die mittlerweile irgendwie beendete, aber dennoch fortgeführte Reihe erfreut sich noch immer großer Beliebtheit. Mit dem großen Erfolg der Serie kamen im Laufe der Zeit auch zahlreiche Videospiel-Umsetzungen, darunter die Naruto-Ultimate-Ninja-Storm-Reihe. Auf PlayStation 3 erschien 2008 der erste Teil der Serie, danach ging es auf derselben Plattform und Xbox 360 mit mehreren Spielen weiter.

Den Höhepunkt erreichte die Serie auf den aktuellen Konsolen und PCs, um die Geschichte rund um Naruto zu beenden. Auf Nintendo Switch sind nun die ersten drei Ableger der Reihe erschienen, welche einzeln, aber auch in einem Trilogie-Paket Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy digital im eShop der Konsole erhältlich sind. Wir haben uns alle drei Teile angeschaut und überprüft, ob sie auch auf der aktuellen Hybrid-Konsole von Nintendo einen guten Eindruck machen.

Die Geschichte aller drei Spiele zu erzählen würde wahrscheinlich etwas den Rahmen sprengen, darum lasst uns denjenigen, die von Naruto nie etwas wahrgenommen haben, einen kleinen Eindruck geben. Die Welt ist unterteilt in unterschiedliche Regionen, in denen verschiedene Ninja-Völker leben. Ninja sind in der Welt von Naruto nicht nur schnelle Angreifer, sondern können auch Chakra kontrollieren. Diese spirituelle Kraft lässt sich nutzen, um diverse Angriffsmöglichkeiten zu erschaffen.

Ein riesiger Flammenball, tausende Insekten im eigenen Körper oder die Macht über die Kälte sind da nur ein paar kleine Beispiele für die Möglichkeiten der Ninja. Dann sind da noch die Bijuu, riesige Dämonen mit gigantischen Kräften. Diese wurden allesamt in diversen Personen versiegelt, um deren Zerstörungspotential im Zaum zu halten. Der namensgebende Junge Naruto ist ein sogenannter Junchuuriki, eine Person mit einem Siegel über die mächtigste der Bestien, den neunschwänzigen Fuchs Kurama.

Die Tatsache, dass Naruto ohne Eltern ist und zusätzlich auch noch diese grausame Bestie nach einem Angriff auf sein Heimatdorf Konoha in seinem jungen Körper versiegelt wurde, macht ihn zu einem beliebten Opfer von Spott und Hohn. Dennoch gibt er nicht auf und möchte eines Tages der Anführer des Dorfes werden, der sogenannte Hokage. In der Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy, welche ihr auf Nintendo Switch spielen könnt, spielt ihr einen Großteil seiner Abenteuer nach.

Dafür sorgen die Story-Modi, welche sehr umfangreich gestaltet und äußerst gut inszeniert sind. Im ersten Naruto-Ultimate-Ninja-Storm-Ableger könnt ihr euch frei durch Konoha bewegen. Das ist eigentlich eine coole Idee, die ganze Stadt erkunden zu können und ein paar Aufgaben für die Bewohner zu erledigen. Auch für Aufgaben relevant zur Geschichte müsst ihr die Stadt durchqueren und zur richtigen Person kommen. Leider ist es doch irgendwann ein bisschen ermüdend, immer durch die ganze Stadt rennen zu müssen. Da helfen auch diverse Bewegungsmanöver nicht, mit denen ihr euch schneller fortbewegen könnt.

Wahrscheinlich haben dies auch die Entwickler gemerkt und haben das Erkunden der Welt in den darauffolgenden beiden Ablegern eingeschränkt. Noch immer lauft ihr von A nach B und trefft auf zahlreiche Personen aus der Naruto-Serie, aber könnt nun nicht mehr beliebig auf Häuser springen und die Areale sind deutlich kleiner. Dies gibt dem Ganzen aber auch die Möglichkeit, die Story ein wenig zu fokussieren. In Naruto: Ultimate Ninja Storm 3 gibt es sogar vor Kämpfen oft die Möglichkeit, eine Entscheidung zwischen zwei möglichen Kämpfen oder Orten zu treffen, um andere Ansichten zu erleben. Neben den Story-Missionen in den drei Spielen gibt es zahlreiche andere Aufgaben, die ihr erledigen könnt. Manchmal geht es nur darum Kämpfe zu gewinnen, manchmal um das Sammeln von Gegenständen.

Die Kämpfe sind das Hauptaugenmerk

Das Hauptaugenmerk der Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy ist natürlich nicht das Reisen durch die Welt von Naruto, sondern die Kämpfe. In den Story-Kämpfen ist meist ein Charakter vorgegeben, ansonsten könnt ihr euch einen aus zahlreichen Ninja auswählen. Nahezu jede Figur aus der Serie, welche eine größere Rolle im Manga trägt, ist spielbar. Vor allem im dritten Ableger ist die Anzahl der Kämpfer riesig, vorausgesetzt ihr schaltet sie alle frei. Da es sich bei Naruto: Ultimate Ninja Storm 3 um die Full-Burst-Variante handelt, besitzt ihr sogar noch mehr spielbare Figuren als in der ursprünglichen Original-Fassung.

Dabei spielen sich die Charaktere durchaus sehr unterschiedlich und es ist nicht zu bestreiten, dass manche Figuren deutlich besser sind als andere. Während das Kampfsystem im ersten Ableger zwar gut funktioniert, so ist die Entwicklung im dritten Teil deutlich zu sehen. Dort ist beispielsweise das Ausweich-System stark überarbeitet. In den ersten beiden Ablegern müsst ihr eure aufladbare Chakra-Leiste für das Ausweichen per „Teleportation“ nutzen. Das Problem damit ist, dass meist derjenige das Ausweich-Duell verliert, der die Funktion als Erstes genutzt hat. Dies wurde im dritten Teil überarbeitet und eine eigene Leiste eingeführt, zusätzlich kann man mithilfe eines Chakra-Dash deutlich schneller vom Gegner entkommen oder die Angriffe unterbrechen. Das klingt erst ein wenig kompliziert, ist aber gar nicht so schwierig, sobald das System durchschaut wurde.

Coole Manöver und diverse Angriffsmöglichkeiten

Neben den coolen Manövern, die eure Ninja zum Ausweichen und Gewinnen von Distanz erledigen können, gibt es natürlich noch diverse Angriffsmöglichkeiten. Einen Nahkampfangriff startet ihr mithilfe einer Taste, welche immer wieder gedrückt werden kann um eine Kombo auszuführen. Je nachdem, in welche Richtung ihr den Analog-Stick gedrückt haltet, kann die Kombination abgeändert werden. Mithilfe der Chakra-Taste könnt ihr diverse Chakra-Manöver durchführen wie den genannten Chakra-Dash oder Chakra-Angriffe. Diese unterscheiden sich zwischen den Kämpfern stark. Außerdem besitzt jeder Kämpfer einen Ultimativen-Jutsu-Angriff, welcher extrem viel Schaden anrichtet. Auf den Richtungstasten besitzt ihr zudem noch diverse Gegenstände, welche im Kampf eingesetzt werden können. Diese verstärken euch oder richten im richtigen Moment eingesetzt ein wenig Schaden am Gegner an.

Sobald ein Charakter einen gewissen Prozentsatz an Lebensenergie verloren hat, kann er in den Erwachen-Status wechseln. Manche Charaktere werden da einfach nur stärker, andere hingegen verwandeln sich sogar. Da ändert sich nicht nur das Aussehen, sondern auch die Angriffe und vor allem die Stärke des Charakters. Man kann dies jedoch verhindern, indem man den Kämpfer beim Aufladen des Status unterbricht. Schafft man dies nicht, sollte man ein wenig Abstand nehmen, denn der Status hält nur für kurze Zeit an.

Ein großer Bestandteil von Naruto: Ultimate Ninja Storm sind die Quick-Time-Events, in denen ihr schnell die richtigen Tasten betätigen müsst. Im ersten Ableger kommt dies sogar bei dem Einsatz eines Ultimativen-Jutsu-Angriffs vor, womit der Angegriffene die Möglichkeit besitzt, der Attacke dann doch noch auszuweichen. Dies wurde in den späteren Teilen jedoch herausgenommen. Des Weiteren kommen die QTE in vielen Story-Sequenzen vor. In den Kämpfen gibt es manchmal sogar kleine Unterbrechungen, in denen ihr aus dem üblichen Geschehen herausgenommen werdet und eine Sequenz, in der ihr die richtigen Tasten drücken müsst, abgespielt wird. Sammelt ihr genug Punkte dabei, gibt es sogar eine kleine Zusatzsequenz, welche euch mehr über die Geschichte und die Charaktere verrät.

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy ist auch auf PS4 und Xbox One erhältlich

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy ist auch auf PlayStation 4 und Xbox One erhältlich. Während die Spiele dort in 1080p dargestellt werden, schafft Nintendo Switch im Docking-Modus 900p. Der größte Unterschied liegt in den dargestellten Bildern pro Sekunde. Diese betragen auf den anderen Konsolen 60, während Nintendo Switch mit 30 Bildern auskommt. Dennoch sehen die Spiele noch immer sehr gut aus und vor allem im Handheld-Modus kann sich der Titel sehen lassen.

Apropos Handheld-Modus: Ihr könnt auch unterwegs den lokalen Multiplayer des Spieles genießen, jedoch nicht mit nur zwei JoyCon. Dafür benötigt das Spiel einfach mehr Tasten. Also müsstet ihr entweder zwei Paar JoyCon oder Pro Controller nutzen.

Der Soundtrack der Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Trilogy ist passend zur Naruto-Reihe und durchaus gut. Bei der Sprachausgabe besitzt ihr die Auswahl zwischen der englischen und der japanischen Sprachfassung. Da ich mit der englischen Version quasi „aufgewachsen“ bin, gefällt mir diese persönlich besser. Das liegt aber auch an fantastischen Sprechern wir Liam O’Brien oder Yuri Lowenthal.

Wecke den Ninja in dir!

Mit der Naruto-Ultimate-Ninja-Storm-Reihe können definitiv auch Spieler Spaß haben, welche bisher nicht viel mit Naruto am Hut hatten. Das liegt an den umfangreichen Story-Modi und dem leicht zu lernenden, aber gleichzeitig schwer zu meisternden Kampfsystem. Besonders wenn man sich direkt alle drei Spiele in einem Paket kauft, bekommt man für einen guten Preis viel Spielspaß. Fans von Naruto sollten sowieso zuschlagen, da man hier auf spaßige Weise mit seinen liebsten Figuren gegen seine Freunde kämpfen kann..«

 

In drei Spielen erlebt ihr nach und nach die Geschichte um Naruto, den Ninja-Jungen, welcher nicht nur ein Mal sein Heimatdorf retten muss.
Beat ‚em up mit dutzenden verschiedenen Charakteren, drei sehr umfangreiche Story-Modi.
Grafisch ein wenig schwächer als auf PlayStation 4 und Xbox One, da nur 30 Bilder pro Sekunde. Dennoch beeindruckende Grafik, vor allem im Handheld-Modus.
Tolle englische Sprachausgabe, guter Soundtrack mit Ohrwurm-Potential.
Online-Modus in Naruto: Ultimate Ninja Storm 2 und 3 verfügbar, sämtliche DLC-Inhalte aus den originalen Spielen bereits mit im Paket enthalten.