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Im Test! Lernen mit Pokémon: Tasten-Abenteuer

Im Berufsalltag kann das Beherrschen des Zehnfingersystems ungemein helfen, deswegen ist es wichtig, dass wir schon Kindern dieses System nahe legen. Also hat einzig und allein Nintendo sich bereit erklären diese schwierige Aufgabe uns leichter zu machen durch den Titel: “Lernen mit Pokemon: Tasten-Abenteuer”. Als wahrscheinlich einer der letzten DS-Titel soll das Spiel Kindern in einer Pokemon-Kulisse beibringen, wo welche Buchstaben auf der Tastatur liegen und durch Aufgaben diese Motorik weiter auszubilden. Ist das Konzept erfolgreich? Erfahrt es in unserem Test!

Mit Prof. Wertz auf Pokemon-Safari

Natürlich wäre es unklug dem Spieler das Zehnfingersystem auf dem kleinen Touchscreen des Nintendo DS beizubringen. Deshalb hat Nintendo dem Spiel eine Tastatur beigelegt. Diese wird durch Batterien betrieben und kommuniziert mit dem Handheld durch eine Bluetooth-Verbindung. Das Gerät fällt leider etwas kleiner als normale Tastaturen aus. Trotzdem überzeugt die Verarbeitung. Interessanterweise werden wohl möglich noch andere Spiele diese Tastatur unterstützen.

Die Tastatur

Zu Beginn des Spiels darf man sich entscheiden, ob man eine weibliche oder einen männlichen Pokemon-Trainer spielen möchte.  Daraufhin lernt man das Mitglied des Schnellschreiber-Clubs Lea Taste (sehr subtil, ehem) und Pokemon-Professor Quentin Wertz (QWERTZ, versteht ihr? hahaha…).  Die beiden Figuren werden dich durch das Spiel begleiten und mit ihren Tipps dich unterstützen. Das konkrete Spielprinzip gestaltet sich wie folgt: Auf verschiedenen Kursen  begegnet man mehr als 400 verschiedene Pokemon, die es gilt einzufangen.

Doch anstatt mit eigenen Pokemon diese zu schwächen und sie zu fangen, muss man sie hier durch schnelles und korrektes Tippen bändigen. Wenn der Name des Pokemon innerhalb einer bestimmten Zeit korrekt eingegeben wird, wird das Pokemon mit einem “Tipp-Ball” gefangen. Je schneller man die Namen eingibt und je weniger man sich vertippt desto mehr Punkte erhält man. Am Ende jedes Kurses wartet meist ein seltenes Pokemon, dessen Einfangen sich etwas schwieriger gestaltet. Anstatt nur den Namen eingeben zu müssen, werden einem andere Buchstabenkombinationen vorgeworfen. Nach Beendigen des Levels erhält der Spieler eine Bronze-, Silber- oder Goldmedaille. Oder eben gar keine, falls man sich noch nicht sehr flink auf der Tastaur bewegen kann.

Für jeden geübten Tastenflitzer sollten die ersten Level überhaupt keine Herausforderung darstellen. Jedoch werden besonders Pokemon-Freaks einen großen Vorteil im direkten Wettbewerb haben: Spieler der alten Editionen, die nicht die neusten Editionen gespielt haben, werden überrascht sein. Nintendo hat in letzter Zeit sehr viele neue Pokemon erschaffen, die durch ihr weniger kreatives Art-Design und eher lächerlichen Namen. So heißt zum Beispiel ein pilzförmiges Pokemon “Tarnignon”. Wer also diese ganzen neuen Pokemon schon aus den neuen Editionen kennt, wird sich die Namen also besser merken können und so flinker die Namen tippen.

Tippen bis die Finger bluten

Ein wildes Voltilamm erscheint…

Der Nintendo DS wird dieses Jahr 8 Jahre alt, doch trotzdem hat Nintendo es geschafft ein ansehnliches Design für das Spiel zu kreieren. Besonders gefällt die Kursübersicht des Spiels. Jede Taste auf der Tastatur stellt einen eigenen Kurs da, die sich auch durch ihr Terrain unterscheiden. Auf einem Kurs begegnet man vielen Feuer-Pokemon in einer Vulkan-Umgebung. Auf einem anderen Kurs spaziert man durch vier verschieden Jahreszeiten und begegnet somit auch viele Pokemon unterschiedlicher Typen. Etwas schade ist, dass die Pokemon selbst immer noch nur mit 2D-Sprites dargestellt werden, wohin gegen die Umgebung dreidimensional ist.

Nintendo hat versucht durch einen hohen Umfang das Spiel so zu gestalten, dass es auch langfristig unterhalten kann. Mehrere Bonuskurse und Bonustitel werden bei guter Leistung freigestaltet. Es bleibt aber zu bezweifeln, ob das endlose Tippen von Pokemon-Namen über einen großen Zeitraum hinweg zu unterhalten vermag. Videospiele sollten mehr bieten als das Tippen. Jedoch soll der Titel das Zehnfingersystem dem Spieler näher legen. Als Gelernter des Systems kann ich selbst nicht sagen, ob das Spiel dieses Ziel erreicht hat.

Fazit

Zu empfehlen ist dieses Spiel nur für kleinere Kinder, die vielleicht ihre Motorik auf der Tastatur verbessern möchten um noch schneller in die Internetsucht zu versinken. Doch Spaß beiseite, wenn sie als Elternteil ihrem Kind es leichter machen wollen, sich auf dem Computer zurecht zu finden, ist dieser Titel bedingt zu empfehlen. Die Pokemon-Umgebung und Belohnung durch Titel und weiteren Kurse bei guter Leistung erleichtern den Einstieg in das Schreibsystem. Erwachsene Fans der Serie sollten lieber ihr Geld für eine Vorbestellung von Pokemon Weiß & Schwarz verwenden. Diese Titel werden mehr Spielspaß und Anspruch bieten. Weil Pokemon: Tasten-Abenteuer doch auch recht außergewöhnlich ist, verzichten wir diesmal auch auf die übliche Einteilung in Sterne.