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Im Test! Warriors Orochi 3

Mit Warriors Orochi 3 geht Omega Forces und Tecmo Koeis Hack’n Slash Crossover Reihe in die dritte Runde und lässt einmal mehr die Dynasty Warriors und Samurai Warriors Charaktere zusammentreffen. Dieses Mal werdet ihr euch, sowohl auf der Xbox 360, als auch auf der Playstation 3 mit über 120 spielbaren Charakteren durch reihenweise Gegner prügeln. Ob dabei auch für einen langhaltigen Spielspaß gesorgt wird, erfahrt ihr in unserem Test zur Playstation 3 Version des Spieles.

Der Friede währt nicht lange

hach~

Nach den Ereignissen aus Warriors Orochi 2 kehrt wieder Ruhe in die vom Schlangengott Orochi erschaffene Welt ein, in der die Krieger des alten Chinas und Japans zusammen leben.

Doch nur wenige Jahre später taucht unerwartet eine gigantische Hydra aus dem Nichts auf, die eine Schneise der Zerstörung im Land hinterlässt und einen Großteil der bekannten Offiziere ins Jenseits befördert.

Die letzten drei Überlebenden tragen einen aussichtlosen Kampf gegen das Monster aus und müssen schmerzlich erkennen, dass die Chance auf einen Sieg unmöglich erscheint. Jedoch wendet sich das Blatt noch im letzten Moment, als die mysteriöse Kaguya auf der Bildfläche erscheint, die die drei Krieger in die Zeit zurückschickt. Nun gilt es, die im Kampf gefallenden Kameraden zu retten und sich mit vereinten Kräften der Hydra ein weiteres Mal entgegenzustellen – dieses Mal hoffentlich mit mehr Erfolg.

Omega Force bringt in Warriors Orochi 3 erneut eine Vielzahl bekannter Charaktere in einem einzigen Spiel unter und beschränkt sich dieses Mal nicht nur auf Dynasty Warriors und Samurai Warriors, sondern lädt zusätzlich einige Interessante Gäste in das Hack’n Slash Abenteuer mit ein. Mit dabei sind unter anderem Dead or Alives Ayane und Ryu Hayabusa aus Ninja Gaiden. Natürlich dürfen auch nicht die eigens für die Warriors Orochi Reihe kreierten Charaktere fehlen. Insgesamt sind mehr als 120 Charaktere spielbar! Dementsprechend umfangreich präsentiert sich der Storymode, mit vielen unterschiedlichen Kampffeldern und insgesamt drei Enden. Wer alle Charaktere freispielen und das True End erreichen möchte, hat also einen langen Weg vor sich.

Feste tragen zur Freundschaft bei

Die Qual der Wahl

Bevor ihr euch eine neue Schlacht innerhalb der Story aussucht, könnt ihr die nötigen Vorbereitungen im Camp treffen. Hier werden neue Waffen gekauft oder miteinander Verschmolzen, um sie mit unterschiedlichen Attributen zu verstärken, zudem gibt es eine nette Lady, die für den Online Dienst zuständig ist. Wer sein Team oder seinen Steuercharakter wechseln möchte ist hier ebenfalls an der richtigen Adresse.

In Bezug auf Waffen sei noch zu erwähnen, dass jeder Offizier bis zu acht Stück auf einmal tragen kann und es nicht möglich ist diese wegzuwerfen oder zu verkaufen. Dieser Umstand ist auf Dauer etwas nervig, da jedes Mal nach Erhalt neuer Waffen, erst die Alten aussortiert werden müssen.

Durch das enthaltende Bündnis-System werden im Camp nach und nach viele interessante und teils wirklich humorvolle Konversationen zwischen den Offizieren freigeschaltet, je nach dem wie hoch der Freundschaftswert zwischen ihnen steht. Steigern lässt dieser sich auf ganz unterschiedlicher Art und Weise. Zum einen durch im Kampf erledigte Missionen, die euch von einzelnen Charakteren gestellt werden, wobei ein gescheiterer Auftrag wiederum Minuspunkte gibt. Später erhaltet ihr zudem die Möglichkeit Feste zu feiern und dadurch gezielt Bündnisse zu erhöhen.

Auf in den Kampf gegen die Hydra

Spezial Angriffe imposant in Szene gesetzt

Euer Team besteht stets aus drei Personen, die zusammen in den Kampf ziehen und zwischen denen in einer Schlacht frei hin und her gewechselt werden kann. Jeder Charakter hat eine bestimmte Anzahl an Angriffen und Combos zur Verfügung stehen und ist zusätzlich einen von insgesamt vier Kampfstilen zugeteilt, darunter fallen Stärke, Geschwindigkeit, Technik und Wunder. Als Spezialattacke steht der aus Dynasty Warriors und Samurai Warriors bekannte Musou Angriff zur Verfügung, der bei allen Charakteren sehr gut in Szene gesetzt wird und teils eindrucksvoll gestaltet ist. Zusätzlich lässt sich noch eine spezielle Attacke mit allen drei Teammitgliedern starten, wenn die dafür vorgesehene Leiste gefüllt ist.

Ganz wie bei der Warriors-Reihe von Koei gewohnt, werdet ihr euch auf den meist weiträumigen Schlachtfeldern durch hunderte von Gegnern schlagen und andere Offiziere bekämpfen. Das Kampfziel ist hierbei aber nicht immer dasselbe und kann sich mehrmals innerhalb einer Stage ändern. Oftmals gilt es zwar den Boss zu schlagen, aber ihr seit auch darauf angewiesen eure Leute zu beschützen, Personen zur Rettung zu eilen oder mal einem Feind an einen Fluchtversuch zu hindern. Es ist nicht immer leicht den Überblick zu behalten, da auf den Kampffeldern eine Menge passiert. Aber dank auf den Bildschirm angezeigter Minikarte, die Kameraden sowie Feinde als Punkte aufführt und wichtige Stellen durch blinkende Icons markiert, braucht man sich keine allzu großen Sorgen darum zu machen. Wer eine größere Herausforderung sucht, kann übrigens einen höheren Schwierigkeitsgrad einstellen. Neben Leicht und Normal, stehen auch Schwer und Chaos zur Verfügung.

Erfahrungspunkte werden während einer Schlacht zugeteilt, so trainiert ihr immer nur den Charakter, mit denen ihr die Gegner besiegt. Zusätzlich werden nach jeder erfolgreich abgeschlossener Schlacht Extra Erfahrung gesammelt, die ihr frei auf alle bereits freigespielten Charaktere aufteilen könnt.

Wer eine Niederlage einsteckt wird ohne Umschweife einfach in das Hauptmenü zurückgebracht und kann den im Kampf verdienten Punkten Lebewohl sagen – die bekommt er nämlich nicht gutgeschrieben. Da die Ladezeiten des Spieles sich ein wenig hinziehen, wenn man auf den Storymode zugreifen möchte, ist dies natürlich alles andere als nett.

Wer wird gewinnen?

Warriors Orochi 3 bietet für alle Modes eine 2 Player Funktion an, zudem lassen sich Schlachten Online bestreiten. Zwar klingt das ganz toll und zu zweit bringt diese Art von Spiel bekanntlich mehr Spaß, aber leider gibt es an dieser Stelle einige negative Punkte zu verzeichnen.

Euer Mitspieler hat es nämlich alles andere als leicht. Zwar hat er sein eigenes Team aus drei Personen, aber das Spiel merkt sich nicht die getroffene Auswahl. Zockt ihr also die Story zu zweit, so muss sich der zweite Player nach jedem erfolgreich bestrittenen Kampf neu dazu schalten und wieder seine Charakter Auswahl treffen. Der Bildschirmtext weiß übrigens auch wie man den Mitspieler am besten ärgern kann, der ist dank geteiltem Screen, nämlich sehr unpassend gelegt. Und wäre das nicht schon genug, gibt es spätestens jetzt erheblich Probleme viele Gegner auf dem Bildschirm darzustellen. Plötzlich aus dem Nichts auftauchende Feinde stehen dabei an der Tagesordnung, manchmal entscheiden sie sich auch dazu gar nicht mehr zu erscheinen. Solche Probleme gibt es zwar auch in geringem Maße, wenn ihr alleine zockt, aber dort beeinträchtigen sie nicht das Gameplay.

Für den Online Mode scheinen kaum bis keine Spieler unterwegs zu sein, jedenfalls was die Playstation 3 Version betrifft. Die Xbox 360 Version konnte an dieser Stelle nicht getestet werden. Und wenn ihr mal die Chance habt mit jemanden Online zu spielen, dann braucht ihr eine gute Internetverbindung, damit das Spiel flüssig läuft. Fliegt einer der beiden Spieler raus, wird dummerweise die Schlacht abgebrochen und es geht zurück zum Hauptmenü. Das heißt, auch hier ist in diesem Fall alle Mühe umsonst gewesen.

Wer hat den Tiger in die Stage gepackt?!

Viele unterschiedliche Modes bietet Warriors Orochi 3 leider nicht an. Neben dem Story Mode und einem Free Mode, habt ihr noch Zugriff auf das sogenannte Musou Battlefield. Hier könnt ihr bereits besuchte Stages, ganz nach Lust und Laune verändert, was allerdings mit gewissen Einschränkungen versehen wurde. Jeder, über die Story, freigeschalter Bonus für den Musou Battlefield Mode kommt mit einem Edit Wert daher und dafür habt ihr nur magere 50 Punkte zur Verfügung stehen. Das mindert den Spaß am Umgestalten wieder etwas. Diese Funktion ist auch praktischerweise mit dem Online Mode gekoppelt, so dass ihr die veränderten Schlachtfelder von anderen Spielern herunterladen und bestreiten könnt oder ihr macht so eure eigenen Kreationen für andere zugänglich.

Zuletzt wäre da noch die Gallery. Wer nicht mehr genau weiß was in den Vorgängern Sache war, kann unter diesem Punkt vergangene Storypunkte nachlesen. Ebenso werden hier Zwischensequenzen und Hintergrundbilder gesammelt. Bereits erhaltene Kostüme könnt ihr beim Unterpunkt Offiziere ansehen und wer einzelne Move Sets ausprobieren, oder sich die Stimmen der Charaktere anhören möchte, wird ihr ebenfalls fündig werden.

Auch im alten China spricht man nur Japanisch

Ayane in Action!

Die Grafik in Warriors Orochi 3 gleicht in etwa der aus Dynasty Warriors 7 Xtreme Legends und Samurai Warriors 3 (PS3 Version) und ist insgesamt in einem annehmbaren Bereich anzusiedeln, wenn auch das Design teilweise eine Überarbeitung nötig hat. Hintergründe in Stages wirken oftmals trist und sind nicht immer mit den nötigen Details versehen, die diese zu etwas Besonderen machen würden. Trotzdem gibt es auch einige Stages die durch Kreativität positiv hervorstechen, vor allem die Kampfplätze für die Gastcharaktere, wo zum Beispiel altes Japan auf einen neuzeitlichen Strand treffen kann, aber die halten sich leider in der Minderheit. Bei der Gestaltung der Charakter Modelle gibt es nur wenig zu Beanstanden, diese können weitgehend als Positiv empfunden werden und kommen mit einigen sehr hübschen Outfits daher.

Sowie in Sachen Level, als auch bei der Musik, wurde vieles aus Dynasty Warriors und Samurai Warriors ausgesucht und in dieses Spiel übernommen, was Fans sicherlich freuen wird. Der gegebene Soundtrack ist längst nicht perfekt, aber passt so gut wie immer zu den jeweiligen Umgebungen und enthält einige hörenswerte Lieder.

Eine englische Synchronisation werdet ihr hier aber vergeblich suchen, denn der Publisher hat sich dazu entschieden nur die japanischen Stimmen anzubieten. Damit wurde zwar endlich der Wunsch vieler Fans erfüllt, aber gleichauf könnte sich dieser Umstand negativ auf das Spielgeschehen auswirken. Denn dem hektischen Kampfgeschehen zu folgen und gleichzeitig keine der Dialoge zu verpassen, stellt sich nicht immer als eine leichte Angelegenheit heraus, es sei denn ihr versteht Japanisch. Zudem sorgte diese Entscheidung dafür, dass in Amerika die Playstation 3 Version keine Disc Version bekam, weil Sony sich, zum Ärger der Fans, quer stellte. Hinzu kommt, dass euch alle Bildschirmtexte lediglich in Englisch präsentiert werden und sich nicht die Mühe gemacht wurde eine deutsche Version herauszubringen.

Stage Complete!

Warriors Orochi 3 ist auf jeden Fall ein erstklassiges Hack’n Slash, das sich sehen lassen kann. Innerhalb der Warriors Reihe könnte es sogar das bis heute beste Spiel darstellen und bietet nicht nur eine gewaltige Charakter Auswahl und einen großen Umfang an, sondern garantiert auch einen langanhaltenden Spielspaß, sowohl für alteingesessene Fans, als auch für Neueinsteiger. Da kann man auch über die wenigen negativen Aspekte des Spieles und den fehlenden deutschen Bildschirmtexten hinwegsehen. Für Genrefans, die auf der Suche nach neuen Hack’n Slash Futter für ihre Xbox 360 oder PS3, sind, lohnt es sich, einmal einen Blick in Warriors Orochi 3 zu riskieren.

Story:

Erfindet gerade durch das oft benutzte Zeitreisen-Prinzip nichts neu und ist einfach gehalten, da sich das Spiel eher auf das Gameplay konzentriert. Trotzdem enthält der Storymode einige interessante Dialoge, lohnenswerte Zwischensequenzen und ist vor allem sehr Umfangreich gestaltet.

Gameplay:

Hier liegt eindeutig die Stärke des Spieles. Sich mit der Vielzahl an Charakteren durch generische Armeen zu schlagen bringt einfach unheimlich viel Spaß und Inhalte wie Missionen, das Bündnis-System und die Möglichkeit gleich drei Charaktere mit in den Kampf nehmen zu können, tragen ebenfalls ihren positiven Teil dazu bei.

Sound:

Kenner der Dynasty Warriors und Samurai Warriors Reihe können sich über bekannte Lieder freuen, insgesamt aber kein herausragender Soundtrack.

Grafik:

Für den PS3 Standart vollkommen in Ordnung, allerdings könnte das Level-Design eine Überarbeitung gebrauchen.

Sonstiges:

Große Charakter Auswahl, Coop und Online Funktion, sowie eine Möglichkeit, einzelne Stages zu verändert, allerdings sind leider nur wenige Modes enthalten.

von Justy