Iwata: “Erscheint Miiverse für den 3DS, wird es gewaltig”

Einen Auszug aus dem Interview zwischen Nintendo Präsident Satoru Iwata und der Finanzzeitschrift Nikkei haben wir bereits veröffentlicht. Darin sprach...

Einen Auszug aus dem Interview zwischen Nintendo Präsident Satoru Iwata und der Finanzzeitschrift Nikkei haben wir bereits veröffentlicht. Darin sprach Iwata-san von den weiblichen Animal Crossing: New Leaf Spielern, die 56% der Spieler ausmachen. Aus dem gleichen Interview stammt die heutige Meldung.

So sprach der Nintendo-Chef auch über die Wii U und dessen Miiverse, um zu erklären, wo seiner Meinung nach die Unterschiede zwischen anderen sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter liegen. Nintendo würde beispielsweise immer versuchen neue Spieler zu erreichen und die Wii U habe das Potential dazu. Man habe mehrere Features, die sich nicht nur ums Spielen drehen (YouTube, Karaoke und mehr), sodass möglicherweise auch Leute, die keine Games spielen, das GamePad der Wii U zumindest ausprobieren würden, glaubt Iwata.

Ein zweiter Weg, eine größere Zielgruppe anzusprechen, liege außerdem im Miiverse, Nintendos neuer Community, in der man über die Wii U Nachrichten, Screenshots, Zeichnungen, Tipps und noch mehr untereinander teilen kann. Miiverse wird in der Zukunft auch über den 3DS zugänglich werden. Dann kann auch dort direkt innerhalb des Netzwerkes nur über Spiele gesprochen werden.

Denn Iwata stellte fest: “Ich merkte, dass auf Twitter viel weniger über Nintendo gesprochen wurde. Dann verstand ich, dass die, die sonst immer so groß von Nintendo sprachen, nun das gleiche im Miiverse tun. Nachdem ich im Miiverse nachsah, war es voll von Errungenschaften, die Leute in New Super Mario Bros. U machten und Diskussionen über das Spiel selbst.

Als wir das erste Mal über das Miiverse nachdachten, sagte man uns, dass es eine schlechte Idee sei, wenn man bedenkt, wie beliebt bereits Facebook und Twitter waren“, teilt Iwata mit. “Wir machten ein erneutes Brainstorming und beschlossen danach die Idee beizubehalten, wie wir sie für richtig hielten. Das Ergebnis ist heute etwas, das vielen Leuten gefällt.

Weiter führt er aus: “Der hauptsächliche Nutzen von Twitter und Facebook dreht sich nicht ums Spielen, sondern ist ein Mittel um zu kommunizieren. Obwohl ich keines von beidem nutze, denke ich, dass wenn ich sie nutzen würde, würde ich über meine Ausflüge und Urlaube mit Leuten sprechen, die keine Videospiel-Liebhaber sind. Ich glaube nicht, dass es meine ehemaligen Klassenkameraden interessieren dürfte, wenn ich einen neuen Rekord in Mario Kart erzielt habe und so weiter.

Um es also auf den Punkt zu bringen: Nintendo glaubt nicht, dass man im Miiverse darüber spricht, wie lange man mit einem Spiel verbracht hat, sondern viel mehr, was sie währenddessen erreicht haben, als sie Zeit mit dem Spiel verbrachten.

Darüber habe ich mit Herrn Miyamoto schon seit vielen Jahren gesprochen“, führt Iwata fort. “Miyamoto liebt es Spiele zu machen, in denen der Spieler Dinge erschaffen kann und seine Erfahrungen teilen kann. Wir glauben, dass ist einer der Hauptgründe für den Erfolg der Mario Serie und Animal Crossing. Diese Gedanken und Empfindungen zu haben, haben eventuell zur Erschaffung des Miiverse geführt. Statt es als soziales Netzwerk zu sehen, verstehen wir es als ‘Netzwerk Erfahrungen zu teilen’.

Nintendo plant daher das Miiverse einer größeren Zielgruppe zugänglich zu machen. Daher soll das Netzwerk auch über den Nintendo 3DS erreichbar sein, aber möglich wäre auch eine Umsetzung für den PC und Smartphones, sodass man es überall erreichen kann, egal wo man gerade ist.

Iwata malt sich daher aus: “Erscheint das Miiverse für den 3DS, wird es gewaltig. Man muss sich nur mal die Möglichkeiten vorstellen, wenn man Animal Crossing: New Leaf spielt, während man seine Erfahrungen im Miiverse teilt. Das ist doch was!

Könnt ihr Iwatas Aussagen bestätigen? Redet ihr im Miiverse mehr über Spiele, als auf Facebook und Twitter? Oder könnt ihr euch vorstellen, dass es dort sinnvoller aufgehoben wäre? Schließlich interessiert es möglicherweise nicht alle Freunde, Arbeitskollegen und Familienmitglieder, welche Trophäe/Erfolg man gerade freigeschaltet hat.

via siliconera