Cross-Play ohne Sony: Jim Ryan begründet Entscheidung

Nintendo kündigte gestern gemeinsam mit Psyonix Rocket League für Nintendo Switch an. Switch-Spieler können dann gemeinsam mit Xbox-Freunden...

Nintendo kündigte gestern gemeinsam mit Psyonix Rocket League für Nintendo Switch an. Switch-Spieler können dann gemeinsam mit Xbox-Freunden und PC-Spielern online Matches austragen. Wie sich schnell herausstellte, bleibt Sony hier selbstbestimmt außen vor. Ähnlich verhält es sich demnächst mit Minecraft. An den Entwicklern, Microsoft und Nintendo liegt es nicht. Eurogamer hakte deshalb bei Jim Ryan nach.

„Es ist sicherlich nicht so, dass wir grundsätzlich etwas dagegen hätten. Wir haben es in der Vergangenheit schon getan. Wir sind immer für Gespräche mit jedem Entwickler oder Publisher offen, der darüber sprechen will. Unglücklicherweise ist dies eine kommerzielle Sache zwischen uns und anderen Interessenvertretern. In diesem speziellen Fall werde ich nicht näher ins Detail gehen. Und ich kann sehen, wie du die Augen rollst.“

Der Eurogamer-Kollege gab sich damit nicht zufrieden, wollte im Sinne der Fans eine Begründung.

„Wir müssen sehr achtsam im Hinblick auf die Verantwortung gegenüber unseren Spielern sein. Du weißt genauso gut wie ich, dass Leute aus allen Altersgruppen Minecraft spielen, aber auch sehr viele Kinder. Wir haben einen Vertrag mit den Leuten, die bei uns online gehen. Wir passen auf sie auf und sie bewegen sich innerhalb des kuratierten PlayStation-Universums. Kinder externen Einflüssen zu überlassen, über die wir keine Kontrolle haben, ist etwas, worüber wir sehr sorgfältig nachdenken müssen.“

Auch diese Antwort stammt von Jim Ryan, nicht etwa von Reggie Fils-Aimé. „Nintendo ist vermutlich das Unternehmen, das sich am meisten um den Schutz von Kindern kümmert“, merkt der Redakteur leicht süffisant an. „Ja, das stimmt. Jeder muss seine eigenen Entscheidungen treffen. Wir werden das tun. Wie ich schon sagte, haben wir grundsätzlich überhaupt nichts gegen Cross-Play“, so die Antwort von Jim Ryan. Endgültig sei nichts, aber andere Pläne gäbe es derzeit auch nicht.