Das Cosplay Corner-Special zur Animuc 2013

Es war einmal. Mit diesem Satz beginnen die meisten Märchen und mit diesen Worten möchten wir euch die Animuc näher vorstellen, die vielleicht keine...

Es war einmal. Mit diesem Satz beginnen die meisten Märchen und mit diesen Worten möchten wir euch die Animuc näher vorstellen, die vielleicht keine so bekannte Anime- und Manga-Convention wie die AnimagiC oder Connichi ist, jedoch dank ihrer Lage eine einmalige Atmosphäre erzeugt. In diesem Jahr feierte die Convention ihr 5-jähriges Jubiläum und diese Party wollten wir natürlich nicht verpassen. Mit diesem Bericht wollen wir euch die Animuc vorstellen und unsere Eindrücke schildern.

Die barocke Umgebung der Animuc.

Es war einmal am 18. und 19. April 2009. An diesem Tag wurde zum ersten Mal die größte Convention im Münchner Raum eröffnet. Damals wurde die Veranstaltung von knapp 1.000 Teilnehmern aufgesucht. Doch mit jedem Jahr wuchs die Animuc und zur Feier des 5. Geburtstages entschied man sich, nicht nur besondere Gäste aus Japan einzuladen, sondern auch die Animuc um einen Tag zu verlängern. In diesem Jahr fand die Convention vom 19. bis zum 21. April statt und bot neben einem großartigen Showbühnenprogramm viele Seminare und Wettbewerbe für die Besucher an.

Die Lage des Veranstaltungsortes im Veranstaltungsforum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck bietet dank dem Kloster und der nahgelegenen Grünfläche eine traumhafte Kulisse für Fotos. Leider spielte das Wetter in diesem Jahr nicht mit, dennoch ließen sich zahlreiche Cosplayer und Besucher nicht abschrecken, um den Geburtstag der Animuc zu feiern.

Am Freitag, dem 19. April 2013, fand um 18 Uhr die Eröffnungsfeier statt. Jedes Jahr wird ein neues Motto für die Animuc festgelegt, wobei sich darauf die Kostüme der Helfer, die Dekoration und ein Teil der Wettbewerbe beziehen. Das diesjährige Motto lautete Märchen, Sagen und Mythen. Schon an diesem Tag gab es bereits einige Seminare, wie Perücken stylen, Einführung Japanisch und Kyûdô Workshop und Showacts wie die Pokéwalkers oder Vapid Superior und den Cosplay Wettbewerb. Abgeschlossen wurde der Freitag mit einem knallharten Animuc Märchenquiz.

Der Händlerraum war sehr gut besucht.

Schon am Freitag war das Wetter bescheiden, wenn man an die vorherige Woche denkt. Leider sah es für den Samstag noch schlechter aus, denn ein feiner Nieselregen und viel Wind zerrten nicht nur an den Kostümen, sondern auch an das Gemüt der Besucher. Doch die Animuc bot an diesem Tag mit dem Programm viel Abwechslung, sodass keine Langeweile aufkommen konnte. Viele Showgruppen gaben auf der Bühne ihr Bestes.

Unter anderem durfte man Auftritte von Hime no Tsubasa, Mitsuki, Project AT, Monogatari, Ongaku no Kara und Tsuki no Senshi bestaunen. Natürlich durfte das berüchtigte Triathlon-Quiz nicht fehlen, wobei die Teilnehmer viel Körpereinsatz mussten und damit bewiesen, dass man als Manga-und Animefan oder als Videospieler nicht immer unsportlich ist. Dazu gab es einen Cosplay Dance Off und das Japanische Cosplay, den Cosplay-Catwalk, wobei man auf der Bühne sein Kostüm ohne eine Showeinlage präsentiert.

Zwischen den ganzen Showacts, Seminaren und Wettbewerben gab es zwischendurch viele Videovorführungen verschiedener Animefilme. Wer als Videospieler Lust auf eine Zockerrunde hatte, wurde im Games Room fündig. Neben einigen Party-Spielen, gab es einen Arcade-Bereich, indem man neben Darkstalkers Resurrection, Naruto Storm 3, Dead or Alive 5, Skullgirls auch Persona 4 Arena spielen. Zwischendurch fanden immer wieder Wettbewerbe zwischen den Spielern statt, wobei die Gewinner mit Preisen belohnt wurden.

Am Abend fand das Konzert mit den Gästen aus Japan statt. Mit dabei waren Yuji Nunokawa (Mitgründer des Studios Pierrot, verantwortlich für Naruto und Bleach), Komponist Kunihiko Ryo (bekannt für seine Werke aus Emma, die zwölf Königreiche und für Asta: The Wars of Tears and Winds), Reiko Tsuchiya (sie spielte unter anderem Aufnahmen für Grandia und Romancing SaGa ein) und Schlagzeuger  Wataru Yamada.

Die japanischen Gäste nach dem Konzert.

Natürlich wurden im Laufe des Tages wieder zahlreiche Seminare angeboten, wie Cosplayfotografie, Teezeremonie, Corsagen nähen, Cosplay Fake Boobs, Schuhe überziehen und Manga zeichnen. Ganz zum Schluss fand die erste Siegerehrung statt, wobei die Gewinner der ersten Wettbewerbe gekürt wurden. Anschließend fand ein weiterer Höhepunkt des Tages statt. Ein Maskenball, auf dem die Teilnehmer nicht nur ihre prächtigen Ballkleider, sondern auch ihre tänzerischen Fähigkeiten präsentieren konnten.

Neben einer Versteigerung von besonderen Sammelobjekten gab es am Sonntag ein weiteres Showprogramm der Gruppen Ongaku no Kara, Serenata, Flying Sushi Theatre und Angelic Harmony. Ein Höhepunkt war die DCM (Deutsche Cosplay Meisterschaft), wobei sich 5 Gewinner für das Finale auf der Frankfurter Buchmesse qualifiziert haben. Eine märchenhafte Abschlussveranstaltung beendete nicht nur den Tag, sondern auch die Animuc 2013. Doch Ende April 2014 wird es ein Wiedersehen geben und wer weiß, vielleicht lasst ihr euch bereits im nächsten Jahr von dieser Convention verzaubern.

via animuc