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	<title>JPGAMES.DE &#187; Culture Slot</title>
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	<description>Die ganze Welt der japanischen Videospiele</description>
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		<title>Culture Slot: Awaji-shima: Natur trifft moderne Architektur</title>
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		<pubDate>Sun, 19 May 2013 10:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zwiebelritter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Zeit vergeht wie im Flug und so konnten wir schon wieder in den Wonnemonat Mai tanzen. Bald erwartet uns dann (hoffentlich) der Sommer und die dies...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Zeit vergeht wie im Flug und so konnten wir schon wieder in den Wonnemonat Mai tanzen. Bald erwartet uns dann (hoffentlich) der Sommer und die diesjährige Reisesaison beginnt wieder. Wer bisher noch nicht den Urlaub geplant hat, Deutschland aber auf jeden Fall für ein paar Tage oder Wochen verlassen möchte, für den könnte der heutige Culture Slot etwas sein. Denn in diesem möchten wir euch heute einen weiteren Ort in Japan vorstellen, die Rede ist von <strong>Awaji-shima </strong>(ab jetzt Awaji), einer Insel, wo Inselidylle und moderne Architektur aufeinander treffen.</p>
<div id="attachment_65934" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/05/Culture-Slot-Awaji_1.jpg"><img class=" wp-image-65934" title="Culture Slot-Awaji_1" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/05/Culture-Slot-Awaji_1-300x185.jpg" alt="" width="270" height="167" /></a><p class="wp-caption-text">Die Naruto-Strudel von Awaji-shima</p></div>
<p style="text-align: justify;">Genau wie die Insel Naoshima, die wir euch <a href="http://jpgames.de/2012/06/culture-slot-naoshima-die-insel-der-kunst/">bereits vorgestellt hatten</a>, befindet sich Awaji im Seto-Inlandsee und liegt damit zwischen Kyūshū, Honshū und Shikoku. Mit etwa 600 km² ist Awaji nicht nur die größte Insel im Seto-Inlandsee, sondern auch für ihre Natur und Architektur bekannt. Eines derNaturphänomene sind die Naruto-Strudel, die an der Naruto-Straße entstehen. Hierbei handelt es sich um eine Meerenge zwischen Awaji und dem Festland von Shikoku. Die Strömungen der Naruto-Straße sind die drittstärksten weltweit und können bis zu 20 km/h erreichen, wodurch die Naruto-Strudel entstehen. Der Durchmesser der Strudel kann dabei bis zu 20 m betragen. Die Region der Insel war außerdem das Epizentrum des verheerenden Erdbebens von 1995. Laut der Schöpfungsgeschichte des Shintō, einer weit verbreiteten Religion in Japan, war Awaji die erste Insel, die von den Urgöttern Izanami und Izanagi geschaffen wurde.  Bis heute ist die Insel sehr landwirtschaftlich geprägt und vor allem für seine Viehzucht und Zwiebeln bekannt.</p>
<div id="attachment_65936" class="wp-caption alignleft" style="width: 280px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/05/Culture-Slot-Awaji_2.jpg"><img class=" wp-image-65936" title="Culture Slot-Awaji_2" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/05/Culture-Slot-Awaji_2-300x225.jpg" alt="" width="270" height="203" /></a><p class="wp-caption-text">Ein &#8220;Abtaucher&#8221; in den Wassertempel</p></div>
<p style="text-align: justify;">Einen starken Kontrast dazu bilden die vielen Architekturen der Insel, die hauptsächlich vom preisgekrönten Architekten Tadao Andō stammen. Eines seiner Werke ist der Wassertempel, der 1991 fertiggestellt wurde. Anders als sein Namenverwandter aus der The Legend of Zelda-Serie besitzt der Wassertempel ein sehr minimalistisches und geradliniges Design. Durch einen vom Wasser umgebenen Steg auf dem Dach gelangt man in das Innere des Tempels. In einem Gangsystem aus Beton und rotem Holz trifft hier Moderne auf Tradition. Je mehr man sich dem Heiligtum des Tempels nähert, desto rötlicher erscheint das Holz. Der Tempel wurde den Buddhisten gewidmet, weshalb das Heiligtum eine Buddha-Statue beherbergt.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch der Wassertempel ist nicht das einzige Projekt, welches Andō für die Insel realisierte. Sein zweites Projekt, Awaji Yumebutai, erstreckt sich über 28 Hektar und ist ein Komplex aus vielen Einrichtungen und Konstruktionen. Nach seiner Fertigstellung im Jahr 2000 besitzt Awaji Yumebutai unter anderem ein Hotel, mehrere Konferenzgebäude, ein Freilufttheater und das größte Gewächshaus Japans. Aufgrund seiner Vielseitigkeit wird der Komplex auch Dream Stage genannt.</p>
<p style="text-align: justify;">Besonders beeindruckend sind allerdings der Hyakudanen- und der Muschelgarten. Die Gesamtfläche der beiden Gärten beträgt über 20.000 m². Der Hyakudanen-Garten ist eine Konstruktion, die an einem Berg errichtet wurde. Er besteht aus 100 kleinen Gärten à 4,5 m², die alle über eine Vielzahl von Treppen erreichbar sind. Der Muschelgarten hingegen entspricht nicht ganz dem klassischen Bild eines Gartens, sondern ist eher eine Bodengestaltung. Auf 10.000 m² hat man den Boden mit insgesamt 1 Millionen Jakobsmuscheln gepflastert. Zusätzlich dazu befinden sich 1.000 Brunnen im „Garten“, wodurch immer eine Wasserschicht auf dem Boden ist.</p>
<div id="attachment_65935" class="wp-caption alignright" style="width: 280px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/05/Culture-Slot-Awaji_3.jpg"><img class=" wp-image-65935" title="Culture Slot-Awaji_3" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/05/Culture-Slot-Awaji_3-300x194.jpg" alt="" width="270" height="175" /></a><p class="wp-caption-text">Die 100 Gärten des Hyakudanen Garten</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wem das noch immer zu wenig Natur ist, der sollte dem Miracle Planet Museum of Plants einen Besuch abstatten. Bei dem Gewächshaus handelt es sich, wie bereits oben erwähnt, um den größten botanischen Garten Japans. Neben einer speziellen Ausstellung, die mehrmals jährlich wechselt, können Besucher hier seltene Pflanzen aus der ganzen Welt besichtigen. Das Museum besteht dabei aus fünf verschiedenen Abschnitten, wobei jeder einer anderen Klimazone nachempfunden wurde. Doch das war noch längst nicht alles. Teile der 6.700 m² großen Fläche können für Hochzeiten oder andere Feierlichkeiten gebucht werden. Wer lieber die örtliche Fauna bestaunen will und dabei ein bisschen Sonne tanken möchte, der geht in den Akashi Kaikyo Park, der Yumebutai umgibt. Hier wird zweimal im Jahr, im Sommer und im Herbst, ein Blumen-Fest abgehalten und auch andere Events finden dort gelegentlich statt.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei einem solchen Angebot an Sehenswürdigkeiten dürfen Hotels auf der Insel natürlich nicht fehlen. Eines davon ist das Westin, welches auch als Konferenz-Center genutzt wird. Es besitzt mehrere Hallen und Räume für geschäftliche Meetings, die von Unternehmen oder für Privatanlässe gebucht werden können. Das schiffähnliche Hotel besitzt außerdem mehrere Restaurants, die von klassisch japanischer Küche bis zu mediterranen Gerichten reichen. Auch ein Spa mit Jacuzzi und Sauna, ebenso wie ein Outdoor Pool gehören zum Hotel.</p>
<p style="text-align: justify;">Zum Abschluss möchten wir euch ein kurzes Video empfehlen, welches die Werke Tadao Andō und vor allem das Yumebutai zeigt. Kleiner Hinweis: Das Kunstmuseum von Hyogo entstand 2002 und befindet sich auf dem Festland der Präfektur.</p>
<p><iframe width="620" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/p6FO66m4Etc?feature=oembed" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>via <a href="http://www.tofugu.com/2012/12/01/awaji-islands-breathtaking-architecture/">Tofugu</a>, <a href="http://www.yumebutai.org/english/index.html">Yumebutai</a></p>
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		<title>Culture Slot: Bedanken mit Senf ist nicht erwünscht</title>
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		<pubDate>Sun, 05 May 2013 18:10:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moomba-Miez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Normalerweise bedankt sich nach einem Essen in einem Restaurant beim Kellner mit einem Lob oder einem guten Trinkgeld, sofern es denn gemundet hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Normalerweise bedankt man sich nach einem Essen in einem Restaurant beim Kellner mit einem Lob oder einem guten Trinkgeld, sofern es denn gemundet hat. In Japan ist das Geben von Trinkgeld unüblich und kann sogar als eine Beleidigung aufgefasst werden, doch der neue Trend, über den wir im heutigen <strong>Culture Slot</strong> berichten, wird in den Restaurants auch nicht gerne gesehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine neue Phrase,  <strong>&#8220;Mustard Thanks&#8221;</strong> (masutaado sankusu&#8221; oder マスタードサンクス) ist im Februar und im März in Japan im Internet immer wieder aufgetaucht. Anstatt sein Lob mit Worten an die Bedienung zu richten, wird ein Dank mit Senf (je nach Geschmack kann auch man auch Mayonnaise, Ketchup, Salat Dressing oder Soja Sauce nehmen) auf den leeren Tellern mit ein paar Wörtern oder einer Zeichnung hinterlassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwar existieren einige Bilder, die solche Werke präsentieren, jedoch ist es noch unklar, inwieweit sich diese Danksagung im Land wirklich verbreitet haben. Auf Twitter findet man noch nicht sehr viele Fotografien und es scheint, also ob die Leute die Mustard Thanks noch in einen Trend verwandeln wollen. Auf <em>2ch, </em>einem großen japanischen Forum, sind in der letzten Zeit Bilder zu diesem Thema aufgetaucht. Auf den Tellern findet man kurze Sätze wie: &#8220;Vielen Dank&#8221; oder &#8220;Das war deliziös&#8221; und dazu kleine Zeichnungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch was sagen die Japaner zu diesem aufkommenden Trend? Die Reaktionen auf diese Nachrichten fallen nicht sehr positiv aus. Viele Leser sind entrüstet und äußern sich mit Kommentaren wie, ob man sich nicht persönlich bedanken könnte, dass in Japan solche Traditionen nicht existieren und dass dieser Umgang mit den Nahrungsmitteln sehr verschwenderisch ist. Zudem erschwert man damit auch die Säuberung des Geschirrs.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedoch gibt es einen weiteren neuen Trend, der für die Restaurantbesitzer ein noch viel größerer Dorn im Auge ist. Die Rede ist hier von <strong>&#8220;Flipped Bowl&#8221;</strong> (&#8220;fuse don&#8221; oder 伏せ丼), der ebenfalls vermehrt in den letzten Monaten aufgetaucht ist. Um zu zeigen, dass man den Ramen vorzüglich fand, wird die Schüssel, in der sich das Essen befand, umgedreht und davon wird ein Foto gemacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich entsteht durch diesen Umgang mit dem Geschirr viel Dreck und die arme Bedienung muss nach einer solchen Aktion den Tisch wieder säubern. Zu Beginn des Jahres gab es eine Meldung einer Person, dass sie aus einem berühmten Restaurant verwiesen wurde, weil sie ihre Schüssel umgedreht hatte, um ein Bild von einem Flipped Bowl zu machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Anschluss findet ihr noch einige Bilder zu diesen Aktionen. Was haltet ihr von diesen &#8220;Trends&#8221;?</p>

<a href='http://jpgames.de/2013/05/culture-slot-bedanken-mit-senf-ist-nicht-erwunscht/mustard-phrases-01/' title='Mustard-Phrases-01'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/05/Mustard-Phrases-01-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Mustard-Phrases-01" title="Mustard-Phrases-01" /></a>
<a href='http://jpgames.de/2013/05/culture-slot-bedanken-mit-senf-ist-nicht-erwunscht/mustard-phrases-02/' title='Mustard-Phrases-02'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/05/Mustard-Phrases-02-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Mustard-Phrases-02" title="Mustard-Phrases-02" /></a>
<a href='http://jpgames.de/2013/05/culture-slot-bedanken-mit-senf-ist-nicht-erwunscht/mustard-phrases-03/' title='Mustard-Phrases-03'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/05/Mustard-Phrases-03-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Mustard-Phrases-03" title="Mustard-Phrases-03" /></a>
<a href='http://jpgames.de/2013/05/culture-slot-bedanken-mit-senf-ist-nicht-erwunscht/mustard-phrases-04/' title='Mustard-Phrases-04'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/05/Mustard-Phrases-04-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Mustard-Phrases-04" title="Mustard-Phrases-04" /></a>
<a href='http://jpgames.de/2013/05/culture-slot-bedanken-mit-senf-ist-nicht-erwunscht/mustard-phrases-05/' title='Mustard-Phrases-05'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/05/Mustard-Phrases-05-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Mustard-Phrases-05" title="Mustard-Phrases-05" /></a>
<a href='http://jpgames.de/2013/05/culture-slot-bedanken-mit-senf-ist-nicht-erwunscht/mustard-phrases-06/' title='Mustard-Phrases-06'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/05/Mustard-Phrases-06-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Mustard-Phrases-06" title="Mustard-Phrases-06" /></a>

<p>via <a href="http://kotaku.com/in-japan-saying-thanks-with-mustard-is-possible-but-479289227" target="_blank">kotaku</a></p>
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		<title>Culture Slot: Ein Besuch in der berühmten Piss Alley</title>
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		<pubDate>Sun, 24 Mar 2013 14:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moomba-Miez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was steckt hinter dem Begriff Piss Alley? Im heutigen Culture Slot erzählen wir euch, wie es zu dem Namen kam und welche Speisen man hier entdecken kann.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Welche Begriffe fallen euch direkt ein, wenn ihr an Tokio denkt? Die meisten werden das Wort mit den Bezeichnungen Großstadt, Menschen, Lärm, Verkehr oder riesige Gebäude assoziieren. Doch ist das die vollständige Wahrheit? Immerhin besteht Tokio aus verschiedenen Vierteln und jedes von ihnen besitzt ein anderes Aussehen und Persönlichkeit.</p>
<p style="text-align: justify;">Im heutigen <strong>Culture Slot</strong> möchten wir euch einen besonderen charakteristischen Ort vorstellen, der euch ein ganz anderes Bild der Großstadt zeigt. Nicht leicht zu finden, verborgen zwischen dem Getümmel der Stadt, befindet sich im Shinjuku Bezirk die 思い出横丁 (Memory Lane) oder die auch unter der Bezeichnung 小便横丁 (<strong>Piss Alley</strong>) bekannt ist. Doch was verbirgt sich hinter diesem vulgär klingenden Namen?</p>
<div id="attachment_62905" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/03/Piss-Alley-02.jpg"><img class="size-medium wp-image-62905" title="Piss-Alley-02" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/03/Piss-Alley-02-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Die enge Gasse der Piss Alley.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die Piss Alley befindet sich so gesehen fernab des Tokios, welches die Touristen zu Gesicht bekommen. Als Otaku sucht man eher den Bezirk Akihabara auf, ein helles und buntes Viertel mit viel Platz zum Shoppen. Dagegen ist die Piss Alley das komplette Gegenteil, ein enger und unsauberer Ort und bildet damit mehr einen lokalen Treffpunkt als ein Ziel für die Touristen.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch die Bezeichnung sollte euch nicht vor einem Besuch abschrecken. Der Name wurde gewählt, weil sich hier vor vielen Jahren Kriminelle getroffen haben, um ihre Drinks gemeinsam zu trinken. Um sich danach zu erleichtern, wurde einfach draußen gepinkelt, wo man eine freie Stelle finden konnte, anstatt eine Toilette aufzusuchen. Da zu diesen Zeiten die Piss Alley nicht so gebaut war, wie es heute der Fall ist, gab es damals viele solcher Plätze.</p>
<p style="text-align: justify;">In der heutigen Zeit wird natürlich nicht mehr öffentlich gepinkelt, zumindest ist dies nicht der Regelfall. Dennoch hat die Straße viel von ihrem alten Charme bewahren können. Kleine Geschäfte stehen dicht an dicht gedrängt nebeneinander und bieten sehr wenig Platz, sodass man sich an einigen Stellen durchquetschen muss, vor allem, wenn mehrere Menschen unterwegs sind. Viele Leute sagen, dass der Platz an eine Szene aus dem Film Blade Runner erinnert.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie früher gibt es natürlich viele Bars, wo man etwas trinken kann. Man setzt sich auf einem Stuhl und kann zu einem Bier ein leckeres Yakitori genießen. Die Restaurants sind sehr eng gebaut und man sollte sich vorsichtig bewegen. Neben den gewöhnlichen Bars gibt es auch kuriose Lokale. Ein sehr bekanntes Restaurant in der Piss Alley ist das Asadachi, was man mit dem deutschen Begriff &#8220;Morgenlatte&#8221; übersetzen kann. Hier wird kein Essen serviert, welches man normalerweise gemeinsam in der Mittagspause mit seinen Kollegen verspeist. Stattdessen gibt es Gerichte, die mehr der Volksmedizin entsprechen und nach dem Verzehr die Manneskraft verbessern und sogar Krankheiten heilen sollen.</p>
<div id="attachment_62907" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/03/Piss-Alley-04.jpg"><img class="size-medium wp-image-62907" title="Piss-Alley-04" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/03/Piss-Alley-04-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><p class="wp-caption-text">Das schaut ja lecker aus!</p></div>
<p style="text-align: justify;">Welche Art von Speisen werden im Asadachi aufgetischt? Hier gibt es einen kleinen Überblick der interessanten Leckerbissen:</p>
<ul style="text-align: justify;">
<li>Frosch-Sashimi</li>
<li>Schweinehoden</li>
<li>Weich-Schildkröte</li>
<li>Froschherzen, die noch schlagen</li>
<li>gegrillter Salamander</li>
<li>Schlangen-Likör</li>
</ul>
<p style="text-align: justify;">Einige der Speisen werden direkt vor euch getötet, um ihre Frische zu beweisen (und für die noch schlagenden Froschherzen muss alles auch sehr schnell passieren). Die Speisekarte wechselt, je nachdem, welche Gerichte man wirklich frisch anbieten kann. Doch ganz ehrlich, wer würde von euch diese Sachen probieren oder eher ein vegetarisches Menü vorziehen?</p>
<p>via <a href="http://www.tofugu.com/2012/11/23/tokyos-infamous-piss-alley/" target="_blank">tofugu</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Culture Slot: Ein kleiner Platz im Otaku-Himmel</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Jan 2013 14:21:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moomba-Miez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein Wohnplatz in Akihabara (Tokio) zu besitzen, ist doch ein ganz schöner Traum. Doch je nach Bleibe, kann es ein Alptraum werden. Erfahrt mehr in unserem Artikel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der Stadtteil Akihabara in Tokio (auch unter dem Namen Akihabara Electric Town bzw. Akihabara Denki Gai bekannt) ist für seine vielen Geschäfte im Bereich der Elektronik sehr berühmt. Der ganze Bereich ist eine Art Shopping-Meile für Elektronik, Computer, Videospiele und Anime-und Manga Merchandise. Während man auf der Hauptstraße vor allem Neuware findet, wird in den Nebenstraßen mehr Gebrauchtware verkauft. Somit wird für jeden Geldbeutel etwas geboten und viele Touristen ergreifen während einer Reise nach Japan die Gelegenheit, in diesem Stadtteil ihre Einkäufe zu tätigen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wo sonst findet man in dieser Anzahl und Vielfältigkeit Sammelobjekte für sein Hobby? Ein Himmel für einen wahren Fan, doch leider ist der Zauber vorbei, wenn man die Rückreise antritt. Es sei denn, man entscheidet sich, in Akihabara zu bleiben. Doch wo soll man sich in dieser Stadt ein Zimmer mieten, um eine längere Zeit im Otaku-Himmel verweilen zu können? In diesem Culture Slot stellen wir euch einen Raum vor, der für Menschen mit Platzangst zu einem wahren Alptraum werden könnte. Denn habt ihr euch schon einmal überlegt, wie es ist, in einer Art Box zu leben?</p>
<p style="text-align: justify;">Mit einer Box ist hier natürlich kein Pappkarton gemeint, sondern ein Zimmer, das nur sehr wenig Platz bietet, aber dafür relativ großzügig ausgestattet ist. In diesem Zimmer befindet sich ein Stockbett, ein Fernseher, eine Klimaanlage und natürlich könnt ihr den Platz unter dem Bett verwenden. Die Dusche und das WC müsst ihr euch mit anderen Leuten teilen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die monatliche Miete für dieses luxuriöse Zimmer beträgt 42.000 Yen (ca. 343€). Das Haus, in dem sich diese Boxen befinden, wurde im Jahre 1973 erbaut. Für japanische Verhältnisse ist es ein sehr altes Gebäude in der Großstadt. Die regulären Appartements wurden später in mehrere Räume unterteilt, sodass nun mehrere Menschen darin wohnen können und durch die Begrenzung zumindest im Schlaf/Wohnzimmer eine Privatsphäre haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Über das Internet wird in Japan erzählt, dass ein Leben auf Dauer in einem Kapselhotel oder in einem Internetcafe besser ist, als in so einer Box. Einige Japaner vermuten, dass in diesem Gebäude vor allem Ausländer leben. Ein Grund für diesen Gedanken ist, dass es für Fremde sehr schwierig ist, in Japan eine Wohnung zu finden. Viele Vermieter haben Angst vor der Sprachverständigung mit Ausländern, daher vergeben sie ihre Mietobjekte lieber an Japaner. Dagegen gibt es Reisende, die eine kostspielige Vorauszahlung der Miete nicht in Betracht ziehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich sind die Appartements in japanischen Großstädten im Vergleich zu anderen Städten sehr klein. Doch dieser Raum ist selbst für japanische Verhältnisse (auch mit einer Raumteilung) gerade zu winzig. Könntet ihr euch in einer solchen Box überhaupt wohlfühlen?</p>

<a href='http://jpgames.de/2013/01/culture-slot-ein-kleiner-platz-im-otaku-himmel/box-hotel-01/' title='Box-Hotel-01'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/01/Box-Hotel-01-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Box-Hotel-01" title="Box-Hotel-01" /></a>
<a href='http://jpgames.de/2013/01/culture-slot-ein-kleiner-platz-im-otaku-himmel/box-hotel-02/' title='Box-Hotel-02'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/01/Box-Hotel-02-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Box-Hotel-02" title="Box-Hotel-02" /></a>
<a href='http://jpgames.de/2013/01/culture-slot-ein-kleiner-platz-im-otaku-himmel/box-hotel-03/' title='Box-Hotel-03'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/01/Box-Hotel-03-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Box-Hotel-03" title="Box-Hotel-03" /></a>
<a href='http://jpgames.de/2013/01/culture-slot-ein-kleiner-platz-im-otaku-himmel/box-hotel-04/' title='Box-Hotel-04'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/01/Box-Hotel-04-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Box-Hotel-04" title="Box-Hotel-04" /></a>
<a href='http://jpgames.de/2013/01/culture-slot-ein-kleiner-platz-im-otaku-himmel/box-hotel-05/' title='Box-Hotel-05'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/01/Box-Hotel-05-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Box-Hotel-05" title="Box-Hotel-05" /></a>

<p>via <a href="http://kotaku.com/5977573/for-over-450-you-too-can-live-in-japanese-nerd-heaven-well-in-a-box?tag=culture-smash" target="_blank">kotaku</a></p>
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		<title>Culture Slot: Haustier mal anders &#8211; Chitin statt Fell</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jan 2013 13:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zwiebelritter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hund, Katze oder vielleicht doch eher ein Hamster? Für viele Menschen gehört ein tierisches Familienmitglied einfach zum idyllischen Leben dazu und fast immer...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Hund, Katze oder vielleicht doch eher ein Hamster? Für viele Menschen gehört ein tierisches Familienmitglied einfach zum idyllischen Leben dazu und fast immer fällt die Wahl auf einen haarigen Mitbewohner. So ist es natürlich kein Wunder, dass wir häufig einem Hund oder einer Katze über den Weg laufen, egal ob in den eigenen vier Wänden oder in der Fußgängerzone. Doch neben diesen „Klassikern“ gibt es natürlich noch allerhand andere Haustiere, sodass die eigene Wohnung auch mal ganz schnell zum Tropenwald oder zur Wüstenlandschaft werden kann. Spinnen, Skorpione und Insekten sind allerdings nicht jedermanns Sache und gelten in unseren Regionen fast schon als exotisch.</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz anders sieht es da in Japan aus, hier haben Insekten und besonders Käfer einen ganz anderen Ruf. Denn während Kinder bei uns mit Hamster, Hase oder Meerschweinchen aufwachsen, üben in Japan zentimetergroße Käfer eine Faszination auf Kinder aus. In diesem Culture Slot möchten wir euch mehr zu diesen, für uns ungewöhnlichen, Haustieren verraten und mögliche Ursachen für diese große Käferliebe nennen.</p>
<div id="attachment_58637" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/01/Käferautomat_Culture-Slot.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-58637" title="Käferautomat_Culture Slot" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/01/Käferautomat_Culture-Slot-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Fragwürdig: Ein japanischer Käferautomat</p></div>
<p style="text-align: justify;">Anders als bei uns, wo Insekten als eklig gelten und dadurch nicht besonders beliebt sind (von wenigen Ausnahmen abgesehen), haben die Japaner eine ganz andere Einstellung zu Käfer, Heuschrecke und anderen. Das liegt unter anderem daran, dass japanische Kinder schon recht früh mit dem Insektennetz durch die Wiesen ziehen und die Lebewesen untersuchen. Nicht selten werden sie dabei von ihren Eltern begleitet, die selbst viele Kindheitserinnerungen mit Insekten verbinden. Zu den beliebtesten Insekten zählen, ähnlich wie hier, Käfer und Grashüpfer aber auch Zikaden.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor allem bei Jungen ist die Faszination für Insekten so groß, dass es in Japan den Begriff <em>Konchishonen</em> gibt, der einen Jungen bezeichnet, der gerne mit Insekten spielt. Laut einer Statistik war oder ist einer von zehn japanischen Männern ein <em>Konchishonen</em>. Einige davon haben es auch in die Unterhaltungsbranche geschafft, weshalb wir auch in Videospielen oder Animes immer wieder auf Insekten treffen. So galten die kleinen Lebewesen als Hauptinspiration für den Pokémon-Schöpfer Satoshi Tajiri. Dieser war in seiner Kindheit so sehr in Insekten vernarrt, dass er von seinen Freunden</p>
<div id="attachment_58638" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/01/Kochishonen-Pokémon_Culture-Slot.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-58638" title="Kochishonen-Pokémon_Culture Slot" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/01/Kochishonen-Pokémon_Culture-Slot-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Konchishonen at work: Die Pokémon-Serie</p></div>
<p style="text-align: justify;">„<em>Konchū-hakase“ </em>genannt wurde, was soviel wie Dr. Insekt bedeutet. Doch auch wenn sich unsere Einstellung zu Insekten in diesem Alter noch ähneln mag, verlieren viele Japaner das Interesse an Insekten nie. Sobald die Kinder älter werden und mit dem Lesen beginnen, stoßen sie immer wieder auf Literatur, in welcher Insekten auftauchen. Eine der bekanntesten Insekten-Geschichten ist die des Buches <em>Mushi Mezuru Himegimi, </em>was in etwa soviel wie „Die Dame die Insekten liebte“ bedeutet. In der fast eintausend Jahre alten Geschichte geht es um eine Prinzessin, die anders als die anderen Mädchen wenig Wert auf ihr Äußeres legt und stattdessen lieber mit Insekten spielt und so das Interesse von Jungen weckt.</p>
<p style="text-align: justify;">Zwar wachsen auch bei uns noch viele Kinder mit Geschichten wie „Die kleine Raupe Nimmersatt“ auf (viele Japaner fürchten sich übrigens vor Raupen), doch geht die Liebe für die Vielbeiner soweit, dass viele Japaner Käfer als Haustiere halten. Selbstverständlich beschränkt sich die Vorliebe aber nicht nur auf Kinder und wie bei allen Haustieren, ist die Preisspanne für einzelne Exemplare groß, sodass es für jeden Geldbeutel den passenden Käfer gibt. Die wohl günstigste und „einfachste“ Möglichkeit, um an den eigenen Käfer zu kommen, ist der Gang nach draußen in die Natur. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit, die Käfer am Automaten zu kaufen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ja, ihr habt richtig gelesen, Japaner können Käfer auf die gleiche Art kaufen, wie wir es mit einer Cola tun. Für ungefähr 400 Yen (derzeit etwa 3,60 Euro) erhält man an solchen Automaten zwei Käfer. Auch wenn man die Temperaturen des Automaten regulieren kann und Angestellte angeblich täglich den Zustand der Tiere überprüfen, sind viele Japaner (zurecht) gegen diese Automaten. Viele kritisieren, dass gerade Kinder dadurch den Wert des Lebens unterschätzen und einen falschen Umgang damit vermittelt bekommen. Wer seinem Kind also ein gutes Vorbild sein möchte, der nimmt es mit in die Zoohandlung.</p>
<p style="text-align: justify;">Dort werden nicht nur Käfer verkauft, sondern auch sämtliches Zubehör, was Kinder zukünftig für ihren Chitin-Freund brauchen. Als Lebensraum werden oft klare Plastikboxen benutzt, die man ähnlich wie ein Terrarium oder Aquarium gestalten kann &#8211; alles eine Nummer kleiner natürlich. Der Boden wird in der Regel mit einem mehr oder weniger feinem Streu ausgekleidet. Außerdem gibt es natürlich Äste, Stämme und sogar Häuser für die Boxen zu kaufen.  Zur Hauptnahrung der Käfer gehört Obst, welches in der Praxis aber einige Komplikationen mit sich bringt. Frisches Obst lockt schon nach wenigen Stunden Fruchtfliegen an, weshalb man das Obst regelmäßig entsorgen und für Nachschub sorgen muss. Deshalb gibt es die sogenannten Beetle Jellys, die aus Obst hergestellt werden, aber keine Fruchtfliegen anlocken.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Jellys werden in kleinen Plastikbehältern, welche Kaffeekapseln ähneln, verkauft und enthalten zusätzliche Proteine. Selbstverständlich gibt es hier eine große Auswahl an Geschmacksrichtungen, doch zu den beliebtesten gehören Banane, Zucker und Kokosnuss. Mit Spielzeug kann man seinen Käfern eine zusätzliche Freude bereiten. Das Geschäft mit den Käfern hat Tradition, Ende des 19. Jahrhunderts eröffnete der erste Laden speziell für Käfer und andere Insekten. Zu den Klassikern unter den Hauskäfern gehören vor allem Hirsch- und Nashornkäfer. Beide kommen in verschiedenen Formen auch in Japan vor und müssen nicht eingeflogen werden. Besonders begehrt bei Liebhabern sind außerdem noch der Herkuleskäfer (mit bis zu 17 Zentimetern der größte Käfer der Welt) und der Goliathkäfer (mit über 100 Gramm der schwerste Käfer der Welt).</p>
<div id="attachment_58639" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/01/Käfer_Culture-Slot.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-58639 " title="Käfer_Culture Slot" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2013/01/Käfer_Culture-Slot-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Wäre so einer was für euch?</p></div>
<p style="text-align: justify;">Diese Käfer kommen nicht in Japan vor und müssen daher aus dem Ausland importiert werden. Männliche Exemplare können daher schonmal 350 US-Dollar kosten. Gerade in südamerikanischen Ländern können Menschen sogar durch die Zucht und den Export von speziellen Käfern leben. Genau wie alle anderen Haustiere, bauen auch Käfer mit der Zeit eine Beziehung zu ihrem Besitzer und ihrem Umfeld auf. So sind sie in Gegenwart ihres Besitzers entspannt und ruhig, sollte sich aber eine fremde Person nähern oder der Käfer Angst haben, werden sie unruhig. Doch was kann man mit so einem Käfer als Haustier eigentlich alles machen?</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich freuen sich auch Käfer über etwas Freigang. Man kann sie im Zimmer rumlaufen lassen oder sie auf die Hand nehmen. Einige japanische Kinder lassen ihre Käfer aber auch gerne gegeneinander kämpfen (diese Kämpfe dürften auch Vorbild für Tajiri‘s Pokémonkämpfe gewesen sein), wobei hier in der Regel kein Tier verletzt wird. Bei einem solchen Kampf setzt jedes Kind einen seiner Käfer auf einen runden Baumstumpf. Sobald die beiden Käfer (meist männliche Tiere) aufeinandertreffen, „bekämpfen“ sie sich mit ihren Hörnern, bis schließlich einer der beiden vom Baumstumpf geschubst wird. Ihr seht schon, das Ganze lässt sich mit Sumōringen vergleichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das vielbeinige Chitin-Haustier wird aber auch in der westlichen Welt immer beliebter. Während vor einiger Zeit noch vor allem tote Käfer bei Sammlern sehr beliebt waren, kann man sich mittlerweile auch als Europäer ein tolles Käferterrarium mit passendem Bewohner zulegen. Wie sieht es bei euch aus, könntet ihr euch einen gehörnten Käfer als Haustier vorstellen?</p>
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		<title>Culture Slot: Oshōgatsu-das japanische Neujahrsfest</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Dec 2012 14:30:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moomba-Miez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Culture Slot]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Neujahr]]></category>

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		<description><![CDATA[In wenigen Tagen beginnt das Jahr 2013. Doch mit welchen Bräuchen begrüßt man das neue Jahr in Japan? Lernt die Traditionen im Culture Slot kennen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Tannenbäume fliegen wieder aus den Fenstern, die Weihnachtsmärkte wurden schon abgebaut und die Weihnachtsplätzchen dürften auch schon fast vernichtet sein. Man merkt, das besinnliche Fest der Liebe ist vorbei und nun bereitet man sich mit Raketen und Krachern auf Silvester vor. Hierzulande verbringt man diesen Abend in der Regel gemeinsam mit Freunden oder Verwandten.</p>
<p style="text-align: justify;">Zu den bekannteren Bräuchen gehören Bleigießen (schließlich möchte man wissen, was die Zukunft bringt), die Neujahrsmette und das obligatorische Feuerwerk. Doch wie verbringen die Leute in Japan diesen Abend, bzw. den nächsten Tag? Fleißige <strong>Culture Slot</strong> Leser wissen bereits, dass dieses Fest in Japan ein größeres Ansehen genießt als Weihnachten, doch kommen wir nun zum heutigen Thema.</p>
<div id="attachment_58269" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Oshogatsu.jpg"><img class="size-medium wp-image-58269" title="Oshogatsu" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Oshogatsu-300x224.jpg" alt="" width="300" height="224" /></a><p class="wp-caption-text">Nengajō</p></div>
<p style="text-align: justify;">In Japan wird das Neujahrsfest <strong>Oshōgatsu</strong> genannt. Vor langer Zeit wurde das Fest zu Beginn des Frühjahrs gefeiert, wie es auch noch heute in China, Korea und Vietnam (Tết-Fest) der Fall ist. Der Grund ist, dass man sich hierbei an dem lunisolaren Kalender richtet. Dies ist ein Kalender, der an den Mond gebunden ist und primär sind 12 Mond-Monate enthalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit 1873 bezieht Japan sich auf den Gregorianische Kalender und somit wird das Neujahrsfest am 01. Januar gefeiert. An die alten Bräuche halten die modernen Japaner trotz der Verschiebung immer noch fest und darüber möchten wir euch etwas erzählen.</p>
<p style="text-align: justify;">In Japan werden zum Neujahrsfest Postkarten (nengajō) an die Freunde und Verwandte verschickt. Hierbei sieht man eine Parallele zum Weihnachtsfest, denn in Europa und in Amerika verschickt man zu dieser Zeit die Grußkarten. Der ursprüngliche Gedanke ist, den Leuten, die sehr weit weg wohnen, ein Lebenszeichen zu senden. Heute ist es mehr zur einer Pflicht geworden und soll zeigen, dass man den Leuten Respekt zollt. Es ist gar nicht unüblich, dass Personen, die sehr bekannt sind oder einen höheren Rang bekleiden, hunderte Postkarten erhalten.</p>
<p style="text-align: justify;">Gab es in einer Familie in dem Jahr einen Todesfall, werden keine Grußkarten verschickt. Stattdessen gibt es eine einfache Postkarte mit dem Hinweis, dass man aufgrund des Todesfalles keine Glückwünsche verteilen möchte und auch keine für das Jahr erwartet. Die Karten zeigen als Motiv das chinesische Tierkreiszeichen des kommenden Jahres und in den Papiergeschäften werden sie oft vorgedruckt mit aufgedruckten Briefmarken verkauft. Nur die Unterschrift muss noch hinzugefügt werden. Und auch wenn das Land so modern ist, eine Email kann keine Postkarte ersetzen.</p>
<div id="attachment_58270" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Oshogatsu-5.jpg"><img class="size-medium wp-image-58270" title="Oshogatsu-5" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Oshogatsu-5-300x159.jpg" alt="" width="300" height="159" /></a><p class="wp-caption-text">Karten für Otoshidama .</p></div>
<p style="text-align: justify;">Möchte man keinen einfachen Vordruck, kann man sich auch Blanko-Karten kaufen. Diese kann man mit besonderen Stiften und Stempeln selbst verzieren. Oder man gestaltet die Karte auf einem Computer und druckt diese aus, um sie mit der Post zu verschicken. Damit die Karten rechtzeitig ankommen, müssen sie mit dem Zusatz Neujahrskarte gekennzeichnet werden und bis zu einem bestimmten Tag im Dezember in ein eingerichtetes Extafach eingeworfen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die Kinder gibt es zu diesem Fest ein besonderes Geschenk. Der Brauch nennt sich <strong>Otoshidama</strong> (aus China übernommen) und bedeutet, dass die Kinder ein Taschengeld erhalten. Das Geld wird in kleinen Umschlägen, die dekoriert sind (pochibukuro) überreicht. Die Summe richtet sich nach dem Alter des Kindes. Gibt es mehrere Kinder in der Familie, erhalten jedoch alle den gleichen Betrag, damit sich kein Kind benachteiligt fühlt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein zentrales Brauchtum ist daneben das <strong>Osoij</strong>. Es ist ein Säuberungsritual der Wohnung oder des Hauses, ähnlich wie unser Frühjahrsputz. Das Heim soll hierbei vom Schmutz des alten Jahres befreit werden. Dabei wird der Hauseingang mit Pinienzweigen dekoriert (Kadomatsu) und soll die Geister, die Ahnen und Götter milde stimmen. Am Tag vor dem Neujahrsfest werden die Glocken der Tempel 108-mal geläutet. Dadurch sollen die Sünden des vergangenen Jahres vergeben werden. Danach gibt es eine reichhaltige Mahlzeit, die oft aus Soja Nudeln besteht.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben den Spielen, wie Drachen steigen, Kartenspiele oder Würfel-Kreisel-Spiele gibt es natürlich auch besonderes Essen zum Fest. Die Neujahrsgerichte fast man unter dem Begriff <strong>Osechi</strong> zusammen. Zu den Gerichten gehören Miso-Suppen mit Reiskuchen (Mochi) und Gemüse (Zoni-Suppe), in Seetang eingewickelter Thunfisch (kobumaki), gelierte Fischpastete (kamaboko), pürierte Süßkartoffeln mit Edelkastanie (kurikinton) und schwarze Bohnen, die gesüßt sind (kuromame).</p>
<div id="attachment_58278" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Oshogatsu-4.jpg"><img class="size-medium wp-image-58278 " title="Oshogatsu-4" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Oshogatsu-4-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a><p class="wp-caption-text">Verschiedene Osechi.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die Osechi sind oft entweder sehr süß oder sauer und mit vielen Gewürzen behandelt, um die Haltbarkeit zu verlängern. Als man diese Gerichte zu den Osechi erklärte, gab es noch keine Kühlschränke und die Läden schlossen oft für eine Woche, sodass man die Nahrung gegen einen raschen Verderb ohne Kühlung anders schützen musste. Natürlich gibt es viele Arten von Osechi.</p>
<p style="text-align: justify;">Während einige Gerichte an diesem Tag schon fast &#8220;verboten&#8221; sind, werden sie an einem anderen Ort gegessen. Hier können die Japaner richtig zuschlagen, wie es hierzulande über Weihnachten bekannt ist, denn auch frittiertes Hühnerfleisch, Eiscreme oder Pizza kann an einigen Orten an diesem Tag gegessen werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Reiskuchen (Mochi) hat noch eine andere Bedeutung zum Neujahrsfest. In der Edo-Epoche verteilten die Läden und reichen Familien kleine Beutel, in denen sich Mochi und eine Mandarine befanden. Diese Geste sollte das Glück an die Menschen verteilen. Heute wird immer noch die Dekoration zum Fest aus Mochi hergestellt.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit endet auch der letzte Culture Slot in diesem Jahr. Vielen Dank an alle fleißigen Leser und wir wünschen euch euch: <strong>Akemashite omedetō gozaimasu</strong>! (japanischer Neujahrsgruß).</p>
<p>via <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Japanisches_Neujahrsfest" target="_blank">wikipedia</a>, <a href="http://www.lifeinjapan.de/oshogatsu-das-neujahrsfest-in-japan/" target="_blank">lifeinjapan</a></p>
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		<title>Culture Slot: Meri Kurisumasu-Weihnachten in Japan</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Dec 2012 13:23:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moomba-Miez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Culture Slot]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Der heutige Culture Slot beschäftigt sich damit, wie man in Japan Weihnachten feiert. Was wird an diesen Tagen gegessen? Findet es in unserem Artikel heraus.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Weihnachten ist in Deutschland ein gemütliches Familienfest. Gemeinsam geht man hierzulande in die Kirche oder genießt ein gemütliches Festessen und beschenkt sich gegenseitig. Doch wisst ihr, wie man in Japan Weihnachten feiert? Im letzten Culture Slot hat man bereits gesehen, dass es kaum traditionelles Gebäck gibt, doch wie sieht es mit dem Fest selbst aus? Wenn ihr erfahren möchtet, was zu einem gewöhnlichen Weihnachtsessen in Japan gehört, dann lehnt euch zurück, schnappt euch ein Plätzchen und genießt unseren Culture Slot.</p>
<div id="attachment_57826" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/goukaseishi_kfc_japan_christmas_2011_1.jpg"><img class="size-medium wp-image-57826" title="goukaseishi_kfc_japan_christmas_2011_1" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/goukaseishi_kfc_japan_christmas_2011_1-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" /></a><p class="wp-caption-text">Beliebte Weihnachtsangebote</p></div>
<p style="text-align: justify;">Weihnachten heißt kurisumasu ((クリスマス) auf Japanisch, wobei der Begriff aus dem Englischen (Christmas) übersetzt wurde. Eingeführt wurde das Fest im 16. Jahrhundert, als christliche Missionare zum ersten Mal nach Japan kamen. Obwohl der Ursprung des Weihnachtsfestes mitgeteilt wurde, denken heute immer noch viele japanische Kinder (und sicherlich auch einige Erwachsene), dass man an diesem Tag den Geburtstag vom Weihnachtsmann feiert. Diese Tatsache ist auch nicht sonderlich verwunderlich, denn in Japan sind vor allem die Religionen Shinto und der Buddhismus verbreitet. Das Christentum spielt eine untergeordnete Rolle, ca. 1-2 % aller Japaner sind Christen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dennoch nahm man sich den Westen zum Vorbild und so wurde Weihnachten in Japan immer beliebter. Die kommerzielle Form folgte im Jahre 1960, doch meistens werden nur die Kinder beschenkt.  Das Fest ist allerdings kein offizieller Feiertag in Japan, sondern mehr ein Ableger davon. Nur der 23. Dezember (Geburtstag des Kaisers) und Neujahr gehören in diesem Zeitraum zu den Feiertagen. Trotzdem werden, neben der weihnachtlichen Dekoration, auch Geschenke und besondere Lebensmittel, wie <a href="http://jpgames.de/2012/12/culture-slot-japanische-weihnachtsbackerei/" target="_blank">auch die japanische Weihnachtstorte gekauft.</a></p>
<p style="text-align: justify;">Den Heiligen Abend kann man in Japan, neben dem Valentinstag,  als einen sehr romantischen Tag im Jahr bezeichnen. Oft wird dieser Tag ausgesucht, um ein Date auszumachen oder eine Liebeserklärung zu tätigen. Da dieser Tag schon als Date-Nacht berühmt ist, bieten inzwischen viele Hotels und Restaurants für diesen Tag besondere Angebote an. Spezielle Angebote gibt es auch bei Kentucky Fried Chicken (kentakkii) . Um 1970 konnte die Fast-Food-Kette die Japaner  mit Werbung davon überzeugen, ihr Weihnachtsessen in diesen Restaurants einzunehmen.</p>
<div id="attachment_57827" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Weihnachtstorte-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-57827" title="Weihnachtstorte-2" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Weihnachtstorte-2-300x270.jpg" alt="" width="300" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">Der leckere Nachtisch</p></div>
<p style="text-align: justify;">In vielen westlichen Ländern gehört ein Truthahn oder eine Gans zum Festmahl an Weihnachten dazu. Daher dienen die Angebote aus Kentucky Fried Chicken als Ersatz für die Japaner, da diese Geflügelsorten dort sehr unbekannt sind. Mittlerweile ist es in Japan ganz normal, an den Weihnachtstagen dort den Abend zu verbringen. Die Familien reservieren sich lange vorher ihre Plätze und essen dann vorzugsweise Chicken Wings. Am 24. und 25. Dezember verdienen die Restaurants fast 20% ihres Jahresumsatzes. Natürlich gehört zu einem Weihnachtsessen als Nachtisch die japanische Weihnachtstorte.</p>
<p style="text-align: justify;">Am 26. Dezember ist der ganze Zauber auch schon wieder vorbei. Die Weihnachtsdekoration wird weggeräumt und man bereitet sich auf das Neujahrsfest vor, dass in Japan eine viel größere Bedeutung hat. Die japanischen Weihnachtstorten werden bereits ab dem 25. in vielen Läden zum halben Preis verkauft, da sie am 26. Dezember entsorgt werden. Daraus entwickelte sich der Begriff,  unverheiratete Frauen ab 25 als &#8220;Weihnachtstorte&#8221; zu bezeichnen, da es in der Vergangenheit sehr schwierig für die Damen in diesem Alter war, einen Partner zu finden. Mittlerweile sieht es jedoch anders aus, auch in Japan wird heutzutage später geheiratet.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir hoffen, dass wir euch einen kleinen Einblick geben konnten, wie man in Japan Weihnachten feiert. Keine Vielfalt an Weihnachtsplätzchen, keinen Adventskalender und es ist auch sehr schwierig, einen Truthahn oder Ente für das Festessen zu besorgen. Was würdet ihr besonders um Weihnachten vermissen? In diesem Sinne, wünschen wir euch eine frohe Weihnacht und eine besinnliche Zeit mit euren Familien.</p>
<p>via <a href="http://www.tofugu.com/2007/12/25/we-wish-you-a-merii-kurisumasu/">tofugu</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Culture Slot: Japanische Weihnachtsbäckerei</title>
		<link>http://jpgames.de/2012/12/culture-slot-japanische-weihnachtsbackerei/</link>
		<comments>http://jpgames.de/2012/12/culture-slot-japanische-weihnachtsbackerei/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 09 Dec 2012 12:15:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moomba-Miez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Culture Slot]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
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		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>

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		<description><![CDATA[Vanillekipferl, Schwarz-Weiß-Gebäck und Makronen sind euch zu langweilig? Vielleicht haben wir ein passendes Rezept in unserem Culture Slot!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Heute ist der zweite Advent und sicherlich wurden die ersten Plätzchen schon gebacken. Oder wollt ihr noch backen, jedoch sind euch Vanillekipferl, Schwarz-Weiß-Gebäck und Makronen zu langweilig? Dann schaut euch unseren <strong>Culture Slot</strong> an, denn dieses Mal beschäftigen wir uns mit einigen Backrezepten aus Japan. Da die Japaner Weihnachten ganz anders feiern als wir, gibt es dort leider nur wenig traditionelles Weihnachtsgebäck. Deswegen haben wir uns neben den <strong>Schneeball-Cookies</strong> und der <strong>japanischen Weihnachtstorte</strong> noch für einen <strong>japanischen Käsekuchen</strong> entschieden. Viel Spaß mit unserem besinnlichen Culture Slot.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Japanischer Käsekuchen:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Der japanische Käsekuchen (チーズケーキ, Chīzukēki) ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Japaner Rezepte aus anderen Ländern an ihren Geschmack anpassen. Durch die Veränderung der Rezeptur ist der japanische Käsekuchen sehr locker und luftig. Für einen Kuchen benötigt man:</p>
<p style="text-align: justify;">250g Frischkäse (Zimmertemperatur)<br />
100g Puderzucker<br />
75ml Milch<br />
60g Kartoffelstärke<br />
4 Eier<br />
2 EL Zitronensaft<br />
1 TL Backpulver</p>
<div id="attachment_57048" class="wp-caption alignright" style="width: 270px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Japanischer-Käsekuchen.jpg"><img class="size-medium wp-image-57048" title="Japanischer-Käsekuchen" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Japanischer-Käsekuchen-260x300.jpg" alt="" width="260" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Japanischer Käsekuchen</p></div>
<p style="text-align: justify;">Und so geht es: Am besten verwendet ihr eine Springform mit einem Durchmesser von 26cm. Diese solltet ihr vorher gut einfetten. Der Frischkäse und die Milch werden in einer Schüssel gut verrührt. Die Eier werden getrennt und das Eigelb gebt ihr in die Frischkäse/Milch-Masse, zusammen mit dem Zitronensaft, der Kartoffelstärke und 50g vom Puderzucker, den ihr vorher sieben solltet. Danach wird die Masse glatt gerührt.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Eiweiß wird steif geschlagen (am besten mit einem Handrührgerät auf der höchsten Stufe). Dazu gebt ihr den restlichen Puderzucker und das Backpulver und schlagt die Masse weiter, bis sie richtig steif ist. Die Eiweißmasse wird vorsichtig unter die Eigelbmasse gehoben (klappt mit einem Löffel sehr gut). Nun wird alles in die gefettete Form gegeben. Der Kuchen wird bei 180° Grad Umluft 45-55 Minuten gebacken. Schaut immer wieder nach dem Kuchen und wenn die Oberseite zu dunkel wird, könnt ihr diese mit Alu-Folie abdecken.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach der angegebenen Backzeit solltet ihr den Kuchen im Ofen noch ca. 25 Minuten ruhen lassen. Danach sollte der Kuchen komplett abkühlen und anschließend noch eine Stunde im Kühlschrank verbringen. Somit ist garantiert, dass der Kuchen beim Anschneiden fest ist.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Schneeball-Cookies</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn man traditionelles Weihnachtsgebäck in Japan sucht, wird man um die Schneeball-Cookies ( スノーボールクッキー, Sunoboru Kukki) nicht herumkommen. Es gibt sie in vielen Variationen und ihr Aussehen gleicht einem Schneeball, daher auch der Name. Einige geben Matcha (抹茶,gemahlener Tee), also Güntee, in den Teig, wobei den Plätzchen dadurch ein grünliches Aussehen verliehen wird. Das Gebäck wird nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über gerne gegessen.</p>
<p style="text-align: justify;">Grundrezept:</p>
<div id="attachment_57049" class="wp-caption alignright" style="width: 233px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Schneeball-Cookies.jpg"><img class="size-medium wp-image-57049" title="Schneeball-Cookies" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Schneeball-Cookies-223x300.jpg" alt="" width="223" height="300" /></a><p class="wp-caption-text">Schneeball-Cookies</p></div>
<p style="text-align: justify;">200g Weizenmehl<br />
60g Weizenstärke<br />
1/4 TL Salz<br />
60g Puderzucker<br />
230g weiche Butter<br />
Mark einer Vanilleschote<br />
Puderzucker zum Bestreuen</p>
<p style="text-align: justify;">Für Matcha-Schneeball-Cookies kann man noch 2 gehäufte EL Matcha in den Teig geben.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so geht es: Die Butter wird mit dem Puderzucker schaumig geschlagen. Das Mark der Vanilleschote auskratzen und unter die Butter/Puderzucker-Mischung geben. Danach siebt ihr das Weizenmehl und gebt die Weizenstärke und das Salz hinzu. Für die Matcha-Version wird nun der Grüntee gesiebt (bei Bedarf vorher mahlen) und ebenfalls in die Mischung gegeben. Anschließend verrührt ihr alles gut und vermischt es mit der Butter-Zucker-Mischung. Diesen Teig rührt ihr glatt und wickelt ihn in Frischhaltefolie und stellt ihn für 2 Stunden kalt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach den 2 Stunden formt ihr kleine Kugeln aus dem Teig. Die Plätzchen werden bei 175° Grad im Ofen auf einem Backbleck, ausgekleidet mit Backpapier, für ca. 12-15 Minuten gebacken. Danach lasst ihr die Plätzchen kurz abkühlen und bestreut sie anschließend mit dem Puderzucker, um ihnen ihr typisches Aussehen zu verleihen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Japanische Weihnachtstorte</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Die japanische Weihnachtstorte (クリスマスケーキ, Kurisumasukēki) wird in Japan traditionell immer am Heiligabend gegessen. Zur typischen Dekoration dieser Weihnachtstorte gehören Erdbeeren. In Japan beginnt die Erdbeer-Saison im Dezember und nicht wie hierzulande im Sommer. Dies erschwert das Nachbacken im Winter für uns und daher eignet sich das Rezept mehr für eine Sommertorte. Zwar kann man mit Erdbeeren aus der Dose arbeiten, aber für die Dekoration sehen frische Erdbeeren viel schöner aus. Zu Weihnachten kann man in Japan überall diese Torten kaufen, was auch ungefähr drei Viertel der Japaner machen.</p>
<div id="attachment_57047" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Japanische-Weihnachtstorte.jpg"><img class="size-medium wp-image-57047" title="Japanische Weihnachtstorte" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/12/Japanische-Weihnachtstorte-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Die Kür: Japanische Weihnachtstorte</p></div>
<p style="text-align: justify;"><strong>Für den Tortenboden benötigt ihr:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">70g Reismehl<br />
4 Eier<br />
70g Zucker<br />
3 EL Wasser<br />
2 EL Pflanzenöl<br />
1 TL Backpulver</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Für die Füllung und Belag benötigt ihr:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">300ml Sahne<br />
250g Erdbeeren<br />
50g Zucker<br />
optional Zuckerdekor</p>
<p style="text-align: justify;">Und so geht es: Die Eier werden getrennt, das Eigelb kommt in eine Schüssel und das Eiweiß stellt ihr erst einmal beiseite. Die Hälfte des Zuckers gebt ihr in das Eigelb und schlagt es schaumig. Das Öl wird nach und nach hinzugegeben und danach wird das Wasser löffelweise hineingerührt. Nun vermischt ihr das Reismehl mit dem Backpulver und gebt dies nach und nach in die Eigelbmasse. Anschließend wird alles gut miteinander verrührt.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun schlagt ihr das Eiweiß schaumig (am besten in einem hohen Gefäß) und gebt den übrigen Zucker hinzu. Die Mischung muss sehr fest werden. Überprüfen könnt ihr die Konsistenz mit einem Messer, der Schnitt muss in der Masse sichtbar sein. Ist die Eiweiß-Masse fest, wird sie vorsichtig unter die Eigelb-Masse gehoben (klappt mit einem Löffel sehr gut). Der Teig wird in eine gefettete Springform (Durchmesser 18 cm) gegeben. Er wird bei 180° Grad Umluft für 40-45 Minuten gebacken.</p>
<p style="text-align: justify;">Ihr solltet zu Beginn den Kuchen im Auge behalten. Wird die Oberseite dunkel, könnt ihr sie mit Alu-Folie abdecken. Nach der Backzeit lasst ihr de Kuchen gut abkühlen. Ist der Kuchen kalt, schneidet ihr ihn  horizontal durch. Die Schlagsahne wird steif geschlafen und der Zucker wird hinzugegeben, bevor sie ganz steif ist. Die Erdbeeren werden gewaschen und sollten danach gut abtropfen. Ca. 100g Erdbeeren werden in Stücke geschnitten und mit 4EL der geschlagenen Sahne vermischt.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Mischung verstreicht ihr auf einem der Kuchenteile und setzt den anderen anschließend oben drauf. Die übrige Sahne verteilt ihr auf der Torte und am Rand. Die übrigen Erdbeeren und der Zuckerdekor dienen zur Dekoration der Torte. Dabei sind der Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt die Torte auch mit Zuckerschrift hübsch verzieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Habt ihr bereits japanische Plätzchen gebacken oder kennt ihr andere Rezepte, die ihr bereits ausprobiert habt? Solltet ihr eines dieser Rezepte probieren, dann schreibt doch etwas dazu oder ihr könnt eure Werke als Bild posten und der Community präsentieren. Wir wünschen euch einen schönen zweiten Advent und viel Spaß beim Backen!</p>
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		<title>Culture Slot: Im Winter spendet der Kotatsu Wärme</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Nov 2012 11:33:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moomba-Miez</dc:creator>
				<category><![CDATA[Culture Slot]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Top Content]]></category>
		<category><![CDATA[Kotatsu]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Temperaturen sinken, die ersten Weihnachtsmärkte werden an diesem Wochenende eröffnet und der Herbst wird bald in den Winter wechseln. Wie froh...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die Temperaturen sinken, die ersten Weihnachtsmärkte werden an diesem Wochenende eröffnet und der Herbst wird bald in den Winter wechseln. Wie froh ist man doch, wenn man am Abend aus der Kälte nach Hause kommt und die Heizung anschalten kann, die bei Bedarf jeden Raum erwärmt. Heutzutage besitzt hierzulande fast jedes Haus oder Wohnung eine Zentralheizung, die Zeiten der lokalen Wärmequellen sind vorbei.</p>
<p style="text-align: justify;">In Japan sieht es jedoch vollkommen anders aus. In diesem modernen Land sind Zentralheizungen sehr selten. Doch wie erwärmen die Japaner ihre Wohnungen und Häuser in der kalten Zeit? Frieren sie den ganzen Winter? Und was macht man als Tourist, wenn man das Land zur kalten Jahreszeit besucht? Dann sollte man wissen, dass die meisten Wohnräume mit einem Kotatsu ausgestattet sind. Was ein Kotatsu ist und für die Japaner heute noch bedeutet, wollen wir euch in diesem Culture Slot zeigen. Also zieht euch warm an, kuschelt euch unter die Decke und genießt den Culture Slot!</p>
<div id="attachment_56227" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/11/Kotatsu-3.jpg"><img class="size-medium wp-image-56227" title="Kotatsu-3" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/11/Kotatsu-3-300x239.jpg" alt="" width="300" height="239" /></a><p class="wp-caption-text">Ein moderner Kotatsu.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der Kotatsu (炬燵 oder 火燵) ist eine Art Tisch, der beheizt wird und in der heutigen Zeit immer noch eine wichtige Wärmequelle in Japan darstellt. Die meisten Häuser und Wohnungen besitzen keine Zentralheizung, die hierzulande in fast jedem Haushalt zu finden ist. Der Kotatsu ist nicht nur eine traditionelle Weise, um den Raum zu erwärmen, sondern ist auch für das familiäre Umfeld der Japaner wichtig, doch dazu später mehr. Zuerst wollen wir euch etwas über den Aufbau eines Kotatsus erklären.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein moderner Kotatsu besteht aus drei Teilen. Ein niedriges Tischgestell, in dessen Rahmen sich eine elektrische Heizung befindet, bildet die Grundbasis. Auf diesem Gestell befindet sich eine Tischplatte, sodass man den Kotatsu auch wie einen Tisch verwenden kann. Damit die Wärme an der Quelle verbleibt, wird eine Decke zwischen Gestell und der Platte eingeklemmt, die bis zum Fußboden reicht. Oft steht ein Kotatsu auf Tatami-Matten, die wärmer als ein Parkettboden aus Holz sind. Um sich zu wärmen, muss man mit dem Körper unter die Decke schlüpfen.</p>
<p style="text-align: justify;">Der traditionelle Kotatsu klingt weniger gemütlich. Um die Wärme zu erzeugen, wurde die Feuerstelle, eine Grube im Boden, mit Holzkohle gefüllt. Später wurde über diese Grube ein Tisch gestellt und somit entwickelte sich der Kotatsu. Es gibt heute immer noch die Sonderform, den Horigotatsu ((掘りごたつ, Gruben-Kotatsu), die aus einem Tisch mit einer darunterliegenden Vertiefung besteht, doch diese ist sehr selten geworden. Übrigens soll der Kotatsu aus China stammen, doch auch in Japan hat diese Wärmequelle eine lange Tradition.</p>
<div id="attachment_56228" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/11/Kotatsu-2.jpg"><img class="size-medium wp-image-56228" title="Kotatsu-2" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/11/Kotatsu-2-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><p class="wp-caption-text">Kotatsu aus der Edo-Zeit.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Wie schon erwähnt, besitzt der Kotatsu nicht nur eine reine Wärmefunktion. In Japan ist es üblich, dass sich die ganze Familie an diesem Tisch versammelt und gemeinsam den Abend oder den Tag verbringt. Die Kinder können dort ihre Hausaufgaben erledigen, die Erwachsenen lesen ein Buch und gemeinsam trinkt man warme Getränke oder isst Satsumas. So heizen die Japaner unter einem völlig anderen Gesichtspunkt. Während wir uns von der Wärme durch die Räume begleiten lassen, suchen die Japaner einen Ort auf, der Wärme spendet. Denn oft befindet sich nur ein Kotatsu im Haushalt.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben dem Kotatsu gibt es natürlich noch andere Mittel, um die Wohnungen im Winter zu heizen. Entweder verwendet man einen kleinen Ölofen, eine Klimaanlage, einen Heizstrahler oder Teppiche, die elektrisch beheizt werden. In Japan werden Fußbodenheizungen immer beliebter.  Somit gibt es noch einige Alternativen zum Kotatsu, um die, auch oft schlecht isolierten Wohnungen, zu heizen. Zwar wird es in Japan nicht so kalt wie in Europa, Minusgrade werden nicht immer erreicht, aber auch bei geringen Plusgraden möchte man doch ein warmes Plätzchen haben. Vielleicht kommt in Japan auch deswegen auf Ideen, wie die <a href="http://jpgames-forum.de/jpgames-de-foren/news-rund-um-japanische-videospiele/15738-im-wahrsten-sinne-des-wortes-hei%C3%9Fe-hotpants/?highlight=culture+slot">heißen Höschen</a>, über die wir bereits berichtet haben?</p>
<p style="text-align: justify;">Was denkt ihr über den Kotatsu? Würdet ihr es vorziehen, gemeinsam mit eurer Familie an einem Tisch zu sitzen oder könnt ihr euch ein Leben ohne Zentralheizung nicht vorstellen?</p>
<p>via <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kotatsu" target="_blank">wikipedia</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Culture Slot: Arbeiten in Japan</title>
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		<pubDate>Sun, 04 Nov 2012 11:43:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Lobodreamz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Culture Slot]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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		<description><![CDATA[Es ist wieder einmal Sonntag und ein weiterer Artikel reiht sich in unsere Culture Slot-Rubrik. Dieses Mal wollen wir uns mit dem Arbeitsverhalten der Japaner...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="JUSTIFY">Es ist wieder einmal Sonntag und ein weiterer Artikel reiht sich in unsere Culture Slot-Rubrik. Dieses Mal wollen wir uns mit dem Arbeitsverhalten der Japaner beschäftigen. Vergleicht man nämlich das Arbeitsverhalten des Japaners mit dem des Durchschnittsdeutschen, fällt auf, wie unglaublich ernst die Japaner ihren Job nehmen. Überstunden werden nicht in Kauf genommen, sie werden freiwillig gemacht, um die Zukunft der eigenen Firma zu sichern. Hat man in Japan erst eine Festanstellung ergattert, bleibt man seiner Firma in der Regel über viele Jahre treu, manchmal sogar ein ganzes Leben lang. Japaner sind quasi mit ihrem Beruf verheiratet. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb die Japaner im Westen den Ruf der arbeitswütigen Ameise bekommen haben. Der erfolgreiche Unternehmer prägt unser Bild von der japanischen Gesellschaft. Doch wie so oft ist dieses Bild nur der oberflächliche Eindruck, der zu uns herüberschwappt und beschreibt nur das perfekte, glänzende Japan.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Der erfolgreiche Unternehmer</strong></p>
<p align="JUSTIFY">In erster Linie lässt sich das Arbeitsverhalten des japanischen Unternehmers auf seine stramme Disziplin zurückführen. Schon in jungen Jahren wird Kindern die Wichtigkeit der Schule eingetrichtert. Es gilt schließlich einen Abschluss an der bestmöglichen Universität abzuschließen, um später auch den bestmöglichen Beruf auszuüben. Man will die besten Noten haben und betrachtet Schulkameraden oft auch als Konkurrenten. Die Schulzeit eines jeden Japaners gleicht einem Wettbewerb, aus dem man als Sieger hervorgehen will. Ist das Studium erst einmal in der Tasche, sieht die Tradition einer Firma vor, sich von einem erfahrenen Angestellten &#8211; vom Neuling auch als Senpai bezeichnet &#8211; in allen Arbeitsschritten einweisen zu lassen. Für den jüngeren Angestellten gibt es übrigens auch eine Bezeichnung, nämlich Kōhai, was übersetzt ungefähr Neuling bedeutet. Man könnte die Beziehung zwischen Kōhai und Senpai mit der klassischen Beziehung zwischen Lehrling und Meister vergleichen. Es kann aber auch durchaus über diese klassische Bindung hinausgehen. Und zwar, wenn es um die Jōshi-Buka-Beziehung (Vorgesetzter-Mitarbeiter) geht. Hier geht es nämlich darum, dass der Kōhai seinen Senpai so gut kennt, dass kaum, oder besser noch, keine Fragen in Bezug auf die nächsten Arbeitsschritte gestellt werden müssen. Dies setzt natürlich auch vorraus, dass sich beide auf zwischenmenschliche Art und Weise gut verstehen. Oft gehen der Senpai und sein zugewiesener Kōhai nach der Arbeit zum Biertrinken, was beide noch einmal etwas enger zusammenschweißt.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Ein Abend in der Kneipe wie ein Gang zum Psychiater</strong></p>
<div id="attachment_53869" class="wp-caption alignright" style="width: 253px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/10/nomikai.jpg"><img class=" wp-image-53869   " title="nomikai" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/10/nomikai-300x270.jpg" alt="" width="243" height="219" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Abend unter Kollegen</p></div>
<p align="JUSTIFY">Dass man bei so einem strengen Arbeitsverhalten voller Überstunden allerdings auch körperliche und seelische Belastungen davon tragen kann, ist nicht verwunderlich. Doch auch hierfür haben die Japaner eine Art Ventil gefunden. In sogenannten Nomikai (Nomi steht hierbei für trinken, Kai für treffen) treffen sich Mitarbeiter einer Firma zum abendlichen Betrinknes an der Kneipe. Wobei das Schlürfen von alkoholischen Getränken keine Pflicht ist, jedoch erwünscht wird. Gilt freie Meinungsäußerung in der Öffentlichkeit und vor allem am Arbeitsplatz inoffiziell als Tabu, so darf im Nomikai alles von der Seele geredet werden. Passt einem Mitarbeiter zum Beispiel nicht die Arbeitsweise seines Vorgesetzten, darf dieser frei und nach Herzenslust kritisieren bis kein Gras mehr wächst. Bei solchen Treffen kommt es sogar gelegentlich zu handfesten Auseinandersetzungen. Hierbei fungiert der Verzehr von Alkohol natürlich auch als Abrissbirne jeglicher Hemmung. Das Tolle an solchen Nomikais ist, dass nichts, aber auch gar nichts an die Öffentlichkeit gerät und das Gesagte nie als Kündigungsgrund verwendet werden darf. Trifft man sich am nächsten Morgen im Büro wird kein Sterbenswörtchen über den Vorabend verloren, und es ist so, als wäre nie etwas geschehen. In Japan gibt es sogar zwei Wörter, die dieses Phänomen beschreiben. Honne und Tatemae. Honne steht für die Meinung und die Gedankenwelt des Menschen und Tatemae für die Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber. So wird Tatemae im normalen Arbeitsalltag verwendet, während Honne zum Beispiel im Nomikai praktiziert wird. Diese beiden Verhaltensweisen lassen sich auf der ganzen Welt finden und sind in einigen Ländern ganz besonders präsent.</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Die &#8220;Verlierer&#8221; des japanischen Arbeitsmodells<br />
</strong></p>
<div id="attachment_54679" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/10/ARD_6209897923_Original_DMB.jpeg"><img class="size-medium wp-image-54679" title="Tokyo Freeters Ð Japans junge Aussteiger" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/10/ARD_6209897923_Original_DMB-300x168.jpeg" alt="" width="300" height="168" /></a><p class="wp-caption-text">Freeters demonstrieren für ihre Rechte</p></div>
<p align="JUSTIFY">Doch längst nicht jeder japanische Bürger macht vom Nomikai Gebrauch. In den letzten Jahren machten zunehmend weniger Japaner Überstunden. Die Mehrheit setzt zwar weiterhin auf freiwilligen Dienst ausserhalb der im Vertrag vereinbarten Arbeitszeiten, doch macht sich ein deutlicher Trend in der japanischen Jugend bemerkbar. Offensichtlich spielt das eigene Wohlbefinden eine immer größer werdende Rolle.</p>
<p align="JUSTIFY">Ein eher extremes und zugleich sozialkritisches Beispiel für den Wandel der Zeit stellen Japans Freeters da. Das Wort Freeter setzt sich aus dem englischen Wort <em>Free</em> (Anlehnung an Freelancer) und dem deutschen Wort <em>Arbeiter</em> (in Japan sagt man Arubaito, oft als Lehnwort für Teilzeitjobs) zusammen. Als Freeters werden diejenigen bezeichnet, die sich entweder nach der Schule gegen das Firmenleben entschieden haben, oder Leute mit schlechten Schulabschlüssen.</p>
<p align="JUSTIFY">Circa zwei Millionen Freeters zählt das Land. Es handelt sich bei dieser Arbeitsgruppe also nicht um ein Randphänomen, sondern ein ernstzunehmendes Problem der Gesellschaft. Der Lebenstil der Freeters sorgt unter anderem unfreiwillig für die immer weiter sinkende Geburtenrate in Japan. Viele Freeters leben an der Armutsgrenze, wenige von ihnen sind sogar dazu gezwungen regelmäßig in <a href="http://jpgames.de/2012/03/culture-slot-manga-kissa-das-japanische-manga-cafe/" target="_blank">Manga-Cafés</a> zu übernachten. Da bleibt einem Freeter also verständlicherweise wenig Zeit über die eigene Famillienplanung zu grübeln. Freeters werden oft als Verlierer der japanischen Gesellschaft betrachtet, dabei stand diese Arbeitsgruppe in den 80er Jahren für ein freidenkendes, unabhängiges Japan. Erst in den 90ern wechselte sich das positive Bild, als die Bezahlung für schnelle Arbeitskräfte immer weiter sank und somit ein Leben als Freeter immer unzumutbarer wurde.</p>
<p align="JUSTIFY">Heute landen viele Freeters in Zeitarbeitsfirmen, die teilweise den gesamten Alltag ihrer Arbeitskräfte bestimmen, oder springen von einem Aushilfjob zum nächsten. Leider kommt es oft zu fristlosen und leider auch unfairen Kündigungen, was den ohnehin schon gestressten Freeter deutlich an die Nieren geht. Man bedenke, dass die hohe Selbstmordrate in Japan vor allem durch die strenge Arbeitswelt geprägt ist. Glücklicherweise gibt es Organisationen wie <em>Freeters Free</em>, die für die Rechte der Freeters kämpfen, in dem sie auf den Straßen laut demonstrieren, oder bei den Unternehmen der Ex-Mitarbeiter anrufen und eine vernünftige Begründung für den Rauswurf verlangen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Culture Slot: Die Wesen der japanischen Mythologie</title>
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		<pubDate>Sun, 30 Sep 2012 10:46:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zwiebelritter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Culture Slot]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Top Content]]></category>
		<category><![CDATA[Japanische Mythologie]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesmal wenden wir uns der japanische bzw. asiatischen Mythologie zu und wollen schauen, welche Wesen es gibt und welchen Einfluss diese auf japanische...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Wir von JPGames haben nicht nur ein Herz für japanische Games, sondern auch für die Kultur Japans, die wir euch mit unseren Culture Slots gerne näher bringen möchten. Vergangene Woche haben wir für euch vom japanischen Märchen <em>Der Hase im Mond </em>berichtet und erklärt, was genau dahinter steckt. Diesmal wenden wir uns der japanischen bzw. asiatischen Mythologie zu und wollen schauen, welche Wesen es gibt und welchen Einfluss diese auf japanische Videospiele nehmen. Denn nicht nur die westliche Welt besitzt mit Elfen, Zwergen und Feen Fabelwesen, auch im asiatischen Raum gibt es diese, die teilweise sogar auch bei uns bekannt sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst muss man bemerken, dass es keine typisch japanischen Fabelwesen gibt, schließlich ist beispielsweise der Kobold auch keine deutsche „Erfindung“. Vielmehr hat sich der Glaube an einige Wesen in ganz Asien verbreitet und ist fester Bestandteil in den verschiedenen Ländern geworden. Je nach Land und vor allem auch je nach Epoche werden die Wesen aber anders dargestellt, weshalb sie in ihrem Äußeren teilweise stark variieren können. Aber fangen wir jetzt endlich an!</p>
<p style="text-align: justify;">Die wohl bekanntesten Wesen der asiatischen Mythologie dürften zweifelsfrei Drache und Phönix sein, wobei letzteres allerdings ein Irrglaube ist. Der <a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Ho-o.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-52961" title="Ho-o" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Ho-o-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Phönix, wie wir ihn aus den verschiedensten Spiele-Serien kennen (unter anderem natürlich auch <em>Final Fantasy</em>), stammt nämlich nicht aus der asiatischen Mythologie, sondern aus der griechischen und ägyptischen. Doch mit dem Fenghuang oder Hō-ō, wie er in Japan genannt wird, gibt es ein ähnliches, asiatisches Pendant. Genau wie der Phönix wird Hō-ō mit dem Feuer in Verbindung gebracht. Anders als der Phönix, der durch Bücher, Filme und Videospiele immer als roter Vogel, der aus der Asche seines verbrannten Körpers wiedergeboren wird, dargestellt wird, wirkt Hō-ō recht „normal“.</p>
<p style="text-align: justify;">Er ist nicht unsterblich, sondern es gibt männliche und weibliche Exemplare, die optisch an einen Fasan erinnern und mehrfarbig sind. Der Kopf des Wesens ist grün, was für Güte steht. Der rote Rücken symbolisiert Anstand, die schwarze Brust Weisheit und die gelben Füße Treue und Glaubwürdigkeit. Der Fenghuang war außerdem das Symbol der chinesischen Kaiserin, während ein Drache den Kaiser symbolisierte. Der wohl bekannteste Hō-ō der Videospielgeschichte ist wohl das Pokémon Ho-oh aus der Pokémon-Reihe. Denn auch wenn es von der Farbgebung nicht ganz stimmt und das Pokémon in den Spielen das Item „Zauberasche“ (was eher für einen Phönix sprechen würde) trägt, dürfte das Wesen dem Pokémon eindeutig als Vorlage gedient haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie bereits erwähnt, ist der Drache oder Ryu, wie sie in Japan gennant werden, ist das genaue Gegenteil und wird in vielen asiatischen Ländern als Meeresgottheit angesehen. Im Vergleich zu den Drachen die wir aus Spielen wie <em>Skyrim</em> oder Serien wie <em>Game of Thrones</em> kennen, werden asiatische <a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Yamato-no-Orochi.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-52962" title="Yamato-no-Orochi" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Yamato-no-Orochi-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Drachen oft ohne Flügel dargestellt und wirken eher wie Schlangen. Denn sie fliegen nicht, sondern Leben im Wasser oder schweben über den Wolken. An ihrem schlanken Körper befinden sich in vielen Darstellungen lediglich noch zwei Paare Klauen. Während chinesische Drachen oft mit vier oder fünf Krallen dargestellt werden, zeigen japanische Gemälde oder Skulpturen oft nur drei.</p>
<p style="text-align: justify;">Als einer der ersten Drachen der japanischen Mythologie gilt Yamata-no-Orochi, eine riesige Schlange mit acht Köpfen. Laut der Legende fraß der Drache kleine Mädchen und wurde vom Bruder der Sonnengöttin Amarterasu, Susanoo, (beide spielten in <em>Okami</em> eine Rolle) zunächst betrunken gemacht und anschließend erschlagen. Yamata-no-Orochi ist in einigen Spielen der <em>Shin Megami Tensei</em>-Reihe anzutreffen, die generell sehr viele Bezüge zur japanischen Mythologie nimmt.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein anderes Wesen, das man immer wieder in Asien antrifft, ist Qilin oder Kirin, wie es in Japan heißt. Eine genaue Beschreibung ist nicht ganz einfach, da sich das chinesische Qilin und das japanische Kirin optisch sehr stark unterscheiden können. Auch im Laufe der verschiedenen Dynastien hat sich sein Bild stark verändert. Während der Ming-Dynastie (ca. 14.-17. Jahrhundert) wurde das Wesen mit Drachenkopf, Ochsenhufen und flammenden Schuppen dargestellt. Mit der Zeit ähnelte es aber auch Hirschen, Pferden und sogar Giraffen. Manchmal wird Qilin daher auch als „chinesisches Einhorn“ bezeichnet.</p>
<p style="text-align: justify;">In Japan ähnelt das Wesen allerdings stark einem Hirsch und ist dort sogar Name und Logo einer großen Brauerei. Kirin ist ein sehr friedliches Wesen, welches sich ausschließlich von Pflanzen ernährt und für Liebe, Frieden und Güte steht. Das Kirin zählt genau wie Drache und Fenghuang zu den Zauberwesen und genießt daher hohes Ansehen. Kirin war unter anderem eine Beschwörung in <em>Final Fantasy VI</em> und <em>Golden Sun</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine sehr japanische Legende ist die von Kitsune, Dienern der Göttin Inari in Fuchsgestalt. Zwar gibt es ähnliche Mythen auch in China und Korea, jedoch haben sie dort keinen guten Ruf. In Japan jedoch sieht man sie als magische Wesen, die die Fähigkeit der Verwandlung besitzen und als <a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Kitsune.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-52963" title="Kitsune" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Kitsune-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Glücksbringer gelten. Man sagt, Kitsune würde sich in eine schöne Frau verwandeln und Männer die ewige Liebe schenken. Sollte der Mann allerdings je herausfinden, dass er einen Fuchs geheiratet hat, würde ihn die Frau plötzlich und für immer verlassen.</p>
<p style="text-align: justify;">In seiner Fuchsgestalt sind Symbole für Fruchtbarkeit, können aber mit Schnauze und Schwanz Feuer entzünden. Im Märchen <em>Die dankbaren Füchse </em>gehen zwei Kitsune sogar soweit, dass sie ihr eigenes Kind opfern, um mit dessen Leber einen kranken Menschen zu retten. Je älter ein Kitsune wird, desto mehr Schwänze wachsen ihm, jedoch kann er maximal neun besitzen. Beispiele für Kitsune gibt es unter anderem in <em>Naruto</em> und der <em>Pokémon</em>-Serie.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Wesen, das von den meißten Menschen mit dem Bösen verbunden wird, ist der Oni. In der heutigen Gesellschaft werden sie mit Tod, Hass und Krankheit in Verbindung gebracht, wobei dies nicht immer so war. In frühen Legenden werden sie als gutmütige Wesen beschrieben, die als Wächter <a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Oni.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-52964" title="Oni" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Oni-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>an der Pforte zur Hölle arbeiteten und die Menschen vom Bösen bewahrten. Doch durch die Arbeit mit dem Bösen wurden sie selbst verdorben und begannen dem Bösen zu dienen.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit jeher werden Oni als hässliche, menschenähnliche Wesen dargestellt. Oft haben sie rote, schwarze oder grüne Haut und eine Eisenkeule als Waffe, manche haben sogar eine Vielzahl an Augen. Um sich vor ihnen zu schützen, werfen die Menschen während des Setsubun-Festes (Frühlingsbeginn)  Sojabohnen aus ihren Häusern und schreien die Worte <em>„Oni wa soto! Fuku wa uchi“</em> was soviel wie „Dämonen heraus, Glück herein!“ bedeutet.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit beenden wir unseren Culture Slot an dieser Stelle. Natürlich ist das nur eine Auswahl an Wesen und Figuren aus der japanischen bzw. asiatischen Mythologie aber wir hoffen, es hat euch gefallen. Kennt ihr weitere Figuren aus Spielen, Animes oder Mangas? Dann postet sie!</p>
<p>Quelle: Wikipedia</p>
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		<title>Culture Slot: Der Hase im Mond (Tsuki no Usagi)</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Sep 2012 14:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moomba-Miez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach der Informationsflut der Tokyo Game-Show 2012 gibt es nun wieder einen unserer Culture Slots, der mehr ein entspannendes Thema behandelt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nach der Informationsflut der Tokyo Game Show 2012 gibt es nun wieder einen unserer Culture Slots, der mehr ein entspannendes Thema behandelt. Wir haben schon über einige  Kuriositäten aus Japan berichtet, doch heute möchten wir euch eine Legende des Landes näher vorstellen. Wie auch in Deutschland gibt es in Japan viele Märchen und Legenden, der Hase im Mond (Tsuki no Usagi) dürfte eine der bekannteren Geschichten sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch in den westlichen Ländern dürfte der Hase im Mond ein bekannter Begriff sein, man denke nur an Anime-Serien wie  Sailor Moon, denn die Hauptcharakterin trägt den Namen Tsukino Usagi. Doch was steckt hinter dieser Legende? Wenn ihr mehr über diesen Hasen erfahren möchtet, dann lest einfach den heutigen Culture Slot.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Hase im Mond, bzw. der Mondhase, ist ein erfundenes Wesen, welches in der japanischen, koreanischen und in der chinesischen Mythologie existiert. Während der Hase für die Chinesen, der auch dort als Jadehase bezeichnet wird, oft ein Begleiter der Mondgöttin Chang´e ist und ein Lebenselixier rührt, so erzählen die japanischen und die koreanischen Legenden, dass er in einem Mörser Zutaten für einen Reiskuchen (Mochi) vermischt. Nur wie kommen die Asiaten auf den Gedanken, einen Hasen im Mond zu sehen?</p>
<div id="attachment_52623" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Culture-Slot-Mondhase.png"><img class="size-medium wp-image-52623    " title="Culture-Slot-Mondhase" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Culture-Slot-Mondhase-300x292.png" alt="" width="300" height="292" /></a><p class="wp-caption-text">Der Umriss des Mondhasen.</p></div>
<p style="text-align: justify;">Betrachtet man den Mond während einer Vollmondnacht, so kann man durch die Pareidolie Gesichter und Figuren auf der Oberfläche des Mondes entdecken. Diese entsteht durch die Vielzahl an Krater und durch die Reflexion von Licht der verschiedenen Gesteinsarten. Während wir vielleicht ein Gesicht, also dem Mann im Mond erkennen, sehen die Asiaten den Hasen, der vor einem Mörser steht und Reis für die Reiskuchen zermahlt. Diese Figur ist der Mondhase, zu dem es auch eine Geschichte gibt.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor einer langen Zeit lebten ein Affe, ein Fuchs und ein Hase in einem fernen Land. Die drei waren durch eine tiefe Freundschaft miteinander verbunden. Eines Tages entschlossen die drei, die Nacht in einem Wald gemeinsam zu verbringen und entfachten daher ein Lagerfeuer. An diesem Abend kam ein alter und erschöpfter Wanderer des Weges, der sie bat, ihm etwas zu Essen zu geben, denn er selbst war schon zu schwach dafür.</p>
<p style="text-align: justify;">Sogleich rannte der Affe in den Wald und sammelte Nüsse, die er dem Mann gab. Der Fuchs fand Fisch, Reiskuchen und Getränke, die als Opfergaben auf einem Friedhof lagen. Nur der arme Hase konnte nichts finden, also sprang er in das Feuer, um sich selbst zu opfern. Der Wanderer war jedoch kein gewöhnlicher alter Mann, sondern Taishakuten, der Herr des Himmels, der an diesem Abend testen wollte, ob die Tiere, die auf der Erde leben, Barmherzigkeit kennen.</p>
<p style="text-align: justify;">Von der Tat des Hasen war er so gerührt, sodass er den Körper des Hasen wiederherstellte und ihn zum Himmel hinaufstiegen ließ, um ihn in seinem Tempel zu begraben. Der Rauch, der bei der Opferung des Hasen erzeugt wurde, stieg dagegen bis zum Mond. Deswegen sieht man den Mondhasen auf der Mondoberfläche, damit die Menschen für immer an seine selbstlose Tat erinnert werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tsuki_no_Usagi" target="_blank">wikipedia</a></p>
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		<title>Culture Slot:Toique-Entdecke das Kind in dir</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Sep 2012 12:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moomba-Miez</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Spielwarenladen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem unsere letzten Culture Slots über ein sehr ernstes Thema, wie über den Aokigahara-Wald oder über sehr bizarre Themen, wie über einige...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem unsere letzten Culture Slots über ein sehr ernstes Thema, wie <a href="http://jpgames-forum.de/jpgames-de-foren/news-rund-um-japanische-videospiele/19248-culture-slot-die-traurige-ber%C3%BChmtheit-von-aokigahara/?highlight=culture+slot" target="_blank">über den Aokigahara-Wald</a> oder über sehr bizarre Themen, wie <a href="http://jpgames-forum.de/jpgames-de-foren/news-rund-um-japanische-videospiele/19131-culture-slot-bizarre-gerichte-aus-japan/?highlight=culture+slot" target="_blank">über einige traditionelle Gerichte</a>, gehandelt haben, wollen wir euch heute wieder einmal eine kleine und eher kuriose Meldung anbieten. Heute geht es um einen Spielwarenladen. Klingt zunächst nicht nach einem sehr kuriosen Thema, schließlich gibt es überall auf der Welt solche Geschäfte. Aber <a href="http://www.toique.com/index.html" target="_blank">der Toique-Laden in Tokio</a> bietet eine große Besonderheit für ein bestimmtes Publikum an. Mehr dazu erfahrt ihr in diesem Culture Slot und wir wünschen euch viel Vergnügen beim Lesen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer kann sich nicht an seine Kindheit erinnern, wie groß die Augen wurden, wenn man mit seinen Eltern ein Spielwarengeschäft betrat und wie schwer es einem fiel, wenn man sich ein Spielzeug aussuchen durfte? Die ganze farbenfrohe Auswahl sorgte dafür, dass man doch stundenlang die Spielzeuge vor Ort ausprobierte. Ein Kind in einem Spielwarenladen, ein normales Bild für uns. Doch in Toique sieht man keine Kinder. Kleine Kinder sind dort nicht einmal erlaubt. Hier dürften Erwachsene sich noch einmal wie Kinder fühlen und mit den Spielsachen spielen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Wort Toique ist eine Vermischung der Wörter Toy (Spielzeug) und Unique (einzigartig). Genauer gesagt ist es auch mehr eine Bar, bzw. ein Café als ein reiner Spielzeug-Laden, aber dies ist nicht der Grund, wieso der Bereich für Kinder unter 15 Jahren nicht erlaubt ist. Es liegt an dem Konzept, welches Toique den Gästen anbietet. Es soll ein Platz für Erwachsene angeboten werden, wo sie in Ruhe und Frieden  spielen können.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Besitzer des Toiques, Ikuto Shimizu, erzählt, dass es in Tokio sehr viele Spielzeugläden gibt, doch in vielen können Erwachsene nicht ungestört spielen. Natürlich gibt es Arcade-und Videospielhallen in dieser Stadt, doch Toique bietet analoge Spielzeuge oder Puzzles an. Shimizu will mit seiner Geschäftsidee ein soziales Tabu brechen und hat für erwachsene Personen einen Ort erschaffen, an denen sie sich in Ruhe mit Spielzeug beschäftigen können. Und wenn Spielzeug gut für Kinder ist, wieso sollte es für Erwachsene schlecht sein?</p>
<p style="text-align: justify;">Um in diesem Laden mit teuren, oft aus Holz gefertigten Waren, spielen zu können, bestellt man sich entweder <a href="http://www.toique.com/cafe.html" target="_blank">etwas zu trinken oder einen Snack</a> (die Snacks besitzen ebenfalls eine sehr verspielte Form). Danach darf man sich die Spielzeuge aussuchen und eine Stunde lang mit diesen spielen. Natürlich ist der Spaß nicht günstig, aber liegt im normalen Preisbereich für Tokio. Neben kleinen Kindern ist übrigens auch das Rauchen in Toiques verboten.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie haltet ihr von dieser Geschäftsidee?</p>

<a href='http://jpgames.de/2012/09/culture-slottoique-entdecke-das-kind-in-dir/culture-slot-toique-1-3/' title='Culture-Slot-Toique-1'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Culture-Slot-Toique-12-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Culture-Slot-Toique-1" title="Culture-Slot-Toique-1" /></a>
<a href='http://jpgames.de/2012/09/culture-slottoique-entdecke-das-kind-in-dir/culture-slot-toique-2/' title='Culture-Slot-Toique-2'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Culture-Slot-Toique-2-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Culture-Slot-Toique-2" title="Culture-Slot-Toique-2" /></a>
<a href='http://jpgames.de/2012/09/culture-slottoique-entdecke-das-kind-in-dir/culture-slot-toique-3/' title='Culture-Slot-Toique-3'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Culture-Slot-Toique-3-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Culture-Slot-Toique-3" title="Culture-Slot-Toique-3" /></a>
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<a href='http://jpgames.de/2012/09/culture-slottoique-entdecke-das-kind-in-dir/culture-slot-toique-5/' title='Culture-Slot-Toique-5'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Culture-Slot-Toique-5-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Culture-Slot-Toique-5" title="Culture-Slot-Toique-5" /></a>
<a href='http://jpgames.de/2012/09/culture-slottoique-entdecke-das-kind-in-dir/culture-slot-toique-6/' title='Culture-Slot-Toique-6'><img width="150" height="150" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/09/Culture-Slot-Toique-6-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Culture-Slot-Toique-6" title="Culture-Slot-Toique-6" /></a>

<p>via <a href="http://kotaku.com/5919138/in-this-tokyo-toy-heaven-kids-are-not-allowed" target="_blank">kotaku</a></p>
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		<title>Culture Slot: Die traurige Berühmtheit von Aokigahara</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Aug 2012 10:55:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>zwiebelritter</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aokigahara]]></category>

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		<description><![CDATA[Aokigahara wird als "The Perfect Place to die" bezeichnet und obwohl das zunächst etwas sarkastisch klingt, ist die Geschichte dahinter traurige Realität.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Jeder hat ihn schonmal gesehen, die meisten von uns zwar nur auf Bildern, aber die weiße Mütze des Mount Fujis ist weltweit bekannt und gilt als das Naturwunder Japans. Mit einer Höhe von 3.776 Metern ist der Vulkan der größte Berg des Landes. Weniger bekannt als der Berg ist jedoch der Aokigahara-Wald, welcher sich 35 km² über den nördlichen Fuß des Mount Fuji erschreckt. Aokigahara ist wirklich nicht gerade ein Ort, den man mit der Familie und besonders nicht mit den Kindern als fröhlichen Wochenendtrip wählt, viel zu unheimlich und traurig ist dieser Ort. Bei den Recherchen für einen Artikel darüber, trifft man auf viele grausame Bilder, die teilweise fast verstörend sind und trotzdem möchten wir euch über diesen Ort erzählen.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_49405" class="wp-caption alignright" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/08/CS-Aokigahara-4.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-49405 " title="CS - Aokigahara 4" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/08/CS-Aokigahara-4-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Mount Fuji umgeben von Aokigahara</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Wälder wecken nicht immer die besten Gefühle in uns, vor allem, wenn es bereits dunkel ist und die Durchquerung sein muss. Oft reicht schon ein Rascheln zwischen den Baumkronen oder dem Blätterboden dafür, dass sich ein Unwohlsein in uns ausbreitet. Wälder können aber auch etwas sehr schönes sein, wenn man im Frühjahr zum Beispiel die ersten Knospen an den Ästen der Bäume entdeckt oder wenn sich ihr Laub im Herbst rot-golden färbt. Auch für Kinder sind Wälder das reinste Erlebnis, wo sonst kann man die Natur so in ihrer Vollkommenheit bestaunen.</p>
<p style="text-align: justify;">Aokigahara ist in erstem Sinne genau ein Wald, wie jeder andere auch, auch hier erblüht und verwelkt jedes Jahr das Leben an den Ästen, doch ist dies einer der dunklen Wälder, wie wir sie aus den Märchen kennen. Aokigahara ist jedoch kein Märchen, sondern nichts als die traurige Realität. Der Grund dafür sind die Geschichten über den Wald, die aber nicht  bloß seit mehreren hundert Jahren erzählt werden, sondern die seit Mitte des letzten Jahrhunderts grausame Realität sind. Aokigahara hat nämlich seit einigen Jahren den Titel „The perfect place to die“, auch wenn der zynische Unterton dieses Satzes sehr fragwürdig sein dürfte.</p>
<p style="text-align: justify;">Es geht um Selbstmord, ein Thema, dass an Verzweiflung und Hilflosigkeit wohl kaum zu übertreffen ist und oft gar nicht ausgesprochen wird. Wahrscheinlich ist es unmöglich, sich in die Situation der Betroffenen zu versetzen, doch die emotionalen und körperlichen Qualen müssen größer sein, als jeder Lebenswille. Die Gefährdeten ringen innerlich mit sich selbst und trotzdem reicht manchmal schon eine Banalität dazu aus, den Gedanken in die Tat umzusetzen. Japan weißt schon so eine extrem hohe Suizidrate auf und trotzdem gab es einen Auslöser, der dafür sorgte, dass Aokigahara mittlerweile auf Platz2 der Orte mit der höchsten Suizidrate weltweit steht (nur die Golden Gate-Bridge zählt mehr Opfer).</p>
<p style="text-align: justify;">Denn ähnlich wie bereits bei Goethes <em>Die Leiden des Jungen Werthers </em>sind Bücher unter anderem der Grund für die stetig steigende Anzahl an Selbstmorden im Wald. Das erste Buch erschien 1960 und heißt übersetzt so viel wie <em>Black Sea Trees. </em>In dem Buch von Seichō Matsumoto geht es um ein Liebespaar welches am Ende gemeinsam Selbstmord begeht und dies eben in Aokigahara. Es ist nicht bekannt inwiefern das Buch die Selbstmordrate erhöht hat, jedoch sorgte eswohl zweifelsohne dafür, dass der Wald vermehrt als Ort für den Freitod gewählt wurde. Bis etwa 1988 nahmen sich jedes Jahr ungefähr 30 Menschen im Wald das Leben, doch die Zahlen sollten noch deutlich höher werden. 2002 gab es 78 Todesfälle zu vermelden, 2003 stieg die Zahl sogar auf über 100 und die Zahlen steigen immer weiter.</p>
<p style="text-align: justify;">1988 wurde ein zweites Buch veröffentlicht, welches Aokigahara als „the perfect place to die“ darstellt, es hört auf den Namen <em>Comlete Suicide Manual</em> (in etwa <em>Die große Selbstmordanleitung</em>). Im Buch werden Tipps gegeben, wie man den eigenen Selbstmord plant und durchführt. Im Gegensatz zu Black Sea Trees dürfte das Buch die Opfer maßgeblich beeinflusst haben, da man es vermehrt neben den Leichen fand. Die häufigste Todesursache der Opfer sind Tod durch Erhängung und dem Einsatz von Schlaftabletten. Die Regierung versucht seit Jahren Selbstmorde im Wald zu verhindern. So befinden sich beispielsweise Schilder mit den Worten „Dein Leben ist ein wertvolles Geschenk deiner Eltern“ oder „Bitte verhandle mit der Polizei, bevor du entscheidest zu sterben“ und die Telefonnummern von Beratungsstellen. Außerdem durchstreifen Polizisten den Wald, um mit den Leuten zu sprechen und sie von ihrer Tat abzubringen. Auch halten sie die Augen nach Vermissten offen.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_49403" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/08/CS-Aokigahara-2.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-49403 " title="CS - Aokigahara 2" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/08/CS-Aokigahara-2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Das Skandalbuch: Die Selbstmordanleitung</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Doch selbst wenn ein Betroffener neuen Lebensmut fast und beschließt weiterzuleben, kann der Wald einige Gefahren beherbergen. Denn überquert man die Absperrbänder, kann das dazu führen, dass man sich im dichten Wald verirrt. Des Weiteren wird es dort nachts sehr kalt und durch die vielen versteckten Gruben im Boden kann man leicht stolpern. Besonders übel in einer Notlage: Angeblich werden Handys und andere Geräte durch das Eisen im Lavagestein des Bodens gestört und unbrauchbar. Wenn man sich einmal verlaufen hat, kann man nur auf Hilfe durch die Polizisten hoffen, doch für manche kommt jede Hilfe zu spät.</p>
<p style="text-align: justify;">Im ganzen Wald kann man auf die Überreste von Selbstmördern und verirrten Reisenden finden. Falls tatsächlich ein Körper in den tiefen von Aokigahara entdeckt wird, sind es meißt die Waldarbeiter, die ihn als erstes zu Gesicht bekommen. Auf deren Schultern lastet auch die größte Belastung, denn sie müssen die Leiche nicht nur abtransportieren und zur speziellen „Suizidstation“ bringen, sondern auch noch mit dem leblosen Körper in einem Raum übernachten. Der Grund dafür: Die Leute glauben, dass es Unglück bringt, die Leiche alleine zu lassen. Man sagt, die Geister der Verstorbenen würden die ganze Nacht schreien und der Körper später auf der Suche nach Gesellschaft sogar wiederauferstehen. Welcher der Waldarbeiter am Ende diese Tortur durchstehen muss, wird meißt durch ein Spiel entschieden.</p>
<div id="attachment_49404" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/08/CS-Aokigahara-3.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-49404" title="CS - Aokigahara 3" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/08/CS-Aokigahara-3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Die Narusawa Eishöhle unter Aokigahara</p></div>
<p style="text-align: justify;">Allerdings haben nicht nur die Selbstmorde den Wald zu einem einzigen Mysterium gemacht, schon lange vor der Selbstmordserie galt der Wald als verflucht. Denn laut der Legende soll der Wald früher als „Opferstätte“ während Kriegs- und Hungerzeiten genutzt worden sein. Um mit der wenigen Nahrung auch nur annähernd über die Runden zu kommen, sollen arme Familien einige ihrer Angehörigen in den Wald geschickt haben, wo diese einen grausamen und langsamen Hungertod gefunden haben sollen. Noch heute soll das Baumwerk von Aokigahara daher von den Seelen der Verstorbenen heimgesucht werden. Man erzählt sich auch, dass Besucher des Waldes immer wieder weiße Gestalten aus dem Augenwinkel zwischen den Bäumen bemerkt haben sollen.</p>
<p style="text-align: justify;">Letztendlich möchten wir euch einen Besuch von Aokigahara natürlich nicht ausreden, wir wollten euch mit diesem Culture Slot lediglich einen Einblick auf die Geschichte dieses Ortes geben. Denn auch wenn der Wald nicht so bunt und fröhlich wie <a href="http://jpgames.de/2012/04/culture-slot-mit-jpgames-durch-tokyo/">Tokyo</a> oder <a href="http://jpgames.de/2012/06/culture-slot-naoshima-die-insel-der-kunst/">Naoshima</a> ist, gibt es auch hier einiges zu sehen. Der Wald bietet eine tolle Flora in deren Tiefen sich sogar eine unterirdische Eishöhle befindet und solange ihr euch an die Hinweisschilder haltet und nicht vom Weg abkommt, solltet ihr auch keine ungewollte Begegnung erleben.</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle: tofugu.com</p>
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		<title>Culture Slot: Bizarre Gerichte aus Japan</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Jul 2012 12:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Moomba-Miez</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Während vor ungefähr 10 Jahren Sushi außerhalb von Japan etwas Außergewöhnliches war, findet man heutzutage in jeder größeren Stadt Restaurants, die japanische...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Während vor ungefähr 10 Jahren Sushi außerhalb von Japan noch etwas sehr Außergewöhnliches war, findet man heutzutage in jeder größeren Stadt Restaurants, die solche japanischen Gerichte anbieten. Auch Sashimi ist mittlerweile überall bekannt und Natto dürfte auch vielen ein Begriff sein. Natürlich hat die japanische Küche noch mehr zu bieten. Und einige dieser Gerichte, bzw. deren Zubereitung, wird für uns Europäer sehr verstörend klingen. Daher wollen wir euch im heutigen Culture Slot einige Speisen vorstellen, die vielleicht nicht allen vertraut sind. Wir wünschen euch einen guten Appetit, aber Vorsicht, dieser Culture Slot ist nicht für Leser mit schwachen Nerven geeignet.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_49030" class="wp-caption alignright" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/07/Shirouo-no-Odorigui1.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-49030" title="Shirouo-no-Odorigui1" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/07/Shirouo-no-Odorigui1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Odorigui</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Ihr mögt Fisch und Meeresfrüchte und der Gedanken, dass euer Essen euch beim Essen zuschaut, stört euch nicht? Prima, dann könnt ihr in Japan <em>ikizukuri</em> (活き造り) und <em>odorigui</em> (踊り食い) probieren. Unter <em>Ikizukuri </em>versteht man &#8220;lebendiges  Sashimi&#8221;, bzw. heißt es wortwörtlich so viel wie &#8220;lebendige (Essens) Zubereitung&#8221;. Der Vorgang bezieht sich nicht nur auf die Frische des Fischs, immerhin ist er noch lebendig, sondern er schließt auch die Fähigkeiten des Kochs mit ein, wie er den Fisch anrichtet. Hat man sich für einen Fisch entschieden, wird dieser betäubt und dann schnell und geschickt filetiert. Das Filet wird in Scheiben geschnitten und man kann Sashimi aus dem lebendigen Fisch genießen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wollt ihr nicht nur von eurem Essen beobachtet werden, sondern ihr wollt dagegen kämpfen, bietet sich <em>Odorigui </em>(tanzendes Essen) an. Manchmal wird als Synonym auch der Begriff <em>ikizukuri</em> verwendet. Doch streng genommen fasst man unter <em>Odorigui </em>Essen zusammen, dass sichtbar &#8220;tanzt&#8221;, also sich bewegt, während ihr es esst. Gerichte wie lebendige Austern oder Seeigel zählen jedoch nicht dazu. Als Musterbeispiel dient das Schlucken von ganzen <em>shirouo</em> (白魚) (ice goby, Grundel-Art), die sich vielleicht noch in einer Essigsauce für den Geschmack befinden.</p>
<div class="mceTemp" style="text-align: justify;">
<dl id="attachment_49031" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/07/shirako-565x423.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-49031" title="shirako-565x423" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/07/shirako-565x423-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Shirako</dd>
</dl>
</div>
<p style="text-align: justify;">Bevorzugt ihr es einfacher und wollt euch keinen anstrengenden Kampf mit eurem Essen austragen und zieht ein Gericht vor, dass euch nicht die ganze Zeit anstarrt, so ist vielleicht <em>shirako</em> (白子) eine Alternative für euch. Das Essen lässt sich ganz einfach schlucken, klingt doch sehr gut, oder? Was versteckt sich überhaupt hinter <em>shirako</em>? Wortwörtlich übersetzt heißt es &#8220;weiße Kinder&#8221; und definiert die Samenflüssigkeit von Fische, Weichtiere und anderen Meeresfrüchten. Vor allem das <em>shirako </em>der Dorsche und Angelfische gelten in Japan als Delikatessen. Und das Beste daran ist, habt ihr einen Fisch gefangen, könnt ihr das Gericht zu Hause ganz einfach zubereiten, denn hierfür benötigt ihr keine speziellen Messer, um an das <em>shirako </em>zu gelangen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das letzte wilde Gericht ist der <em>Dojo tofu</em> (ドジョウ豆腐). Hierbei werden lebendige Schlammpeitziger gemeinsam mit einem Stück Tofu in einem Topf mit Wasser gegeben. Der Topf wird erhitzt und die Fische sollen sich, um der Hitze zu entfliehen, sich in das Tofu-Stück graben und werden natürlich darin eingebacken. Natürlich klingt es grausam, aber es gibt eine kuriose Sache über den <em>Dojo tofu</em>.</p>
<div id="attachment_49032" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/07/loach3.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-49032" title="loach3" src="http://jpgames.de/wp-content/uploads/2012/07/loach3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Mysterium Dojo Tofu</p></div>
<p style="text-align: justify;">Die wirkliche Art der Zubereitung ist mit den Jahren in Japan verloren gegangen oder vielleicht war es auch nie ein wirkliches Gericht. Alle Beweise für die Existenz findet man unter Behauptungen wie &#8220;meine Mutter hat es für gewöhnlich zubereitet&#8221; oder man sieht die Zubereitung in <em>rakugo</em> (落語) (traditioneller Manga). Anstatt sich in das Tofu-Stück einzugraben ziehen es die Schlammpeitziger vor, sich mit einem beherzten Sprung zu retten.</p>
<p style="text-align: justify;">Für uns mögen die Gerichte alle sehr grausam klingen, doch man muss bedenken, jede Kultur unterscheidet sich in solchen Sachen. Mit diesem Culture Slot wollten wir euch nur einen Einblick geben, welche bizarren Gerichte in Japan existieren. Und falls ihr eines dieser Gerichte probieren wollt, bitte bedenkt, dass rohe Tiere manchmal mit Parasiten infiziert sein können. Würdet ihr diese Gerichte überhaupt probieren oder findet ihr alles zu abstoßend? Wir sind sehr auf eure Meinungen gespannt!</p>
<p style="text-align: justify;">via <a href="http://www.tofugu.com/2012/07/12/weird-japanese-foods/" target="_blank">tofugu</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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