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Gamescom 2012: Erster Eindruck zu Remember Me

Remember Me war eine der überraschenden Neuankündigungen bei der Gamescom 2012. Capcom zeichnet sich für diese Ankündigung verantwortlich und bot der Presse im geschlossenen Saal zehn Minuten ungeschnittenes Gameplay-Material. Der erste Eindruck ist sehr ernüchternd. Für ein Spiel, das 2013 erscheint, sieht es im Vergleich zu grafischen Explosionen wie The Last of Us oder Beyond: Two Souls eher schlecht aus. Starkes Kantenflimmern, unschöne und matschige Texturen und seltsame Wassereffekte beim Regen lassen das Spiel veraltet wirken. Da Remember Me jedoch noch einen langen Weg bis zum Release vor sich hat, sind wir der Hoffnung, dass sich hier noch etwas tut.

Protagonistin Nilin.

Die zehn Minuten Gameplay-Material starten mit einem Anruf. Die Protagonistin Nilin erhält den Auftrag ein hohes Tier zu töten, scheint sich jedoch dagegen zu sträuben. Schließlich akzeptiert sie den Auftrag und läuft auf die Straße. Erstmals erblickt man die Welt im Jahre 2084. Das Streifen durch die Gassen, die Hochhäuser, die sich rechts und links über uns erstrecken und die vielen leblosen NPCs erinnern sofort an die Welt von Deus Ex Human Revolution, nur ohne das düstere Setting und den charakteristischen Goldfilter in der Grafik.

Die Welt, in der Remember Me spielt, ist geprägt durch die Fähigkeit, Erinnerungen zu löschen und zu manipulieren. Diese Fähigkeit besitzt auch die Protagonistin und benutzt sie um bei zwei sich nähernden Soldaten in den Erinnerungen den letzten Aufenthaltsort ihres Zieles herauszufinden. Gesehen darf sie dabei nicht werden und so gilt es im Stil von Uncharted auf Vorsprünge, Fassaden und an Rohren zu klettern um nah genug an die Soldaten heran zu kommen, jedoch dabei nicht gesehen zu werden.

Hat man nun den Aufenthaltsort der Zielperson, muss man diese aufsuchen. Im vierten Stock eines Hochhauses sitzt der Mann an seinem PC und ruft verzweifelt seine Frau an, welche nicht auf seine Anrufe antwortet. Man gelangt nicht durch das Gebäude zum Ziel, dieses ist nämlich nicht begehbar. Erneut klettert man sich seinen Weg zum Ziel. Dort angekommen offenbart sich nun das einzigartige Feature von Remember Me, welches so noch nie in einem Spiel zu sehen war. Nah genug an den Mann herangekommen betrachtet sich die Protagonistin die letzte Erinnerung des Zieles mit seiner Frau. Ein Streit wird gezeigt, der damit endet, dass die Frau die Zielperson verlässt, wobei der Mann mit einer Flasche nach ihr wirft. Nun wird die Szene zurückgespult und man kann verschiedene Objekte im Umfeld der Zielperson auswählen, um diese zu manipulieren. Zur Auswahl stehen die Flasche, eine Waffe, ein Koffer und ein Spiegel.

Mit verschiedenen Objekten können wir manipulieren.

Zunächst wird die Flasche, welche sich zuvor auf dem Tisch befindet, auf den Boden gerollt. Die Erinnerung wird dann wieder abgespielt. Dieses mal fällt der Mann über die Flasche und streift mit der Hand über die gesicherte Waffe, wobei er den Abzug zieht, jedoch ohne Konsequenzen. Erneut wird die Szene zurückgespult. Dieses mal wählt man die Waffe aus, welche dann entsichert wird. Die Szene spielt sich erneut ab und endet damit, dass die Frau erschossen wird. Jetzt zieht sich die Protagonistin aus der Erinnerung zurück und die Zielperson, gequält von den Schuldgefühlen erschießt sich selbst. Die Protagonistin hat ihren Auftrag ausgeführt. In der letzten Szene des Gameplays erscheint die Frau des toten Mannes und kreischt, schockiert vom plötzlichen Selbstmord ihres Ehemanns.

Dies ist das einzigartige Feature in Remember Me. Man hackt sich in die Erinnerungen und nutzt verschiedene Objekte, um die Erinnerungen zu manipulieren und das Ziel Dinge denken lassen, die nicht wirklich passiert sind. Die Auswahl an zu manipulierenden Objekten wird wohl von Fall zu Fall variieren. Remember Me sieht nicht fantastisch aus, doch das brilliante Feature bietet unendlich viel Potential. Unbedingt im Auge behalten!

Das besprochene Gameplay-Video hat Capcom bereits veröffentlicht:

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