Culture Slot: Japanische Weihnachtsbäckerei

Vanillekipferl, Schwarz-Weiß-Gebäck und Makronen sind euch zu langweilig? Vielleicht haben wir ein passendes Rezept in unserem Culture Slot!

Heute ist der zweite Advent und sicherlich wurden die ersten Plätzchen schon gebacken. Oder wollt ihr noch backen, jedoch sind euch Vanillekipferl, Schwarz-Weiß-Gebäck und Makronen zu langweilig? Dann schaut euch unseren Culture Slot an, denn dieses Mal beschäftigen wir uns mit einigen Backrezepten aus Japan. Da die Japaner Weihnachten ganz anders feiern als wir, gibt es dort leider nur wenig traditionelles Weihnachtsgebäck. Deswegen haben wir uns neben den Schneeball-Cookies und der japanischen Weihnachtstorte noch für einen japanischen Käsekuchen entschieden. Viel Spaß mit unserem besinnlichen Culture Slot.

Japanischer Käsekuchen:

Der japanische Käsekuchen (チーズケーキ, Chīzukēki) ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Japaner Rezepte aus anderen Ländern an ihren Geschmack anpassen. Durch die Veränderung der Rezeptur ist der japanische Käsekuchen sehr locker und luftig. Für einen Kuchen benötigt man:

250g Frischkäse (Zimmertemperatur)
100g Puderzucker
75ml Milch
60g Kartoffelstärke
4 Eier
2 EL Zitronensaft
1 TL Backpulver

Japanischer Käsekuchen

Und so geht es: Am besten verwendet ihr eine Springform mit einem Durchmesser von 26cm. Diese solltet ihr vorher gut einfetten. Der Frischkäse und die Milch werden in einer Schüssel gut verrührt. Die Eier werden getrennt und das Eigelb gebt ihr in die Frischkäse/Milch-Masse, zusammen mit dem Zitronensaft, der Kartoffelstärke und 50g vom Puderzucker, den ihr vorher sieben solltet. Danach wird die Masse glatt gerührt.

Das Eiweiß wird steif geschlagen (am besten mit einem Handrührgerät auf der höchsten Stufe). Dazu gebt ihr den restlichen Puderzucker und das Backpulver und schlagt die Masse weiter, bis sie richtig steif ist. Die Eiweißmasse wird vorsichtig unter die Eigelbmasse gehoben (klappt mit einem Löffel sehr gut). Nun wird alles in die gefettete Form gegeben. Der Kuchen wird bei 180° Grad Umluft 45-55 Minuten gebacken. Schaut immer wieder nach dem Kuchen und wenn die Oberseite zu dunkel wird, könnt ihr diese mit Alu-Folie abdecken.

Nach der angegebenen Backzeit solltet ihr den Kuchen im Ofen noch ca. 25 Minuten ruhen lassen. Danach sollte der Kuchen komplett abkühlen und anschließend noch eine Stunde im Kühlschrank verbringen. Somit ist garantiert, dass der Kuchen beim Anschneiden fest ist.

Schneeball-Cookies

Wenn man traditionelles Weihnachtsgebäck in Japan sucht, wird man um die Schneeball-Cookies ( スノーボールクッキー, Sunoboru Kukki) nicht herumkommen. Es gibt sie in vielen Variationen und ihr Aussehen gleicht einem Schneeball, daher auch der Name. Einige geben Matcha (抹茶,gemahlener Tee), also Güntee, in den Teig, wobei den Plätzchen dadurch ein grünliches Aussehen verliehen wird. Das Gebäck wird nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern das ganze Jahr über gerne gegessen.

Grundrezept:

Schneeball-Cookies

200g Weizenmehl
60g Weizenstärke
1/4 TL Salz
60g Puderzucker
230g weiche Butter
Mark einer Vanilleschote
Puderzucker zum Bestreuen

Für Matcha-Schneeball-Cookies kann man noch 2 gehäufte EL Matcha in den Teig geben.

Und so geht es: Die Butter wird mit dem Puderzucker schaumig geschlagen. Das Mark der Vanilleschote auskratzen und unter die Butter/Puderzucker-Mischung geben. Danach siebt ihr das Weizenmehl und gebt die Weizenstärke und das Salz hinzu. Für die Matcha-Version wird nun der Grüntee gesiebt (bei Bedarf vorher mahlen) und ebenfalls in die Mischung gegeben. Anschließend verrührt ihr alles gut und vermischt es mit der Butter-Zucker-Mischung. Diesen Teig rührt ihr glatt und wickelt ihn in Frischhaltefolie und stellt ihn für 2 Stunden kalt.

Nach den 2 Stunden formt ihr kleine Kugeln aus dem Teig. Die Plätzchen werden bei 175° Grad im Ofen auf einem Backbleck, ausgekleidet mit Backpapier, für ca. 12-15 Minuten gebacken. Danach lasst ihr die Plätzchen kurz abkühlen und bestreut sie anschließend mit dem Puderzucker, um ihnen ihr typisches Aussehen zu verleihen.

Japanische Weihnachtstorte

Die japanische Weihnachtstorte (クリスマスケーキ, Kurisumasukēki) wird in Japan traditionell immer am Heiligabend gegessen. Zur typischen Dekoration dieser Weihnachtstorte gehören Erdbeeren. In Japan beginnt die Erdbeer-Saison im Dezember und nicht wie hierzulande im Sommer. Dies erschwert das Nachbacken im Winter für uns und daher eignet sich das Rezept mehr für eine Sommertorte. Zwar kann man mit Erdbeeren aus der Dose arbeiten, aber für die Dekoration sehen frische Erdbeeren viel schöner aus. Zu Weihnachten kann man in Japan überall diese Torten kaufen, was auch ungefähr drei Viertel der Japaner machen.

Die Kür: Japanische Weihnachtstorte

Für den Tortenboden benötigt ihr:

70g Reismehl
4 Eier
70g Zucker
3 EL Wasser
2 EL Pflanzenöl
1 TL Backpulver

Für die Füllung und Belag benötigt ihr:

300ml Sahne
250g Erdbeeren
50g Zucker
optional Zuckerdekor

Und so geht es: Die Eier werden getrennt, das Eigelb kommt in eine Schüssel und das Eiweiß stellt ihr erst einmal beiseite. Die Hälfte des Zuckers gebt ihr in das Eigelb und schlagt es schaumig. Das Öl wird nach und nach hinzugegeben und danach wird das Wasser löffelweise hineingerührt. Nun vermischt ihr das Reismehl mit dem Backpulver und gebt dies nach und nach in die Eigelbmasse. Anschließend wird alles gut miteinander verrührt.

Nun schlagt ihr das Eiweiß schaumig (am besten in einem hohen Gefäß) und gebt den übrigen Zucker hinzu. Die Mischung muss sehr fest werden. Überprüfen könnt ihr die Konsistenz mit einem Messer, der Schnitt muss in der Masse sichtbar sein. Ist die Eiweiß-Masse fest, wird sie vorsichtig unter die Eigelb-Masse gehoben (klappt mit einem Löffel sehr gut). Der Teig wird in eine gefettete Springform (Durchmesser 18 cm) gegeben. Er wird bei 180° Grad Umluft für 40-45 Minuten gebacken.

Ihr solltet zu Beginn den Kuchen im Auge behalten. Wird die Oberseite dunkel, könnt ihr sie mit Alu-Folie abdecken. Nach der Backzeit lasst ihr de Kuchen gut abkühlen. Ist der Kuchen kalt, schneidet ihr ihn  horizontal durch. Die Schlagsahne wird steif geschlafen und der Zucker wird hinzugegeben, bevor sie ganz steif ist. Die Erdbeeren werden gewaschen und sollten danach gut abtropfen. Ca. 100g Erdbeeren werden in Stücke geschnitten und mit 4EL der geschlagenen Sahne vermischt.

Diese Mischung verstreicht ihr auf einem der Kuchenteile und setzt den anderen anschließend oben drauf. Die übrige Sahne verteilt ihr auf der Torte und am Rand. Die übrigen Erdbeeren und der Zuckerdekor dienen zur Dekoration der Torte. Dabei sind der Fantasie natürlich keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt die Torte auch mit Zuckerschrift hübsch verzieren.

Habt ihr bereits japanische Plätzchen gebacken oder kennt ihr andere Rezepte, die ihr bereits ausprobiert habt? Solltet ihr eines dieser Rezepte probieren, dann schreibt doch etwas dazu oder ihr könnt eure Werke als Bild posten und der Community präsentieren. Wir wünschen euch einen schönen zweiten Advent und viel Spaß beim Backen!