Angespielt! Theatrhythm: Final Fantasy

Endlich dürfen wir reden! Das Embaro ist gefallen. Wir haben schon letzte Woche Theatrhythm: Final Fantasy angespielt, das demnächst in Europa erscheinen wird!

Was für ein Glück wir doch haben – Erst Kingdom Hearts 3D und jetzt auch noch Theatrhythm Final Fantasy! Square Enix gab uns letzte Woche die Chance, beide Spiele zu testen und über unsere Eindrücke zu berichten. Wegen einem strengen Geheimhaltungsvertrag durften wir bis heute kein Wort über Theatrhythm verlieren und sind jetzt deshalb umso aufgeregter, weil wir euch endlich Bericht erstatten dürfen. Das heißt übrigens auch: Theatrhythm kommt nach Europa! Alles dürfen wir euch leider noch nicht verraten, aber wir können euch immerhin einen kleinen Eindruck vom Spiel vermitteln.

Wie ein altes Ehepaar – Der ständige Streit zwischen Cosmos und Chaos

Und los gehts!

Kommen wir aber doch erst einmal zur Story, die verwirrender nicht sein könnte. Ihr kennt sicher noch die beiden Götter Chaos und Cosmos aus den Dissidia-Teilen, oder? Auch in Theatrhythm vergeht keine ruhige Sekunde, ohne dass sich die beiden zanken müssen. Ursache für diesen Streit ist ein Kristall, der sich zwischen einer Dimension der beiden Götter gebildet hat. Dieser Kristall kann Musik erschaffen und kontrollieren.

Fies wie Chaos nun mal ist, erzeugt er einen fatalen Riss, der den Kristall zu zerstören droht. Um dieses Ereignis rückgängig zu machen, hat Göttin Cosmos sämtliche Protagonisten der Final Fantasy Reihe zusammengetrommelt. Nur unsere tapferen Helden sind noch in der Lage einen musikalischen Klang zu erzeugen, der den Kristall wieder in seine ursprüngliche Form zurückversetzt.

Drei Spielmodi – Die Qual der Wahl

Nach einer kleinen PowerPoint Präsentation, ging es auch schon zur Sache. Vorher musste ich aber den Touchpen finden. Gar nicht so einfach, wenn man wie ich noch an den DS Lite gewohnt ist. Als die aufregende Suche sein Ende fand, hat man mir erst mal große Kopfhörer in die Hand gedrückt.

Um ein Spiel wie Theatrhythm zu genießen, empfiehlt es sich wahrscheinlich auch mit Kopfhörern zu spielen. Wer kann, sollte seinen 3DS vielleicht sogar an Boxen anschließen. Klingt jetzt erst mal übertrieben, aber bei so einem Soundtrack lohnt sich dieser kleine Umstand. Insgesamt boten sich mir drei unterschiedliche Spielmodi an, die rein spieltechnisch sehr ähnlich ablaufen.

"Kampfmodus"

Nostalgisch wie ich bin, habe ich mich natürlich für den Final Fantasy Titel entschieden, der meine damals noch junge Zockerkarriere auf den Kopf gestellt hat. Einige ahnen es vielleicht bereits – die Rede ist natürlich von Final Fantasy VII. Glücklicherweise bietet Theatrhythm: Final Fantasy drei verschiedene Schwierigkeitsstufen an, so dass man gleich zu Beginn schnell und einfach Fortschritte erzielen kann.

Profi wie ich bin, wähle ich natürlich die einfachste Stufe. Ich beginne mit dem Event-Modus und muss mich direkt an Nobuo Uematsus Worte  erinnern. Er musste während des Spielens angeblich weinen, weil ihm Erinnerungen aus den letzten zwanzig Jahren hochgekommen sind. Ganz so dramatisch ging es bei mir nicht zu, dennoch überkam mich dieses nostalgische Gefühl, das man hat, wenn man sich wieder alte Serien aus der Kindheit anschaut.

Auch der Mog ist dabei.

Im Event-Modus läuft ein Zusammenschnitt der bekanntesten Szenen des zuvor gewählten Titels ab. Nun muss der Stylus zu den angezeigten Richtungen bewegt werden, manchmal reicht ein einfaches antippen aus. Die Aktionen variieren je nach Farbe der angezeigten Kreise, so dass der Spieler schnell ein Gefühl für das richtige Timing entwickeln kann. Ist ein Modus erfolgreich beendet, erhalten die Charaktere Erfahrungspunkte und leveln dementsprechend auf.

Wer besonders gut abschneidet, kann neue Songtitel und Szenen freischalten. Als nächstes musste der Field-Modus dran glauben. Putzige, kleine Figuren laufen durch eine wunderschöne 2D-Landschaft, parallel läuft Musik, die Geschichte geschrieben hat. Schneidet ihr gut ab, springt ein Protagonist für den anderen ein, schneidet ihr schlecht ab, stolpert eure Figur. Wer richtig gut ist, kann am Ende sogar als Chocobo durch die Landschaft rasen. So schnell man das Spielprinzip auch begriffen hat, leider fängt einen das Gameplay so dermaßen ein, dass man den Blick auf die kleinen Details der Umgebung sowie der Charaktere verliert.

Zwischensequenzen "nachspielen".

Bevor meine 15 Minuten Theatrhythm ihr Ende fanden, hatte ich aber noch die Gelegenheit, den Battle-Modus zu testen. Hier kommt der klassische Kampf zum Einsatz. Wie in den anderen Modi, müsst ihr auch hier taktgenau vorgehen. Euer Vorhaben wird dadurch erschwert, dass ihr und eure Gegner Lebensbalken besitzen, die sich, je nach verpatzten Rhythmen, stetig leeren. Im Laufe des Kampfes könnt ihr sogar eine Bestia beschwören und bei euren Gegnern ordentlichen Schaden anrichten.

Der letzte Modus hat mir doch tatsächlich am meisten Spaß gemacht, da man sich fast in einem typischen Rollenspielkampf hineinversetzt fühlt. Nachdem die feindlichen Monster besiegt sind, folgt der finale Bosskampf gegen Sephiroth. Das epische One Winged Angel Theme hat sich bei mir in den letzten Jahren so gut eingebrannt, dass ich keine Probleme habe dem Takt zu folgen – die Schlacht ist gewonnen.

Fazit

Das Fazit zu Theatrhythm: Final Fantasy fällt durchweg positiv aus. War die Skepsis anfangs doch recht hoch, so hat sich das simple Spielprinzip schnell als süchtig machendes Erfolgsrezept herausgestellt. Theatrhythm hat sich in Japan sogar so gut verkauft, dass es uns nicht wundern würde, wenn das Spiel im Westen ähnliche Erfolge feiern würde.

Man ist sofort im Spiel, weiß was zu tun ist und bekommt auch noch einen nostalgischen Rückblick auf die Klassiker der Final Fantasy Reihe geliefert. Da ich nur 15 Minuten spielen konnte, fällt es mir umso schwerer, das Spiel als Ganzes zu bewerten. Die einzige Frage, die man sich jetzt vielleicht noch stellen könnte ist, ob das Spiel irgendwann langweilig wird, aber vielleicht ist es für diese Frage noch zu früh. Warten wir doch solange gespannt auf einen Releasetermin.

von Lobodreamz