In Japan sind Handhelds im Gegensatz zum Westen fast schon populärer als Konsolen. Große Serien wie Monster Hunter oder Pokémon erscheinen ausschließlich auf Handhelds. Die oftmals günstigeren Entwicklungskosten haben außerdem viele japanische Publisher dazu gebracht, Handheldproduktionen im Vergleich zu Konsolenproduktionen gleichmäßig, wenn nicht sogar mehr zu fördern. Diesen Trend will Nintendo Japan CEO Satoru Iwata nun auch im Westen fördern. Sicherlich nicht ganz uneigennützig.
Der Nintendo 3DS sei laut Iwata eine “großartige Möglichkeit” für japanische Entwickler und Publisher, im Westen ihren Markt zu vergrößern. Nintendo Produkte verkaufen sich weltweit gut, für andere japanische Entwickler trifft das aber nicht unbedingt zu. Um das zu ändern, will Iwata Auslandsveröffentlichungen von Third-Party Entwicklern unterstützen und mit ihren Publishern zusammenarbeiten, um Spiele zu Hits im Westen zu machen. Gut möglich, dass Nintendo dem Beispiel von Dragon Quest IX, Inazuma Eleven oder Professor Layton weitere folgen lässt. Sie wurden von Square Enix bzw. Level-5 entwickelt, um Promotion und Vertrieb im Westen kümmerte sich aber Nintendo.
Quelle: siliconera.com
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Ist das nicht schon allgemein der Fall? Ich glaube mich zu erinnern, dass NDS-Titel sogar sehr häufig automatisch von Nintendo published wird, wenn entsprechendes Interesse und Unterstützung, auch bei kleineren Titeln, besteht.
Ansonsten heiße ich es gut mehr japanische Spiele im Westen vorzufinden, doch nicht für den Handheld. Klingt zudem auch nach einer Maßnahme, die Regionscode-Kritik aufzuweichen.
Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass das großartig irgendetwas bringen oder bewegen wird. Im Westen herrscht einfach eine ganz andere Mentalität, was Handhelds betrifft, sie sind hier einfach ein Zeitvertreib für Zwischendurch, um sich lange Auto-oder Zugfahrten zu verkürzen oder wenn man mal irgendwo länger warten muss, kurz zu zocken. Da bieten sich allenfalls eben Casualgames an. Hardcore-Games, die dem Spieler mehr Zeit abverlangen, sind auf Handhelds im Westen einfach wesentlich weniger populär als in Japan. Im Westen spielt man zeitintensive Games einfach lieber auf dem großen Bildschirm zu Hause.
Die einfache Logik von Iwata: Spiele, die auch nur ein bisschen Massappeal haben, werden auf 3DS besser im Westen laufen als auf der PSP. Und da die PSP in letzter Zeit die meisten japanischen Spiele bekommen hat, ist das für Entwickler durchaus ein Argument, jetzt auf 3DS umzusteigen. In Japan auf dem PSP-Erben 3DS verkaufen wie gewohnt und im Westen dann zumindest noch einen großen Markt erreichen, dass dort ebenfalls Aussicht auf einen Hit besteht.
Besonders KH ist ein Kandidat dafür, jetzt auf 3DS und dann auf Wii (U) durchzustarten. BbS war eher enttäuschend im Westen, 358/2 Days hingegen war bei uns erfolgreicher.