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Class of Heroes 2 erscheint trotzdem in Nordamerika

Anfang April haben wir uns darüber Gedanken gemacht, wieso viele JRPGs nicht im Westen erscheinen. Ausschlaggebend war eine gemeinsame Kickstarter-Aktion von Victor Ireland (CEO Gaijinworks) und dem Publisher MonkeyPaw Games, die für ein Release von Class of Heroes 2 im Westen sorgen sollte.

Die Aktion ist abgelaufen, der geforderte Betrag wurde mangels Interessenten nicht erreicht und dennoch soll das Spiel in Nordamerika veröffentlicht werden, wenn auch als Download für die PSP und in einer abgespeckten Variante. In einem Interview erzählten Ireland und John Greiner (CEO MonkeyPaw Games) wieso sie trotzdem das Spiel in Nordamerika veröffentlichen wollen.

Für die Kickstarter Variante waren zum Beispiel ein weiterer Speicher-Slot und ein englischer Song geplant. Zwar wird man sich, laut Ireland, für die Lokalisierung große Mühe geben, aber natürlich wird es nicht in dem Umfang wie zuerst geplant erscheinen. Die gewünschte Endversion ist nun zu zeitintensiv und zu kostspielig. Natürlich ist die Frage interessant, ob Gaijinworks und MonkeyPaw Games Interesse an zukünftigen Spielen, wie New Class of Heroes: Chrono Academy besitzen.

Dazu meinte Greiner, dass die Firmen zuerst beobachten wollen, wie sich Class of Heroes 2 in Nordamerika verkaufen wird. Es sei ein riskantes Spiel den zweiten Teil einer Serie zu veröffentlichen, obwohl der erste Teil nicht gut angekommen ist. Dieser Schritt soll beweisen, wie sehr sie an Class of Heroes 2 glauben. Dennoch ist ihnen bewusst, wie sehr ihre Fans sich wünschen, dass weitere Titel von Acquire in den Westen gelangen.

Da Kickstarter in Japan nicht so bekannt wie in Nordamerika ist, wollte Ireland mit dieser Aktion natürlich auch diese Weise der Zusammenarbeit bewerben. Die Meinung darüber in Japan ist jedoch gedämpft, weil die Finanzierung nicht erreicht wurde. Jedoch geht Greiner davon aus, dass der erste Titel, der damit einen Erfolg verbucht, den Bekanntheitsgrad massiv steigern wird. Zum Thema, was sich für Ireland verändert hat, seitdem er Working Designs verlassen hat, meinte er, dass sich die Gruppe der JRPG Fans verkleinert hat.

Er vermutet eine Kombination daraus, dass viele aus der damaligen Zeit natürlich inzwischen erwachsen sind und somit weniger Zeit für Videospiele haben und auch die Spielindustrie den Übergang auf die neue Generation nicht richtig handhabt. Doch er denkt, dass man die Fangemeinde wieder zurückgewinnen kann, indem mehr Spiele im Westen erscheinen. Dazu werden jedoch Inhalte aus Japan benötigt, denn es gibt immer noch zahlreiche Spiele, die dort geblieben sind. Daher wollen sie Class of Heroes 2 in Nordamerika veröffentlichen, obwohl es mit der Finanzierung nicht geklappt hat, um den Fans eine Chance zu geben, diesen Titel spielen zu können.

Das komplette Interview könnt ihr euch hier durchlesen.