Im Test! Tokyo Xanadu eX+

Mit Tokyo Xanadu eX+ hat Aksys Games im Dezember 2017 nun auch die erweiterte PlayStation-4-Version des Urban-Fantasy-Rollenspiels aus dem Hause Falcom...
Titel Tokyo Xanadu eX+
Japan 8. September 2016
Nihon Falcom
Nordamerika 8. Dezember 2017
Aksys Games
Europa 8. Dezember 2017
Aksys Games, Ghostlight (Steam)
System PlayStation 4, PC (Steam)
Getestet für PlayStation 4
Entwickler Nihon Falcom
Genres JRPG
Texte
Nordamerika 
Vertonung Japan

Mit Tokyo Xanadu eX+ hat Aksys Games im Dezember 2017 nun auch die erweiterte PlayStation-4-Version des Urban-Fantasy-Rollenspiels aus dem Hause Falcom in den Westen gebracht, welches durch Ghostlights Hilfe sogar zusätzlich eine Steam-Version spendiert bekommen hat. Leider sieht der Vertrieb in Europa hierbei noch schlechter aus als mit der PlayStation-Vita-Version, sodass es schwierig ist Tokyo Xanadu eX+ zu erwerben, wenn man eine Disk-Version haben möchte. Bis heute gibt es hierzu keine klare Aussage von Seiten des Herausgebers. An dieser Stelle ist es aber erst einmal wichtiger zu sehen, ob sich das Spiel überhaupt lohnt, zumal hier nicht nur reichlich Klischees vertreten sind, sondern der Entwickler auch Gebrauch von Elementen aus eigenen Titeln und anderen Spielreihen macht. Auf den ersten Blick wirkt das Ganze nämlich wie ein typisches High-School-Battle-Setting mit viel Fanservice für Falcom-Fans. Ob da vielleicht doch mehr dahinter steckt, erfahrt ihr in unserem Test zur PlayStation-4-Version.

Ein komplett anderes Xanadu

Im fiktionalen Tokioter Vorort Morimiya geht es nicht mit rechten Dingen zu. Bislang gehörte Protagonist Kou mit zu der Mehrheit der Bewohner, die diese seltsamen Vorkommnisse nicht wahrnehmen können, allerdings ändert sich dies eines Abends schlagartig, als er versucht seine Klassenkameradin Asuka vor zwei Raufbolden zu beschützen und ihr dabei in eine andere Welt folgt. Es stellt sich heraus, dass Asuka alles andere als eine normale Oberschülerin ist und in ihrer Freizeit mit einer Seelenwaffe gegen monsterartige Kreaturen kämpft. Kou wird schon bald unfreiwillig in die ganze Sache mit hineingezogen und versucht fortan herauszufinden, warum die sogenannten Eclipse-Tore immer häufiger in der Stadt auftauchen, zumal sie eine ernstzunehmende Bedrohung für seine Freunde, aber auch alle anderen Bewohner, darstellen und übermächtige Kreaturen beginnen die Realität zu beeinflussen.

Tokyo Xanadu eX+ geht ein eher gemäßigtes Tempo an und konzentriert sich zuerst darauf alle wichtigen Charaktere nach und nach mit in die Geschichte einzubinden. Jedes neue Teammitglied bekommt sein eigenes Kapitel inklusive persönlichem Handlungsabschnitt spendiert und erst spät wird überhaupt klar, was genau hinter der anderen Welt steckt und wer für die ganze Sache verantwortlich ist. Trotz des Fehlens von bahnbrechenden Wendungen, da Andeutungen die Überraschung etwas vorwegnehmen, lässt sich die Handlung gerade im späteren Verlauf als dramatisch und lohnenswert ansehen. Schade ist es nur, das selbst in dieser erweiterten Version auf einige wichtige Handlungselemente nicht genug eingegangen wird und man sich hierbei weitere Erklärungen gewünscht hätte. Die Chancen auf einen Nachfolger scheinen aber ganz gut zu stehen.

Schön zu sehen ist, wie Falcom es einmal mehr schafft nicht nur sympathische Hauptcharaktere zu erschaffen, sondern zusätzlich noch eine große Anzahl an Nebencharakteren hinzufügt, die alle mit einem individuellen Design und eigener Persönlichkeit versehen worden sind. Dies umfasst sowohl Schulkameraden als auch andere Bewohner der Stadt. Wer schon Spaß daran hatte in der Trails-Reihe regelmäßig mit NPCs zu reden und mitzuverfolgen, was sie so im Laufe des Spiels erleben, wird sich hier sofort wohl fühlen. Nach so gut wie jeder wichtigen Szene haben die Charaktere neue Dinge zu erzählen und es besteht die Möglichkeit neue Informationen über sie zu sammeln.

Insgesamt bedient man sich so einiger Klischees und man erkennt in den Charakteren sofort bestimmte Stereotypen wieder. Anfangs wirkt dies nicht unbedingt positiv und die Idee der Geschichte fühlt sich an wie typisches Light-Novel-Material. Doch dieses Gefühl schwindet glücklicherweise schnell, da die textlastigen Szenen, die Interaktionen innerhalb der Gruppe und zahlreiche andere Gespräche die Charaktere sympathisch und liebenswert machen. So ist es wirklich schwer, sie nicht zu mögen.

Tokyo Xanadu eX+ spielt im modernen Japan, so findet man viele Andeutungen und Anspielungen auf Dinge, die wirklich existieren. Zum einen wären das Orte in Morimiya selbst, aber auch die Bezeichnung eines populären Smartphones, welches so gut wie jeder dort benutzt. Aktuelle Gesprächsthemen und Meinungen der NPCs kommen zudem selten langweilig daher.

Wem Falcoms Trails-of-Cold-Steel-Reihe bekannt ist, kann sich auf ein Wiedersehen mit bekannten Gesichtern freuen und das nicht nur, weil Towa Hershel sich mit in das Spiel gemogelt hat und die Position einer wichtigen Nebenfigur einnimmt. Es besteht nämlich ein Magical-Girl-Anime, der Alisa in die Hauptrolle stellt mit Rean als Antagonisten. Die benutzten Kostüme stammen ursprünglich aus Trails of Cold Steel. Besagter Anime ist überall in Tokyo Xanadu eX+ anzutreffen (selbst in Form von Minispielen) und wird fleißig beworben. Daneben findet sich auch reichlich anderer Fanservice für Falcom-Fans. Viel Aufwand hat man sich zudem mit einer fiktionalen Idol-Gruppe gemacht, die einige Lieder beisteuert (inklusive des Introsongs) und deren Mitglieder man im Laufe der Handlung näher kennenlernen wird.

Detektivarbeit in Morimiya

Der Ablauf der Kapitel in Tokyo Xanadu eX+ erinnert etwas an die aktuellen Persona-Spiele, aber man bedient sich auch bei Elementen aus Trails of Cold Steel. Man ist weitgehend dabei Gespräche zu lesen und in der Stadt nach Hinweisen zu suchen, um neuen auftauchenden Vorkommnissen auf den Grund zu gehen. Diese stehen immer im Zusammenhang mit der anderen Welt und verlangen oftmals eine oder mehrere Personen zu retten. Hierbei werden nach und nach neue Abschnitte der Stadt freigeschaltet, die man erkunden kann und wo man neue NPCs kennenlernt.

Zwischen den handlungsbezogenen Abschnitten hat Kou etwas Freizeit. Mithilfe seines Smartphones bekommt man hier eine gute Übersicht und Hilfestellung zu dem, was neu verfügbar ist. Dies können Nebenaufgaben, Rezepte und Bücher, aber auch andere Dinge sein. Zudem steht in jeder Freizeit eine begrenzte Anzahl an Punkten zur Verfügung, die man für Freundschaftsepisoden verwenden kann. Viel hiervon ist leicht verpassbar und muss innerhalb dieses Zeitfensters angegangen werden, aber das Spiel warnt auch davor. Wer Minispiele und andere Spielereien mag, wird hier ein wahres Paradies vorfinden. Von Angeln, einem Kartenspiel, Schwimmen bis Skateboard fahren ist alles vertreten. Neu dazu gesellt sich die Möglichkeit Kuscheltiere zu angeln und Schlüsselanhänger an Gacha-Automaten zu ziehen.

Nachdem man genug Informationen gesammelt hat, geht es an die Lösung des Problems, welches in ein Eclipse-Tor und somit in die andere Welt führt. Dahinter verbergen sich Dungeons, die mit zahlreichen Gegnern und einem Endgegner versehen sind. Tokyo Xanadu eX+ benutzt ein Action-basiertes Kampfsystem, welches starken Fokus auf Stärken/Schwächen und Angriffsarten setzt. Jeder Charakter besitzt ein eigenes Element und ist einem bestimmten Kampf-Typen zugeordnet. Es wird vom Spiel vorausgesetzt, dass man alle Charaktere benutzt und ihre Spielweise zu verstehen lernt, nicht nur, weil besonders auf höheren Schwierigkeitsgraden vermehrt auf Taktik gesetzt wird. Wer auf Leicht spielt, wird hingegen keinerlei Probleme haben und es wird nicht vonnöten sein Dungeons mehrfach zu wiederholen, um durch die Handlung zu kommen.

Das Kampfsystem erinnert sehr an moderne Ys-Spiele, weil man aktiv zwischen drei Charakteren hin und her wechselt, um gezielt Schwachpunkte auszunutzen. Allgemein ist man mit einer ordentlichen Geschwindigkeit unterwegs und Angriffe sowie das Ausweichen passieren recht flink, sodass Feinde schnell ins Jenseits befördert werden. Neben normalen und schweren Attacken sowie Kombos verfügt jeder Charakter über fähigkeitsbezogene Fernangriffe und andere spezielle Fertigkeiten. Dazu zählt auch die Möglichkeit kurzzeitig den Partner mit dazuzurufen oder einen mächtigen Angriff zu starten, der mit einer eigenen Sequenz versehen ist.

Die Art und Weise wie man seine Waffe verstärkt, erinnert an das Orbal-System aus der Trails-Reihe. Man sammelt oder erwirbt Elemente, die mit verschiedenen Attributen und Wirkungen versehen sind. Um diese ausrüsten zu können, müssen die jeweiligen Plätze auf der Waffe durch Materialien freigeschaltet werden. Zusätzlich dazu kann man seinen Charakter mit normaler Ausrüstung versehen oder ihm durch Kostüme und Zubehör ein anderes Erscheinungsbild verleihen. Letzteres kommt jedoch ohne Verstärkungen daher. Zur Heilung von HP und Behebung von Statusveränderungen lässt sich eine Vielzahl an Objekten kaufen oder man kann Gerichte zubereiten.

Dungeons kommen anfangs noch recht kurz und wenig abwechslungsreich daher, aber das ändert sich im späteren Verlauf des Spieles. Nach und nach stellen sich Fallen, Hindernisse und sogar das ein oder andere Rätsel dem Spieler in den Weg. Dadurch wird es immer schwerer wirklich alles zu erledigen, um die höchste Bewertung zu erhalten. Hierfür muss man nämlich nicht nur schnell sein, sondern auch wenig Schaden nehmen, alle Schatzkisten öffnen, Schwachpunkte ausnutzen und mehr. Trotz sich gerne einmal wiederholenden Designs der Monster und Bosse, der Ähnlichkeit der Dungeons untereinander und dem Umstand, dass einige Fallen wirklich fies sind, bringt das Gameplay eine Menge Spaß.

In Tokyo Xanadu eX+ gibt es im Anschluss eines Kapitels jeweils ein kleines Nebenkapitel, welches nicht nur neue Charakter-Interaktionen liefert, sondern zudem auf einen neuen Handlungsabschnitt aufbaut, der allerdings erst nach Beenden des wahren Endes in einem Zusatzkapitel zum Zuge kommt. Hierbei wird man auch den mysteriösen Charakter White Shroud steuern können und es gibt neue Dungeons zu erkunden. Dies sind alles Inhalte, auf die Spieler der PlayStation-Vita-Version keinen Zugriff haben, da sie für die Erweiterung erstellt worden sind. Dazu gesellen sich kleinere Verbesserungen und Anpassungen im Gameplay, ein neuer Schwierigkeitsgrad, erweiterte Einträge im Freundebuch und einiges mehr. Der Umfang der Neuerungen ist demnach groß genug, dass man es für Fans als lohnenswert einstufen kann.

Kleine Stadt, viel zu entdecken

Ob sich Tokyo Xanadu nun besser auf PlayStation Vita oder über den PlayStation-4-Controller spielt, wird wohl jeder unterschiedlich empfinden. Vom Gefühl her funktioniert die Bedienung jedoch besser mit einem Controller und Zocken auf dem größeren Bildschirm, zusammen mit dem grafischen Qualitätsupgrade, lässt mehr Details erkennen und Schriftzüge lesen, die auf PlayStation Vita eher undeutlich waren.

Trotzdem sieht man dem Spiel noch deutlich an, dass es eigentlich auf dem Handheld zuhause war. Die 3D-Modelle sind ganz nett anzusehen, aber es hapert bei der Darstellung. So kommen Kampfszenen nicht so dynamisch und spannend herüber wie gewollt und auch die Konzertauftritte der Idol-Gruppe wirken so, als würde ihnen das gewisse Etwas fehlen. Bei unwichtigen NPCs, die keine Freundeinträge erhalten, werden gerne einmal Designs doppelt und dreifach benutzt und die Qualität der Umgebungen variiert sehr. Vergleicht man dies aber zum Beispiel mit Trails of Cold Steel, ist hier ein deutlicher Fortschritt zu erkennen. Dabei hat sich Falcom davon auch einiges im grafischen Bereich abgeguckt.

Sehr schön anzusehen ist hingegen das Charakter-Design und Artwork, welches zugleich auf dem Titelbildschirm zur Geltung kommt und nach und nach erweitert wird, abhängig vom Spielfortschritt.

Von technischer Seite gibt es kaum Probleme. Tokyo Xanadu eX+ läuft weitgehend flüssig, ohne Abstürze oder größere Behinderungen. Ruckler wurden lediglich manchmal beim Durchführen von Spezialangriffen erzeugt, gerade wenn viele Gegner auf dem Spielfeld vertreten sind und in Sequenzen bei aktiver Kamerabewegung.

Leider hat man sich nicht darum gekümmert, das ohnehin schon mit niedriger Qualität versehene Opening zu verbessern, was es auf dem großen Bildschirm noch schlechter aussehen lässt. Es handelt sich hierbei um ein vollständig animiertes Intro, mit hörenswerter Musik, welches sich nicht vom Opening der PlayStation-Vita-Version unterscheidet.

Lohnenswert hingegen zeigt sich der Soundtrack, der zum Teil sehr rockige, actiongeladene Musik vorweisen kann, aber auch die entspannteren Stücke können leicht zu einem Ohrwurm führen. Auf eine englische Sprachausgabe wurde komplett verzichtet und die hörenswerte japanische Synchronisation wird leider nicht für alle Dialoge im Spiel verwendet. Dies war schon bei der vorherigen Version der Fall und wurde hier, außer für neue Event-Szenen, nicht vervollständigt. Seltsam an der Sache ist, dass gerne mal nur einige Sätze vertont sind und dann Stille herrscht oder vereinzelt Charaktere ausgeschlossen werden. Besonders Kou ist von Letzterem stark betroffen.

Vom Umfang her bewegt sich Tokyo Xanadu eX+ in einem noch annehmbaren Bereich, wobei man gerade durch den vorhandenen Epilog und die neue After Story das Gefühl bekommt, dass das Spiel nicht enden möchte. Spielt man nur die Haupthandlung, wird man um einiges schneller durch sein, als wenn man regelmäßig mit NPCs spricht und alle Nebenaufgaben mitnimmt. So sind im letzteren Falle leicht einmal 60-70 Stunden anzurechnen. Vorhanden ist zudem ein New Game Plus, inklusive neuem Schwierigkeitsgrad, neuen Dungeon und der Möglichkeit mehr Freundschaftsepisoden zu sehen.

Als kleinere Extras lassen sich Charakter-Modelle in verschiedenen Kostümen und Posen betrachten, bereits bezwungene Endgegner noch einmal bekämpfen und die hübschen Artworks in einer Galerie ansehen.

Recht chaotisch kommt die Lokalisierung daher, bei der Ausbesserungen versprochen wurden. Teils kann man dies klar erkennen, aber sehr viele der Flüchtigkeitsfehler sind noch vorhanden. Ähnlich sieht es mit Formatierungen aus. Hierzu zählen die falsche Anbringung von Schriftzügen auf Schilder oder Dinge, die nur halbwegs übersetzt sind, und Sprechblasen, die sich endlos in die Länge ziehen oder viel zu groß sind. Auch das Fehlen von Untertiteln in wenigen Momenten fiel negativ auf.

Schlimmer hat es jedoch Dialoge und Texte erwischt, bei denen nicht selten Inkonsistenz herrscht. Mal wirkt das Ergebnis sehr gelungen, kreativ und ausgeschmückt, was vor allem bei Beschreibungen der Fall ist. In anderen Fällen wurden Sätze ihrem Sinn beraubt und etwas ganz anderes draus gemacht. In solchen Momenten kann man auch nicht von freierer Übersetzung reden, weil es plötzlich mitten im Gespräch passiert und alles andere wieder in Ordnung ist, daher werden es eher Fälle von schlichtweg falscher Übersetzung sein. Hier und da wurde zudem vergessen geänderte Sätze oder Auswahlen mit der darauffolgenden Antwort anzupassen und manchmal schaut es so aus, als würden Charaktere auf Gedanken antworten. In wenigen Fällen gibt es plötzlich japanische Anredeformen, die vergessen wurden zu ändern, oder Light Novels und Anime wurden zu Comics, was bei späteren Nennungen wiederum so belassen wurde, wie es sich gehört. Es gibt noch viele andere kleinere Fehler und Ungereimtheiten, die sich durch das gesamte Spiel ziehen, wobei diese nicht bedeutet das es das Spielerlebnis negativ beeinflussen muss. Allerdings kann man dadurch der Lokalisierung nur ein halbes Lob aussprechen. Wer kein Japanisch versteht, wird übrigens einige der vorhandenen Probleme gar nicht erst bemerken.

Fazit

»Tokyo Xanadu eX+ versucht sein Glück mit relativ unoriginellen Ideen, in Form eines High-School-Settings, welches in Urban-Fantasy übergeht. Gerade zu Beginn wirkt dies eher negativ und auch die Charaktere, die allesamt Stereotypen zugeordnet sind, machen es nicht besser. Wegen der Textlastigkeit und der vielen Interaktionen mit wichtigen Charakteren und NPCs entwickelt es aber nach einiger Zeit einen einzigartigen Charme, wodurch die Charaktere immer interessanter und sympathischer werden. Auch die Handlung wird später gelungener und recht dramatisch, leider mit etwas zu sehr angedeuteten Twists. Weitgehend konzentriert sich das Spiel auf Dialoge und das Untersuchen der seltsamen Geschehnisse in Morimiya, sodass Dungeonabschnitte, die man mittels actionbasiertem Kampfsystem bestreitet, nur einen kleinen Teil eines Kapitels ausmachen. Trotzdem wirkt es nicht so, als wäre es zu wenig. Viel Wert wird auf Nebenaufgaben, kleinere Geschichten, Minispiele und andere Dinge gelegt. Der PlayStation-Vita-Ursprung ist zwar noch stark zu erkennen, aber Tokyo Xanadu eX+ läuft flüssiger, mit höherer Qualität und spielt sich zudem besser mit einem Controller.

Wer mit den Werken von Falcom vertraut ist und nach etwas Ähnlichem sucht, der kann hier bedenkenlos einen Blick riskieren. Tokyo Xanadu eX+ stellt eine gelungene Mischung aus Ys-ähnlichem Gameplay und Elementen aus Trails of Cold Steel dar. Für alle anderen gilt: Man muss dazu bereit sein viel zu lesen und ein Auge bei Klischees und Stereotypen zudrücken zu können. Spieler der PlayStation-Vita-Version finden hier genug Neuerungen, Zusätze und Verbesserungen vor, die durchaus ein erneutes Durchspielen lohnenswert machen, aber auch nur, wenn man genug Gefallen an Tokyo Xanadu gefunden hat.«

 

Modernes High-School-Setting in Japan, vermischt mit Urban-Fantasy, anfangs eher unoriginell, wird aber später recht spannend und interessant, Twists lassen sich durch Andeutungen leider schon etwas erahnen.
Fokus liegt auf Gespräche und Durchstreifen der Stadt, um den Vorkommnissen auf den Grund zu gehen, Kampfsystem ist actionbasiert und schnell.
Schärferes Bild und bessere Qualität, 3D-Modelle und Umgebungen bewegen sich aber noch auf PlayStation-Vita-Niveau, läuft weitgehend flüssig mit nur geringen technischen Problemen, schlechte Qualität bei der Opening-Animation.
Hörenswerter Soundtrack mit Ohrwurm-Gefahr bei bestimmten Stücken, lediglich japanische Sprachausgabe, die dazu nicht durchgehend vorhanden ist..
Große Wertlegung auf NPCs und was sie so treiben, einzigartiger Falcom-Charme, umfangreicher Inhalt, Fanservice und Anspielungen für Falcom-Fans.