Am Montag letzter Woche lud Nintendo zu einem Presse-Event in Berlin ein. Unser Nero hat sich verköstigen lassen (!) und durfte einige der kommenden Nintendo Spiele anspielen. Nachfolgend lest ihr sein Hands-On zu Zelda: Skyward Sword, das ihr bei Amazon bereits vorbestellen könnt.
Wir spielten auch schon: Mario Kart 7, Super Mario 3D Land und Kirby’s Adventure Wii.
Nachfolgend die Eindrücke von Nero:
Alle Jahre wieder ist es soweit! Link macht sich auf den Weg, seine Herzdame und Hyrule zu retten und Millionen Spieler weltweit brechen in Freudentränen aus. The Legend of Zelda: Skyward Sword heißt der neuste Streich der Reihe und dieser verlegt Links Heimat kurzer Hand vom Wald in den Himmel! Ich durfte den kompletten Einstieg ins Spiel anspielen und möchte euch meine Eindrücke nicht vorenthalten.
Das Intro lässt nichts Gutes erahnen, denn eine dunkle Kreatur erhebt sich aus den Wäldern, deren bloße Größe selbst hart gesottene Helden erblassen lässt – abgesehen von Link, denn dieser wacht weit entfernt in seiner Heimat auf. Noch wirkt der Jüngling völlig unscheinbar und nichts lässt auf einen großen Helden schließen. In seinem Besitz befindet sich weder ein Schwert, noch ist Grün seine Lieblingsfarbe. Nein, ganz andere Sorgen quälen den jungen Mann, denn heute ist ein ganz besonderer Tag. Der Tag der Vogelreiter-Zeremonie!
Eile ist also geboten und so macht sich unser Held auf nach draußen. An der frischen Luft angekommen, erwartet ihn schon die erste Prüfung. Eine kleine Katze hat sich auf ein Dach verirrt. Jung und dynamisch wie Link nun einmal ist, scheint er der perfekte Retter zu sein. Doch wollen wir das Kätzchen überhaupt retten? Ja oder Nein? Die Antwort hängt ganz von euch ab, denn Skyward Sword bietet erstmals Multiple-Choice-Fragen, die euren Fortgang mehr oder weniger beeinflussen. So könnt ihr die Kätzchen-Rettung, die stellvertretend für eine Verinnerlichung der Steuerung steht, auch ablehnen. Im späteren Verlauf hat man immer wieder Möglichkeiten auf bestimmte Situation nach Belieben zu reagieren, so kann man anschließend an die Kätzchen-Rettung beispielsweise Zelda treffen, die im übrigen nicht wie sonst eine Prinzessin ist und ihr ein Kompliment machen… oder auch nicht…
Der Multiple-Choice-Faktor ist nett, aber vergleichsweise sehr einfach gehalten – in der Regel stehen nur drei Antworten zur Verfügung: Ja, Nein und Öhmmm… zumindest war das innerhalb der ersten Spielstunde durchgehen der Fall. Aber zurück zum eigentlich Spiel!
Entscheidet man sich für die Kätzchen-Rettung, so bekommt man spielend die Steuerungsgrundlagen erklärt, d. h. Kamera, Fokussieren, Laufen, Springen, Schieben und so weiter. Die Handhabung ist dabei innerhalb von ein paar Minuten verinnerlicht. Viel interessanter war ohnehin der eigentliche Schwertkampf, denn dieser läuft nun gänzlich über die Bewegungen der Wii-Controller ab, d. h. in diesem Fall, dass man das Schwert quasi selbst führt. Im Zuge der Vogelreiter-Zeremonie wird nämlich Links Vogel entführt und an einem mehr oder weniger gefährlichen Ort versteckt. Grund genug, sich ein Schwert zu organisieren und sein geliebtes Reittier zu befreien.
Aber halt! Vorher muss der Umgang mit einem Schwert erst einmal erlernt werden! Zu diesem Zweck befinden sich in der Trainingshalle Baumstämme, die auf verschiedene Art und Weise bereits Kerben besitzen. Ziel ist es nun, genau diese Kerben, die mal senkrecht, mal waagerecht und mal diagonal auf dem Stamm zu finden sind, exakt zu treffen. Klingt leicht, … und ist es auch! Wer wildes Herumfuchteln befürchtet hat, der kann entspannt aufatmen, denn Link bewegt sein Schwert 1 zu 1 so, wie ihr den Wii-Controller bewegt.
Es ist erstaunlich, wie präzise sich das Schwert führen lässt – natürlich ist es nicht gänzlich fehlerfrei, aber im eigentlich Spielfluss ist davon nichts zu spüren. Der neuen Steuerung entsprechend sind viele Hindernisse auf eine präzise Schwertführung ausgelegt, was nicht nur Spaß macht, sondern auch durchaus glaubhaft wirkt. So muss man zum Beispiel eine Reihe Holzspeere vor einem Höhleneingang Stück für Stück abholzen, um in das Innere zu gelangen – ein Unterfangen, was mit einem Hieb kaum zu schaffen ist.
Neben der Schwertsteuerung, waren wir vor allem auf die Steuerung des Vogels gespannt, welcher ein zentrales Element im neuen Zelda darstellt. Wir erinnern uns: Link wohnt auf einer Insel im Himmel. Ein Gefährt zum fliegen ist für einen reibungslosen Transport also unerlässlich. Die Wii-Fernbedienung stellt dabei den Vogel dar – je nachdem wir ihr diese bewegt, bewegt sich auch der Vogel. In der eigentlichen Vogelzeremonie werdet ihr aber wieder auf spielerische Weise mit dem Konzept vertraut gemacht, was an sich sehr gut ist, denn die Steuerung für den Vogel ist gar nicht so einfach, ganz nach dem Motto: „Fliegen will gelernt sein!“
„Fallen“ übrigens auch! Ein neues Item erlaubt es euch nämlich aus großen Höhen zu springen und wie eine Feder zu landen, sofern ihr es rechtzeitig per Tastendruck aktiviert. Die Alternative ist selbstverständlich ein Zusammenprall mit dem Boden. Während man fällt, kann man Link, ähnlich wie den Vogel bewegen, was sicherlich noch wichtig im Laufe des späteren Spiels wird.
Es ist sehr schön zu wissen, dass Nintendo sich mit “Skyward Sword” an einem neuen Einstieg versucht hat, denn obwohl sich an der eigentlichen Handlung nichts geändert hat, sprich Zelda wird entführt, so ist der Anfang auf der schwebenden Insel eine willkommene Abwechslung zum obligatorischen Walddorf.
Nintendo hat in diesem Jahr eine Menge heißer Eisen im Feuer, doch fiel es mir bei “Skyward Sword” am schwersten, den Controller weiterzureichen, denn man war von Anfang an von diesem Spiel fasziniert und das, wo die ersten Aufgaben ja nur ein kleiner Vorgeschmack auf die kommenden Herausforderungen und Abenteuer waren! Ich freue mich schon jetzt darauf, die wunderschöne Optik vollends zu genießen und mein Schwert erstmals mit unfassbarer Präzision zu schwingen!
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Eine wirklich tolle Zusammenfassung, sehr schön geschrieben Nero, da bekommt man richtig Lust das Spiel sofort in die Wii einzulegen.
Zum Glück dauert es nicht mehr allzu lange bis zum 18. November. Ich bin schon sehr auf die Steuerung gespannt, vor allem wie es dann wohl sein wird, diesen Vogel zu steuern.