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Im Interview! Tore Blystad zu Hitman: Absolution

Agent 47 – Zwischen Wut und Professionalität

Um als Auftragskiller erfolgreich zu sein, muss man seine Emotionen abschalten können und die gesetzten Ziele als rein geschäftlich ansehen. Agent 47 ist der Beste in seiner Branche. Er tötet lautlos, emotionslos und auf Bestellung. Und er lässt es noch dazu wie einen Unfall aussehen. Für seine Auftragsgeber ist Agent 47 ein Profi, doch was passiert, wenn das Ziel aus dem begrenzten Bekanntenkreis des Killers ist und sich die Emotionen nicht abschalten lassen? Auf der diesjährigen Gamescom hatten wir die Möglichkeit, ein Gespräch mit Tore Blystad, dem Game Director von Hitman: Absolution, zu führen und dabei Agent 47 von einer völlig neuen Seite kennenzulernen.

Hitman: Absolution

In Hitman Absolution gerät Agent 47 zwischen die Fronten. Auf der einen Seite steht seine Professionalität und die Integrität gegenüber seinem Auftraggeber. Auf der anderen Seite private Motive, wie die Bitte von Diana Burnwood vor ihrem Tod, die den Interessen seiner Auftragsgeber entgegenstehen. Tore Blystad beschreibt die Story von Hitman: Absolution als Gratwanderung zwischen diesen Extremen.

Wie die „Saints“ und das Mädchen Victoria in diese Geschichte eingebunden sind, wollte uns Tore noch nicht verraten, dafür hat er uns einiges zum Spiel und den Neuerungen von Hitman Absolution erzählt. Hitman: Absolution soll der bisher umfangreichste Hitman Ableger werden, so Tore Blystad.

Es wird eine sehr große Anzahl an Schauplätzen geben, die von der Größe her variieren. Es wird große Karten wie schon bei Bloody Monday geben, aber auch einige sehr kleine Karten die es aber in sich haben. In Hitman: Absolution wird wieder sehr großer Wert auf unauffälliges Ausführen der Mission gelegt. Dabei kann der Spieler zwischen fünf Schwierigkeitsstufen auswählen. Die Schwierigkeitsstufen bestimmen die Anzahl der Gegner während der Mission, die Route die diese im Spiel zurücklegen und deren Sichtradius bzw. den Aufmerksamkeitsgrad bei dem sie Agent 47 entdecken.

Hitman: Absolution

Darüber hinaus werden im höheren Schwierigkeitsgrad auch vielen kleinen Hilfen für Agent 47 abgeschaltet. Im höchsten Schwierigkeitsgrad „Purist“ spielt man Agent 47 ohne jede Information auf dem Bildschirm. So muss man neben der Karte auch auf eine Munitionsanzeige verzichten und sollte beim Schießen besser die Kugeln mitzählen. Auch die KI und damit das Verhalten der Gegner auf verschiedene Situationen, wurde erneuert. Für jede Mission soll es unzählige Möglichkeiten geben das Ziel zu erreichen. Tore erzählte uns von seiner liebsten Möglichkeit, ein Ziel unentdeckt auszuschalten. Dabei kann man das Zielobjekt unter bestimmten Umständen unter eine Plattform locken auf der ein Fahrzeug steht. Was man dann mit etwas Sprengstoff und einem Fernzünder anstellen kann, erklärt sich von selbst.

Natürlich haben wir mit Tore auch über den Onlinemodus geredet und was der Contracts-Modus dem Spieler für Möglichkeiten bietet. Tore erzählte uns, dass bewusst auf einen Multiplayer-Modus verzichtet wurde, da Agent 47 der Handlung des Spiels ist und ein Multiplayer-Modus nicht zum Setting des Spiels passen würde. Stattdessen wurde ein System entwickelt, das Spielern die Möglichkeit bietet, sich gegenseitig Herausforderungen zu stellen und so das Spiel bis ins kleinste Detail auszukosten. Dabei hat jeder Spieler die Möglichkeit eigene Aufträge zu generieren und die Bedingungen für den erfolgreichen Abschluss festzulegen. Bei der Auswahl des Auftrags hat der Auftraggeber zwei Entscheidungen zu treffen. Das Level, das gespielt werden soll und die Zielperson, die es zu eliminieren gilt.

Tore meinte, das Team hätte festgestellt, dass diese zwei Einstellmöglichkeiten genügen würden, um den Schwierigkeitsgrad extrem zu variieren. Allein durch die Auswahl der Zielperson können so viele unvorhergesehene Faktoren mit einfließen, dass es nicht nötig ist, komplizierte Umgestaltungen am Level selbst vorzunehmen. Zusätzlich kann der Auftraggeber durch Bedingungen den Schwierigkeitsgrad weiter anheben. Dabei kann gewählt werden, welches Kostüm Agent 47 während der Tat tragen muss oder welche Kostüme während des Levels nicht getragen werden dürfen. Außerdem kann gewählt werden welche Tatwaffe zu nutzen ist bzw. in dem Level untersagt ist. Dem hinzu kommen weitere Einstellungen wie den Auftrag unentdeckt zu beenden, alle Leichen zu verstecken oder keine weitere Person abgesehen von der Zielperson auszuschalten.

Hitman: Absolution

Tore erzählte uns, dass jeder einen Auftrag für Agent 47 generieren könnte, solange diese Mission theoretisch machbar ist. Unmögliche Missionen werden vom Team nicht freigegeben. Spieler können anschließend ihre Erfolge bei Contracts miteinander vergleichen und sich so anspornen. Das Spiel soll einen sehr hohen Wiederspielwert haben und gerade erfahrene Spieler aus der Reserve locken. Er ist sich sicher, dass die von den Spielern erstellten Contracts die anspruchvollsten werden.

Hitman Absolution erscheint bei uns am 20. November 2012. Vorbesteller kommen in den Genuss bereits jetzt die Sniper Challange zu spielen und können sich dort einige nützliche Waffen für das Spiel freischalten. Für Fans der Hitman-Reihe warten außerdem eine Professional Edition und eine Deluxe Professional Edition.

Sprach mit Tore Blystad: Xani