Shinji Mikami: Japan muss Spiele wie Hollywood machen

Resident Evil Erfinder Shinji Mikami glaubt, dass Japan Videospiele wie Hollywood-Streifen entwickeln muss. Im Gespräch mit dem Magazin PSM3 sagt Mikami, die...

Resident Evil Erfinder Shinji Mikami glaubt, dass Japan Videospiele wie Hollywood-Streifen entwickeln muss. Im Gespräch mit dem Magazin PSM3 sagt Mikami, die japanische Industrie würde im Vergleich mit dem Westen den Kürzeren ziehen und die niedrigen Budgets würden den Entwicklern zu schaffen machen. Dabei müsse man sich Hollywood-Filme als Vorbild nehmen.

Japan sollte die Videospiel-Industrie anführen, aber momentan tut das recht offensichtlich Amerika. Zu behaupten, dass japanische Spiele Mist sind, wäre sicherlich zuviel des Guten. Aber 80 Prozent der Spiele, die ich derzeit spiele, sind nicht japanisch. Skyrim, Batman… solche Spiele interessieren mich momentan einfach mehr. Japan muss mehr gute Spiele machen, wenn die Leute ein anderes Denken an den Tag legen sollen”, so Mikami.

Ja, natürlich gibt es da tolle Spiele. Aber einfach nicht genug von ihnen… So viele basieren auf Animes oder der Fantasy – Spiele, die sich ausschließlich an japanische Menschen richten. Die meisten Spieler in Übersee sind einfach nicht an Animes interessiert.” Desweiteren erklärt Mikami, dass sich die Entwickler bei ihren Spielen an Hollywood orientieren sollten.

Hollywood investiert 200 Millionen US-Dollar in einen Film. Mit solchen Beträgen kannst du einen unglaublichen Film machen. Aber japanische Filmstudios geben nicht einmal annähernd so viel Geld aus. Der Unterschied bei den Budgets ist auch bei den Spielen vorhanden. Japan muss Spiele wie Hollywood Filme machen. Ich denke Capcom und das Team von Hideo Kojima sind in diesem Bereich bereits aktiv. Ich hoffe, dass sich japanische Entwickler des Hobbys, das wir ursprünglich propagiert haben, annehmen und der Welt noch einmal etwas besonderes liefern können.

Mikami arbeitet mit seiner neuen Firma derzeit an dem neuen Titel ZWEI (Screenshot).

 

via playm