Angespielt! Mario + Rabbids Kingdom Battle

Eine große, wenn nicht sogar die größte Überraschung der diesjährigen E3 war die Tatsache, dass eines der interessantesten Mario-Projekte nicht...

Eine große, wenn nicht sogar die größte Überraschung der diesjährigen E3 war die Tatsache, dass eines der interessantesten Mario-Projekte nicht bei Nintendo, sondern bei Ubisoft vorgestellt wurde. In Mario + Rabbids Kingdom Battle wird der allseits beliebte italienische Klempner mit den verrückten Rabbids in einen Topf geworfen. Warum dieses Spiel das Potential zum absoluten Hit hat, erfahrt ihr, wenn es erscheint. Vorher kann diese kleine Vorschau die Vorfreude vielleicht ein wenig steigern.

Kleine Schlauchsysteme verbinden die Schlachtfelder. Darin: kleine Geheimnisse, Rätsel und Geld für neue Kanonen.

In der knapp 15 Minuten langen Demo wird außer den Basics in Sachen Steuerung und Strategie keinerlei Zeit für Story, Erkundung oder Charakter-Optimierung verschwendet. Anders als der Name vermuten lässt, spielt man auf dem Feld einen kleinen Staubsauger-ähnlichen Roboter. Hinten dran folgen die kampfbereiten Charaktere. In unserem Fall Mario, Rabbid-Luigi und Rabbid-Peach. In diesem Modus, der die einzelnen Kämpfe miteinander verbindet, läuft man von Plattform zu Plattform, löst kleine Rätsel und sammelt wie immer goldene Münzen. Diese können später dann für neue Ausrüstungsgegenstände ausgegeben werden.

Diese kleinen und schlauchigen Passagen dienen jedoch nur als Brücke zwischen den Schlachtfeldern. Auf einem angekommen, positionieren sich die Kämpfer zu Beginn auf strategisch günstigen Positionen, meist hinter einer passenden Deckung. Beim Kampfsystem handelt es sich um ein rundenbasiertes Strategie-Rollenspiel. Anhand quadratischer Felder auf dem Boden und passender Markierungen behält man stets die Übersicht darüber, wie weit welcher Charakter sich bewegen und in welchem Ausmaß er Feinde angreifen kann. So weit, so gewöhnlich. Was Mario + Rabbids Kingdom Battle nun einzigartig macht, ist, neben der typischen knallbunten und scharfen Mario-Optik, der simple optische und mechanische Aufbau.

Ohne jemals ein Strategiespiel angefasst zu haben, fühlt man sich sofort wohl mit der Steuerung und ohne viele Tutorials versteht man, zumindest am Anfang, jede einzelne Aktion, die man durchführen kann. So können sich zum Beispiel die Kämpfer gegenseitig in die Luft schleudern, um den Bewegungsradius noch einmal zu vergrößern. Oder es können die berühmten grünen Rohre für strategisch komplexere Angriffe genutzt werden. Hat ein Charakter nun seine Zielposition erreicht, kann dieser noch einmal angreifen und damit ist die Runde für ihn beendet. Diesen Vorgang wiederholt man mit allen anwesenden Kämpfern, bevor der Feind an der Reihe ist. Die Missionsziele können dabei variieren. Mal gilt es alle Gegner zu vernichten und mal einen bestimmten Ort auf der Karte zu erreichen.

Beim Kampf gilt es seine Züge mit Bedacht zu wählen. Zumindest in der Theorie, denn die Demo war zu simpel.

Nach wenigen Minuten kann man die Switch schon nicht mehr aus der Hand legen. Und zusätzlich zum äußerst zugänglichen Kampfsystem tragen ausgerechnet die prominenten Gäste einen großen Teil dazu bei. Auf seinem Weg zu den Kämpfen trifft man viele verrückte Rabbids, die nur Unsinn im Kopf zu haben scheinen und einem stets ein Lächeln auf die Lippen zaubern. Neben dem charakterlosen Mario glänzen die beiden Neuzugänge umso mehr, da sie nicht nur eine, sondern eine Vielzahl von Persönlichkeiten haben. Wie Rabbid-Peach gelangweilt auf ihr Smartphone schielt oder Rabbid-Luigi mit seinen Klamotten durch die Schlachtfelder stolpert, ist jetzt schon ein Genuss. Diese ungewöhnliche Kombination hat tatsächlich das Potenzial, das Beste aus beiden Welten zu holen und darum sollte man diesen Titel unbedingt im Auge behalten. Wenn die kommenden Kämpfe jetzt noch für erwachsene Gehirne konzipiert werden und der Umfang stimmt, dann wird Mario + Rabbids Kingdom Battle ein gigantischer Hit.