Im Test! Dark Rose Valkyrie

In Dark Rose Valkyrie trifft Militär auf Compile Heart. Ist das Videospiel eine bezaubernde Walküre unter den JRPGs oder eine verdorrte Rose? Hier ist unser Test!
Titel Dark Rose Valkyrie
Japan 21. Juli 2016
Idea Factory
Nordamerika 06. Juni 2017
Idea Factory International
Europa 09. Juni 2017
Idea Factory International
System PlayStation 4
Getestet für PlayStation 4
Entwickler Compile Heart
Genres JRPG
Texte
 Nordamerika 
Vertonung  Nordamerika Japan

Die Kombination aus den Themen „Militär“ und „Rollenspiel“ lässt euch vermutlich zuerst an die Serie Valkyria Chronicles denken. Im heutigen Test geht es allerdings um ein Videospiel der Firma Compile Heart, die sich ebenfalls mit diesen Schwerpunkten beschäftigt hat. Der Name klingt nicht ganz so entfernt, Dark Rose Valkyrie, dennoch handelt es sich nicht um ein strategisches Rollenspiel, sondern um ein rundenbasiertes Rollenspiel, verknüpft mit einigen Elementen, die man aus dem Genre Visual Novel kennt.

In Japan ist der Titel im Juli 2016 für PlayStation 4 erschienen, in Europa findet die Veröffentlichung am 9. Juni für das System statt. Im Mittelpunkt der Berichte zum Videospiel standen das taktische Kampfsystem sowie die Funktion, mit den Soldatinnen Interviews zu führen, um eine Person als Verräter zu entlarven. Was hat Compile Heart aus diesen Grundideen entwickelt?

Lohnt sich der Kampf gegen die massive Bedrohung oder versteckt sich hinter diesem Spiel nur generische Kost für PlayStation 4? Wir haben Dark Rose Valkyrie für euch getestet und tapfer gegen die Chimera gekämpft.

Alles Gute kommt von oben

1818: Ein großer Meteorit fiel auf die Erde und ein unbekanntes Virus wurde an diesem Fremdkörper entdeckt. Das Virus erhielt den Spitznamen „Black Garnet“. Die Infizierten erlangen eine erweiterte Intelligenz, doch im Austausch fressen sich die Viren in den Verstand und in das Fleisch der Erkrankten. Durch diesen Angriff verwandeln sie sich in unmenschliche „Chimera“. Das Virus brach im Jahr 1929 aus und bekam den Namen „Chimera Virus“. Es entwickelte sich eine globale Pandemie.

In dieser Krisensituation entschloss sich ein Land, Japan, zu einer nationalen Isolation und verhinderte das Eindringen des Virus aus der Außenwelt. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Spezialeinheit „Special Force Valkyrie“ innerhalb der Organisation „Secret Military Agency ACID (Anti-Chimera Interception Division)“ gegründet.

Als befehlshabender Offizier der neu etablierten Gruppe „Special Force Valkyrie“ wurde Asahi Shiramine ausgewählt. „Valkyrie“ ist der Codename der „Anti-Chimera-Waffe“ mit der Bezeichnung „T-C-S“. Nur auserwählte Kämpfer können mit dieser Waffe umgehen. Das Werkzeug besteht aus massivem Stahl, sodass gewöhnliche Leute die „T-C-S“ nicht führen können. Eine spezielle Ausrüstung sowie eine Medikation der Träger verbessern den menschlichen Körper, sodass die auserwählten Soldaten in der Lage sind, die Waffe zu verwenden.

Die angesprochenen Medikamente verursachen starke Nebenwirkungen. Nimmt eine Person, die nicht für das System bestimmt ist, diese Drogen ein, würden die Organe den Wirkstoff ablehnen. Stattdessen drohen der Körper und der Verstand zusammenzubrechen und die Persönlichkeit würde sich spalten.

Nach den ersten Einsätzen trifft Shiramines Einheit auf eine Person, die mit dem Virus experimentiert hat. Was ist das Geheimnis hinter dieser Entwicklung? Kurz darauf entsteht das Gerücht, dass sich ein Verräter in seinem Team befindet. Wem kann Shiramine jetzt noch vertrauen?

Grandia trifft komplexes Compile-Heart-System

Grandia trifft auf unnötige Komplexität-

Grandia trifft auf unnötige Komplexität.

Kurz nach der ersten Auseinandersetzung, die ihr in der Rolle des Helden Asahi Shiramine erlebt, werdet ihr mit zahlreichen Tutorials konfrontiert. Der Einstieg sowie weitere Elemente, auf die wir noch später eingehen, erinnern sehr stark an das Rollenspiel Omega Quintet, wobei euch in Dark Rose Valkyrie keine farbenfrohe Welt der Idols erwartet, sondern steril eingerichtete Militärbasen sowie ungemütliche Fabrikhallen.

Ihr werdet von den Hinweisen zum Spielverlauf, zum Kampfsystem und zu allen möglichen Inhalten regelrecht erschlagen. Das Kampfsystem ist komplex gestaltet und zu Beginn habt ihr bereits auf die meisten Funktionen Zugriff, sodass der Anfang des Spiels sehr mühselig gestaltet ist. Man verliert sehr schnell den Überblick, wobei der Wunsch nach einem seichteren Einstieg in das Geschehen erzeugt wird.

Das rundenbasierte Kampfsystem ist mit taktischen Finessen ausgestattet. Auf der linken Seite seht ihr eine Leiste, auf der alle Einheiten, die sich an einem Gefecht beteiligen, abgebildet sind. Diese Leiste ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt. Es gibt eine Aufwärmphase, in der niemand agiert. Ab einem bestimmten Punkt kann der Angriff ausgewählt werden. Sobald ein Charakter auf einen Gegner einschlägt, wird der Verlauf für den Gegner auf dieser Leiste kurz gestoppt. Dieser Ablauf erinnert an Grandia.

»Das Kampfsystem ist komplex gestaltet und zu Beginn habt ihr bereits auf die meisten Funktionen Zugriff, sodass der Anfang des Spiels sehr mühselig gestaltet ist.«

Je nach Auswahl der Attacke dauert es eine bestimmte Zeit, bis diese ausgeführt wird. Die leichten Angriffe werden schneller ausgetragen als Kombinationen, die einen schweren Treffer verursachen oder gemeinschaftlich ausgeführte Techniken, die sich auf einer höheren Stufe befinden. Auch die Gegner können eure Gruppenmitglieder kurzzeitig stoppen oder sie aus der Befehlszeit rausbringen, sodass ihr diesen erneut eingeben müsst.

Zu den grundlegenden Angriffen gehören Kombinationen, die ihr vorher im Menü festlegt. Es existieren drei verschiedene Stufen, die sich aus Nahangriffen oder Schüssen zusammensetzen. Ein Ziel sollte es sein, mit mehreren Mitgliedern einen Feind mit Angriffen, die direkt aufeinanderfolgen, so zu bearbeiten, dass seine Verteidigung komplett durchbrochen wird. In diesem Fall werden zusätzliche Angriffe freigeschaltet, zudem könnt ihr Gruppenangriffe (von den Einheiten ausgetragen, die sich nicht aktiv am Kampf beteiligen) auslösen, die sich auf den einen Gegner beschränken oder das feindliche Team komplett attackieren.

Da ihr sehr oft von einer Horde von Monstern angegriffen werdet, sichert diese Taktik oft euer Überleben, da die Feinde ziemlich hart zuschlagen. Diese Taktik funktioniert allerdings nur in der ersten Spielhälfte. Später wird es fast unmöglich sein, die Verteidigung der Monster zu durchbrechen.

Die gemeinsamen Angriffe werden stark in Szene gesetzt.

Die gemeinsamen Angriffe werden stark in Szene gesetzt.

Neben diesen Kombinationen gibt es den Befehl „Charge“, der einen Gegner auf der Leiste zurückdrängt. Weiterhin besitzt jedes Mitglied Fähigkeiten, die AP verbrauchen (Magiepunkten ähnlich, können nur durch Gegenstände oder durch einen Besuch in der Basis aufgefüllt werden) und Fähigkeiten, die von zwei bis zu vier Personen gemeinschaftlich ausgeführt werden. Später erhalten die Gegner weitere Lebensbalken, die sich auf ein bestimmtes Körperteil beziehen. Diese müsst ihr nicht zwingend zerstören, doch ihr erhaltet als Belohnung für eure Mühe seltene Gegenstände.

Sobald ein Monster seine Lebensenergie verliert und ihr vorher einen Angriff ausgewählt habt, der von mehreren Mitgliedern ausgetragen wird, suchen sich diese kein neues Ziel, sondern attackieren den Feind weiter. Dadurch erhöht sich die Prozentzahl für den Schaden, die später als Bonus für den Erhalt an Erfahrungspunkten dient.

Jeder Gegner besitzt individuelle Schwächen. Macht ihr euch diese zunutze, verstärkt sich der Schaden auf das Monster oder Körperteil. Für eure Regeneration sorgen Techniken oder Gegenstände. Je hochwertiger ein Objekt ist, desto höher ist die Stufe und umso länger dauert der Zeitpunkt bis zum Einsatz auf der Leiste.

»Eine graue Farbe überdeckt Dark Rose Valkyrie und lässt die Umgebung sehr trist erscheinen. Insgesamt wirkt die Grafik für PlayStation 4 veraltet.«

Während eines Kampfes sammelt eure Gruppe TP („Technical Points“). Mit diesen kann sich eine Person, die an der Front steht, durch die Einheit schützen lassen, die ihre Reserve bildet. In diesem Fall nimmt kein Mitglied einen Schaden durch den gegnerischen Angriff. Weiterhin bilden diese Punkte die Grundlage für den Modus „Ignition“, der die körperlichen Kräfte des Verwenders steigert.

Der Zustand ist nur für einige Runden aktiv, anschließend muss sich die Person kurz abkühlen. Allerdings erhöht sich die Müdigkeit durch jeden Einsatz, die ab einem bestimmten Wert in der Basis kuriert werden muss. Aus dem Zustand „Ignition“ geht es später in den Modus „Overdrive“, der nicht nur das Aussehen verändert, sondern auch die Geschwindigkeit verbessert und die Kampfkraft erhöht.

Erleidet eine Person einen gegnerischen Angriff, reduziert sich nicht nur ihre Lebensenergie, sondern auch die Beständigkeit ihrer Kleidung. Ist der Schutz deutlich reduziert, wird die Uniform zerstört, wobei auch die männlichen Begleiter davon betroffen sind. In der Basis könnt ihr die Kleidung reparieren, was ihr unbedingt machen solltet, da die Unterwäsche keinen verstärkten Schutz bietet.

Insgesamt wirkt das System sehr dynamisch und ihr solltet taktisch vorgehen, wenn ihr von einer größeren Gruppe angegriffen werdet, vor allem dann, wenn ihr vom Gegner überrascht werdet, was häufig der Fall sein wird. Es stehen euch dutzende Techniken zur Verfügung, wodurch das System sehr überladen wirkt. Viele Techniken werden von allen Einheiten erlernt. Hier stellt sich die Frage, ob man sich nicht auf nur individuelle Fähigkeiten hätte beschränken sollen.

Das ist kein Saiyajin, sondern nur der Overdrive-Modus.

Das ist kein Saiyajin, sondern nur der Overdrive-Modus.

Oft sucht man sich aus dem gigantischen Pool nur einige Angriffe aus und bearbeitet damit die Gegner. Die Kombinationen sollte man gelegentlich im Menü tauschen, um die schwächeren Attacken durch stärkere Versionen zu ersetzen.

In den letzten Kapiteln solltet ihr euch den Feinden immer vorsichtiger näheren, da die gegnerischen Gruppen nicht nur größer werden, sondern auch tödliche Attacken verwenden. Mit einem Schlag kann ein Charakter sofort getötet werden, sofern er sich nicht durch seine Reserve schützen lassen kann. Gefechte dieser Art dauern eine Weile, da der größte Teil der Techniken sich auf einen einzelnen Feind beschränkt. Dagegen gibt es nur wenige Fähigkeiten, die eine ganze Gruppe gleichzeitig attackieren.

Nach einer Schlacht erhaltet ihr Erfahrungspunkte, Gegenstände und Geld. Sobald eine Person die nächste Stufe erreicht, verteilt ihr die erhaltenen Punkte auf die verschiedenen Statuswerte. Nur durch diese Verteilung erlernen die Figuren neue Techniken. Für die Erfüllung von Missionen bekommt ihr Punkte, die ihr ebenfalls für diese Weiterentwicklung nutzen könnt.

Soldaten als Botengänger

Kommen wir nun zum allgemeinen Spielverlauf. Sobald ihr einen Boss vernichtet habt, müsst ihr Missionen erledigen, um die Handlung voranzutreiben. Nach einem weiteren Kampf gegen einen Boss bekommt ihr neue Missionen, bis die Geschichte weiterläuft und… lassen wir das lieber. In der Zwischenzeit führt ihr Gespräche mit den anderen Mitgliedern der Einheit, bei denen ihr eine Entscheidung treffen müsst, die einen Effekt auf die Freundschaft ausübt. Ab der Spielmitte führt ihr Interviews mit den weiblichen Figuren, wobei ihr einen Verräter enttarnen müsst, sofern es einen gibt.

Könnte euch eine dieser Damen überhaupt verraten?

Könnte euch eine dieser Damen überhaupt verraten?

Für das Interview steht euch eine begrenzte Anzahl von Fragen zur Verfügung, die ihr den verschiedenen Damen stellen könnt. Fällt euch eine Unstimmigkeit auf, könnte diese ein Hinweis auf den Verräter sein. Nach einem Interview schreibt ihr einen Bericht, der aus bis zu vier Statements besteht, die euren Verdacht bestätigen. Erst in der nächsten Runde der Interviews erfahrt ihr, ob eure Vermutung richtig war. Je höher die Freundschaft zu den anderen Mitgliedern ist, umso mehr Fragen dürft ihr stellen. Außerdem eröffnet eine gute Freundschaft den Zugriff auf eine gemeinschaftliche Attacke.

In der Basis heilt ihr eure Lebenspunkte, speichert den Fortschritt, erwerbt Gegenstände durch Entwicklung (hier benötigt ihr Geld und Materialien), verstärkt eure Kleidung oder modifiziert die getragenen Waffen.

Außerdem nehmt ihr Missionen an und teilt das Ergebnis nach Vollendung mit, um eine Belohnung zu erhalten. Neben den Aufträgen, die ihr angehen müsst, gibt es optionale Quests. Entweder müsst ihr bestimmte Gegner töten, einen besonderen Schatz finden, eine Basis erobern, Feinde analysieren oder ein Gebiet entdecken. Die Zielorte sind auf den Karten markiert, zudem versorgt euch das Menü mit weiteren Details, da einige Monster nur in der Nacht anzutreffen sind. Für die Missionen gibt es Fristen, jeder Tag, der vergeht, verkürzt diese, jedoch sind die Begrenzungen sehr großzügig angelegt, sodass man nie Probleme hat, alle Quests zu erledigen.

Die Charaktere sind sehr stereotypisch gehalten und auch die Geschichte ist nicht sonderlich spannend geschrieben.«

Von der Basis aus gelangt ihr auf die Weltkarte, die in Form einer Stadt präsentiert wird. Abgesehen von den Monstern wirkt der Aufbau sehr leer. Die Landkarte in der Basis, die euch als Teleporter zu einem bestimmten Punkt bringt, sofern ihr diesen entdeckt habt, ist beschriftet. Dagegen hilft euch ein Blick auf die Weltkarte nicht viel weiter, sofern ihr euch die Position der Orte nicht gemerkt habt, da hier eine Benennung fehlt. Von der Stadt aus betretet ihr die verschiedenen Verliese.

In den Dungeons warten nicht nur unzählige Monster, sondern auch Schätze, zerstörbare Objekte oder Stellen, an denen ihr klettern oder kriechen müsst. Alle wichtigen Punkte werden auf einer kleinen Karte angezeigt. Die Sprites für die Monster laden langsam, sodass es passieren kann, dass plötzlich ein Gegner vor euch steht. Das ist vor allem denn sehr ärgerlich, wenn dieser einen Überraschungsangriff startet und eure Gruppe mit einem zeitlichen Nachteil auf der Kampfleiste beginnt. Besteht das feindliche Team aus mehreren Monstern, kann eine solche Begegnung ein Todesurteil im späteren Spielabschnitt für euch bedeuten.

Die Gestaltung der Verliese wirkt sehr trist.

Die Gestaltung der Verliese wirkt sehr steril.

Die Gestaltung der Verliese ist sehr steril, dennoch verlaufen diese nicht mehr so gradlinig wie in anderen Spielen des Entwicklers, sondern sind etwas komplexer gestaltet. Zudem wird eine Wiederholung von ähnlichen Bauten nicht verwendet, dafür müsst ihr die Dungeons oft mehrmals besuchen. Erfüllt ihr versteckte Bedingungen, tauchen besondere Schätze auf. Nicht alle Objekte könnt ihr bei einem ersten Besuch zerstören und nicht alle Schätze bergen, da für diese Sachen verschiedene Stufen existieren, die ihr erst mit der Zeit freischaltet. In der Nacht treiben sich stärkere Monster auf der Weltkarte und in den Verliesen rum. Wenn Neumond herrscht, könnt ihr ganz seltene Exemplare antreffen.

Vielen Kämpfen werdet ihr nicht aus dem Weg gehen können, denn wenn ein Monster euch bemerkt, jagt es euch, wobei es sich viel schneller als eure Figur bewegt. Wollte ihr den Gefechten aus dem Weg gehen, müsst ihr einen besonderen Gegenstand verwenden oder ihr nutzt den Aufbau des Ortes zu eurem Vorteil. Sobald sich ein kleines Hindernis zwischen euch und dem Gegner befindet, stoppt das Monster. Manchmal halten die Sprites auch ohne einen ersichtlichen Grund an, was dann ärgerlich ist, wenn man sich wieder vorsichtig anschleichen und eine Erstattacke starten möchte, nur um dann wieder selbst vom Monster, das sich gerade wieder bewegt, überrascht zu werden.

Eine dornige Schönheit

Eine graue Farbe überdeckt Dark Rose Valkyrie und lässt die Umgebung sehr trist erscheinen. Insgesamt wirkt die Grafik für PlayStation 4 veraltet. Die Modelle für die Charaktere werden gut in Szene gesetzt, allerdings wirken die Gesichter sehr starr. Da schaut man lieber auf die Portraits während der Dialoge, die mehr Leben ausstrahlen. Hauptsächlich erkundet ihr Fabrikhallen und militärische Basen, ganz selten ein natürliches Umfeld. Auch die grafischen Effekte, wie die Bewegung von Wasser, erzeugen keinen angenehmen Reiz für die Augen.

Die Illustrationen sind dagegen bezaubernd.

Die Illustrationen sind dagegen bezaubernd.

Zwar bedient man sich nicht an bekannten Sprites aus anderen Spielen, doch die neuen Darstellungen für die Gegner werden in diesem Titel recycelt. Positiv wirken die bunten Spezialeffekte der Attacken und Techniken, aber insgesamt hat man beim Spielen nicht das Gefühl, einen Titel für PlayStation 4 zu spielen.

Der Soundtrack geht in vielen Situationen stark unter. In den Gefechten werden viele Nebengeräusche erzeugt, sodass man die Hintergrundmusik nicht mehr wahr nimmt. In den Verliesen verläuft es ähnlich, es gibt keinen Titel, der sich akustisch hervorhebt. Stattdessen sticht die englische Synchronisation hervor, die nicht nur die Gespräche untermalt, sondern auch die Ausrufe in den Kämpfen. Eine Figur klingt in der japanischen Version deutlich liebloser als in der englischen Variante. Was nur auf Dauer sehr nervig ist, ist das Geräusch, das die gesteuerte Figur beim Laufen erzeugt.

Dunkle Zeiten für eine erblühende Rose

Da sich Dark Rose Valkyrie sehr ähnlich wie Omega Quintet spielt, ist das Rollenspiel den Leuten zu empfehlen, die mit diesem Titel Spaß hatten und sich nicht von einem militärischen Schauplatz abschrecken lassen. Während die Welt in Omega Quintet sehr farbenfroh gestaltet ist, erwarten euch hier sehr trist gestaltete Ortschaften. Die Charaktere sind sehr stereotypisch gehalten und auch die Geschichte ist nicht sonderlich spannend geschrieben. Mit einigen Momenten will euch das Spiel überraschen, aber durch die Vorhersehbarkeit gelingt dieses Vorhaben nicht. Später lockt die Handlung mit interessanten Ansätzen, die dann allerdings nicht ausführlicher erklärt werden, zudem ist das Verhalten der Charaktere in dramatischen Situationen leidenschaftslos.

Das Kampfsystem ist dynamisch gestaltet und die Hintergrundidee mit der aktiven Kampfleiste ist gut, doch durch die Komplexität verliert man, vor allem zu Beginn, schnell den Überblick. Anstatt jede Figur hauptsächlich mit den identischen Angriffen auszustatten, wäre es angenehmer gewesen, jeden Charakter mit individuellen Techniken auszustatten. Repetitiv wirkt dagegen der allgemeine Spielablauf, der sich mit erlebter Geschichte bis zu einem Bosskampf und Missionen abwechselt, die nicht viel Abwechslung bieten.

Grafisch befindet sich der Titel im unteren Niveau für PlayStation 4. Zwar wird die Gestaltung für die Verliese nicht mehr wiederholt und der Aufbau ist relativ komplex gestaltet, doch eine Augenfreude sind die leeren Dungeons und vor allem die öde Weltkarte nicht. Dafür werden die Kämpfe besser in Szene gesetzt. Ebenso wenig kann die Hintergrundmusik überzeugen, die durch Nebengeräusche immer untergeht. Dafür ist die englische Synchronisation sehr gut gelungen.

Wenn ihr euch um alle Missionen kümmert und zwischendurch nach versteckten Schätzen Ausschau haltet, so wird euch der Titel um die 50 bis 60 Stunden beschäftigen. Je nach Verhalten wird sich der Verräter innerhalb der Gruppe ändern, sodass ihr verschiedene Durchgänge in Angriff nehmen könnt. Für die Veteranen gibt es noch einen speziellen Dungeon, in dem sich unzählige Feinde und gewaltige Bosse tummeln. Zu Beginn stehen drei verschiedene Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Aufgrund der schwachen Grafik und des wiederholten Spielverlaufs mit stereotypischen Figuren bewegt sich das Rollenspiel im Mittelfeld für PlayStation 4. Es hat durchaus seine Reize, aber durch die Überladung ist das System generell zu komplex gestaltet und wird vermutlich bereits durch die ganzen Tutorials einige Leute abschrecken. Für das System ist es von Vorteil, wenn ihr bereits Omega Quintet gespielt habt, da es einige Überschneidungen gibt.

Story: Der Held führt eine Gruppe von Soldaten an, die gegen Monster Kämpfen. Schlicht geschrieben, erfüllt nur das Mittel zum Zweck.

Gameplay: Ein rundenbasiertes Kampfsystem mit taktischer Komponente, das System wirkt allerdings durch die Vielzahl an Möglichkeiten und Fähigkeiten überladen.

Grafik: Schlechtes Niveau für PlayStation 4, triste Gestaltung, wenig Details, starre Gesichter der Charaktermodelle, dafür sind die Portraits liebevoller gestaltet.

Sound: Die Hintergrundmusik geht durch die Nebengeräusche unter, englische Vertonung ist zum Teil angenehmer als die japanische Tonspur.

Sonstiges: Interview-System, besonderer Extra-Dungeon.