Im Test! Naruto: Road to Boruto

Mit Naruto Ultimate Ninja Storm 4 hat Bandai Namco gemeinsam mit CyberConnect2 ein großartiges Beat'em Up veröffentlicht, welches die...
Titel Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 4: Road to Boruto
Japan 02. Februar 2017
Bandai Namco Games
Nordamerika 03. Februar 2017
Bandai Namco Games
Europa 03. Februar 2017
Bandai Namco Games
System PS4, Xbox One, PC
Getestet für PS4
Entwickler Bandai Namco Games
Genres JRPG

Mit Naruto Ultimate Ninja Storm 4 hat Bandai Namco gemeinsam mit CyberConnect2 ein großartiges Beat’em Up veröffentlicht, welches die Geschichte auf gut inszenierte Weise beendet. Doch wir alle wissen mittlerweile, dass die Story mit Naruto als Hokage nicht endet, sondern die nächste Generation angebrochen ist und sein Sohn Boruto nun im Fokus steht. Mit Road to Boruto ist nun eine Game-of-the-Year-Edition von Naruto UMS4 erschienen, welche sämtliche herunterladbare Inhalte beinhaltet – dabei auch die Story-Erweiterung Road to Boruto, welche euch den Film Boruto the Movie nachspielen lässt.

Die Story des Spieles gibt dementsprechend wieder, was euch der Film erzählen wird, wenn auch natürlich nicht 1:1 gleich. Nachdem ihr als Sasuke gegen einen unbekannten, neuen Charakter gekämpft habt, startet ihr als Boruto in Konoha. Boruto kommt mal wieder zu spät zum Training mit seinem Captain Konohamaru und seinen zwei Team-Kollegen Sarada und Mitsuki. Die Chu-Nin-Prüfung steht bald an und irgendwie ist Boruto nicht so stark, wie er selbst gern wäre.

Road-Boruto-Gameplay_01-12-17Hinzu kommt, dass sein Vater einfach nie Zeit für ihn hat. Als Führungschef der Stadt ist Naruto meistens damit beschäftigt, viele Dinge zu erledigen, wobei er nicht immer viel Zeit für seine Kinder hat. So schickt er zum Geburtstag seiner Tochter Himawari nur einen Schattendoppelgänger, weil er selbst bis zum Hals in Arbeit steckt. Dies macht Boruto noch wütender und er ist von seinem Vater stark enttäuscht.

Als Sasuke auftaucht, der langjährige Freund und Rivale von Naruto, sieht Boruto seine Chance. Er möchte von dem Uchiha trainiert werden, um seinem Vater eins auswischen und ihn beeindrucken zu können. Leider ist Sasuke nicht überzeugt von dem, was der junge Ninja leisten kann. Von einem ihm unbekannten Mann erhält Boruto jedoch ein neues Ninja-Werkzeug, welches ihm ohne Training die Möglichkeit verleiht, mächtige Jutsu-Angriffe zu verwenden.

»Das Gameplay hat sich im Vergleich zum Originalspiel natürlich nicht geändert.«

Mithilfe dieses Werkzeuges kann Boruto Sasuke dazu bringen, ihn zu unterrichten und anschließend nimmt er sogar erfolgreich an der Chu-Nin-Prüfung teil. Doch natürlich geht nicht alles glatt und Naruto bemerkt, dass sein eigener Sohn bei der Prüfung betrügt. Nachdem er dies aufdeckt, überschlagen sich die Ereignisse und neue Feinde tauchen auf. Mehr wollen wir nicht verraten, immerhin müsst ihr schon selbst herausfinden, ob und wie Boruto und Co. die Situation wenden können.

Das Gameplay hat sich im Vergleich zum Originalspiel natürlich nicht geändert. Ihr könnt als Boruto durch Konoha wandern und dort diverse Aufträge erledigen. Diese sind jedoch größtenteils recht stupide, denn oft müsst ihr einfach nur von A nach B laufen und mit den richtigen Personen quatschen. Auf der Karte bekommt ihr angezeigt, wo sich die jeweiligen Ziele befinden. Wie im Hauptspiel selbst erhaltet ihr große Aufgaben, welche ihr im Laufe des DLCs erledigen könnt. Beispielsweise könnt ihr bei Shikamaru in einer Kampfsimulation gegen dutzende Teams kämpfen, bei denen Boruto dann auch seinen Senf dazugibt. So lässt er natürlich einen kecken Spruch von den Lippen, während er gegen die junge Form seines eigenen Vaters kämpft.

Dennoch ist in der Story ein wenig Abwechslung angesagt. So ist die erste Prüfung eine schriftliche, was bedeutet, ihr müsst euch ein wenig Wissen aus der Naruto-Welt aneignen. Zwar ist das nun wirklich nicht schwer, da alle Antworten euch vor der Prüfung vorgegeben werden, aber ihr könnt es auch ohne die Tipps probieren. Auch eine Flaggenjagd durch Konoha gibt es, bei welcher ihr so schnell wie möglich zahlreiche Flaggen einsammelt. Größtenteils gibt es aber natürlich auch ordentlich auf die Mütze, was bei einem Kampfspiel ja auch irgendwie Sinn ergibt.

naruto-shippuden-ultimate-ninja-storm-4-road-to-boruto_2016_12-21-16_008Wie man es von CyberConnect2 gewohnt ist, ist die Story wirklich fantastisch inszeniert. Die Zwischensequenzen sind schick und dynamisch gestaltet und auch die neuen Charaktere mit ihren neuen Angriffen wirken noch einmal eine Ecke schöner animiert und mit imposanteren Attacken ausgestattet, als es im Hauptspiel der Fall war. Wer jedoch ohne viel Training direkt in die neue Story reinspringen möchte, der wird es ein wenig schwer haben. Road to Boruto richtet sich eindeutig an Spieler, welche die Hauptgeschichte schon gespielt und somit ein wenig Training haben. Viele Blocks, gekonnte Ausweichmanöver und gezielte Jutsu-Angriffe machen euch die Kämpfe zu einer ordentlichen Herausforderung.

Die Sprecher können überzeugen, auch wenn mich persönlich die englische Stimme von Boruto tierisch nervt. Generell hatte ich schon nach kurzer Spielzeit die Nase voll von ihm als Charakter, aber ich glaube, das soll wohl auch so sein. Er ist ein nerviger, ungeduldiger Ninja, welcher nach Aufmerksamkeit schreit. Also hat Bandai Namco in dem Sinne eigentlich seine Natur perfekt eingefangen.

Während ihr Road to Boruto spielt, schaltet ihr öfters auch für den Versus-Modus neue Charaktere frei. Leider sind hierbei nicht alle Figuren spielbar, welche ihr während der Story als Feinde vor euch habt. Warum dem so ist, entzieht sich mir ehrlich gesagt ein wenig meines Verstands, aber das kommt ja nicht zum ersten Mal in der Reihe vor.

Fazit

»Als Erweiterung bringt Road to Boruto gute, neue Inhalte mit sich. Mit knapp sechs Stunden kann das Add-On in seiner Story überzeugen, auch wenn die auftauchenden, aber nicht spielbaren Charaktere einen bitteren Geschmack hinterlassen. Gut unterhalten wird man, vor allem als Naruto-Fan, aber auf jeden Fall.«